Anfängerhinweise für Aufnahmen

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Gruenmicha, 27.Dezember.2017.

  1. Gruenmicha

    Gruenmicha Ist fast schon zuhause hier

    Liebe Leute,
    ich weiß hier findet man schon viel zu dem Thema aber komprimierte leicht verständliche Anfängertipps für den Einstieg habe ich noch nicht gefunden.
    Ich möchte gerne Ton und Bild aufnehmen, das habe ich noch nie gemacht - was brauche ich dafür?
    Vorhanden ist eine gute Vollformatkamera mit eingebautem Mikro und ein Macbook Pro. Meine Tochter hat ein Micro, ist schon älter und hat mal ca. 80 Euro gekostet.
    Das Mikro meiner Tochter kann nicht an die Kamera angeschlossen werden. Für die Kamera könnte man aber zusätzliche externe Mikros kaufen.
    Oder ist es besser das (vorhandene) Mikro zu nutzen?
    Für ein paar grundsätzliche Erklärungen wäre ich dankbar. Soll nichts professionelles werden, nur so zum Spaß. Für das intensive Beschäftigen mit der Materie fehlt mir leider die Zeit.
     
  2. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ooookayyy....

    "Bild und Ton aufnehmen" kann jetzt vielerlei bedeuten und hängt sehr stark vom Anspruch an das jeweilige Bild und Tonmaterial und der beabsichtigten Verwendung der Aufnahmen ab.

    Eine "gute Vollformatkamera mit eingebautem Mikro" wäre für einfache Sachen schon alles was nötig ist. Kamera aufs Stativ, Spieler vor die Kamera, los geht's. Wie man das Material von der Kamera in das Notebook bekommt beschreibt die Gebrauchsanleitung. Was man dort damit macht - ?? Keine Ahnung, was willst Du damit machen?

    Die Bildqualität wird wohl ausreichen. Wenn Du aber an der Tonqualität etwas verbessern willst, würde ich ein externes Mikro verwenden und direkt auf's Notebook aufnehmen. Die Tonspur musst Du anschließend mit einem Video Schnitt Programm auf der Aufnahme ersetzen. Für die Ton Aufnahme gelten alle bisher geposteten Hinweise zum Thema "wie nehme ich ein Saxophon auf". Beginnend mit der Wahl des Mikros, das Audio Interface, die Nachbearbeitung, ... Es kommt nur dazu, dass Du das Audio nachher auf das Video schneiden musst.

    Was für ein "Meine Tochter hat ein Micro, ist schon älter und hat mal ca. 80 Euro gekostet" ist denn das genau? Älter heißt ja nicht schlechter. Die gefragtesten Mikros sind schon viele Jahrzehnte alt. Wozu wird das Mikro aktuell verwendet bzw. wofür wurde es angeschafft?

    Also die Methode 1: Kamera auf Stativ und einfach mitlaufen lassen. Für alles andere musst Du Dich zwangsläufig mit dem Thema beschäftigen. Von nix kommt nix. Da gibt es keine Patentlösung die immer funktioniert und mit allen vorhandenen (und unbekannten) Teilen auf Knopfdruck eine befriedigende Lösung bietet.

    Würdest Du hier fragen "wie man für die Familie mal spaßhalber ein Essen kocht" und keinerlei Ahnung davon hast, würde ich "Gasthaus", "Fertigpizza" oder "Dosenfisch" empfehlen. Wenn es mehr wie "Weihnachtsgans mit 6 Gängen" werden soll, die dann auch noch optisch was her geben sollen, muss man sich auch erst ein wenig in die Materie einarbeiten.
     
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  3. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Gruenmicha

    Selbst mit dem iPhone bekommt man passable Aufnahmen hin. Schon das eingebaute Mic ist so schlecht nicht. (man kann's noch pimpen mit einem externen Mic, was direkt ins iPhone gestöpselt wird; @Ton Scott hatte mal Beuspiele eingestellt die so aufgenommen wurden. Klang richtig gut!).

    Vorteil bei dieser Lösung ist, dass Du die Aufnahme ohne Umweg über einen PC direkt auf Youtube hochladen kannst.

