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Zuschlagen oder Finger davon lassen

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von schroe, 10.Januar.2016.

  1. schroe

    schroe Kann einfach nicht wegbleiben

    Hätte die Möglichkeit, sehr sehr günstig an ein Thomann TBS 150 Bariton zu kommen (zum Anspielen ist es zu weit weg). Der Verkäufer hat aber offen die Karten auf den Tisch gelegt: Vereinsinstrument, 3-4 Jahre, Töne unter C sprechen nicht mehr an - Verein hat Geld und kauft sich Profiinstrument. Könnte das noch mit Justieren gehen oder wäre unter Umständen schon eine GÜ fällig - Ferndiagnose ist natürlich saublöd, ich weiß...
    Das Instrument wäre für mich ein JustforFun-Instrument ohne Profi-Ambitionen - möchte dafür auch keine Tausender ausgeben (wobei mir klar ist, welche Einschränkungen mich erwarten)
     
  2. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Naja, ein Vereinsinstrument kann wahrscheinlich nach 4 Jahren schon gut runtergewirtschaftet sein. Wenns nicht das eigene ist, macht sich manch einer bestimmt nicht die Mühe es auszutrocknen. Da kann dann auch mal der Koffer müffeln und die Polster hin sein. Vielleicht ist aber auch nur was verbogen, was man leicht richten kann und danach funktioniert es wieder.
    Was soll es denn kosten?
     
  3. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Wenn es nicht mehr dicht ist, weil die Mechanik ausgelabbert ist, und das liegt bei einem Vereinschinesen schonmal nahe, ist mit Einstellen nicht viel gewonnen, denn es wird sich immer wieder verstellen. Dann ist ne komplette GÜ fällig.

    Per Ferndiagnose tatsächlich nicht zu ermitteln.

    P.S.
    Ich kenne mich mit wirtschaftlichen Strukturen von Musikvereinen nicht aus, aber wenn die nach 3-4 Jahren auf ein Profibari umsteigen, werden sie es nicht grundlos tun, sondern reiflich überlegt und ihre Gründe dafür haben. Geld zu verschenken hat doch kein Musikverein....?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.Januar.2016
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  4. visir

    visir Ist fast schon zuhause hier

    ist wohl so. Eine GÜ darf man auf den Kaufpreis sicherheitshalber draufrechnen. 3-4 Jahre Vereinsbetrieb... wie lange halten Polster?

    Einerseits und andererseits.
    Einerseits könnte das Instrument tatsächlich am Ende sein, und der Verein "hat daraus gelernt" und macht jetzt Nägel mit Köpfen.
    Andererseits wäre es nicht wirklich seriös vom Verein, ein Instrument, das am Ende ist, dann noch jemandem zu verkaufen, die darauf spielen will. Da würde ich mir schon erwarten, dass mit dem Instrument noch was machbar ist.

    Mag freilich sein, dass sie selbst gar nicht ermittelt haben, welcher Fall vorliegt...
    Eine schriftliche Aussage, ob (und mit welchem Aufwand) mit dem Instrument noch was zu machen ist, sollte möglich sein - die muss ja nicht wissenschaftlich exakt sein, aber in die Werkstatt getragen und einen Meister drauf schauen gelassen ist doch auch halbwegs schnell getan. Mit der Fragestellung "braucht nur noch Spaßgerät sein - ist das drin?".
     
  5. ppue

    ppue Experte

    Die Polster werden nach vier Jahren noch tauglich sein. Wenn die Töne unter C nicht mehr ansprechen, ist es in der Regel bei noch guten Polstern nur eine Sache der Einstellung. Wenn die anderen Töne gut kommen (weiß man natürlich nicht) sind die oberen Polster ja in Ordnung. Die großen Unteren gehen zudem am letzten kaputt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Horn eine GÜ braucht.
     
  6. schroe

    schroe Kann einfach nicht wegbleiben

    500 EUR sind angesetzt, wenn ich es für max 200 EUR wieder spielbereit kriegen würde, denke ich, wäre es ok.
     
  7. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    Ferndiagnose geht halt nicht. Ich spiele gelegentlich auf einem geliehenen Jupiter 5er Bari von einem Verein. Das INstrument hat vielleicht 5-7 Jahre auf dem Buckel und es ist schon heftig, was die Instrumente da so manchmal erleiden und erdulden müssen ... aber das Gerät funktioniert noch einwandfrei und ausser dass gelegentlich mal jemand ein wenig Zeit reinsteckt und richtet/einstellt ist eigentlich nix, Polster sind noch soweit ok, GÜ noch nicht notwendig... von dem her .....aber wie gesagt... von der Ferne ....
    LG
    Thomas
     
  8. ppue

    ppue Experte

    Ich täts nehmen.
     
