Erfahrungsaustausch: 3. Oktave

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Jacqueline, 12.Februar.2020.

  1. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Hallo liebes Forum,

    ...weil drüber quatschen so viel Spaß macht :)

    Mich würde mal interessieren wie ihr euch die dritte Oktave an eurem Alt oder Tenor (..oder Sopran...oder BASS o_O) erarbeitet oder erarbeitet habt.
    Bei den Leuten, die mehrere Baugrößen spielen. Geht es auf einem Instrument leichter? Oder ist es immer auf dem Instrument am leichtesten, auf dem man zuerst gelernt hat?

    Ich stecke da gerade mittendrin. Habe vor einem Jahr schon versucht in die 3. Oktave zu gelangen, da war meine Atmung aber noch so "falsch", so dass die Aktion nicht mit Erfolg gekrönt war.
    Klar konnte ich das D3 spielen, aber klang halt s***** und war mega anstrengend. Anstrengend mag ich nicht.
    Also erstmal gelassen, Atmung durch Lehrer umgestellt und deutlich verbessert.

    Inzwischen geht es viel leichter (ungleich leicht!) mit den Tönen der 3. Oktave (bis zum F3), aber gut ist was anderes:rolleyes:
    Ich habe eine Menge Übungen dazu und bin mir auch sicher, dass es bald noch viel besser gehen wird.
    Meine Stütze ist inzwischen zwar besser, aber noch ausbaufähig. Was ich beim Erschließen der 3. Oktave momentan besonders zu spüren bekomme.

    Interessant dabei ist: je mehr ich die hohen Töne übe, desto leichter fallen mir die Töne darunter. Ich weiß noch wie ich vor 1 1/2 Jahren mit dem F2, G2, A2 gekämpft habe. Inzwischen denke ich über das F2 nicht mehr nach, G2 und A2 kommen eigentlich immer - egal in welcher Artikulation. Zumindest wenn ich so für mich übe.

    Ich hoffe ich kann das in 1 1/2 Jahren auch über die 3. Oktave sagen :D Wenn ich mich dann ans Altissimo mache und dann wieder einen ähnlichen Thread darüber eröffnen werde. Hehe, ne, Spaß :p

    Was ich auch feststellen musste, dass da auch immer eine psychische Komponente dabei ist: wenn ich diese hohen Noten auf dem Notenpapier sehe, dann denke ich mir schon: "Oh neee, will ich nicht, kann ich nicht. Blöde 3. Oktave"
    --> Verkrampfung, Töne sprechen nicht an, weil alles zu fest ist.
    Wenn ich die Töne allerdings einfach so spiele, dann funktioniert es tendenziell besser.

    Mich würde der Erfahrungsaustausch interessieren. Wie ist/war das denn so bei Euch? Falls ihr euch noch dran erinnern könnt (bei manchen ists bestimmt schon lange her :p)
    Natürlich weil ihr schon so lange spielt und nicht wegen des Alters...:duck:

    Natürlich bin ich bei der ganzen Sache auch mal wieder total ungeduldig und möchte am liebsten, dass es in 3 Wochen funzt..aber naja, das kann ich mir abschminken. Einfach üben, >NICHT ÜBERBEWERTEN<, und irgendwann klappt es dann schon... :D

    Gab es bei Euch besondere Aha-Momente? Oder war es einfach irgendwann da?

    Grüße,

    Jacqueline (die eig lernen müsste, sich aber wieder erfolgreich ablenkt - wenigstens das kann ich :p)
     
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  2. altblase

    altblase Ist fast schon zuhause hier

    Die 'dritte Oktave', was ist das?:cool:
     
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  3. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Moin....ich bin da mit Sax und Querflöte ständig dabei, hatte in der swingband ein ```gestrichenes A , was einfach da sein sollte und gerade wunderbare Noten mit der Querflöte, die auch das ganz hohe A beinhalten. Mit dem Sax klappt das mittlerweile gut, mit der Querflöte noch nicht, aber ich glaube zu merken, dass mir diese hohen Töne durchaus allgemein beim Ton helfen. Beim Saxc und bei der Querflöte. Macht mir auch Spass, das zu üben und komme da weiter.......so in Monaten gedacht.
     
  4. Rubax

    Rubax Strebt nach Höherem

    Da hilft m.E. nur eines: immer wieder spielen. zB. in die Einspielübungen mit einbauen, Tonleiter rauf bis zum höchsten Ton, legato und stakkato, und Longtones.

    Das gilt gleichermaßen auch für die ganz tiefen Töne.
     
