Chromatisches Saxophon vor der Produktion

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Sandsax, 1.Dezember.2017.

  1. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Der Entwickler Jim Smith hat schon vor einiger Zeit ein linear chromatisches Saxophon vorgestellt und nun sieht es so aus, als hätte er einen taiwanesischen Produzenten gefunden.

    Steht uns langfristig ein Systemwechsel bevor?

    Wollen und könnten wir uns umgewöhnen, weil die Anwendung und Konstruktion logischer, praktischer und sinnvoller ist als die der uns bekannten Saxophone?

    Wird sich auch diesmal das „Bessere“ nicht durchsetzen, weil es gegen das „Gewohnte“ nicht ankommt, Verbraucher und Hersteller nicht mitziehen?

    Spannend finde ich…

     
  2. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich weiß nicht, ob das System "besser" ist, ich bin mir aber absolut sicher, dass es sich nicht durchsetzen wird. Da gab es schon so einige, viel weniger radikale "Verbesserungen" bei Flöten, Klarinetten, Saxophonen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  3. logout

    logout Ist fast schon zuhause hier

    Ist doch toll. Da kann man endlich problemlos chromatische Skalen in allen Tonarten spielen. :duck:
     
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  4. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Muss man dann nicht mehr transponieren?
     
  5. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Interessant und durchdacht.
    ... auch vom Design her.
    Sehr schön, also rein optisch gefällt es schon mal sehr. Matt gebürstet, hipp, Edelstahlmechaniken, wow.

    http://www.jsengineering.net/saxes.asp

    Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen das wir langfristig damit vor einem Systemwechsel stehen werden.
    Es wird bestimmt einige Spieler geben die es nutzen werden, aber um mit dem etablierten System konkurrenzfähig zu sein müsste für die Masse erschwinglich werden.
    Allein das sehe ich bei $ 12,000.00 Instrumentenpreis noch nicht, was nicht heißen soll das es das nicht wert ist. Arbeits-, Entwicklungs, Herstellungsaufwand.
    Da sehe ich allein mit der Qualität (top), den verbauten Materialien (Spitze) und dem zu erbringenden Herstellungsaufwand (sehr hoch) schwarz ... also rot > nur rote Zahlen.

    Vielleicht sollte er in Kooperation mit jemandem wie Thomas Inderbinen gehen und eine Nische besetzen. Dann klapps vielleicht auch mit den Preisen.

    Aber unabhängig davon ... anspielen würde ich es schon mal wollen. ... :)
     
  6. Badener

    Badener Ist fast schon zuhause hier

    Runter und rauf wie auf den Klaviertasten - für Leute ohne "Vorbelastung" mit anderen nicht-chromatischen Instrumenten sicher einfacher...
     
  7. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Es schützt nicht vorm Transponieren.
    Das Alt ist trotzdem ein Es- und das Tenor ein B-Instrument. :)
    ... nur halt logisch chromatisch. :) :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1.Dezember.2017
  8. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Zitat von der Website:
    upload_2017-12-1_10-52-31.png
     
  9. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Die genannten 12.000 USD sind wohl der Preis für die ersten 10 von Schmidt selbst per Hand gebauten Exemplare.

    Der Preis der taiwanesischen Serienhörmer sollte deutlich darunter liegen.
     
  10. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Davon ist auszugehen.
    Dennoch; noch steht es so auf seiner Homepage.
    Aber selbst die Hälfte wäre noch viel um in Konkurrenz zu treten.
    Und viel weniger wird es nicht werden werden.

    Ist zu hoffen das er einen taiwanesischen Betrieb gefunden hat der Edelstahl auch qualitativ verarbeiten kann.
     
  11. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde das schon interessant. Kostensparend ist auch, das durch die weitgehende Vermeidung von Klappenkoppelungen Reparaturen und Überholungen viel einfacher werden.



    http://swing-jazz-berlin.de/sorano-solo/
     
  12. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    ganz in meiner Nähe wohnt ein Herr, der hat das System vor vielen Jahren erfunden und hat ein Patent drauf.
    InfoBroschüre liegt bei mir. Wollte ihn auch mal besuchen.

    also im Prinzip nichts Neues, lediglich die Optik ist bei Smith finde ich eine Bessere.
     
  13. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Na, wenn der Herr aus Deiner Nähe das Patent darauf hat ist klar warum der arme Herr Schmidt es so teuer anbieten muss. ;)
     
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  14. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Moin!



    Beim Klavier hat sich das janko-System auch icht durchsetzen könne, trotz der Vorteile, die es bietet.

    "...
    Zur Zeit seiner Erfindung wurde das Instrument als revolutionär gepriesen. Arthur Rubinstein sagte über die Janko-Klaviatur: „If I were to begin my career anew it would be on this keyboard“ (Wenn ich meine Karriere noch einmal beginnen müsste, wäre es auf dieser Klaviatur). Franz Liszt sagte: „Diese Erfindung wird das momentane Klavier in fünfzig Jahren ersetzt haben!“[1]
    ..."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jankó-Klaviatur

    Die Idee ist von 1882, da hatten wir noch einen Kaiser.


