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Zu wenig Luftverbrauch

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von hiroaki, 23.Oktober.2017.

  1. hiroaki

    hiroaki Kann einfach nicht wegbleiben

    Hi,

    in Anlehnung an einen anderen Thread:
    Ich hab genau das gegenteilige Problem. Wenn ich tief einatme und dann theoretisch lange spielen könnte, geht mir irgendwann der Sauerstoff aus. Ich hab dann nur noch verbrauchte Luft in der Lunge.
    Der Effekt ist, dass ich dann erst ausatmen muss um neu Luft zu holen. Das kostet aber Zeit.

    Ein offeneres Mundstück und härtere Blätter sind da vielleicht hilfreich. Für mich, als Anfänger, aber nicht spielbar.
    Was kann man dagegen tun? Gibt es dazu Übungen um mehr Luft zu verbrauchen?

    Grüße
    Robert
     
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  2. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Da sind wir Leidensgenossen, jedenfalls von Zeit zu Zeit. Bei mir hilft da nur, das "Liedchen" in sinnvolle Phrasen aufzuteilen und nur die "benötigte" Menge Atem zu holen. Also ggfs vorher gut angucken und Atemzeichen setzten. Blöd ist halt, wenn die anderen die Aufteilung anders sehen. Aber miteinander reden hilft.
    LG quax
     
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  3. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    eine Möglichkeit wäre auch, einfach weniger tief einzuatmen;
    eine andere, lauter zu spielen;
    die dritte, Luft anhalten zu üben, man kann das trainieren (Taucher müssen das auch können)

    Gruß,
    Otfried
     
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  4. ppue

    ppue Experte

    Hallo Robert,

    ich kenne das Problem. Hatte ich früher bei der Klarinette. Beim Saxophon tritt es in der Regel seltener auf, weil schon per se mehr Luft durch das Mundstück geht. Die Idee, etwas offener zu blasen, geht sicher in die richtige Richtung.

    Es kann es sein, dass du dein Blatt noch zu fest an das Mundstück presst. Der Ton wird auch schöner, wenn du mit weniger Druck spielst. Laut spielen, wie @xcielo sagt, ist auch ein guter Tipp. Vielleicht übst du in einem Mietshaus und nimmst dich fortwährend zurück? Das könnten so Ursachen sein.

    Ansonsten empfehle ich, sich keine Sorgen zu machen und darauf zu bauen, dass sich der Körper irgendwann auf die Situation einstellt. Das wird mit der Zeit automatisch verschwinden, das Phänomen, wenn du die kleinen Fehler im Ansatz mehr und mehr abbaust.
     
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  5. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Oder so wie die Oboisten es machen: Am Ende einer Phrase vor dem Einatmen, ausatmen. Das verlangt jedoch gutes Timing und klappt nicht an jeder Stelle.
     
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  6. visir

    visir Ist fast schon zuhause hier

    oder man spielt eine größere Bauart, da braucht man auch (etwas) mehr Luft... :rolleyes:

    Mir gehts jedenfalls so: beim Alt bleibt mir auch Luft übrig, beim Bari geht mir die Luft eher aus. Und ich spiele beide gleich oft, und beide sind gut gewartet.
     
  7. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Das Problem entsteht nicht durch zu tief einatmen, sondern durch die Vorstellung, Luft "einsaugen" zu müssten anstatt einströmen zu lassen.
    Insoferne halte ich die gegebenen Tips für nicht zielführend.

    Grüßle, T.S.
     
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  8. KUS

    KUS Ist fast schon zuhause hier

    Danke für den Gedankenanstoß. Darüber habe ich bislang so nicht nachgedacht.

    LG Kai
     
  9. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Wie gut man Luft kriegt hängt viel davon ab, wie man seinen Unterkiefer und die Muskeln koordiniert.
    Klemmt mal die Mundwinkel beim Spielen zusammen und versucht, Luft zu holen. Da geht fast gar nichts.
    Denkt Euch die Mundwinkel eher nach unten, lassten den UK leicht fallen (so ein laut zwischen "o" und "a" mit einem "m" davor) und vergleicht.

    Vielleicht hilft's ein wenig.

    Auf youtube gibt's ein Rascher-Video, dass da auch ganz hilfreich ist, so eine Buescher-Promo.
     
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  10. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde es ähnlich formulieren.
    Halt mal einen besonders langen Ton. Wenn du nun denkst: "oh, jetzt muss ich besonders viel Luft tanken", dann geht es schon nach hinten los. Saxophon spielen benötigt nicht übermäßige Luftzufuhr. Im Gegenteil. Alles was es braucht, ist eine runde Atemtechnik.
     
