1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Zu wenig Luftverbrauch

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von hiroaki, 23.Oktober.2017.

  1. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Nö.
     
  2. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Die Schwierigkeit ist meiner Meinung nach die, dass es nicht gelingt, solche Blockaden durch "bewusste Anstrengung" - wie ich das mal nennen würde - aufzulösen. Es ist ein Widerspruch in sich, so wie die Aufforderng "Sei mal spontan!"

    Mir hat Feldenkrais enorm geholfen, die verschiedensten Blockaden zu lösen. Das geht von falscher Haltung beim Gehen, dem Hochziehen der Schultern bis zum freien Atmen, was übrigens immer mit involviert ist.

    LG Helmut
     
  3. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Das glaub ich gerne.
    Es ist halt nicht jeder der Typ, sich mit sich selbst auf so eine Art zu beschäftigen, und mit Kindern geht das gar nicht.
    Wenn's nicht (was es eh oft tut) von selbst funktioniert, muss man halt mit "Bildern" arbeiten.
    Wo man - wahrscheinlich - scheitert ist, wenn man versucht, diese "Bilder" allgemein auf jeden zu jeder Zeit anzuwenden. Man muss halt genau hinsehen, analysieren.
    An die Geschichte mit den Atemtypen
    glaube ich trotzdem nicht. Das sage ich als Ausatmer. Wie gesagt, die Balance macht es.

    https://www.dropbox.com/s/n7mrdkit9z0kcs7/Pulling.pdf?dl=0

    Interessant auch, was in dem kleinen Feld steht:

    "You don't have to push air forwards through the saxophone to make it work, and you don't have to fill the saxophone with air - it is already full of air. All you need to do is activat the reed and that activates the air in the instrument. A reed that is too hard encourages you to blow outwards and forwards harder than is necessary and creates an inflexible sound. With a softer reed, gently pulling along the line activates the reed and the air in the instrument at the same time, making your playing more sensitive and in tune"

    Cheers, T.S.
     
  4. Claus

    Claus Moderator

    Ich kann mir zwar vorstellen, was mit „einströmen lassen“ gemeint ist. Ganz passend finde ich die Umschreibung dennoch nicht. Atmen ist zwar ein in der Regel unbewußter, gleichwohl aber aktiver Vorgang.

    Und auch der Verzicht auf die Erwähnung der Lunge trifft es nicht. Egal, was man anstellt, die Luft landet immer nur da und nirgendwo anders (hoffentlich). Gemeint ist doch eher, dass man Kontraktionen der Bauchmuskulatur unterlassen soll, welche die Lungen nach oben drücken.

    Aber jeder soll die Erklärung nehmen, die ihm am besten hilft.
     
  5. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Jedenfalls beim Luftholen ;-)
     
  6. Claus

    Claus Moderator

    Kommt immer auf die Situation an. Am Strand (ohne Saxophon) mag das sinnvoll sein... :)
     
    saxhornet gefällt das.
  7. B&SErik

    B&SErik Guest

    Obwohl ich nicht mehr aktiv tauche, habe ich noch immer eine sehr gute Atemtechnik, die ich mit Hilfe einer Opernsängerin immer wieder verfeinert habe. Und wer einmal gesehen hat, wie Apnoetaucher vor einem Abstieg atmen, der wird leicht verstehen, warum es wenig Sinn macht allein sie Lungen zu füllen. Ich weiß nicht, ob ich es richtig ausdrücken kann, aber im Prinzip muß sie Luft in den ganzen Oberkörper/ besonders das Zwergfell, was ja auch als Stütze beschrieben jedem Bläser vertraut sein sollte. Klar, die Luft ist nur in der Lunge, aber ich kann es nicht besser beschreiben. Ein Tauchlehrer meinte mal, daß man durch eine gute Atemtechnik Platz für ein volles Lungenvolumen schaffen kann.
    Tief luftholen bringt jedenfalls nicht viel. Wenn ich das nache und dann die Luft anhalte, schaffe ich nur eine knappe Minute. Atme ich mehrfach aus und ein, dazu gehört auch Hecheln und tiefes Ausatmen, sorge ich dafür, daß die Luft immer tiefer eindringen kann, schaffe ich noch heute aus dem Stand 3 bis 4 Minuten.