    CzG

    Dreas
     
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  4. Ottokarotto

    Ottokarotto Ist fast schon zuhause hier

    Und bei Bild und Ton die "Klappe" nicht vergessen, um alles synchron zu bekommen, oder beim Bild den Ton mitnehmen, obwohl man ihn hinterher nicht benötigt.
    Hier gibts auch ein paar Beispiele mit nur Smartphone (Bild und Ton) - für "mal so" reichts wirklich.
     
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  5. Gruenmicha

    Gruenmicha Ist fast schon zuhause hier

    Danke schon mal für die Tipps. Wurschtele mich da mal durch.
    Kamera auf Stativ und mitlaufen lassen ist ja easy, mal gucken wie die Soundqualität ist.
    Iphone probiere ich auch mal.
    Stöpsele ich das externe Mic direkt an den Mac oder an einen Verstärker :rolleyes: ?!
    Muss mal gucken, was das für ein Mikro ist....

    Meine Tochter möchte Aufnahmen von sich (Gitarre/Gesang) - und ich würde mich auf dem Sax auch gerne mal sehen :)
     
  6. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Das kommt genau auf das Mikro an. Ich würde vermuten "direkt an den Mac" in den "Mic Eingang" - sofern es einen "kleinen" Klinkenstecker hat. Hat es einen "großen" Klinkenstecker, brauchst Du zumindest einen Adapter. Hat es einen 3-poligen XLR-Stecker, dann hast Du gute Chancen, dass Du einen Mikrophon Vorverstärker mit "Phantomspannung" benötigst, um es zum Leben zu erwecken - der müsste dann aber auch schon im Haus sein, denn immerhin habt Ihr das Mikro ja jetzt auch schon in Verwendung. Der Ausgang des Vorverstärker geht dann in den LINE(!) Eingang am Mac (nicht in den MIC Eingang).

    Wie habt Ihr denn das Mikro bisher benutzt? An der Stereoanlage angestöpselt und Karaoke gesungen? Dann geht das jetzt auch noch. Der LINE Ausgang der Stereoanlage muss dann in den LINE Eingang am Mac.

    Oder Du besorgst ein USB Audio Interface (Focusrite, Steinberg, ..). Das macht den Mikro Vorverstärker, falls nötig die Phantomspannung und liefert am USB fertig digitalisierte Audio Daten. An den Kasten kommt auch der Kopfhörer für die Kontrolle und das Playalong wird vom PC über USB ebenfalls AN den Kasten geschickt, und dort in den Kopfhörer gemischt. Der Kopfhörer hört in dem Fall an der Kreuzung zwischen zugespieltem Playalong und aufgenommenem Mikro Signal, also für den Spieler in Echtzeit und verzögerungsfrei. Jede andere Variante muss das Mikro zuerst digitalisieren, dann die Daten verarbeiten und an den Kopfhörer weiter leiten. Das führt zu sehr unangenehmen Verzögerungen (Echo) im Kopfhörer gegenüber dem Live Ton.

    Die "Interface" Geschichte ist die Version für Aufsteiger.

    Bei allen Varianten bei denen der PC die Audiodaten übernehmen soll, muss dort passende Software laufen, die das mit schneidet, unabhängig davon, ob das Mikrofon Signal vom PC digitalisiert wird (Mic/Line Eingang) oder vom Interface schon digital geliefert wird.
     
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  7. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier


    Zumindest eine Klappe! Dennoch kann es zu bösen Überraschungen kommen. Ich habe mal ein Musical an der Schule meiner Tochter gefilmt und den Ton extra mit einem Zoom H4 aufgenommen. Mit den 2 internen Mikros und zwei Externen, alles verteilt vor der recht bereiten Bühne. Alle Samplingraten waren gleich eingestellt. Dennoch liefen der Ton und das Bild nach jeweils ca. 10 bis 15 Aufnahme spürbar auseinander! Ich habe das trotz viel Arbeit und einiger Anregungen hier aus dem Forum am Ende nicht hinbekommen. Schließlich habe ich den Ton der Kamera verwendet und den mit extremem Aufwand aufbereitet und Lautstärken anzupassen, alles zu hören etc.

    Von daher ist alles in einem Gerät aufzunehmen (Kamera oder Phone (ggf. mit externem besseren Mikro)) aus meiner Sicht die bessere Lösung, vor allem wenn der Aufwand begrenzt sein soll.und technischen Möglichkeiten begrenzt sind.

    LG StefAlt.
     