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  9. saxhornet

    saxhornet Experte

    Nimm Jemanden mit der ein Bariton gut spielen und beurteilen kann. Ansonsten solltest Du eventuell damit leben müssen, daß das Geld eventuell eine Fehlinvestition war. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Wenn sich später rausstellt, daß sich die Mechanik dauernd verstellt und es schlecht intoniert, ärgerst Du Dich trotzdem, auch wenn Du nur es für Just for Fun wolltest.

    LG Saxhornet
     
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  10. rbur

    rbur Mod Moderator

    Wenn es sich ordentlich bläst, für 500 zuschlagen.
     
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  11. Rick

    Rick Experte

    Vor ein paar Jahren hatte ich mir ein paar der nicht absolut günstigsten Thomann-Hörner als Reserve-Saxe zugelegt und teilweise später Schülern weiter gegeben.

    Bei Reparatur-Bedarf kam jedoch aus der Werkstatt dann immer die Botschaft: Mechanik nicht ausreichend stabil, verstellt sich leicht, auf Dauer nicht zuverlässig einstellbar. :-(

    Dies nur mal als kleiner Erfahrungsbericht mit solchen "Unterklasse-Kannen"; kann sich natürlich alles inzwischen geändert haben, keine Ahnung. :roll:


    Schönen Gruß
    vom ernüchterten
    Rick
     
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  12. rbur

    rbur Mod Moderator

    Sowas interpretiere ich immer als "Danke, ich habe genug Arbeit und brauche dein Geld nicht!"
     
  13. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    nicht unbedingt, ich habe mal mit einem prima doc geredet, der will sowas auch nicht. Er meinte sinngemäß: er hat damit viel Arbeit, es überhaupt irgendwie wiieder hinzukriegen, Reparatur wird teurer, Kunde denkt er wird abgezogen und wenn das Material nicht gut / robust ist hält der Kram nicht lange und der Kunde steht wieder da und kriegt einen Hals auf ihn weil er meint er wäre ein Pfuscher....
     
  14. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Und was ist, wenn der Kunde einen Monat später wieder kommt und sich beschwert, dass er das letzte mal 50€ für das Einstellen bezahlt hat und es jetzt schon wieder nicht funktioniert?! Ich glaube, sowas braucht kein Saxdoc.

    Edit: Thomas war schneller.
     
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  15. saxhornet

    saxhornet Experte

    Hatten wir das nicht alles schon mal?
    Wenn ein Saxdoc auf seine Arbeit keine Garantie geben kann und der Kunde dann immer wieder kommt und sich beschwert, ist das für den Laden nicht sinnvoll, da ist es sinnvoller klar zu sagen was Sache ist und sich auf so einen Mist gar nicht erst einzulassen.
    Lg Saxhornet
     
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  16. rbur

    rbur Mod Moderator

    Mein TBS 150 ist fast drei Jahre alt und musste noch nie nachgestellt werden. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Und ein anderes Sax habe ich schon vom "Doc" zurückgekriegt, wo die C-Klappe unten einen Millimeter aufperrte. Lag wohl am Material ...
     
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  17. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Wahrscheinlich eher am Saxdoc.
     
  18. saxhornet

    saxhornet Experte

    Und was soll das jetzt aussagen? Wie viel hast Du es gespielt? Was hat dein Saxdoc zu der Qualität gesagt?

    Das heisst doch nichts, Fehler können immer mal passieren und manchmal verändert sich auch noch eine Einstellung leicht. Deswegen gibt es auch immer die Empfehlung nach einer GÜ nach einiger Zeit zum Nachjustieren nochmal zu kommen.

    Lg Saxhornet
     
  19. ppue

    ppue Experte

    Wenn sich bei einem Horn, das neu an die 1600,- € kostet, ständig was verstellt, dann ist es das Geld nicht wert. Das stimmt. Aber erstens glaube ich das nicht und zweitens könnte man entsprechende Teile, so man sich an der Optik nicht stört, recht einfach stabilisieren.
     
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  20. bluemike

    bluemike Ist fast schon zuhause hier

    Hi,

    ich habe ein 150. Soweit ich sehe, wurde an der Baureihe nichts verändert. Die Teile sind sehr robust und die paar Einstellarbeiten kann man unter Umständen auch selbst vornehmen.