Griffwechsel gis - cis abwärts

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Supersol, 3.März.2021.

  1. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Ihr Lieben,

    habe mich heute mit den ersten Übungen aus meinem neuen Heft beschäftigt und da taucht eine Frage auf:

    Wie wird der Wechsel von gis nach cis abwärts gegriffen?
    Andersrum ist es kein Problem, weil ja wenn cis gegriffen ist der gis-Taster eh schon unten ist und man einfach rüberziehen kann. Andersrum entsteht da aber ein Treppchen o_O

    20210303_092257.jpg
     
  2. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Du kannst abwärts ebenfalls die cis-Klappe liegen lassen und musst nicht auf das gis rüber. Also bei gis schon die tief-cis-Klappe greifen.
     
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  3. OnkelSax

    OnkelSax Ist fast schon zuhause hier

    zumindest funktioniert das auf den modernen Saxophonen, bei älteren Modellen kann es sein, dass diese Verbindung nicht vorhanden ist.
     
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  4. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Über die ganze Passage deiner Abbildung bleibt mein kleiner Finger auf dem Tief-C#-Drücker. Den anderen Fingern der linken Hand gefällt das zuerst nicht - sie gewöhnen sich aber dran.
     
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  5. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    ahaaaaa :)... vielen Dank !!

    Das wird wohl Teil der Übung sein nehme ich an...

    interessehalber ... gibt es für diese auch eine Lösung?
     
  6. ppue

    ppue Experte

    Rüberrutschen, so gut es geht. Ist ja bei jedem Sax etwas anders geformt, der "pinky table".
    Bei manchen Tischen kann man C# und G# gleichzeitig drücken.
     
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  7. OnkelSax

    OnkelSax Ist fast schon zuhause hier

    linker kleiner Finger trainieren oder zu nem guten SaxDoc fahren und sich eine Verbindung bauen lassen (sollte nicht so das große Problem sein)
     
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  8. Rick

    Rick Experte

    Und das ist einer der Gründe, weshalb ich den Eindruck habe, Vintage-Modelle seien weniger ergonomisch.
     
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  9. saxfax

    saxfax Strebt nach Höherem

    Im Prinzip ja - bei manchen älteren Saxophonen (z.B. alten Conn) macht diese Kopplung aber nur eingeschränkt Sinn, da aufgrund der Konstruktion der C#-Drücker einiges an Kraft erfordert, mit gekoppelter G#-Klappe braucht es dann noch mehr Kraft.

    Manche machen diese Kopplung auch extra weg, zB @Wuffy https://www.saxophonforum.de/threads/was-macht-ein-saxophon-schnell.50747/page-2

    Eine Lösung kann es aber auch sein, diese Kopplung mit einem schwenkbaren Plättchen schaltbar zu machen, z.B. hat dies https://www.matthiastschopp.com machen lassen. Überhaupt ein hörenswerter Baritonspieler :)
     
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  10. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    na klar, kleiner Finger beim G#/Ab greifen schon mit auf das C# legen u.auslösen,
    je nach Ausführung der Instrumente - kann man a) G#&C# gemeinsam auslösen oder b) kleiner Finger schon mit beim G# greifen auf das C# mit vorpositionieren
    und bei Bedarf einfach aufs C# den Finger raufrollen [durch kleine Drehung des Handgelenks nach außen],
    absolut kein Hexenwerk.
     
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  11. JES

    JES Strebt nach Höherem

    Mag sein, aber mit etwas Übung geht das. Auf anderen Instrumenten gibt es auch so Kombinationen, z. B. Klarinette, und da hat sich mechanisch kaum was getan in den letzten Jahrzehnten.
     
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  12. Rick

    Rick Experte

    Beim Sax ja ebenfalls nicht, jedenfalls seit Mitte des vorigen Jahrhunderts. ;)
    Aber ich gebe Dir Recht: Manche Kombinationen muss man einfach üben.
     
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  13. Saxoryx

    Saxoryx Ist fast schon zuhause hier

    Das stimmt zwar, aber warum sollte man ein weniger ergonomisches Instrument spielen, wenn man eins spielen kann, das ergonomischer ist? Außer natürlich, es quäkt wie eine Badeente oder fällt gleich auseinander? :) Klar, wenn man ein Instrument unbedingt spielen will, weil es so toll ist, weil es genau das Instrument ist (aus den Milliarden Saxophonen, die es gibt), das man unbedingt spielen will, dann kann und sollte man das üben, aber ich denke, das hängt wirklich auch davon ab, wie alt man ist und wie gesund man ist. Ich habe immer wieder Schmerzen in den Händen bekommen, wenn ich für mich unergonomische Instrumente gespielt habe, und dann konnte ich überhaupt nicht mehr spielen. Und da sehe ich nicht ein, warum ich mein Rheuma triggern sollte, wenn ich doch auch ein ergonomisches, modernes Instrument spielen kann, bei dem ich keine Schmerzen bekomme.

