Expression oder Roy Benson Sopran

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Emma Piel, 8.Oktober.2018.

  1. Emma Piel

    Emma Piel Schaut nur mal vorbei

    Hi,
    ich habe mir nun ein Sopran als Zweitsax zugelegt und ein gebrauchtes, gerades Expression gekauft.
    Ich hatte unter anderem auch ein neues Roy Benson angespielt und fühlte mich damit ziemlich wohl. Da ich aber überhaupt keine Ahnung habe, habe ich bei einem Sax-Profi nachgefragt, der mir sehr vom Roy Benson abgeraten hat und das Expression nach dem Kauf auch für absolut gut befunden hat.
    Nur leider trauere ich dem Roy Benson nach, da es für mein Empfinden eine viel leichtere Ansprache hatte und wir gleich Freunde waren.
    Kann es tatsächlich sein, dass ich mit einem angeblich qualitativ minderwertigerem Instrument besser zurecht komme und klinge als mit dem Expression?
    Wie gesagt, ich bin Laie ;)
     
  2. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Ich hätte dir die gleiche Empfehlung gegeben.
    Vielleicht könntest du ja etwas präziser sagen, was genau nicht (oder nicht so gut) geht. Ein bisschen würde es helfen, wüsste ich welches Modell du besitzt und welches mundstück mit welchen blättern. Auch dein gewohntes Setup für Alt wäre interessant.
    Gruss zwar
     
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  3. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    prinzipiell kann es durchaus möglich sein, dass das Roy Benson für dich das Bessere war. Möglich ist aber auch, dass das Expression, zumal es ja gebraucht ist, nicht perfekt deckt.

    Hast du unterschiedliche Mundstücke und Blätter bei den Sopranos verwendet? Dies macht oft mehr Unterschied im Spielgefühl aus, als das Instrument selbst.
     
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  4. rorro

    rorro Ist fast schon zuhause hier

    Die viel leichtere Ansprache liegt nicht selten an der anderen Blattstärke. Als ich bei meinem Sopran das Otto Link 7* mit den 3er Blättern anspielen wollte, dachte ich zuerst an einem Mundstückfehlkauf. Bis die 2,5er Blätter drauf waren....
     
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  5. Emma Piel

    Emma Piel Schaut nur mal vorbei

    Hi, ihr seid ja fix. danke.
    @zwar: Ich habe ein Expression HLO 1518, unter dem Daumenhalter steht noch T0505.
    Das Mundstück ist ein Yamaha 5C. Als ich Blättchen von Vandoren und D'Addario in 2er Stärke probiert habe, dachte ich ich würde "platzen" und bin auf Rico in 1,5 umgestiegen. Das funktioniert schon besser.
    Auf meinem Alt habe ich auch ein Yamaha 5C Mundstück mit den roten Vadoren Blättchen in 2 und 2,5, je nachdem. Auch mit Blättchen von anderen Herstellern komme ich gut zurecht.
    Die Ansprache ist irgendwie mau, derr Wechsel von manchen hohen zu tiefen Tönen haut irgendwie nicht hin, dann quietscht es und ich schaff keinen "satten" Ton.
    @mato : Das Sax ist, bevor ich es gekauft hab, vor ca. einem Jahr überholt worden und ich hab's auch von einem Profi noch mal anschauen lassen, der bis auf ein Polster, das in naher Zukunft einmal gewechselt werden sollte, nichts gravierendes festgesetellt hat.
    Manchmal hängt die Gis-Klappe und schmatzt - das nervt.
    @rorro: Ja, im Moment komme ich mit einer geringeren Blattstärke tatsächlich besser klar.
     
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  6. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    @Emma Piel (lustiger Name :))
    Ich glaube nicht dass es am Instrument liegt.

    Ich hatte bei meinem Yanagisawa Sopran vor der Generalüberholung letztes Jahr auch diverse Probleme:
    - Verspringen der Töne in der unteren Oktave
    - Schlechte Ansprache in der Tiefe
    - Probleme beim Oktavklappenwechsel.

