Aufnahmetechnik für Technikmuffel

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Stevie, 20.Juni.2017.

  1. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Liebe Mitforisten,

    ich oute mich mal als Technikmuffel. Trotzdem würde ich aber doch zur Eigenkontrolle nun doch gerne mal Aufnahmen von mir machen. Aufnahmen mit Band/Ensemble etc. gibt es - da kümmern sich aber andere darum. Es geht mir aber um Aufnahmen während des Übens.

    Ich verfüge über eine Mikrophon (EV RE 20) und einen Laptop - immerhin ;).

    Ich würde - zum Beispiel - gerne playalong und eigenes Spiel in einer Aufnahme zusammenfügen. Also im Prinzip wohl das, was hier viele tun, die bei TOTM mitmachen.

    Wichtigstes Kriterium für mich wäre, dass alles einfach zu bedienen ist.

    Hintergrund ist auch, dass ich relativ wenig Zeit habe und diese dann mit Spielen/Üben verbringen möchte/muss und nicht an irgendwelchen Geräten "rumfrickeln" will.

    Über Hinweise - gerne in einer für den Technikmuffel verständlichen Sprache - würde ich mich freuen.

    Besten Dank im Voraus.

    So long

    Stevie.
     
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  2. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Mit dem RE 20 hast Du schon mal eine gute Basis.
    Fehlen noch Interface und Recording-Software. Hierbei kommt es natürlich sehr auf Deine Ansprüche an. Recording-Software gibt´s schon ab Null Euro (Audacity).
    Ich bevorzuge Magix Samplitude Music-Studio. (Gibt noch sehr viel mehr sehr Brauchbares für Bares!)

    Beim Interface solltest Du darauf achten, ob das für das RE 20 geeignet ist. Ich glaube, das RE 20 liefert wenig Pegel und fordert daher ein Interface mit entsprechender Vorverstärkung.
    Generell würde ich beim Interface nicht sparen. Wäre schade, wenn so ein hochwertiges, absolut saxtaugliches Mikro in seinen Möglichkeiten beschnitten würde :)

    LG Bernd
     
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  3. vmaxmgn

    vmaxmgn Ist fast schon zuhause hier

    Was du noch bräuchtest ist ein Kopfhörer. Muss nix teures sein, aber wenn es geht sollte er offen sein.
     
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  4. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    ....und warum dieses ?
     
  5. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    Das wüsste ich jetzt auch gern → warum einen offenen KH? oder einen Geschlossenen oder Halboffenen etc.? - denn ich brauch auch einen KH...
    habe bisher immer mit so InEar-Gummipröbbeln das gemacht,
    da hört man das Sax aber gar nicht mehr...
    wie macht man das denn?
    Sax über offenen KH von 'außen' hören?
    Oder über einen Mischer mit auf den KH legen? [daran harperts bei mir noch ziemlich]
    I like 'Technikmuffel'
    the real sound is the best
    Paco
     
  6. macpom

    macpom Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde Dir einen digitalen Recorder wie z.Bs. von Tascam empfehlen. Einfacher geht es kaum.

    Andreas
     
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  7. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

  8. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    Ach das ist ja nett, danke Dir.
    Guggst Du mal zu Deinem Thread über das B&S, da habe ich Dir was geschreibt.
    Cheers & thx
    Paco
     
  9. ppue

    ppue Experte

    Es geht doch um Kontrollaufnahmen und nicht um studioreife Produktionen.

    Ich habe früher immer mit einem Chatmikro (ca. 7,- €) aufgenommen. Wenn man sich ein etwas besseres USB-Mikro holt, braucht man das ganze Gedöns mit Interface und Co. nicht.

    Also bitte nur in der Reihenfolge:

    USB-Mikro anschließen
    Audacity öffnen und das USB-Mikro (kleines Symbol) anwählen.
    Das Playalong (Datei->Audio->Importieren) laden,
    Kopfhörer anziehen,
    roten Knopf drücken und
    spielen.

    Das einzige, was man noch machen muss, ist, vernünftig aussteuern und die Lautstärke des Playalongs schön laut stellen (wichtig).