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  11. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Kann ich das bitte erklärt bekommen? Wie die Luft reinkommt ist doch weitgehend, egal, außer ich pumpe mich mit Absicht maximal voll. Das kann vielleicht sein wenn man von den anderen Baugrößen kommt und an mehr Luft gewohnt ist. Tendenziell kommt bei mir diese Problem nur bei Sopran und Klarinette vor, aber auch da nur selten. Pausen kann auch zum Ausatmen nutzen.

    Ich verstehe deinen Ansatz zum Saxspiel nicht immer, manches der Alexandertechnik ist mir fremd. Von daher, einströmen???

    Alphorn
     
  12. ppue

    ppue Experte

    Wie die Luft reinkommt, halte ich auch nicht für entscheidend und hat eher mit dem jeweiligen Stück und damit zu tun, wie viel Zeit zum Atmen bleibt.

    Dennoch kann es gut sein, dass @hiroaki alles etwas lockerer nehmen muss, sich die Lunge ganz gelassen nur halb voll machen sollte. Wahrscheinlich ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Um es genauer zu sagen, müsste man ihn sehen und hören.
     
  13. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Kann ich verstehen.
    Das hat aber nichts mit meinem Ansatz oder der AT zu tun, sondern mit dem reinen Menschsein :)
     
  14. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Ich hätte es jetzt nicht besser sagen können ;-)

    Denke beim Spielen nicht über das Atmen nach. Atemübung vor dem Spielen: lasse die Luft in deine Lunge einfließen, bis die Lunge voll ist. Dann langsam ausatmen. Das machst du jedes Mal vor dem Üben. Beim üben denkst du genauso viel über das Atmen nach, wie im Alltag auch....nämlich gar nicht!
     
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  15. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    um das zu kapieren habe ich ewig gebraucht... jetzt lasse ich irgendwie locker, der Bauch geht wie von alleine vor und Luft strömt in die Lunge... ich muss eher verhindern, dass zu viel Luft in die Lunge kommt.
     
  16. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Den Begriff "Lunge" finde ich persönlich manchmal eher hinderlich. Dann läuft die Atembewegung nämlich genau so ab, wie sie nicht funktionieren sollte, sprich Schultern und ab in die Brust...
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.Oktober.2017
  17. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Ohne jetzt die Esoschiene fahren zu wollen. Ich bin sehr fest der Meinung, dass es sowohl relevant ist, ob ich Luft reinsauge oder sie einströmen lasse. Und das für mich Wichtige: das eine kann für den anderen hinderlich sein, während es für den anderen die Erlösung bei einem langen Problem war. Das Stichwort heißt hier Atemtypen. Einatmer und Ausatmer, atmen unterschiedlich. Bzw. ziehen ihre Energie daraus unterschiedlich.

    https://stimmtschonblog.wordpress.c...e-doch-ein-und-aus-was-es-damit-auf-sich-hat/

    http://www.klarinette24.de/atemtypen.html
     
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  18. a.g.

    a.g. Ist fast schon zuhause hier

    Saugen, strömen lassen...
    Die Lösung liegt, und so kenne ich das von mir, die wie auch immer eingeatmete Luft auf zu brauchen. Es muss ja nicht bei jeder Gelegenheit geatmet werden. Wenn ich zu oft Luft hole dann habe ich genau das benannte Problem.

    Herzliche Grüße

    Andreas
     
  19. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich sowas lese:
    "...
    Herrschen zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen in überwiegendem Maße dehnende Kräfte (größerer Mondeinfluss)
    ..."
    ist das - zumindest von mir - nicht von Esoterik zu unterscheiden.


    "...
    Wissenschaftliche Belege für diese Kategorisierungen gibt es nicht. 2011 wurde an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar im Rahmen einer Diplomarbeit die Tauglichkeit der Terlusollogie für die Gesangspädagogik untersucht. Aufgrund einer Umfrage an 553 Probanden kommt der Autor Frederik Beyer zu dem Ergebnis, dass die Hypothesen der Terlusollogie nicht haltbar und somit pseudowissenschaftlich sind.[2]
    ..."
    https://www.psiram.com/de/index.php/Terlusollogie


    Grüße
    Roland
     
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  20. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Woran auch immer es liegt, ist mir persönlich schnuppe, ich stelle nur fest, dass es funktioniert. Aber gut, für sowas muss man offen sein.
     
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