    Ursachen waren laut Saxdoktor unter anderem:
    - Oktavklappenverbindung war nicht mehr richtig eingestellt.
    - Seiten-Fis-Klappe war undicht.
    - F-Klappe rechte Hand war undicht.

    Alle Fehler waren minimal und selbst mit Lichtstab nur schwer zu erkennen, hatten aber große und nervtötende(!) Auswirkungen.

    Nach der GÜ war das alles weg. Das Saxophon spielt wieder wie von selbst. :)

    Dem Schmatzen der Gisklappe kann man übrigens z.B. per Durchziehen eines Kaffeefilters begegnen.
    Kaffeefilter drunterschieben und Klappe leicht zudrücken, dann den Filter abziehen.
    Nicht zu feste andrücken, damit keine Filter-Fusseln hängen bleiben.
    Am besten grundsätzlich vor dem Spielen einmal "filtern".
    Bei mir ebenfalls klebeverdächtig ist auch die kleine Bb-Klappe der linken Hand.
    Auch da wird vorher immer der Kaffeefilter angesetzt.

    Die Filter sind bei mir bei Sopran und Alt immer im Koffer.

    LG
    Mike
     
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  7. rorro

    rorro Ist fast schon zuhause hier

    Die Rundfilter, Tipp von Rick, nutze ich auch bei Sopran und Tenor.
     
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  8. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe anstatt eines Kaffeefilters immer einen nach möglichkeit neueren Geldschein dabei zum durchziehen.
    Die rauhe aufgedruckte Farbe wirkt wunderbar als Schleifmittel und setzt keine Fuseln frei, wie ev. ein Kaffeefilter.
    Ein neuer 500€ Schein funktioniert übrigens am bersten......:D

    kokisax
     
  9. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    hmm,
    ich mache Musik - da kann ich mir keine 500er leisten ;-)
     
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  10. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    @jb_foto ,

    aber erst der schleift richtig was weg.......:duck:

    kokisax
     
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  11. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    ... ich habe noch irgendwo ein paar alte 1000 DM Scheine vergraben ...
    Aber psssst! Ja nicht verraten!

    :D
    Mike
     
  12. Rick

    Rick Experte

    Selbstverständlich, wir Menschen sind nun mal unterschiedlich und kommen deshalb auch nicht alle mit denselben Instrumenten gleich gut klar.
    Der Nachteil von Instrumenten in der "Billigklasse" ist meistens die geringere Belastbarkeit und Haltbarkeit, so war es jedenfalls in der Vergangenheit. Aber auch teurere Saxe können mal ein "Montagshorn" sein und Fehler haben.

    Diese Bezeichnungen sind mir komplett unbekannt. Wie alt soll es denn ungefähr sein?
    Steht noch etwas anderes drauf, etwa "Pro 2000" oder "Serie IV"? Wie ist der Expression-Schriftzug designt, hat er einen "Lorbeerkranz" oder steht nur der Markenname in Großbuchstaben drauf?
    Wie sieht es sonst aus, hat es irgendwelche Besonderheiten?
     
  13. Emma Piel

    Emma Piel Schaut nur mal vorbei

    Ich hab leider überhaupt keine Idee, wie alt es sein könnte....und besonders ist wahrscheinlich nur das Schmatzen.:)
     

    Anhänge:

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  14. Emma Piel

    Emma Piel Schaut nur mal vorbei

    @ehopper1 : Danke, du machst mir Mut! Es liegt gar nicht am Sax:(Ich geh jetzt erst mal weinen.....
    Nein, im Ernst. Es ist vor 3 Jahren von der Vorbesitzerin general überholt worden lassen und anschließend wurde es wenig gespielt.
    Wie viel kann ich denn für eine GÜ einplanen?
    Bleiben dann noch Scheine zum Reinigen? Egal, ich kauf morgen Kaffeefilter:)
     
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  15. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Nach drei Jahren brauchst Du keine Generalüberholung da sind maximal einige kleinere Einstellungsarbeiten für wenig Geld gefordert. (eine Generalüberholung liegt bei min. 400,-€ bis 600,-€ ).

