Hallo, besonders an die Schrauber hier, @Wuffy , @tomaso , @Toko ... Wenn eine Sax eine Delle hat, wird es ausgebeult. Das gelingt so perfekt, dass man die Delle nicht mehr sieht. Wie ist das mit den Minidellchen, Pings (?) ?. Ich habe - oh Schreck - bei meinem Sax zwei solcher Pings am Knie entdeckt. Sie sind so klein, dass die meisten sich da überhaupt keine Gedanken machen würden. Mich stört das schon ungemein. Ich habe gestern die C-Klappe abgebaut. Man kann sie von innen gar nicht richtig fühlen. Nur im schrägen Lichtkegel werfen sie etwas Schatten. Mit geeignetem Werkzeug gelang es mir nicht, sie herauszudrücken. Ich finde auch nicht die richtige Stelle, wo zu drücken ist, oder verrutsche. (ich nehme dazu runde Schraubenziehergriffe oder ummantelte Zangengriffe). Auf Fotos sind sie kaum richtig abbildbar. Soll ich einen Sax-Doktor aufsuchen? Können diese so etwas entfernen? Bin da ein wenig ratlos. Freundliche Grüße von Hewe
Mit etwas Ahnung in Sachen Strömungslehre/Aerodynamik würde ich behaupten: Der Luftstrom ist an dieser Stelle schon dermaßen verwirbelt, dass es auf diese kleinen Störungen auch nicht mehr ankommt.
Die Frage ist vielleicht vor allem warum es dich so stört. Denn in der Antwort steckt die Antwort, ob man was daran macht. Natürlich ärgert man sich, wenn etwas zuvor Makelloses die ersten Macken bekommt. Auf der anderen Seite wird ein Wiederherstellen der spiegelglatten Oberfläche vermutlich mehr Energieapplikation ins Metall erfordern als die eigentliche Delle ausgelöst hat. Und am Ende muss man vielleicht am Lack auch reparieren. Wenn es dir also um die makellose Oberfläche geht, ok. Dann kann man das machen. Wenn es um die akustische und strukturelle Integrität des Horns geht, würde man natürlich gar nichts machen und keinen Hammer anlegen. Wenn es nur um den Ärger geht, hilft die Betrachtung der eigenen Narben vielleicht, den Ping akzeptieren zu lernen. Im Übrigen ist der Ping deutlich kleiner als die Bücher in deinem Regal im Spiegelbild auf dem Horn. Mit andere Worten: ich sehe nix!
Moin, ich glaube nicht, dass der Hewe meint, dass sich diese fast unsichtbaren Minibeulchen irgendwie negativ auf den Klang auswirken. Es geht ihm mehr um Perfektion in der Oberfläche....oder irre ich mich?
Kann sein. Ich glaube halt, dass es in solchen Momenten des verständlichen Ärgers hilfreich ist, zu reflektieren, was einen tatsächlich am meisten stört. Dann liegt die Lösung auf der Hand. (Ich sehe nur eine objektiv sinnvolle, ich stecke aber nicht drin in der Haut).
Gerade am unteren Bogen sind solche Dings und Dongs nahezu unvermeidbar. Ist wie beim neuen Auto. Der erste Kratzer schmerzt am Meisten. SlowJoe P.s.: Sowas lässt sich relativ schnell und einfach reparieren........
Um die Stelle zum Drücken zu finden nimmt man einen kleinen Neodymmagnet und haftet den außen an die gegenüberliegende Stelle des Ausbeulwerkzeuges. Dann sieht man durch den Magnet von außen, wo die Ausbeulstange innen gerade anliegt und kann zielsicher an der richtigen Stelle drücken.
An einem Sax hatte ich ebenso am Knie und am Rohr über dem Verbindungsring mal kleine Dellen. Diese waren aber deutlich größer, wollte ich deshalb nicht lassen, und Entfernen geplant. Das habe ich in einer Fachwerkstatt die neben Saxophonen auch Blech repariert machen lassen. Die haben das sehr schonend gemacht, man sieht es minimal, ähnlich wie kleinste Facetten. Ein Holzblasinstrumentenmeister hat später mal bestätigt, daß es gut gemacht wurde. Einen S-Bogen habe ich mal fallen lassen, und das war schon ärgerlich. Dort ziemlich kritisch laut fachlichen Rat. Wurde zum Belassen geraten. Habe es irgendwann selber gemacht, nachdem ich einen gleichen Bogen hier in den Kleinanzeigen kaufen konnte. Hierzu kleines Werkzeug welches für so Zwecke erhältlich ist verwendet. Am Korpus hätte ich selber nichts gemacht.
Wie man so schön sagt: Kein "ding" für den Doc. Wichtig ist nur das geeignete Werkzeug und die Gefühlserfahrung von wegen, wo man drücken bzw. hämmern muss.
An günstigsten wäre was wohl da die Perspektive zu ändern - sofern es kein Deko-Objekt ist werden es wohl nicht die letzten "Kampfspuren" bleiben Ich hab mir als erstes eigenes Sax ein versilbertes Jupiter mit goldlack Keys gekauft, ich fand (und finde es) schön - und viele meinten dass die Versilberung mit der Zeit anläuft und das Instrument dann nicht mehr schön ist. Ich hatte mir vorgenommen dass ich bis dahin so gut spielen kann dass es egal ist wie mein Instrument aussieht. Jetzt, 15 Jahre später, kann ich zwar immer noch nicht spielen () aber meine Instrumente erzählen durch angelaufenes Silber, pings, Kratzer,... die Geschichte von zahllosen tollen (und ein paar echt kuriosen) Gigs und vielen vielen Stunden die ich Zuhause Nüsse geknackt habe die mir die Herren Lacour, Niehaus, Mintzer und co zuwarfen. Und ich bin überzeugt dass diese Zeit mir gut getan hat - ein Hoch auf Instrumente mit Charakter
@Hewe möchte (berechtigterweise) nicht die Perspektive ändern. @Hewe glaubt auch nicht, dass die Dellen die Spielbarkeit ändern. Und es ist auch egal, warum @Hewe die Dellen stören. @Hewe wollte lediglich wissen, ob es ein Saxdoc das spurenlos beseitigen kann. Ja - kanner
Danke für Eure Antworten! Ich werde daraus meine weitere Handlung ableiten. Freundliche Grüße von Hewe
Hier fehlt die Quellenangabe (z.B. "persönliche Kommunikation" oder vielleicht auch "Gedankenlesen"). Aber zum Glück kann er ja selber schreiben.
Tja, wie sich die Zeiten ändern.....bei einem letzten Konzert mit dem Buescher 400 Tenor vor paar Jahren kamen einige jüngere Leute nach dem Konzert auf mich zu und waren völlig begeistert. Leider nicht von meinem Spiel, das war auch nicht so super, sondern wegen meinem etwas verbeulten, angeranzten Saxophon. Vintage, alt, authentisch und was weiss ich noch alles. Völlig begeister waren sie. Ja, das Sax sieht schon bisschen ramponiert aus, ist aber technisch i.O. ich war etwas irritiert, denn mir ist das völlig egal, solange alles funktioniert. Ich hätte aber auch nichts gegen ein nagelneues glänzendes Sax.....habe ich früher nur einmal bei Neukauf gehabt, ein SA II und da hätte mich jedes kleine Beulchen auch gestört und ich habe aufgepasst. Bei meinen Saxophonen heute ist mir das ziemlich egal, obwohl ich natürlich trotzdem aufpasse.