    Geholfen hat mir früher immer der Kontrollgriff in den Rücken, die Nierengegend. Wenn sich dort alles spürbar geweitet hat, dann wußte ich, daß die Stütze funktioniert und ich einen ganz ordentlichen Ton habe.

    Die Atemschule: Übungsprogramm für Sänger, Instrumentalisten und Sprecher (Studienbuch Musik) https://www.amazon.de/dp/379578705X/ref=cm_sw_r_cp_tai_7PSbAbYW3VJGJ
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.November.2017
  8. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Sei versichert, dass die Atemluft nur in die Lungen "kommt". Widrigenfalls kommst Du nicht auf 10 m Wassertiefe, sondern vielleicht 2 m unter die Grasnarbe.
    Punkt.
    LG quax
     
    Ton Scott, last und Dreas gefällt das.
  9. B&SErik

    B&SErik Guest

    @quax Schau noch mal genau. Ich kann es nur nicht besser erklären. Tut mir leid.;)

     
  10. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Dann werde ich versuchen es Dir, in aller gebotenen Kürze und mit allem Respekt zu erklären
    1.Mit etwas (oder auch etwas mehr) Atemtraining hat Dein Körper gelernt, sich der maximal möglichen Lungenfüllung anzunähern. Meinereiner macht kein besonderes Training, ich merke aber dennoch, dass sich mein Atemvolumen allein im Verlauf der Saxophonlernens verändert hat.
    2. Hauptproblem bei Luftanhalte ist der physiologische Atemreiz Eigentlich könnten wir die Luft noch viel länger anhalten, wenn unser Körper uns nicht dauernd und immer stärker "Hol endlich Luft du Armleuchter!!!" ins innere Ohr brüllen würde.
    3. Dieser Reiz ist abhängig von CO2- Gehalt des Blutes. Je mehr CO2, desto stärker das Verlangen zu atmen.
    4: Diesen Mechanismus kann man, in Grenzen, austricksen. >>Atme ich mehrfach aus und ein, dazu gehört auch Hecheln und tiefes Ausatmen,<<<<Das nennt man Hyperventilieren. Dabei wird vor allem vermehrt CO2 aus dem Blut abgeatmet, der CO2-Gehalt sinkt also (Und das kann sogar dramatisch tief sein, also Vorsicht). Damit wird auch der Zeitpunkt, bis zu dem sich wieder genug Kohlensäure angesammelt hat, um den Atemreiz richtigstark werden zu lassen, nach hinten verschoben. Man kann die Luft also länger anhalten, bis der Körper meckert.
    5. Nebenbei verschiebt sich dabei auch der Blut-pH, was die Kapazität für Sauerstoff noch ein wenig ändert.
    6. Man muss ein wenig aufpassen. Es wäre möglich, der Atemreiz so lange zu unterdrücken, bis der Sauerstoffgehalt zu niedrig wird. Denn der wir dabei ja nicht "gemessen". Das Hirn geht dann in den Stand-by du das wäre dann dumm gelaufen.
    Kürzer kann ich's leider nicht
    LG quax

    Falls irgendwo ein Buchstabe fehlt, bitte selbständig ergänzen
     
    p-p-p, bluefrog, B&SErik und 2 anderen gefällt das.
  11. B&SErik

    B&SErik Guest

    Ok, verstehe. Es klingt auch absolut logisch. Und klar fange ich ja nicht während des spielens nicht an zu hecheln :p Dennoch macht es einen entscheidenden Unterschied (hörbar auch im Ton) ob ich ganz normal schnell einatme, oder ob ich auf die Stütze achte, so wie eine Sängerin/ ein Sänger das tut. Dieser für mich als weiter empfundene Luftraum ist einfach sehr wichtig. Es wird ja hoffentlich niemand denken, daß die Luft den Bauchraum und das Zwergfell ausfüllt. Doch der Unterschied in der Atemtechnik (inzwischen bei mir völlig unbewußt) spielt doch eine Rolle. Oder etwa nicht?
     
    quax gefällt das.
  12. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Ja.
    Auf die Art der Ausdehnung kommt es, meiner bescheidenen Meinung nach, an.
     
  13. Claus

    Claus Moderator

    Ohne Zweifel, das bekamen wir vor kurzem beim Workshop überzeugend demonstriert.
     
    saxhornet, RomBl und Dreas gefällt das.