    CzG

    Dreas
     
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  16. Rick

    Rick Experte

    Ich schon: mindestens zwanzig Jahre, dem Bild nach zu schließen, wahrscheinlich noch älter.
    Normalerweise lasse ich ja auf den Hersteller Green Hill nichts kommen, aber man muss zugeben, dass er sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert hat und mittlerweile, spätestens mit der XP-Reihe, mindestens in der oberen Mittelklasse angesiedelt ist.
    ABER damals, als Dein Soprano hergestellt wurde, galt Expression noch als Billigmarke, zwar ganz solide, aber nicht mehr.

    Nein, das ist nichts Besonderes, eine typische Saxofon-Krankheit bei allen Marken und Modellen, verstärkt durch die gängige Imprägnierung der Polster (besonders übel bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit). Das kennt praktisch jeder Saxofonist.

    Das sehe ich auch so. Ansonsten schätze ich mal, dass dieses uralte Expression-Teil wohl qualitativ mit einem aktuellen Roy-Benson-Sax vergleichbar wäre. :rolleyes:
     
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  17. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    Wenn es generalüberholt wurde und drei Jahre nicht viel gespielt wurde, kann sein dass nicht alle Klappen richtig decken.
    Mein Sopran musste ich nach der GÜ letztes Jahr auch erst wieder einspielen.

    Außerdem kommt es immer darauf an wie die GÜ gemacht wurde und von wem.
    Ich hatte auch schon "generalüberholte" Instrumente in den Händen, die zwar Neues bekommen haben wie Polster, Korken, z.T. Federn ..., aber alles andere als optimal eingestellt waren.
    Ich hoffe sehr, dass das bei deinem Expression auch so ist.
    Ein guter, richtiger Saxdoc könnte dann die Probleme ohne großen Aufwand und mit geringen Kosten beheben.

    Oder lass doch einfach mal jemand anderen drauf spielen. Vielleicht kennst du eine erfahrene saxophonspielende Person in deiner Nähe.

    LG
    Mike
     
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  18. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Hm, das Expression Modell kenn ich nicht. Aber wenn das Roy benson eines aus der 302 Serie war hast du es vielleicht mit dem Schreiber mundstück ausprobiert was zum Lieferumfang gehört. Das ist ganz gut.
    Wenn du vorher noch nie Sopran gespielt hast kann das schon gut sein, dass du mit einem mundstück gar nicht zurechtkommst. Das geht aber dann kostengünstig durch üben weg.
     
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  19. Emma Piel

    Emma Piel Schaut nur mal vorbei

    @ehopper1 : Vielen Dank, hab ich schon gemacht. Ein wirklich guter Saxophonist hat das Expression für gut befunden.
    @zwar:Danke....ich glaub, ich probier am besten noch einmal das Roy B. und mein Saxophpn mit dem Roy. B. Mundstück....dann bin ich vielleicht schon einen Schritt weiter:)
     
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  20. Feuerstreuer

    Feuerstreuer Ist fast schon zuhause hier

    unabhängig von der Markenproblematik finde ich man sollte das spielen, was am meißten Spass macht. Das bringt einem auch dazu überhaupt Lust zu haben und das wiederrum bringt am Ende den größeren Erfolg und Lustgewinn, was wiederrum zu noch mehr Spass führt. Kommt man irgendwann an die Grenzen des instrumentes ist das ersteinmal gar nicht schlimm. Zum einen kann man trotz der Einschränkung weiter üben, zum anderen kann man sihc ein anderes instrument zulegen. Dieses kannst du dann auhc besser einschätzen und das kann dich dann wieder eine Weile tragen.

    Das perfekte Instrument ist am Ende auch nur ein individueller Kompromis !
     
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