    Bei Schreibmaschinenlayouts isses ja noch schlimmer. Ursprunglich angeordnet, damit man langsam schreibt, damit die Typenhebel sich nicht verhaken. Darauf lernten Generationen Schnellschreiben ... und ist es Wahnsinn, so hat es dennoch Methode. :)

    pessimistische Grüße
    Roland
     
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  15. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich denke, welches Naserümpfen allein schon meine Boehm-Klarinette damals in den 60ern des letzten Jahrhunderts ausgelöst hat.........

    LG Helmut
     
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  16. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Und irgendwann in naher Zukunft kommt dann auch das Sax mit umweltfreundlichem E-Antrieb, Super-Chip mit stufenloser Einstellung der jeweilig benötigten Talentstärke und natürlich einer App zur kabellosen Bluetooth-Komminikation mit dem Handy. :)

    ...und jeder klingt dann irgendwie gleich langweilig ;)

    Gr Wuffy
     
  17. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Gibt's doch schon. Aerophone.

    CzG

    Dreas
     
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  18. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Mir ging es auch so. Allerdings wird die Klarinette von dem tendenziell reaktionären Verein "Ernste Musik" aka "Hochkultur" geschützt, während das Saxophon eher den Einflüssen des lebendigeren, ständig neue Einflüsse aufsaugenden Jazz unterliegt. Wenn dann in einigen Jahren Joshua Redman, Chris Potter und meinetwegen auch Kenny Gottseibeiuns gleichzeitig umsteigen, wird es eine Chance haben.
     
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  19. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele schon ewig mit dem Gedanken, ein einfaches chromatischen Klavier zu bauen, bei dem einfach auf jede weiße Taste eine schwarze folgt bei unveränderter Tastenbreite. Irgendeinen Farbcode bräuchte man noch für die Oktave. Das wär zwar fürs Auge etwas unübersichtlicher, für die Finger aber intuitiver. Jedes Intervall hätte immer den gleichen Griffabstand. Jede Skala oder jeder Akkord wäre immer gleich zu greifen (bzw. auf eine von zwei Arten, abhängig davon, ob’s mit schwarz oder weiß losgeht). Über Skalen- und Akkordkonstruktion und Intervalle müsste man sich nicht mehr den Kopf zerbrechen, weil es „offensichtlich“ mit den Fingern erlernt werden müsste. Alle Tonarten wären gleich leicht oder schwer. Und wer heute eine dezime greift, schaffte mit dem Ding eine duodezime.

    Was mich aber davon abhält, ist die Tatsache, dass ich es in diesem Leben nicht mehr gescheit lernen würde und die Zeit besser in bestehende Instrumente investiere. Das schöne am Klavier ist nun mal, dass man sich auf der ganzen Welt an eins setzen und das gleiche Zeug spielen kann. Wär blöd, wenn es plötzlich nur mit dem eignen ging, von daher halte ich das durchsetzen einer alternativen Klaviatur für nahezu ausgeschlossen.

    Beim Sax seh ich da weniger schwarz. Da spielt man meist mit dem eignen, und es reicht wenn man es darauf kann. Dass von Konservatorien, Redmans oder Potters hier irgendwelche innovativen Impulse kommen, halte ich für gleichermaßen unwahrscheinlich. Aber lass nur ein paar junge Verrückte kommen, die auf so einem Teil plötzlich Dinge machen, die mit den normalen Hörnern niemand kann. Das gäbe ein Geschrei! ;)
     
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  20. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe mich auch viel mit solchen Dingen beschäftigt, auch viel mit Gitarrenstimmungen zB. Auf dem Keyboard habe ich mir geholfen, indem ich die zwei schwarzen Tasten Cis und Dis weiss gemalt habe und die drei weissen Tasten C, D, und E schwarz, der Rest bleibt so. Das ergibt beim gleichen Intervallen immer die gleiche Farbkombination (zB Quinten sind dann immer weiss und schwarz, grosse Sekunden bleiben immer bei der gleichen Farbe, also nur weiss oder nur schwarz usw). Das hat nicht die anderen Vorteile der abwechselnd weissen und schwarzen Tasten, hilft aber (vor allem auch grosse) Intervalle intuitiv wahrzunehmen, erleichtert damit das Verständnis und Umsetzung musikalischer Vorgänge, zB. Akkordbildung.
    Das ist relativ einfach umzusetzen, entweder individuell oder produktionsmässig, und das bringt schon was. Ich gebe also diese geniale Idee gerne zur freien Verwendung hier an, Ideen sind ja in D sowieso nicht patentierbar, gottseidank.




    http://swing-jazz-berlin.de/
     
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