Ein bisschen effektiver lernen

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von charly-5, 22.September.2021.

  1. charly-5

    charly-5 Ist fast schon zuhause hier

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  2. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Danke für den Artikel.

    Viele Pausen mache ich auch, aber eher unfreiwillig, denn meist lenke ich mich in den Pausen sehr dolle ab: WhatsApp, Forum, Nachrichten, mal eben was googlen, Zalando, kurz was futtern, sinnlos in den Kühlschrank gucken, aus dem Fenster gucken und dabei zusehen wie die Krähe und die Elster sich wieder kloppen, von einer Übung zur anderen springen, von den Noten eines anderen Stückes.
    Ich finde immer irgendwas :-D

    Ich bin ein Meister darin, mich abzulenken. Manchmal lenke ich mich sogar von der Tätigkeit ab, die mich zum ablenken gebracht hat.

    Ich weiß nicht, ob mir viele kleine Pausen gut tun würden.
    Bei anderen kann das schonwieder anders aussehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.September.2021
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  3. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Hatten wir eh schon öfters :)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pomodoro-Technik

    Auch im Buch von John Harle:
    Bildschirmfoto 2021-09-22 um 12.20.22.png


    ..."Each hour of practice should have 4 start points - 10 minutes of playing followed by 5 minutes of mental and physical rest. Do something else for those 5 minutes. Write and email, go outside, make a coffee.."

    Der Punkt ist, dass Du dann gezwungen bist, Dich neu zu kalibrieren, was den Lerneffekt erhöht.

    Cheers, Ton
     
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  4. Jacqueline

    Jacqueline Strebt nach Höherem

    Machst du das @Ton Scott ?
    Bringt das was?
    Was ist, wenn die Pausenaktivität zu spannend ist und man nicht zurückfindet?
     
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  5. monaco

    monaco Ist fast schon zuhause hier

    Den Spaßfaktor nicht vergessen. Wenn ich zB in der Pause ein spannendes Stück entdecke, motiviert mich das für die nächste Übung.

    Googlen oder YouTuben kann da auch helfen. Nur halt nach Musik statt Schuhen ;)
     
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  6. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ja, besonders wenn ich etwas Neues lernen will.
    Meine Erfahrung dabei ist, dass ich in den Pausen dann ohne schlechtes Gewissen mal hier reinschau, oder auch meine Mails abrufe. In den Zeiten, wo ich spiele, bin ich viel besser auf dem Punkt.
    Das Gefühl, was erreicht zu haben, ist auch ausgeprägter. Will heißen, ich könnte eigentlich 10 Stunden spielen, nichts essen und dann noch immer das Gefühl haben, "zu wenig" gemacht zu haben. Wenn ich die Taktik befolge, passiert das nicht.
    Ich hab am iPhone ein Programm wo ich mir Timer mit "Workouts" und Pausen einstellen kann . Hab das auch mit einer Stunde und einer halben Stunde gemacht. Funzt gut. Ich kann es empfehlen. Natürlich sollte man sich vorher überlegen, was genau man üben will.

    Ich liebe dieses Video mit Bill Murray:



    Grüßle, Ton
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.September.2021
  7. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier


    Geht mir sehr ähnlich.
    Was mir zu guten Spielstunden verholfen hat, ist einfach keine Ablenkung zuzulassen.
    Das fiel mir das erste Mal richtig auf, wie ich in Marzahn ( also schon paar km weg) einen kleinen Übrungsraum für schmales Geld mit einem drummer geteilt habe, der nur am Wochende und abends spielte. Wenn ich dort war ( so 2 - 3 x die Woche) bin ich auch da geblieben, meist so 3 - 5 Std. und das war gut. Kaum Ablenkung und Pausen nach Lust und Laune.
    Ich hatte das später auch in einer kleinen Übungskabine zuhause, da wurde ich eher nicht abgelenkt und habe einfach öfter und länger gespielt.
    Jetzt habe ich wieder einen Proberaum 20 m neben meiner Whg und auch dort ist wieder so, dass ich nicht für 20 Minuten dort über, sondern eher 1 - 3 Std.
    So ein Übungsprogramm für eine Stunde wäre mich gar nix, aber da geht jeder sicherlich ganz unterschiedlich ran und viele Wege führen irgendwo hin.
    Ich lasse das "Ziel" extra weg, denn das habe ich nicht. Ich mache Musik auch nur als Hobby und das soll auch so bleiben.
     
