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Zoom H2 im Vergleich zu anderen Rekordern

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von sharp, 15.Oktober.2009.

  1. sharp

    sharp Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo zusammen,

    kennt ihr diesen Vergleichstest?
    http://www.audiotranskription.de/vergleichstest-digitaler-rekorder.htm

    Ich habe seit 2 Wochen einen H2 und bin jetzt doch etwas überrascht wie dumpf dieser, im Vergleich zu anderen, gleich teuren Rekordern, klingt.

    Könnt ihm mir sagen, warum ich den Zoom H2 behalten soll? :-? :)
    Ich wollte ihn für Sax-Aufnahmen, Orchestermitschnitte und Fieldaufnahmen nutzen.
     
  2. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Interessanter Test! Ich hatte ein Edirol R09, ist diesen Sommer im Hochwasser abgesoffen. Hab nun ein Tascam DR-100 - meine Meinung deckt sich mit dem Testbericht.
    Der Zoom H2 musst du jetzt nicht gleich auf dem Müll werfen. Ich hatte bereits beim Edirol R09 zwei Arten für Aufnahmen: wenn es eine Aufnahme für reine Verwendung intern (Reflexion, Proben usw.), dann reichten die eingebauten Miks absolut. Bei Aufnahmen, die weiter verarbeitet und u.a. auch veröffentlicht wurden, kam das Røde NT4 zum Einsatz. Diese Philosophie gilt auch jetzt beim Tascam DR-100 noch.
     
  3. rbur

    rbur Mod Moderator

    Und noch ein Tip: sobald man was gekauft hat, sollte man keine Testberichte mehr lesen.
     
  4. tbeck

    tbeck Ist fast schon zuhause hier

    Also ich denke, man sollte diesen Vergleichstest mit Vorsicht lesen. Ich nicht das Gefühl, dass der Bericht frei und unabhängig erstellt wurde. Vielleicht will man ja doch steuern, was dann im Shop bestellt wird.
    Den H2 nicht in den Müll. Ich habe eine H4 und bin mit den Ergebnissen bestens zufrieden.

    gruss
    Thomas
     
  5. Claus

    Claus Moderator

    SEHR guter Tip!
     
  6. Brille

    Brille Ist fast schon zuhause hier

    Finde, man kann auch
    1. auf seine eigene Erfahrung vertrauen. Und die heißt bei mir: Der Zoom H2 ist gut.
    Und
    2. sollte man sehen, welche Geräte wieviel kosten. Oder ist es egal, das eines 400 und der Zoom dagegen "läppische" 190 kostet?
    Und schlißlich sollte man sich
    3. nicht von irgendwelchen Tests, die von irgenwem erstellt sind und im Netz platziert werden, heiß machen lassen.

    In der Ruhe liegt die Kraft!

    Grüße

    Brille
     
  7. sharp

    sharp Kann einfach nicht wegbleiben

    Ihr habt natürlich recht....trotzdem hab ich mir zu Testzwecken diesen Olympus DM-550 mal bestellt.

    Am Dienstag hab ich wieder Orchesterprobe (sagt man das bei 10 Bläsern?) und da werde ich beide Geräte mal aufnehmen lassen.
    Ich könnte mir vorstellen, dass das H2 etwas angenehmer klingt mit Blechinstrumenten.

    Bei Bedarf kann ich ja zwei soundsamples posten.

    Seht ihr das auch so, dass die rear-Mikrophone eher dumpf und unnatürlicher klingen und man den 2CH-Modus nehmen soll?
    Ich finde das gerade der 2CH eine schlechtere rämliche Aufteilung hat.

    Gehäuse aus Plastik, Tastendruck undeutlich, externes Mikrofon nur mit starkem Rauschen, interne Mikrofone sehr gut, schlechte Batterielaufzeit von 2- 4 Stunden. Die vom H2 erstellten mp3-Dateien werden bei Nachbearbeitung am Rechner (Normalisierung und Hinzufügen von Effekten) verzerrt und rauschen. Der eingebaute Encoder scheint minderer Qualität. Ohne Nachbearbeitung sind die Dateien jedoch nach wie vor in der Spitzenklasse anzusiedeln, vorallem für Sprachaufzeichnung. Für die Nachbearbeitung empfiehlt sich die Aufnahme im WAV-Format.

