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Zu wenig Luftverbrauch

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von hiroaki, 23.Oktober.2017.

  1. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Oh, daran kann es liegen. Ich bin einfach zu beschränkt. :)

    Grüße
    Roland
     
    last und stefalt gefällt das.
  2. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Das habe ich nicht gesagt, aber wenn du es auf diesem Ohr hörst, wird es vielleicht so sein.
     
    Mummer gefällt das.
  3. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Moin,
    im Buch "The Saxophone" von John Harle (das ich empfehle, wenn auch nicht uneingeschränkt - jedenfalls gibt es viel nachzudenken) steht am Anfang viel über Atmung.
    Die Geschichte mit dem Einströmen hat - ich wiederhole mich - mit Esoterik genauso wenig zu tun wie es die Alexandertechnik hat.
    Das ist einfach Tatsache, "Kindergartenanatomie" sozusagen.

    Hier noch zwei Seiten aus dem Harle.
     

    Anhänge:

  4. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Einströmenlassen funktioniert halt nur nicht bei jedem.
     
  5. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, was das denn nun genau ist. :roll:
     
  6. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Was, Einströmenlassen?
     
  7. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Das hat aber Ursachen!

    Der Atem fließt eigentlich von alleine. So jedenfalls war es nach unserer Geburt. Manche Menschen halten/blockieren den Atem (-impuls) weil sie angespannt sind. Dann kann nichts mehr fließen. Diese Blockaden können sehr tief sitzen.

    Die Alexander Technik, Atemtherapie nach Middendorf oder Veening, können dabei sehr helfen.


    Ich lese hier manchmal: Ich habe soviel Luft das ich unbedingt ein größeres Mundstück brauche!
    Für das spielen eines Saxophons braucht man keine „Super-Lunge“. Aber es braucht einen fließenden Atem.
     
    bluefrog gefällt das.
  8. Kannix

    Kannix Schaut nur mal vorbei

    Ich als Anfänger kenne das Problem auch. Hatte das Gefühl, einfach nicht genug Luft durch mein Yamaha 4C zu bringen.

    War und ist ganz sicher auch eines meiner Probleme. Mein Saxlehrer lässt mich daher bewusst eher laut üben (mf) und erinnert mich daran, dass ein Sax ein Blas- und kein Pusteinstrument ist ;)

    Wäre aber mal interessant, ob dieses Problem ein reines / typisches Anfängerproblem ist ...

    Außerdem hat bei mir ein etwas weiteres Mundstück (Meyer M6M) auch etwas Erleichterung gebracht.

    Der Rest ist wohl üben, üben und nochmal üben (sowohl Ansatz als auch Atemtechnik/-führung).

    Holger
     
  9. ppue

    ppue Experte

    Atmen ist ein Ding, was man automatisch tut. Leider funktioniert die Alltagsatmung nicht bei jedem auch am Instrument. Man muss die Atmung dafür umstellen.

    Das ist ein äußerst sensibler Vorgang, denn man muss seinen Automatismus ausschalten, eine neue Art der Atmung erlernen und diese wieder automatisieren. Das wird man niemals schaffen, wenn man auch noch so gute Bücher liest.

    Ich habe das schon einmal erzählt. Ich hatte neulich eine Atemtherapeutin für meinen Chor eingeladen und sie hat uns ein paar Stunden gegeben. Aus meiner Zeit an Musikschule und Hochschule habe ich schon einiges an atempädagogischen Versuchen mit bekommen. Die Therapeutin für den Chor allerdings fand ich super.

    Sie hat in keiner ihrer Stunden auch nur einmal das Wort Zwerchfell erwähnt, sondern ausschließlich Übungen gemacht und hat (das ist das, was wohl auch @Ton Scott meint) nie aufgefordert, einzuatmen. Es waren eher Kurse im langen Ausatmen. Das Einatmen entstand ausschließlich durch das Entspannen des Zwerchfells im rechten Moment. Der war immer recht kurz vor dem nächsten Ausatmen.

    Beispiel: gehe 9 Schritte vorwärts und lasse mit einem Pfffffff langsam die Luft ab. Bleibe einen Moment stehen, dann entspanne dich und atme wieder aus. Spüre, wie beim Entspannen die Luft in dich fließt.

    Ja, alles super, konnte ich aber schon als Jugendlicher und hatte trotzdem diese Schwierigkeiten bei der klassischen Klarinette. Ich kann aber keinen Weg aufzeigen, wie ich das Problem löste. Es löste sich von alleine.
     
  10. ppue

    ppue Experte

    Noch nicht mal ein Blasinstrument müsste es sein. Es funktionierte auch beim Einsaugen der Luft, wenn das Mundstück anders herum konstruiert wäre.

    Komischer Weise kann man beim Einziehen des Atems genau so laut pfeifen wie beim Ausatmen. Es geht nicht darum, dass man mit der geblasenen Luft den Ton aus dem Instrument bläst. Es geht nur darum, dass das Blättchen angeregt wird. Könnte auch ein entsprechend gesteuertes Motörchen mit einem Exzenter machen ohne das es überhaupt eines Luftstromes bedarf.
     