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  5. OnkelSax

    OnkelSax Ist fast schon zuhause hier

    Na die Dame meint mit dieser netten Bezeichnung die Oktave nach der ersten und zweiten Oktave ;) ... ausgehend vom tiefsten Ton des Saxes (Bb) wäre dann die erste spielbare Oktave bis zum Bb1, danach die (zweite) Oktave bis Bb2 und ab da dann die dritte Oktave. Wobei ich fast vermute das Jacqueline die Oktave beginnend mit C meint
     
  6. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    @Atkins Ohweia, das 3-gestrichene A dauert bei mir noch ein paar Jährchen, wenn überhaupt :p
    Sehr erleichternd zu hören, dass es auf dem Sax einfacher ist als auf der Querflöte. Das macht Hoffnung!


    Dito

    Geduld ist das Zauberwort - mal wieder. Irgendwann hab ich es verinnerlicht

    Ja, genau :) Also ab dem c mit Oktavklappe. Das ist C3 wenn ich richtig gezählt habe oder?
     
  7. gaga

    gaga Strebt nach Höherem

    Aus Jacquelines Text geht eindeutig hervor, dass die mit 3.Oktave die Palm Key Töne meint, also D bis F oder F#. Noch höher nennt sie "Altissimo".

    Für alle anderen, die auch nicht lesen können, stehe ich mit dieser einfachen Art der Textexegese gern immer zur Verfügung. Nicht verzagen, gaga hilft. :bitte:
     
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  8. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Also mit der Zeit bekommt man das schon hin. Ich finde das ```gestrichene G beim Sax viel schwieriger als das A, bei der Querflöte ist es umgekehrt. Für mich war/ist es hilfreich, das einfach tgl. zumindest ein bisschen zu üben, das wird dann schon besser. Denke da nicht an Wochen, eher an Monate.
     
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  9. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Möglicherweise hat @altblase das ironisch gemeint, weil er die 3. Oktave nicht nutzt....

    CzG

    Dreas
     
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  10. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Oder für die Tenöre: Tenorissimo? :cool2:
     
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  11. Jazzica

    Jazzica Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Jacqueline,

    Ich spiele hauptsächlich Tenor- und Sopransaxophon, wobei das Tenor mein „Lern-Saxophon“ ist. Die Töne ab dem c3 haben bei mir auch lange Zeit nicht gut geklungen, zu dünn, sie waren auch von der Intonation her zu hoch, vermutlich habe ich sie mit den Lippen hochgepresst, und die ganz hohen Töne (f3, f#3) sprachen schlecht an. Habe mich dann auf verschiedene Arten den hohen Tönen angenähert und könnte jetzt nicht sagen, ob da eine dieser Maßnahmen besonders geholfen hat, aber alle zusammen haben eine Verbesserung der hohen Töne bewirkt.

    Folgendes habe ich gemacht:
    - die hohen Töne als Long Tones lang ausgehalten, mit an- und abschwellender Dynamik (ppp - fff - ppp), dabei besonders auf einen vollen Ton geachtet.
    - Obertonübungen
    - die Tonhöhe der hohen Töne sinken lassen ohne den Ansatz zu verändern (das geht über Voicing / Kehlkopf sinken lassen)
    - bei Originalaufnahmen mitgespielt, in denen einige hohe Passagen vorkamen, dabei besonders darauf geachtet, dass die Intonation mit dem Original übereinstimmt.
    - große Tonsprünge geübt, z.B. Oktaven oder doppelte Oktaven aufwärts und abwärts im Legato gespielt
    - Phrasen mit hohen Tönen auf Tempo geübt, denn oft sind es auch die relativ hakeligen Fingersätze bei den Palmkey-Tönen, die das saubere Spielen in diesem Bereich erschweren.

    Seit einem Jahr bin ich auch regelmäßig mit dem Sopransaxophon in einer Band aktiv und kämpfe mich langsam in die Höhen hinauf, mehr oder weniger mit denselben Methoden, aber nicht ganz so konsequent wie auf dem Tenor. Mittlerweile traue ich mich, das d3 beim Spielen zu verwenden, und wenn ich die Töne einzeln anspiele, komme ich bis zum e3. Ich finde es auf dem Sopran deutlich schwieriger, die hohe Lage gut hinzubekommen, aber ich nehme mir einfach die Zeit und übereile es nicht. Irgendwann wird es schon klappen :)

    Dir wünsche ich viel Glück, viel Geduld und gutes Gelingen mit der dritten Oktave :)

    Viele Grüße von

    Jazzica
     
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  12. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Also, wenn ich beim Tenor in die 3. Oktave will......
    .........nehme ich das Sopran........:duck:

    CzG

    Dreas
     
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  13. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Das werde ich auch versuchen. Ich baue die Übung jetzt einfach bei jeder Übeeinheit ein und irgendwann klappt es.

