Fehlersuche

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von Nilu, 23.Juni.2017.

  1. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Hallo zusammen,
    bei mein Altsaxophon kommt das tief C und C# nur noch, wenn ich stark hinein blase.
    Bei weniger Luft flattert der Ton so Richtung oktaviertem C.

    Jetzt habe ich das Sax mal ausgeleuchtet und keine Undichtigkeiten festgestellt.
    NUR: Wenn ich G drücke, ist die G#-Klappe einen kleinen Spalt geöffnet. Dito A,H usw. (soll das so sein?)
    Bei F schließt sich die G#-Klappe vollständig.

    Könnt ihr mir helfen?
    Danke
    Nilu
     
  2. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    G# muss immer ganz zu sein, es seidern du spielst G# !

    Ganz besonders schlimm ist es, wenn es bei den tiefen Tönen (C#, H, Bb) mit aufgeht, dann ist schwer spielen.
     
  3. Rick

    Rick Experte

    Nein, das soll definitiv nicht sein, die Gis-Klappe soll immer zu bleiben (außer, wie @xcielo erwähnte, wenn Du Gis spielen willst).
    Gratuliere, da hast Du Deine Undichtigkeit - sie wird sich wahrscheinlich auch auf die tieferen Töne auswirken, selbst wenn bei gedrücktem F (Kopplung mit der Gis-Mechanik) die Klappe scheinbar dicht ist.
    Es gibt leider oft auch Undichtigkeiten, die man beim Ausleuchten nicht so einfach bemerkt, die aber gleichwohl Auswirkungen auf die Ansprache gerade der tiefsten Töne haben.

    Ab mit dem Horn zum Sax-Doc!

    Schönen Gruß,
    Rick
     
  4. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Geh zum Doc. Ich hatte vor Kurzem auch ähnliche Probleme, habe die Gis-Klappe kontrolliert und auch ausgleuchtet. Keine Auffälligkeiten. Jetzt war es zum Service. Kein Vergleich. Die Ansprache ist wieder kinderleicht.

    Aerophon
     
  5. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Hatte ich letztes Jahr auch und war beim Doc. Danach war es leider nur unwesentlich besser. Bei einem zweiten Versuch hat er es dann hingekriegt.

    Merke: Auch Saxdocs sind nicht unfehlbar. Es lohnt sich, im Zweifel nachzuhaken.

    LG Helmut
     
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  6. slowjoe

    slowjoe Ist fast schon zuhause hier

    Kommt aufs Sax an....
    Wenn es eine moderne Mechanik hat gibt es da eine Brücke von der F# - Klappe zur G# - Klappe in der sich 2 Stellschrauben befinden.Wenn Du die linke etwas weiter hineindrehst sollte die fehlerhafte Öffnung der G# - Klappe kleiner werden. Drehe sie soweit ein bis die G# - Klappe gerade so komplett zu ist wenn Du G# greifst und dann F drückst. Keinesfalls zu weit sonst schliesst die F# - Klappe nicht mehr richtig.
    Dein Problem entsteht weil bei Saxophonen mit moderner Mechanik meistens die B - Klappe die G# - Klappe mitnimmt (Kopplung) und sich die Justage der Mechanik halt nun mal im Laufe der Zeit verändert. Eventuell fehlt auch das Kork - oder Filzplättchen unter der Stellschraube.....

    SlowJoe
     
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  7. tomaso

    tomaso Ist fast schon zuhause hier

    Wenn die Gis-Klappe nur schliesst wenn Du f ,e ,d drückst, steht sie vermutlich dauerhaft auf.
    Bei moderner Mechanik nach Selmer-Art wie im Bild, kann der Korkstreifen vom Übertragungsarm zur Gis-Klappe abgefallen sein.
    Manchmal ist es auch ein Filzstreifen.

    Schau mal, ob das Ende "nackich" ist.

    Viel Erfolg,

    tomaso

    PICT0355-1.jpg
     
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  8. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    Gestern war ich noch beim Saxdoc.
    Eure Analysen waren goldrichtig, Es lag an der nicht verschlossenen G#-Klappe.
    Der Grund war einfach. Der Drückerhebel hatten sich nach oben verbogen.
    Der Doc bog ihn wieder zurück in wenigen Sekunden.
    Kurz angespielt - fertig.


    Danke Rick für diesen Hinweis, denn für mich war es zuvor nicht nachvollziehbar, weil unlogisch.
     
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  9. Nilu

    Nilu Ist fast schon zuhause hier

    habe ich gemacht, der Korkstreifen ist noch da, aber wie bei dir schon ganz schön eingedrückt.
    Ist wohl normal?
     
  10. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    ....das ist ganz großer Mist an dieser Stelle.

    Wenn hier der gleiche weiche Kork verwendet wird, wie bei den Anschlagskorken...wo er seine Berechtigung ja hat, drückt sich im Laufe der Zeit eine regelrechte Mulde ein, die die Funktion der Gis-Klappe erheblich behindern kann.

    Hier sollte man ein Material verwenden, dass druckstabiler ist und wo vor allen Dingen der Zapfen problemlos gleiten kann.

