Intonation - kleine Umfrage

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Ton Scott, 17.Juli.2021 um 19:45 Uhr.

  1. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Hallo,
    Pete Thomas hat im englischen Forum einen interessanten Thread zu Intonation gestartet.
    Dankenswerterweise hat er mir die Files zur Verfügung gestellt.

    Die Frage ist, welche Intonation des Saxophons Ihr als besser empfindet, Nummer 1 oder 2.

    Diese hier:
    https://hearthis.at/ton-scott-e2/unclephunk1/
    oder diese:
    https://hearthis.at/ton-scott-e2/unclephunk2/

    Am Stimmgerät könnt Ihr es hier betrachten:


    Pete schreibt hier dazu:
    https://tamingthesaxophone.com/lessons/tone-sound/intonation-tuning#Why_is_this

    Leider geht hier im Forum keine Umfrage, aber Ihr könnt ja schreiben, bzw. auch begründen, warum Euch die erste oder zweite Intonation besser gefällt.

    Liebe Grüße, Ton
     
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  2. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem

    Mir gefällt das erste Beispiel beser.
    Warum? Nun ja, es der Beginn, der Einsatz des Saxophonspiels.
    Die Intonation deutlich zu tief, trotzdem "führt" dieser Einstieg (für mich) mehr in das Stück hinein
    als der eher punktgenaue Beginn in Beispiel 2. Fällt mir schwer das genauer zu erklären.
    .
     
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  3. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    ich habe erst Deine Soundfiles und dann das Video mit dem Stimmgerät angehört.

    1 klingt für meine Ohren deutlicher angenehmer, 2 ist mir „zu glatt“ bzw. zu leblos.
    Interessante Sache, den Artikel werde ich noch in Ruhe lesen.

    Danke fürs einstellen!
     
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  4. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Ich auch die nummer 1.
    Bei so blueslastigen stücken ist es der tonraum zwischen den terzen und zwischen b5 und 5, wo der bartl den most holt.
    Mathematisch so vielleicht
    [b3,...,3[
    Und
    [b5,...,5[

    Also weder die 3 noch die 5 klingen im blues zusammenhang angemessen und wirken fremd. Meist. Oft. Mindestens manchmal aber.
    Als ich dich mal frug nach deinen Notationsvorlieben Vierteltöne betreffend war ebendies der Hintergrund.
     
  5. ppue

    ppue Experte

    Völlig egal. Wichtiger wäre mir, zu sehen, wie du dich dabei bewegst.

    Das sind keine Abweichungen, die über dem Geist der Musik stehen.

    Die erste Aufnahme ist fluffiger. Liegt aber meines Erachtens nicht an der Intonation.
     
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  6. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Um das zu verstehen bräuchte ich wohl auch ein paar Humpen.
     
  7. Dabird

    Dabird Ist fast schon zuhause hier

    Für mich ganz eindeutig die 2te.
     
  8. Long John Silver

    Long John Silver Ist fast schon zuhause hier

    Dass DIR eine Intonation -20% überhaupt übers Reed geht… :D

    Im Ernst:
    Blues, Blue Notes und deren Geschwister im Jazz, Soul, R&B usw. leben von etwas, das Herbert Hellhund in seinem Buch „Jazz“ als „labile Intonation der Terz und der Quinte“ beschreibt (ich werde einenTeufel tun und zu sowas einen Geringeren als einen ordentlichen Professor zitieren… sonst habe ich ja sofort eine Diskussion mit „you-know-who“ am Hals).

    Anders formuliert ist es für mich Genre-abhängig, was „geht“ bzw. „geil klingt“.
    Im vorliegenden Beispiel und relativ häufig in den mir angenehmen Idiomen gefällt mir die weniger akkurate Intonation deutlich besser:
    Intent counts more than technique.
     