    Mikrofoneinstellungen - Empfehlungen:
    - 90 Grad Front: für Sprachaufnahmen
    - 120 Grad Rear: klingt eher dumpf und unnatürlich
    - 2 Ch: bestens geeignet für Musik- und Naturaufnahmen im Stereoklang


    http://www.audiotranskription.de/aufnahmegeraete/fuer-gruppeninterviews/zoom-h2-vs.-olympus-ls-10/vergleich-zoom-h2-und-olympus-ls-10.html

    Ich dachte erst, die Tester haben das H2 sicher nicht richtig bedient, aber die haben das schon länger.

    http://www.audiotranskription.de/aufnahmegeraete/fuer-gruppeninterviews/zoom-h2/zoom-h2-handy-recorder.html

    Man sollte wirklich keine Testberichte nach einem Kauf lesen..... :-D
     
  8. Rick

    Rick Experte

    Hallo sharp,

    schön, dass Du mal wieder im Forum bist! :)
    (Danke für die PM!)

    Fand ich aber im Test bei Musik jetzt nicht so überzeugend... :roll:

    Ich finde, es besitzt mehr "Tiefe" als die anderen getesteten Geräte.
    Eventuell zu wenige Höhen der Aufnahme kann man leicht nachträglich per EQ "rausholen", aber "Tiefe" sowie "Wärme" sind nicht so leicht zu bekommen...

    Würde mich schon interessieren!

    Ich nehme meistens die 90°-Front, glaube ich.

    Ich nehme NIE im mp3-Modus auf - wozu denn auch bei modernen ausreichend großen Speicherkarten?? :-o

    So ist es!

    Ich bin jedenfalls bisher sehr mit dem H2 zufrieden, Freunde und Kollegen sind ebenfalls begeistert.

    Natürlich sollte man die Aufnahmen nachträglich noch "mastern", also normalisieren und mit Equalizer sowie gegebenenfalls noch mit Filtern, Hall, Kompressor, Limiter oder Exciter bearbeiten, doch das mache ich sowieso schon immer routinemäßig.

    Das H2 bietet mir dafür im WAV-Format sehr gutes Ausgangsmaterial, dank der eingebauten Mikros, die manchen professionellen Live-Mikrofonen überlegen sind.
    Ich kann es einfach neben mein Instrument oder vor die Bühne stellen und es liefert mir brauchbare Aufnahmen, die ich nur noch relativ gering bearbeiten muss, bis sie endgültig meinem Geschmack entsprechen.
    Andere, teils sogar wesentlich teurere sowie aufwändigere Lösungen bieten mir das nicht in der Art. :cool:

    In den nächsten Monaten werden wohl ein paar CDs von mir rauskommen, die ausschließlich live mit dem H2 aufgenommen wurden. :-D


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  9. Claus

    Claus Moderator

    Ich habe neulich unsere Band bei einem Konzert (dauerte aber mehr als 2 Stunden) mit dem H2 (mp3) aufgenommen. Das waren rd. 205 MB. Also hätte es wahrscheinlich auch (ganz knapp) mit meiner 2-GB Karte als wav geklappt.

    Welche Speicherkartengrößen verträgt der H2 eigentlich?
     
  10. ChristophBM

    ChristophBM Ist fast schon zuhause hier

    das Bessere ist des Guten Feind . . .

    ich habe mir jüngst den LS-11 geleistet, und bin angenehm überrascht wie gut das Teil schon aufnimmt, wenn man es nur irgendwo auf den Bühnenboden legt und auf RECORD drückt.

    Und für die schnelle Aufnahme zwischendurch, etwa im Unterricht mal eben für einen Schüler eine mp3-Aufnahme einer kritischen einspielen und anschließend am Computer auf seinen player überspielen oder per mail verschicken ist schon toll.

    Aber dafür taugen bestimmt sämtliche am Markt erhältlichen Teile ebensogut.

    Was ich am LS-11 ebenfalls gut finde: eine bis zu 32GB große SD-Karte sorgt für allerhand Aufnahmedauer auch im WAV-Format. Mittlerweile ersetzt mir das Teil auch häufig den liebgewonnenen iPod-Mini mit 6GB. Olympus hat nämlich dafür gesorgt, daß der LS-11 sowohl mit dem MediaPlayer als auch mit iTunes ganz gut zusammenarbeitet, und deren Ordnerstrukturen mit übernimmt. zwar nicht so genial wie mit einem iPod, aber funktionell absolut überzeugend.

    Die Bedienung ist kinderleicht, das Gehäuse aus Metall wirkt sehr solide, und das Gerät verbraucht ganz offenbar relativ wenig Strom.

    Gruß, Christoph
     
  11. Gillert

    Gillert Kann einfach nicht wegbleiben

    @ Re: Claus

    Ich benutze ein 4 GB großes Speicherelement.
    Ich glaube man kann auch ein 32 GB Teil benutzen, soweit meine Erinnerungen an Verkäuferaussagen mich nicht trügen.