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  8. Ottokarotto

    Ottokarotto Ist fast schon zuhause hier

    Fehlende gemeinsame "Clock".... deswegen sind professionelle Aufnahmegeräte Time-Clock fähig ;)
     
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  9. Gruenmicha

    Gruenmicha Ist fast schon zuhause hier

    Danke für die Hinweise - dank deiner Erklärung @bebob99 habe ich jetzt das Grundprinzip verstanden :)
    Das Mikro hat diesen 3poligen Stecker, es ist das „Perception live“ von AKG.
    Meine Tochter hat es früher gelegentlich in einer Band der Musikschule genutzt, keine Ahnung wo/wie es dort angeschlossen war. An meinem Gitarrenverstärker funktioniert es aber auch.
    Das ist auf jeden Fall ein interessantes aber leider auch ganz schön komplexes Thema wie ich merke...
    Werde es aber auf jeden Fall mal ausprobieren.
     
  10. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Die "Perception" Serie von AKG sind dynamische Mikrophone. Zumindest brauchst Du dafür keine Phantomspeisung, nur einen guten Verstärker bzw. einen normalen Mikro Eingang am PC, eventuell mit einem Adapter von symmetrischem XLR auf unsymmetrische Mono Klinke.

    Wenn's ein P5 ist, dann ist es ein Gesangs Mikrophon, Das P3 wäre ein Instrumentel Mikro, P2 und P4 sind Mikros zur Schlagzeug Abnahme. Letztere wären für Sax oder Gitarre vermutlich weniger geeignet.

    Wenn man mal anfängt sich mit dem Thema zu beschäftigen, ist es recht spannend und man bekommt Lust auf mehr. Ich habe mittlerweile auch einen Mikro Ständer hinter meinem Notenpult, einige Meter gutes Kabel, ein prima Audio Interface und zwei tolle Mikros mit denen ich bisher außerordentlich zufrieden bin. Natürlich habe ich das alles angeschafft, um unser Orchester bei Konzerten damit aufzunehmen und nicht, weil ich ein Technik affiner Mensch mit Lust auf bessere Audio Aufnahmen meiner bescheidenen Spielkunst hatte. :rolleyes:

    Aber weil wir nur eine Handvoll Konzerte im Jahr spielen, muss das Zeug in der Zwischenzeit ja auch irgendwo gelagert werden. Und man braucht ein wenig Übung, um das alles ordentlich zu bedienen. Und so. ;)

    SEHEN muss ich mich dabei zum Glück nicht. :eek:
     
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  11. ppue

    ppue Experte

    So viel zu Anfängerhinweise für Aufnahmen.
     
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  12. Gruenmicha

    Gruenmicha Ist fast schon zuhause hier

    :laugh:
     
  13. Gruenmicha

    Gruenmicha Ist fast schon zuhause hier

    Es ist übrigens ein P3, also ideal für Sax und Gitarre.
    Aber Gesang versteht es doch auch etwas oder!? :smil3dbd4e29bbcc7:
     
  14. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ein iPhone (Smartphone)....mehr braucht's nicht....wie ich schon weiter oben schrieb

    Einfachste Bedienung, akzeptables Ergebnis....

    CzG

    Dreas
     
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  15. Gruenmicha

    Gruenmicha Ist fast schon zuhause hier

    Jup danke, ich werde es auf jeden Fall probieren.
    Aber da ja ein Mikro und ein Mac im Haus sind müssen die natürlich auch arbeiten :D Bin mal gespannt auf die qualitativen Unterschiede.
     
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  16. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Es ist wohl eher das Handling mit fest aufgestelltem Stativ und Mikro und bleibender Verkabelung die das Arbeiten am PC angenehm macht. Das Mikro am iPhone ist gar nicht so schlecht.
    Klar. Der Unterschied ist hauptsächlich in der Richt Charakteristik. Das Instrumenten Mic ist "Niere", also hinten ziemlich taub. Das Gesangs Mic ist "Hyperniere" und nimmt auch Geräusche von hinten ein wenig an. Du müsstest im Datenblatt schauen welches am Mic die Aufnahmerichtung ist. Ich denke in der Achse oben am Kopf, Mikro wie ein Pfeil zur Schallquelle zeigen lassen. Töne abseits der Achse werden zunehmend leiser und auch nicht mehr Frequenz neutral aufgenommen. Das Mikro hochkant stellen und dann seitlich besingen wird kein gutes Ergebnis bringen.

    Handbuch
     
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