Aufspannen des Blattes

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von OnkelSax, 21.Februar.2026.

  1. OnkelSax

    OnkelSax Ist fast schon zuhause hier

    Moin,
    mal ne Diskussionsfrage oder vielleicht auch Umfrage: Wie spannt ihr eure Blätter auf das Mundstück? Eher weiter hinten (Bild rechts) oder eher weiter vorn (Bild links)? Würde mich mal interessieren. Merkt ihr Unterschiede? Wenn ja, welche?
    Meinereiner bevorzugt eher weiter vorne, aber nicht ganz soweit wie im Bild links zu sehen ist.

    20260221_113436.jpg
     
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  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Noch weiter hinten. So, dass das Blatt gerade eben mit der vorderen Rail abschließt. Und die Ligatur weiter zur Blattspitze, wie links im Foto.

    Wenn du von hinten auf das Mundstück schaust, solltest du nur einen feinen Rand von der Blattspitze sehen. Alles, was über das Mundstück drüber hinausragt, stört nur den Ton und der wird dann dumpf.
     
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  3. OnkelSax

    OnkelSax Ist fast schon zuhause hier

    Sorry, hätte dabei schreiben sollen, dass es bei meiner Frage nur um die Blattklammer geht, sonst hätte ich anders fotografieren müssen.
    So wie du @ppue schreibst, mit minimaler Sichtbarkeit an der Blattspitze, spanne ich auch.
     
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  4. ppue

    ppue Mod Experte

    Eher so wie links, vielleicht noch ein bisserl nach unten.
     
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  5. Muppfel

    Muppfel Schaut öfter mal vorbei

    Ich bin eher in der Mitte von beiden Bildern, wahrscheinlich aber etwas mehr in Richtung des Linken Bildes
     
  6. ppue

    ppue Mod Experte

    Dann liegen wir ja nicht weit auseinander. Die Feinheiten muss man einfach ausprobieren, kommt es doch sehr auf Tisch und Bahnlänge an und ist sicherlich unterschiedlich bei verschiedenen Mundstücken.
     
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  7. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Wenn ich davon ausgehe, dass der gesamte bearbeitete Teil des Blattes schwingen dürfen soll, und nur der, ist die linke Version fast zu knapp, die rechte aber zu weit unten.
     
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  8. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Wie links, weil es für mich am schönsten klingt, bilde ich mir ein. Vielleicht aber auch, weil ich es schon immer so gemacht habe;-)

    Meine grundlegende Überzeugung ist, dass das Blatt bis genau an den Anfang der Bahnkrümmung, also den letzten Punkt, an dem das Blatt auf dem Tisch aufliegt, eingespannt sein sollte, und dann gleichmäßig ein Stück des Blattschaftes entlang.

    Gruß,
    Otfried
     
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  9. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich spanne auch immer recht weit vorne ein, da klingt das Blatt bei mir direkter
     
  10. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    Ich auch so wie links. :thumbsup:
     
  11. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Durch die Positionierung der Blattschraube kann man das Blatt etwas leichter (rechtes Bild) oder schwerer (linkes Bild) wirken lassen.

    Besonders manche Kunststoffblätter (Légère) reagieren da sehr empfindlich.

    Eine nützliche Möglichkeit zum Feintuning selbst noch auf der Bühne.
     
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  12. Werner

    Werner Strebt nach Höherem

    Genau, es wird knackiger, auch leicht heller, hat aber auch etwas mehr Blaswiderstand.
     
  13. ppue

    ppue Mod Experte

    Das ist auch erklärlich, denn der Punkt, wo die Schwingung des Blattes beginnt, wird definierter (knackiger), die langen Schwingungen werden dadurch etwas unterdrückt (heller) und das Blatt etwas mehr festgehalten (mehr Widerstand).

    Nun kommt es, wie schon geschrieben, sehr auf die Art des Mundstücks an und insbesondere auch auf das Material der Ligatur. Ich bevorzuge da eher Metall. Die Ligatur oben wäre mir zu weich.
     
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  14. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    +1
    Voraussetzung ist aber ein guter Tisch (plan oder konkav, Hauptsache nicht gewölbt oder uneben). Bei guten Mundstücken KANN man weiter unten spannen und sie verhalten sich etwas anders. Bei nicht so perfekten Mundstücken wird es schlechter, je weiter man von der Spitze wegkommt. So zumindest meine Wahrnehmung.
     
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  15. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Ich hatte und habe immer den Eindruck, dass der Klang dunkler ist, wenn die Ligatur weit vorne ist. Das war auch der ursprüngliche Grund für mich, sie da anzusetzen.

    Empfindet wohl jeder anders.

    Gruß,
    Otfried
     
  16. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    +1
     
  17. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    konkav?
    Ich meine gelesen zu haben der sollte eher konvex sein.
     
  18. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Nein. Konkav bzw. ausgehölt oder nach innen gewölbt. Da das Blatt nicht auf der gesamten Länge des Tisches estgeschraubt ist, aber trotzdem anliegen und abdichten soll, muss die Ligatur mit einer kleineren Druckfläche den Job erledigen. Es geht vor allem um die Abdichtung der Blattkanten mit Tisch und Rail. Wenn das Luft entweicht, ist die Effizienz des Systems dahin.
    Wenn der Tisch wirklich plan ist und das Blatt auch einigermaßen, dann reicht das in der Regel. Man dichtet ja auch etwas durch den Lippendruck. Ligaturen sind fast immer dann besser, wenn sie das Blatt an den Kanten andrücken.

    Otto Link und ein paar andere haben dann konkave Tische gemacht, wodurch das Blatt stärker gegen die Rails "vorgespannt" wird. Das funktioniert deutlich besser bei den Link-Style-Ligaturen, die nur in der Mitte drücken. @Earl Jay macht auch konkave Tische. Ich habe ein Mundstück von ihm und ein paar probiert und die Ansprache war exzellent. David Liebmann erwähnt in seinem Sound-Buch den Trick, unter den Fuß des Blattes ein kleines Stück Pappe oder Papier einzuspannen um genau das gleiche Ergebnis zu erzielen. Jody Espina macht bei seinen DVs das verlängerte Fenster. Auch das ist meines Erachtens nichts anderes als eine funktionelle Konkavität, diesmal in Querrichtung.
    Die Idee ist immer die gleiche. Das Aufquellen des Blattes soll nicht zu Undichtigkeit führen.

    Da die meisten Tische plan sind (oder sein sollen), dichtet die Ligatur besser, wenn sie weiter vorne ist. Wenn er sogar ein bisschen konvex ist, was man immer wieder findet (und was ich leider hervorragend selber produzieren kann :) ), dann geht es nur mit der Ligatur sehr weit vorne. Wenn der Tisch sehr gut gearbeitet und das Blatt OK ist, kann man sie auch weiter hinten anbringen und es dichtet genug. Dann kann das Blatt mehr vom Tisch wegschwingen, theoretisch auch über die Bahn hinaus.

    Ich denke, dass beim konkaven Tisch die Form und auch die Position der Ligatur relativ egal sind. Da ist durch die Vorspannung festgelegt, wo das Blatt fest andrückt. Beim planen Tisch ist das mit der Art und dem Ort der Ligatur viel relevanter.
     
  19. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Danke.
     
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  20. khayman

    khayman Ist fast schon zuhause hier

    @OnkelSax
    Vielen Dank! Diese Frage treibt mich auch seit einiger Zeit um.

    Ich bin eher auf der rechten Seite (also Blattschraube unten). Aus Gewohnheit?
    Werde es mal mit weiter oben ausprobieren.
     
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