    Einen schönen Tag noch und vielleicht nutze ich die Gelegenheit mich für eure hervorragende Arbeit zu bedanken!

    Joachim
     
  12. chino

    chino Ist fast schon zuhause hier

    Wow.

    Also ich wollte den Bericht grad schon fast nem Kollegen weiterleiten der grad nen Rekorder sucht. Bei der netterweise von Sharp zitierten Begründung der H2 Schwächen bin ich dann zum Glück etwas stutzig geworden, denn die Punkte sind allesamt völlig schwachsinnig! Ich kann wirklich nur jedem einzelnen davon vehement widersprechen, und stehe dafür mit meinem Dipl.-Ing. der Akustik.

    Nach dem Laden der Beispielfiles in meinen Sequencer hat sich jede weitere Analyse erübrigt. Schaut selbst:

    http://www.youscreen.de/soso.jpg

    Während alle anderen Signale fein normalisiert wurden, ist das nur bei der H2 Spur nicht der Fall. Die Lautheit ist wie man wissen muss das unschätzbar dominanteste Bewertungskriterium des menschlichen Ohrs.

    Die Krönung kommt aber noch: zusätzlich wurde die Aufnahme auch noch per Timestretching verlangsamt was ebenfalls psychoakustisch negativ erscheint und auch noch Aliasingartefakte hinzufügt natürlich.

    Ich habe bereits on-sample-genaue Aufnahmen mit teuren (und guten) RME Geräten und dem H2 gleichzeitig gemacht, und er leistet sich kaum Timing-Schwächen.

    Von einem kaputten Gerät kann man auch nicht ausgehen, da die fehlende Normalisierung von ganz klarer Absicht zeugt.

    Die werten Herren von der Audiotranskription sind also möglicherweise riesengroße Stümper, vermutlich aber echte Verbrecher.

    Seid also gewarnt, schlimm genug dass viele andere darauf reinfallen werden.

    Der Zoom H2 ist seit seiner Einführung im August 2007 ununterbrochen auf Verkaufsrang Nummer 1 bei Thomann, dem größten Musikhaus Europas. Vermutlich wollte da mal jemand was gegen tun. Ich kann nur sagen dass er zurecht dort oben ist.

    Gruß Chino
     
  13. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Cool - danke Chino :)
     
  14. sharp

    sharp Kann einfach nicht wegbleiben

    Hi Chino,
    vielen Dank, ich glaube dir jetzt einfach mal... :-D

    Natürlich wird man stutzig, wenn man liest und hört, dass der H2 aufeinmal nicht so gut sein soll.

    Falls die Dateien nachbearbeitet wurden, dann kam möglicherweise auch ein Equalizer zum Einsatz...mittlerweile habe ich das DM-550 Testgerät da und werde selber heute mal ein paar Geräusche aufnehmen.
    Vom Gehäuse her ist es 10mal besser als das H2 - aber das ist ja keine Kunst... :roll:
    Ob es wirklich bis 51h Laufzeit packt...?
     
  15. mschaa

    mschaa Schaut nur mal vorbei

    Hallo.

    Ich selbst besitze auch einen H2.
    Ich habe auch daran gezweifelt da mir der Sound nie so richtig gefallen hat.
    Also habe ich die üblichen Verdächtigen dann mal bestellt und Aufnahmen gemacht und verglichen.
    Das ist natürlich nicht Wissenschaftlich.
    Mein Fazit war ganz klar.
    Der Vorteil der anderen Geräte liegt für mich in den XLR-Eingängen.
    Mit den eingebauten Mikros konnte ich Unterschiede raushören - aber die waren so gering daß sich ein Wechsel für mich nicht gelohnt hat.
    Zumal mir manche Unterschiede noch nicht mal besser gefallen haben.
    Allerdings nehme ich auch alles in der höchsten Qualitätsstufe auf.

    Brauche ich vernünftige Mikro's nehme ich halt den Laptop mit Audiointerface mit und schliesse da was amtliches an.

    Ich konnte die zahlreichen Testberichte damals dann auch nicht mehr verstehen die von einem Riesenunterschied sprachen.

    Gruß
    Michael
     
  16. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht haben sie aber auch nur vergessen zu normalisieren.

    Bei anderen Aufnahmen konnte ich den Pegelunterschied nicht feststellen. Könntest du das einmal überprüfen?
     
  17. Rick

    Rick Experte

    Auch ich möchte mich bei Chino für die Aufdeckung des kleinen Schwindels bedanken!