    Das Problem der zu weichen Korken findet man auch laufend bei den Korken der Klappen-Kopplungen.

    Anfänglich funktioniert das, aber im Laufe der Zeit drücken und sich diese Bereiche so weit ein, dass die Kopplungen nicht mehr einwandfrei funktionieren.

    Normaler Kork verdichtet sich eben und wird mit der Zeit unelastischer.

    Den Sax-Doc freut's...aber es gibt ja zum Glück spezielle Korke (sind halt etwas teuerer), wo solche Verdichtungen der Vergangenheit angehören.

    LG Wuffy
     
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  11. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    der Herr Wuffy hat absolut recht, für Edelschrauber gibt es aber noch eine bessere Lösung, - mal schauen ob ich das Foto finde - das Stichwort wäre " Pilzschraube" in Verbindung mit einem Filzpuffer = hält für die Ewigkeit und nützt sich nicht ab.


    Tolles Forum, gute Beiträge!
     
  12. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Fester Gummi ist da auch super wie zum Beispiel die Bissplättchen für mundstücke,und die kleben sogar sehr gut.
    Ich habe immer welche in verschieden Dicken samt einem Cuttermesset bei Auftritten immer im Koffer.
    Hat mir schon öfters den Arsch gerettet
     
  13. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Den hast du damit zugeklebt ?
     
  14. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    Das würde mich interessieren. Wo gibt es denn das zu kaufen? Ich kenne nur die normalen Naturkork-Platten.
     
  15. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Wegen Gis
    http://www.saxophonforum.de/threads/ton-fuer-g1-und-g2-klappe-kaputt.30879/page-2#post-403925
    #2 + #5 ?

    Wegen C und Cis tief
    Hat sich der Becher in der Schelle zum Korpus evtl verdreht, dann passt die Mechanik nicht mehr.
    Sitzt der Becher aktuell fest, ist es einfacher die Klappen anzupassen.
    An tiefster Stelle zwischenlegen, an höchster Stelle mit sehr Gefühl mit Druck nachbiegen.

    Fehlende Korks und Filz findet man leichter wenn man ein Foto gemacht hat als sie noch da waren.
     
  16. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    hier mein Bezugsquelle:

    http://www.musiccenter.it/art_marca...ENTER+SPA&IDMarca=322&IDArt=WSRC0001&CatPrev=

    Nicht ganz preiswert, aber da er ja nur an wenigen Stellen ...die punktuell stark gedrückt werden...zum Einsatz kommt, reicht der ja auch ein paar Jährchen (jedenfalls für den Hobbyschrauber) aus.

    Ich verwende die Dicken 0,5, 0,7 und 0,8mm, Zwischendicken kann man schleifen.

    Hier auch nochmal ein Foto vom Gis-Hebel mit normalem Kork, wo man schön sieht, wie sich der Zapfen der Gisklappe im Laufe der Zeit eindrückt.

    Genau an diesem Bereich sollten Hebel und Zapfen schön und störungsfrei gleiten / rutschen können.

    Man darf sich dann nicht wundern, wenn in solchem Fall die leidige Gis-Klappe laufend zickt..muss nicht immer mit einem klebenden Polster zu tun haben.

    Bei meinem Bari war das mal ganz extrem, der Zapfen hing regelrecht in der Korkmulde fest und rutsche nicht mehr raus.

    Mit ein bisschen dünnflüssigem Fett kann man da Abhilfe schaffen...oder eben besser ein druckstabiles Material verwenden, das mit wenig Reibungswiederstand gut gleitet.

    Grüsse von der Schrauberbank

    Wuffy
     

    Anhänge:

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  17. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    @Wuffy: Das sieht ja aus wie Presskork, nach der Art, wie man ihn von Pinwänden kennt. Oder ist das komplett synthetisch und hat nur diese Optik?
     
  18. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Nein, das ist kein Recyling Kork Schrot, wie man ihn von Pinnwänden kennt...der ist viel zu grobkörnig, für solche Verwendung am Sax.

    Es handelt sich natürlich auch um ein synthetisch-hergestelltes Material, wohl ein Gemisch aus Gummianteilen und Kork (Rubber Cork), aber das Gefüge ist eben sehr kleinkörnig und feinporig.

    Gr Wuffy
     
  19. ferrytale

    ferrytale Kann einfach nicht wegbleiben

    O.K. Bin beruhigt. Dieses Presskorkzeug mag ich nämlich gar nicht (an Instrumenten).
    Danke auf jeden Fall für den Tipp.
     
  20. Gaivota

    Gaivota Ist fast schon zuhause hier

    Gummikork, wie von @Wuffy verwendet, hat die leidige Eigenschaft, mit der Zeit hart zu werden. Dann wird die Verbindung u. Umständen laut.
    Um das zu verhindern empfehle ich ein Verbundmaterial, dünne Schicht Gummikork und darauf eine dünne Schicht synthet. Filz.
    Das bleibt lange leise, rutscht optimal und drückt sich nicht ein.

    VG
    Jens
     
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