    Aber es tut gut zu hören, dass es eher Monate in Anspruch nimmt als Wochen.

    Danke :)
     
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  14. SaxPistol

    SaxPistol Ist fast schon zuhause hier

    Oder Terrorismo, wie der Spanier sagt.
     
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  15. SaxPistol

    SaxPistol Ist fast schon zuhause hier

    Ein Aha-Erlebnis hatte ich diesbezüglich auch, als ich mal wieder das Sax aus der Wartung geholt habe:
    Oh, die Palmkeytöne sprechen ja auf einmal so gut an! Und die Tiefen erst!

    Mir fallen die Höhen auf dem Alt auch leichter als auf dem Tenor. Auf letzterem habe ich da echt Probleme mit der Intonation und überhaupt, einen schönen, klaren Ton zu erzeugen.
    Das gilt besonders dann, wenn ich vorher längere Zeit Alto gespielt habe.
     
  16. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Natürlich, was technisches könnte auch dahinterstecken. Aber das schließe ich erstmal aus.
    Dagegen spricht, dass es mal geht und dann wieder nicht. Sie kommen ja ohne Probleme, wenn von meiner Seite aus Luftführung, Ansatz etc i.O. ist.
    Zudem war das Sax im Sommer beim Checkup und ich unterstelle Yanagisawa jetzt einfach mal, dass es sich bis jetzt gehalten haben sollte.

    Ich habe zwar erst 2 Töne auf einem Tenor gehupt, aber von dem was man so hört sind die Ansätze anscheinend doch sehr unterschiedlich.
     
  17. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Abgesehen davon, dass die Töne oberhalb des C#3 grifftechnisch natürlich besonders geübt werden müssen.

    Hinsichtlich des Ansprechens und der Tonbildung der hohen Töne bin ich der Meinung, dass alle Probleme genau dann marginal werden, wenn man das F3 als 5. Oberton des tiefen Bb spielen kann.

    Dann kann man das sogenannte Obertonmatching anwenden, also den Ton einmal als Oberton vom tiefen Bb spielen und dann als normalen Palmkeygriff und Klang und Intonation abgleichen. Eine wunderbare Übung.

    Gruß,
    Otfried
     
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  18. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Stimmt. Und es ist auch eine gute Übung. Das sitmmt auch.

    ...aber ... das muss man erstmal hinkriegen, wenn man Anfänger ist. :sorry:
     
  19. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Dann ist die Frage was ist leichter zu erreichen als Anfänger: 3. Oberton von tief Bb oder hohe Töne direkt spielen.
     
  20. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    @Jacqueline @Taiga
    das ist natürlich ein berechtigter Einwand. Und da ich Obertöne erst nach mehr als 20 Jahren gelernt habe, tue ich mich auch schwer, das zu entkräften.

    Andererseits:
    Ich habe mich auch mehr als 20 Jahre immer sehr mit den hohen Tönen abgemüht. Wenn sie wirklich mal richtig kräftig kommen sollten war die Trefferquote dann doch nicht wirklich überzeugend.

    Meine Frage und These gleichermaßen ist, wenn mir jemand frühzeitig einen vernünftigen Weg aufgezeigt hätte, das Ganze über Obertonübungen zu erreichen, vielleicht wäre ich viel eher zum Ziel gekommen.

    Leider gab es das damals nur rudimentär durch das kleine Büchlein von S. Rascher, aus dem man viel lernen kann, nur nicht, wie man das Obertonspielen denn nun wirklich lernt. Und von anderer Seite hörte ich immer nur, dass man sich den Ton vorstellen muss, dann kommt er schon.

    Heutzutage könnte das ja vielleicht anders aussehen, nur bin ich leider kein besonders guter Pädagoge, und gebe auch keinen Unterricht, habe also keine Versuchskaninchen zur Hand ;-)

    Ich tendiere aber zu der Ansicht, dass man sich ganz viel Gedanken und Lehrmeinungsvermittlung über Tonbildung, Voicing, Ansatz (locker, fest), Zungenstellung, offenen Hals etc sparen könnte, wenn man frühzeitig dem Schüler, der Schülerin vermitteln könnte, wie man sich das Obertonspiel (müssen ja nicht gleich 5 sein) aneignen kann. Dabei lernt man nämlich ganz viel von den erwähnten Themenfeldern ganz nebenbei und wie von selbst, und davon profitiert der gesamte Tonbereich, nicht nur die hohen Töne.

    Gruß,
    Otfried
     
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