    Bei dieser Art Aufnahme braucht man tatsächlich am besten offen Kopfhörer.

    Und: Einfacher geht es nicht.
     
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  10. Long John Silver

    Long John Silver Ist fast schon zuhause hier

    Zum Thema Kopfhörer finde ich (reines eigenes Empfinden) einen geschlossenen "over-ear" am angenehmsten, den ich auf Spurmonitoring stelle weil ich dann das Signal vom Mikro klar und ungestört auf den Ohren habe.
    Offene oder halboffene ("on-ear") dämpfen den direkten Sax-Sound und ich lege das Signal dann doch wieder auf den Kopfhörer - aber das klingt für mich komisch.

    Am besten funzt für mich das Rode USB Mikro - da habe ich den geschlossenen Kopfhörer am Mikro angeschlossen und kann Playback und Mikro mit Drehreglern so einstellen, dass es für mich passt. Ohne irgendwelches Gefummel am Rechner oder iPad.
    Ausserdem höre ich da gleich, was aufs Band geht - allerdings "trocken". Wenn ich den Reverb vorab einstellen und Kontrollhören will, drehe ich das Mikrosignal auf null und schalte den Monitor in der Software ein. Aber das hat manchmal ein bisschen Latenz - deswegen lege ich Hall, Kompression etc. falls nötig später auf die Spur.

    Solange man nur ein Mikro zur Zeit verwendet, ist das mit USB am einfachsten.

    LJS
     
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  11. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    jetzt hat er aber schon ein EV RE 20 (genau, das vom Elefanten). Also wäre es schon sinnvoll, noch ein vernünftiges Interface anzuschaffen. Viel komplizierter wird die Aufnehmerei dadurch m.E. nicht.

    LG Helmut
     
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  12. vmaxmgn

    vmaxmgn Ist fast schon zuhause hier

    Vielen Dank für den Link. Danach wäre ein geschlossener natürlich besser. Ich persönlich nutze trotzdem lieber einen offenen KH, da ich mit dem Sax über Monitor nicht zurechtkomme. Meistens ist es bei mir sogar so, dass der Kopfhörer nur auf einem Ohr sitzt, die andere Muschel klemmt nur am Kopf.
     
  13. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Genau so sehe ich das auch. Wieso erstklassiges Equipment in der Schublade vergammeln lassen und etwas zweitklassiges kaufen?
    Für das Geld, das ein brauchbares USB-Mikro kostet, gibt's schon ein passables Interface.
     
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  14. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    @ Bernd Danke für die schnelle Rückmeldung.

    Das RE 20 ist ein super Mikro - aber in der Tat mit dem Pegel ist das so eine Sache. Ich brauche also ein gutes Interface.

    - Ich bin zwar ein Technikmuffel - aber eine Kopfhörer habe ich dann doch (sogar zwei - einmal offen, einmal geschlossen).

    - so ist es! Danke ppue - könnte mir vorstellen, dass das die richtig Lösung für mich ist.

    - ja, das RE 20 ist genial gut. Aber das habe ich ja vor allem für Auftritte. Trotz Muffeltum könnte ich mir schon vorstellen, dennoch ein USB Mikro anzuschaffen.

    - es vergammelt ja nicht in der Schublade, sondern kommt auf die Bühne.

    Allen Postern einen herzlichen Dank - mal schauen, ob ich jetzt mal einen Schritt in dieser Richtung voran komme.

    So long

    Stevie
     
  15. bloomooroom

    bloomooroom Schaut öfter mal vorbei

    Warum keinen Handyrecorder, von Tascam oder Zoom. Die gibt's schon für weniger Geld als ein vernünftiges Interface.
    Nur mal so als Einwurf...
     
  16. ppue

    ppue Experte

    Ja, die sind schon praktisch, aber ein einfaches USB-Mikro ist billiger.
     