    Denn wenn ich dann die Schmerzen hatte, konnte ich wochenlang überhaupt nicht mehr spielen. Deshalb bin ich auch eher auf der Seite der modernen Instrumente. Für Profis mag das anders sein, aber für mich als Amateur ist es wichtig, dass ich mir das Spielen in jeder Hinsicht so weit wie möglich erleichtere und keine Zeit an unnötige Sachen verschwende, die ich einfach nicht habe. Ich habe diesen Wechsel von Gis auf Cis immer wieder geübt, als ich noch nicht wusste, dass man das Cis auch festhalten kann, und ich hatte nie genug Zeit, da flüssige Bewegungen zu erreichen. Es kommt auch auf die Hände an. Meine sind klein, die Finger kurz und mit einfach rüberrollen oder abknicken, wie das Leute mit großen Männerhänden oft beschreiben, das geht bei mir nicht. Ich muss immer den Finger abheben und springen. Deshalb ist mir jede Klappe, die ich liegenlassen kann, lieb und wert.
     
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  14. JES

    JES Strebt nach Höherem

    Nur, ich finde es einfach toll mein altes Conn, Buescher etc. zu spielen. Auch wenn das immer wieder heftigst diskutiert wird, für mich als Spieler klingen die anders als heute. Und das Bewusstsein ein fast 100 Jahre altes Instrument zu spielen mit der Freude, dass es immer noch funktioniert, lässt mich über die kleinen Herausforderungen hier und da hinwegsehen. Ich bin aber auch in der Lage mir meine Stücke aussuchen zu können, ggf beim Tempo etwas zu schummeln, nicht auf ein funktionierendes Werkzeug für einen Bühnenauftritt angewiesen zu sein.
    Mein Traum wäre aber doch eine kanne mit einem vollen Vintageklang (mix aus Buescher, Conn und kohlert57) mit einer für mich angepassten Mechanik.
     
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  15. JES

    JES Strebt nach Höherem

    @Saxoryx
    Warum? Weil es Spaß macht.
    Ich habe ein Alltagsauto, mit dem ich von A nach B fahre, zuverlässig, bequem, sicher, voller elektronischer Helferlein, die mir alles mögliche abnehmen. Spaß.... Mmmhhh.
    Und ich habe einen alten Austin Healey Sprite Frogeye. Unbequem, rappelig, nur teilsynchronisiertes Getriebe, nix drin ausser du, der Motor und die Straße. Absolut nix für den Alltag, aber das Teil ist Fun zu fahren.
    Es muss nicht alles rational begründet werden.
     
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  16. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Das Rüberrollen ist auch mit kleinen Händen machbar. Ich habe noch keinen Schüler gehabt, der das nicht machen konnte (auch Kinder). Wenn du mit deinem Finger eine Klappe erreichst, so kannst du da auch drauf rollen, das macht in der Größe keinen Unterschied. Für das Rollen wird das Handgelenk eingesetzt - dieses nach unten/oben/links/rechts kippen, je nachdem welchen Klappenwechsel man gerade vollführt. Bei sehr kleinen Händen muss man für das tiefe Bb mit dem linken Daumen leicht von der Daumenauflage rutschen oder den Daumen ganz wegnehmen.
     
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  17. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Und wieder einiges interessantes gelernt. Auch über die Vintage Problematik (die alten Saxe faszinieren mich ja auch sehr - ich stehe aber auch generell auf Antiquitäten - nicht alle natürlich - aber ich verstehe es absolut, wenn man sich da hingezogen fühlt) :D
    Ist jetzt mal so ein Beispiel, dass für mich mal greifbar ist (ansonsten ist das für mich ja noch alles sehr theoretisch). Interessant finde ich auch die Lösungsansätze - oder - aus bestimmten Gründen auch wieder nicht ....
    Nach wie vor einfach ein spannendes Instrument finde ich :)
     
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  18. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    also auf meinen Böhm System Klarinetten spiele ich das g# mit linkem kleinen Finger und das folgende c# mit dem rechten kleinen Finger. Nur im deutschen System (welches ich genau so gruselig finde wie die alten Saxophonmechaniken) muss man da rumeiern.

    Gruß,
    Otfried
     
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  19. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    20210306_194239.jpg
     
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  20. Supersol

    Supersol Ist fast schon zuhause hier

    Das ist der nächste "Problemfall" ....
    Mit h1 hatte ich mich noch gar nicht weiter beschäftigt, fällt zu greifen schon schwer (meine kleinen Finger sind auch recht kurz).
    Der Übergang von h1 zu h2 am Ende des Notenbildes ist für mich fast gar nicht greifbar.
    Ist das eine Ergonomieproblem (Spieler - Instrument) oder gibt es da einen Trick und es ist letztendlich dann Übungssache?
     
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