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  8. Catweazle

    Catweazle Ist fast schon zuhause hier

    Ja, das Gefühl habe ich auch bei dir!
     
  9. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Dies kannte ich noch nicht!

    Ich finde es spannend und werde dies mal ausprobieren.
     
  10. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Ick bin och mein eigener Meister im Bereich "Selbstablenkung"...;)

    Irgend nen Grund für sich selbst finden, warum man gerade nicht was macht, obwohl das Zeitfenster passt..;)

    Von daher bin Ick dabei mich da "neu" zu strukturieren..., kann Ick einiges an Erfahrung im Bereich prof. Hundetraining mitnehmen...!

    Training auf Tageskondition anpassen, in dem Wissen, man kann ja schon "Fahrrad" fahren...

    Ick arbeite gerade vorallem an meiner Motivation...:) Freie Zeitfenster sinnvoll zu nutzen... Wird aber, wenn auch langsam...;)

    Schau halt vorallem darauf das Ick möglichst positiv abschließe..., eben dann wenn Ick mir unsicher bin, ob Ick das nochmal so spielen
    kann, und geh dann in die PAUSE...! Bzw. Ick schließ die Übung wenn möglich auf dem persönlichen Höhepunkt ab...

    Latentes lernen... ;))
     
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  11. scenarnick

    scenarnick Ist fast schon zuhause hier

    Morgen ist Gig - ich hab heute immer wieder "auf Biegen und Brechen" geübt und es wurde nur schlechter. Jetzt sind die Instrumente eingepackt und ich übe mich in "wird schon"...
     
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  12. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    :) alte Regel, die ich immer noch einhalte: Am Tag vor dem Gig bleibt mein Sax im Koffer und es wird nicht mehr geübt.
    Gelegentliche Ausnahmen bestätigen die Regel.
     
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  13. kindofblue

    kindofblue Ist fast schon zuhause hier

    Gutes Teil, diese Pomodoro - Technik :thumbsup:
    Bei mir ist eher das Problem, dass ich zu lange zu fokussiert übe, und mich zu Pausen "zwingen" muss.
    Sonst erschöpfe ich mich so, dass ich durch bin und nix mehr tun kann, echt.
    Habe von Greg Fishman einen "Practice Planner", den ich "abarbeite." Dieser ist in 6 Sektionen unterteilt.
    Und so gibt es dann, wenn ein Teil durch ist, immer eine Pause. (Wie jetzt gerade.) Wobei ich schon auch darauf achten muss, in einer Sektion nicht zu übertreiben.
    Den Practice Planner kann man gratis runterladen, habe ich schon ein paar gepostet. Man findet ihn hier: https://gregfishmanjazzstudios.com
    Greg meint auch immer, "übe mit spass", also nicht einfach trocken Skalen zu üben, sondern so, dass diese nach eigenem Geschmack verändert werden. (Hier ein approach, hier ein lower neighbour, hier eine Verdoppelung.) Und so, wenn es spass macht, ist man viel eher motiviert und somit auch fokussiert. Wichtig finde ich, die Übungen auch in einen Kontext zu bringen, also beispielsweise bei einer Skalenübung diese direkt in ein II-V Verbindung einzubinden.
    So, jetzt ist meine Pause durch.

    kindofpractice
     
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  14. Paul2002

    Paul2002 Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde, die Zeitunterteilung hängt auch von dem ab, was man übt. Wenn ich Tonleitern usw. übe, die ich von den Griffen, dem Klang, der Artikulation in der Art, wie ich sie übe, schon gut im Ohr habe, kann ich auch drei mal Minuten lang ein bestimmtes Pattern üben, bis ich eine Pause brauche.

    Bei ganz neuen Sachen, brauche ich entsprechend auch früher eine Pause.
     
    Livia gefällt das.
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