  11. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Sicher,
    aber möglicherweise auch schon das einfachste Wissen, wie Prozesse tatsächlich ablaufen.
    Das kann ich schon unterschreiben, hab ich aber nicht gemeint.
    Ich seh die Geschichte ja täglich stundenlang auch bei meinen Schülern. Beginnen tut's mal, dass einfach (wie oben im dem pdf auch vermerkt ist), dass die Luftmenge oft dramatisch überschätzt wird, die zum Spielen notwendig ist.
    Das zweite ist, dass schnelles Einatmen durch den Mund ohnehin zu einer nicht effizienten Atmung verleitet. Der Harle empfiehlt ja auch, erstmal ausschließlich durch die Nase zu atmen. Dazu kommt oft auch noch eine schlechte Haltung (durchgestreckte Knie, steifer Nacken etc.).
    Beim Ausatmen arbeitet oft der Hals mit, bremst die Luft runter und dann geht ein effizientes Luftmanagement flöten.
    Und die Körperkoordination wird nach meiner Erfahrung bei den jungen Leuten auch nicht wirklich besser.

    Cheers
     
  12. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Der Erfinder der Antibabypille war ein Skaninavier namens Laas Rinström. :smil3dbd4e29bbcc7:
     
  13. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Und nun zur technischen seriösen Antwort.

    Testergebniss aus verschiedenen Mundstücken aus der Schublade.
    Rico C5 wäre dann das durchgängigste Ablasventil.
    Rico B3 drosselt schon ein weniger die Abluft.
    Rico A5 erhöht sich der Widerstand
    Yamaha 6C im kurzen Test ähnlich im Luftwiderstand wie Rico A5, jedoch in Bahnöffnung großzügiger

    "Labor" dazu im Kleinsstudio in dem ich aus räumlicher Akustik Vandoren L3 beborzuge.

    Im Hinblick, dass die Ricos sehr preisgünstig sind unterstütze dies meine vergnügte Experimentierfreude.

    LG
    Pil
     
  14. visir

    visir Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht noch ein kleiner Tipp, wenn man schon einmal zuviel Restluft hat (hab ich heute bewusst bei mir am Tenor beobachtet): durch die Nase ist sie am Ende eines Tones relativ schnell abgelassen, noch bevor man vorhat, wieder einzuatmen...

    (OT: jetzt hatte ich gerade ein paar sehr merkwürdige Effekte: ich wollte das Wort "wieder" verschieben, indem ich es markierte und dann mit der Maus per "drag and drop" neu platzieren wollte, und zuerst wurde es zwei Zeilen zu hoch eingefügt, dann noch einmal, und dann kam die Seite "www.wieder.com", wo nur "hello world" stand... so ein richtiger "WTF"-Moment...)
     
  15. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    :thumbsup: Stimmt, seit dem ich gelernt habe durch die Nase zu rülpsen bin ich auf dem Tenor besser geworden und dehydriere nicht mehr so in den Proben. :pint:
     
  16. hiroaki

    hiroaki Kann einfach nicht wegbleiben

    Hi,

    danke für die vielen Ratschläge und Tipps.

    Ja, das geht, aber was ist, wenn p angesagt ist? (und ich meine damit nicht "power")

    Ja, da liegst Du sicher richtig. Ich neige zum Beißen.

    Na, es gibt nur ein Organ, mit dem wir atmen. Auch wenn wir Brust-, Zwerchfell- und Bauchtatmung unterscheiden, so ist doch immer die Lunge gemeint.

     
    quax und Dreas gefällt das.
  17. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Wie bist du denn heute drauf? Na wenigstens warst du im richtigen Kindergarten und hast mir damit was voraus. Den muss Harle dann wohl auch noch besuchen, denn von Einströmen schreibt er nichts.

    Aerophon
     
  18. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Kindergartenanatomie war gegen niemand gerichtet. Das ist halt die Größenordnung von Anatomie, in der ich mich bewege. Einfach halt, weil ich kein Mediziner bin.
    Wenn es Dich beleidigt, mit "Wie bist Du denn heute drauf?" sind wir wohl quitt.
    Der Threaderöffner hat offensichlich, was er braucht, und Du kannst sicher selber danach googeln, wie Atmung funktioniert.
     
  19. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Hallo nochmal,

    https://www.dropbox.com/s/cpt1ixuzznp0h3g/1080p.mov?dl=0

    https://www.dropbox.com/s/1hzbq3qhppqe7g4/1081.mov?dl=0

    Ich gebe hier mal zwei Links rein, ich hoffe sie funktionieren. Das Mädchen spielt seit 3 Jahren Klarinette, seit einem Jahr bei mir. Sie ist nach meiner Theorie (s.o.) Einatmerin. Die erste Version spielt sie, als ich sagte, sie solle die Luft in sich reinfallen lassen und dann kräftig ausatmen. Die zweite Version spielt sie, als ich ihr sagte, sie solle die Luft einsaugen und dann den Atem fließen lassen. Welche Version findet ihr besser? Sorry, dass es kein Sax ist, aber das fiel mir heute im Unterricht wieder ein, als ich sie hörte. Ihr könnt mich für doof halten, aber diese beiden Aufnahmen sind für sie symptomatisch und das Thema taucht zu 99% so immer wieder auf.

    LG
     
  20. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Na das ist ja rhetorisch :)
    Ich hatte besagte Probleme früher immer mal wieder, nie an der Klarinette, nie am Tenor, nie am Bariton, schon gar nicht am Sopran, sehr wohl aber am Alt.
    An der Baugröße, dem Luftverbrauch liegt es meines Erachtens nicht.
    Ich glaube, dass man eine Art Balance finden muss, die mit der Resonanz zusammenhängt.
    John Harle beschreibt das für das tiefe Register am Alt so:

    Screenshot 2017-11-10 23.27.12.png
    Es ist eine Art "Tauziehen" der Kräfte ("tightening and slackening", "elastic line"). Wenn Du diese Resonanz nicht zulässt bzw. das ganze als Einbahnstraße -"reinblasen"- betrachtest könnte das eine Grund für solche Probleme sein.

    Grüßle, T.S.