    Normalisierung vergessen? Dürfte bei einem so "amtlich" daher kommenden Test eigentlich nicht passieren... :roll:

    Mit der gewählten Aufnahme-Position kann man schon sehr viel verändern.
    Ansonsten: Klangbearbeitung. ;-)

    Beim Zoom wurde aufgrund der hochwertigen eingebauten Mikros darauf verzichtet - was ich verstehe. Diese großen Eingänge hätten eine komplett andere Konstruktion verlangt.

    Das geht mir auch so, wenn ich mir die Aufnahmen des vorliegenden Tests anhöre - im Vergleich zum Zoom klingen andere Geräte vielleicht etwas transparenter, aber auch dünner und "kälter" - das liegt an der Betonung des höheren Frequenzbereichs.

    Für Musik gibt es daher für mich keine besseren tragbaren Geräte und Reportagen oder Naturaufnahmen, die man möglichst klar hören möchte, mache ich äußerst selten. :lol:

    Für alles andere gibt es ja auch keinen wirklichen Grund. :-D
    Auf mp3 wandle ich lieber im PC um, deshalb kann ich getrost auf bessere Wandler im Aufnahmegerät verzichten. Unnötig teurer Schnickschnack, finde ich.


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  18. chino

    chino Ist fast schon zuhause hier

    @pth: mich hat auch nur Gesang interessiert, ist aber nunmal auch die wichtigste. Bei einer der anderen Beispiele war jetzt stichprobenhalber alles okay. In den älteren Tests der Jungs lassen sich unmodifizierte Choraufnahmen abhören, falls jemand noch vergleichen möchte. Kann mir jemand das Timestreching erklären? Eine falsche Samplingrate habe ich den Jungs zuliebe auch zuerst vermutet, aber da zusätzlich eine Tonhöhenkorrektur vorgenommen wurde kann das kein Zufall sein.

    Spektrum habe ich natürlich auch analysiert, da sind beim H2 weniger höhen drin - könnte eine weitere Nachbearbeitung per EQ sein, glaub aber das ist in Echt auch so, denn der H2 hat etwas weniger Höhen. Klingt in meinen Augen auch oft besser, und wie schon gesagt, durch die saubere XY Anordnung der Zoom Geräte hat man eine viel viel viel bessere Räumlichkeit als bei allen anderen Modellen!

    Gruß Chino
     
  19. sharp

    sharp Kann einfach nicht wegbleiben

    Chino, da du ja "vom Fach" bist, hab ich eine Frage.
    Wenn ich einen Chor mit 70 Sängern inkl. Klavier in einer Kirche aufnehmen möchte, wo stelle ich da das H2 hin?
    Vorne in die erste Bankreihe oder beim Dirigenten oder wo?
    Mir ist schon klar, dass man eigentlich jede Stimme und Instrument extra abgreifen sollte - geht aber nicht, weil hierfür kein Budget vorhanden ist.
    Wenn ichs zu Nahe ins Publikum stelle, verhusten die mir die Aufnahme, ob die Dirigentin quatscht, weiss ich nicht (vielleicht schnauft sie laut?). Oder sollte man es hinter den Chor stellen???

    Und welchen Modus nimmt man da? front90 oder rear120°?
    Für welche Anwendung kann man denn 2CH-mix sinnvoll nutzen - der klingt für mich immer etwas verwaschen.

    Man könnte die audiotranscriptions-tester ja mal um die originaldateien bitten...zumindest könnte ich denen ja mal was ins gästebuch schreiben.

    edit: da war einer schneller... siehe gästebucheintrag von heute :)
     
  20. chino

    chino Ist fast schon zuhause hier

    Ah das ist ihre Reaktion auf meinen Kommentar, der logischerweise nicht freigeschaltet wurde. Aber so hatten sie zumindest die Gelegenheit jegliche eventuellen "Zufälle" aus dem Weg zu räumen.

    Zu deiner Frage kann man wirklich keine allgemeine Antwort geben. Vor Ort vorher testen ist da immer der übliche Tipp, den ich dir allerdings nicht geben werde. Wenn Publikum drin ist siehts doof aus, und wenn nicht bringt der Test sowieso nichts. ;) Falls du denkst dass die Kirche gut klingt und du es auch sehr hallig haben willst geh weiter weg. Falls es weniger Raum sein soll musst du näher dran. Wenn der Chor kreisförmig steht würde ich sehr sehr nah dran (zusätzlicher Hall nachher geht immer ;). Falls der Chor aber klassisch steht, d.h. als gerade Formation, dann musst du aufpassen dass die Unterschiede der Entfernung zu verschiedenen Chormitgliedern nicht zu groß werden.

    Trotz meiner Lobgesänge auf den H2 empfehle ich für ernstzunehmende Aufnahmen natürlich immer ein schönes Paar Kleinmembraner, das ist durch nichts zu ersetzen.

    Gruß Chino