  17. hiroaki

    hiroaki Ist fast schon zuhause hier

    Sicher,

    doch die Bedienung ist wesentlich einfacher. Ich hab ein zoom h6 (brauche halt auch mal die Möglichkeit mehrere Mikros zu mischen).
    Doch nur als Kontrolle... gibt nix Einfacheres. Aufnehmen... abhören! Kein Computer, keine Software. Ģeht so einfach wie früher der Cassettenrecorder.
    (naja fast, die Bedienungsanleitung muss man trotzdem lesen)

    Grüße
    Robert
     
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  18. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe einen Zoom h4. Damit zu einen Playalong was aufzunehmen finde ich sehr Komplex. Da geht ein USB Mikro mit Audacity viel besser. Ich hätte noch mein altes t.bone sc 450 usb. Das würde ich günstig hergeben. Bei Interesse gerne PN.

    LG StefAlt
     
  19. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ein Audio Technica AT2020USB (150,-) oder ein Samson G-Track ist z.B. eine gute Wahl.
    Trotzdem halte ich ein halbwegs gut ausgesuchtes Bundle Interface plus Großmembranmikro für die bessere Lösung.
    Kommt halt darauf an, wie viel man investieren will/kann, und wie weit man die Ohren aufmacht.
    Eine einem Zoom gleichwertige oder sogar überlegene Lösung ist ein Gerät mit iOS plus z.B. Apogee USB-Mikro.
    Damit ist man 100% mobil, von der Software flexibel, und man kann eine komplette Produktion auf dem Gerät (Loops etc. inklusive) ohne zusätzlichen Computer machen. Und der Import von Play-Alongs ist auch nicht so ein "Pain in the ass" wie bei den mobilen Rekordern.

    Hätte ich ein RE20, würde ich nicht überlegen. Ein günstiges Interface, eventuell einen Verstärker, der das Signal anhebt (Fethead, plus 20db), und einer hochwertigen Aufnahme steht nix mehr im Weg. Kostet Dich auch insgesamt nicht mehr als 150,-, und das klingt dann auch wirklich gut.

    Cheers, T.S.
     
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  20. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    Eigentlich ist es doch toll, was ich alles allein zu Haus machen kann...
    und es ist immer noch bezahlbar, ich erinnere mich, als ich mit Orchester die ersten Klassik-Aufnahmen im Studio gemacht habe,
    da hattens dort noch Bandmaschinen, die wurden nicht genutzt, weil nicht bezahlbar, aber auch die [Halb]Digitale-Technik damals war
    für den 'Otto.Normal.Musiker' nicht finanzierbar.
    Und heute, sensationell.
    Klar, ich geize da auch immer, noch nenn Hunni → bis open End → hier und dort usw.
    Aber es ist doch toll.
    Ich brauch nen billigen alten PC [den könnten man sogar irgend wo schnorren] → ein Interface und ein altes gebrauchtes Bühnenmicro.
    Wer bisi auf den üblichen Plattformen unterwegs ist, bekommt für untern 100€ eine Equipment, wo ich getrost ne PreProduction machen kann.

    Die Fieldrecorder sind dann nur dem Kommerz geschuldet, bzw. ja eigentlich für einen anderen Einsatzzweck konzipiert.
    Wer dann noch nächste Stufe nutzt - die iPads und iPupse & clones etc, sogar am billgen Mobilephone kann ich das machen,
    sensationell.
    Und wenn ich dann aufrüsten will - was Qualität betrifft → dann bleiben keine Wünsche offen.
    Von Schalldämmung über Absorber und Reflektoren, um überhaupt beim 'AufnahmeRaum' anzufangen,
    über traumhafte Kabel und Leitungen, Microfonie, Monitorboxen etc.
    Sogar fantastische extra entkoppelte Netzteile, damit es keine Brummereien mehr gibt, alles da.
    Und am Ende immer noch Bezahlbar → back topic: Die Bandmaschine...

    wobei ich jetzt provokativ fragen kann: Analog verus Digital.
    aber das ist ne andere Geschichte.

    Resume: auch ich muss mich da an der Nase ziehen und weiter dran arbeiten, damit das, wofür ich arbeite am 'Gebläse'
    auch ordentlich und vergleichbar wiedergegeben werden kann.

    Thx at all
    Paco
     
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