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  9. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Das für mich Interessante ist ja, dass ich die -30 Cent als "richtig", die korrekte Intonation als heillos "sharp" empfinde.
    Mir persönlich käme das eh nicht über's Reed, das war ja der Pete. Aber eher nicht Version 2, weil ich 1 als korrekt intoniert empfinde.
    Die Frage ist jetzt für mich, ob das "angehört" ist. Meine Freundin präferierte Version 2, natürlich ohne es begründen zu können.
    Meine Begründung ist die, dass sie mit Beethoven, Mozart und Puccini sozialisiert worden ist :)
     
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  10. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Ganz klar gefällt mir #1 besser. Interessant, es mit Stimmgerät zu sehen - obwohl man die deutliche Abweichung optisch sieht, gewinnen die Ohren.

    Grüße,

    Wanze
     
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  11. Long John Silver

    Long John Silver Ist fast schon zuhause hier

    Also, hömma! Wat denkze von mier?

    Wieder Ernst: Ja, natürlich entspricht das meinem Höreindruck. (Falls ich Dich hoffentlich richtig verstanden habe. Ist ja nicht immer so…)
    Präziser: bei der Rezeption der Einschreibung (=Aufnahme), die ich beliebig oft wiederholen könnte, als Repräsentation des Ausdrucks im Augenblick (der mich persönlich mehr berührt als die „perfekte“ Interpretation):

    Intent counts more than technique.

    Drastisch überspitzt: Die „korrekte“ Intonation hat etwa den Charme eines Musescore Saxofons…
     
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  12. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Ich war schon ein wenig am verzweifeln, weil ich das Gefühl hatte, dass für mich beide Aufnahmen gleich klingen. Aber dann habe ich mir das Video mit dem Stimmgerät angesehen und verstanden was eigentlich der Unterschied ist. Ich hatte einfach auf den Eröffnungs Ton zu wenig geachtet.

    Jetzt ist meine Präferenz klar: #1 klingt viel natürlicher und passt auch besser ins Backing. :thumbsup:
    -30 Cent ist genau richtig.

    Das erinnert mich an die Geschichte die Pete Thomas (oder war's Stephen Howard) erzählt hat. Sie sollten für einen Film ein Sound Sample einspielen das nach Charlie Parker klingt, aber ohne von ihm zu sein. Seine Mit Musiker haben abgebrochen, weil er permanent "flat" spielt. Ein Check mit dem Tuner hat gezeigt, dass er perfekt in-tune spielt, nur muss er >10 Cent höher spielen, damit es auch authentisch nach Charlie Parker klingt.

    DIE Probleme hätte ich gerne. :p
     
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  13. Catweazle

    Catweazle Kann einfach nicht wegbleiben

    Mir gefällt auch Version 1 weitaus besser. Die 2. Version klingt für mich zu steril, zu glatt.
    Blues, Soul und Rhythm'n'Blues sollte aber dirty klingen.

    Herbert Hellhund kenne ich aus alten Musikinstitutzeiten in Gießen im Dunstkreis um Prof. Ekkehard Jost. Ich erinnere mich noch gut, wie er oft zu später Abendstunde in einem Übungsraum Trompete übte. Super Musiker!!!
     
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  14. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Habe zuerst die Files gehört, ohne Stimmgerät- bin also nicht beeinflusst :)
    Klar Nr1
    2 ist da geradezu seelenlos
     
  15. murofnohp

    murofnohp Ist fast schon zuhause hier

    die eins (ohne vorher hier gelesen oder das Stimmgerät beachtet zu haben), für mich „stimmiger“
     
  16. ppue

    ppue Experte

    Einmal klingt die Quinte blue und einmal klingt sie stimmig. Vom Genre her passt die Blaue besser.
     
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  17. gaga

    gaga Gehört zum Inventar

    Das Saxophon greift ja im Grunde nur das Bending der Band kurz vorher vorm Break auf. Auftrag erfüllt. Wäre auszuprobieren, ob noch tieferes Einsteigen noch besser klänge.
     
  18. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    1 hört sich für mich stimmiger an, warum ? keine Ahnung. Das Stimmgerät dazu interessiert mich eher nicht.

    Gruß,
    Otfried
     
  19. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Auch 1. Hat irgendwie "mehr Bauch"
    Spannend wäre nun auch eine Aufnahme mir entsprechen zu hoher Intonation.

    Ich glaub' die würd' gnadenlos durchfallen.

    Cheerio
    tmb
     
  20. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Super thread. Eindeutig #1!
     
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