Bei neueren Saxen z.B Yamaha laufen die Federn nicht spitz zu. bei ältern Vintage Modellen laufen die Federn spietz zu (nadelförmig). Hat das einen Grund? Gibt es da spitze Federn für ältere Modelle zu kaufen? Oder muss man die zuerst spitz klopfen?
Hallo, habe vor kurzem für mein Alt einen Federsatz bestellt. Die Federn waren alle spitz. Gruß, sammy-b
In der Regel werden bei Saxophonen spitz zulaufende Nadelfedern zumeist aus gebläutem Federstahl eingesetzt. Es ist aber auch möglich Federstahldraht zu verwenden,z.B. Klaviersaiten, die es als Rollenware gibt. Gebläute Federn sind aber meist härter. Wenn wie bei Deinem Sax die Federn nicht spitz sind, handelt es sich wahrscheinlich also um Abschnitte von Rollenware. Das muß aber nicht unbedingt negativ sein. Nur so eine Idee: vielleicht ist das Sax in Rotchina hergestellt worden, vielleicht läßt Yamaha da schon produzieren. Ob man Federstahldraht verwenden kann, hängt auch davon ab, wie groß die Öffnungen der kleinen Häkchen an den Mechanikteilen sind. Oft paßt da nur die Spitze einer Nadelfeder rein. Schöne Grüße kingconn
Also der Grund warum die Federn spitz zulaufen ist ein recht einfacher. Es entsteht dadurch an der Auflagefläche weniger Reibungswiderstand...die Klappe läuft einfach "geschmeidiger". Warum die das heute nicht mehr machen? Ich denke bei billig Instrumenten rein aus Kostengründen (muss sich wohl lohnen in der Serie einen Arbeitsgang einzusparen) und weil Instrumente heutzutage wohl leider zur Massenware verkommen sind... Gruß Mario
@mario Deine Bemerkung zur "Massenware" kann ich nur bestätigen. Die Theorie mit dem Reibungswiderstand halte ich allerdings für etwas kühn. Die Auflagefläche der Feder im Häkchen der Klappe ist so klein, das meines Erachtens kaum Reibungswiderstand entsteht. Die Geschmeidigkeit ist aus meiner Sicht eher eine Kombinaltion aus Elastizität der Feder und der eingestellten Spannung. Bei Federstahl aus China handelt es sich nach meinen Erfahrungen allerdings nicht gerade um "Kruppstahl" sondern er hat eher die Qualität von Blumenbindedraht. Schöne Grüße kingconn
Die Reibung ist an dieser Stelle im Vergleich zur Reibung der Klappenlagerung auf der Achse sicherlich gering. Trotzdem ist die Aussage richtg, dass man zur Minimierung der Reibung und zur Optimiering der Geschmeidigkeit der Applikatur die Nadelfedern anspitzt. Stumpfe Federn (auf Länge geschnittene Stahldrahtstücke) sind so gut wie immer ein Hinweis auf ein nicht sonderlich hochwertiges Instrument. SlowJoe
Habe die Federn bei Woodwind 24 bestellt. Nun da kamen nur die nicht spitz zulaufenden Federn. Sollte ich die wieder zurückschicken?
@mBond 36 Ich wuerde erstmal ein zwei davon einsetzen und ausprobieren. Auf jeden Fall kann es bei Federn ziemlich grosse Unterschiede geben, aber meiner Erfahrung nach liegt das am allerwenigsten an den Spitzen ( welche tatsächlich verminderter Reibung dienen sollen ) sondern schlichtweg am Material und vor allem auch an dessen Verarbeitung..... WIE wird die Feder gezogen , gebogen , wie stark ? Passt die Biegespannung zur Dicke der Feder ( so dass sie diese auch hält ) ? Usw usw. Da sind doch eine Menge anderer Kriterien weitaus entscheidender als Spitze oder nicht. Grüße Benjahmin
Mein Yamaha hat silberfarbene Federn ohne Spitzen, das Selmer blaue mit Spitzen und das Keilwerth blaue ohne Spitzen. Einen auf die Federn zurückzuführenden Unterschied bemerke ich nicht. Da gibts genug anderes, wie Benjahmin schon schreibt. Ich würde auf jeden Fall spitze Federn reinmachen, wenn vorher welche drin waren, weil ja auch die Aufnahmen für die Spitze eventuell kleiner sind und dann die neue Feder nicht richtig passt.