Mit MIDI spielen u aufnehmen - Midifiles klingen nach nichts - Steinberg Elements = Rec. SW

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von JoeM, 28.August.2016.

  1. JoeM

    JoeM Schaut nur mal vorbei

    Hallo Leute!

    Nach JAHREN der Abszinenz habe ich die Leidenschaft am Sax wieder entdeckt.
    Ging erstaunlich schnell wieder hineinzufinden. . . .
    Damit das ganze zu Hause nach etwas klingt, möchte ich zu Midifiles spielen und dies dann für mich aufnehmen.
    PA Anlage habe ich. Habe mir zusätzlich Steinberg Elements 8 als Aufnahme- und Konvertierungssoftwarte zugelegt.
    Funktioniert soweit alles tadellos.
    ABER die Midifiles klingen nach nichts. . . . Die Spur "Brass / Tenor Saxophon" klingt wie eine alte plastik tröte.
    Nicht vergleichbar wie wenn es jemand über ein Keyboard abspielt.
    Könnt Ihr mir da kurz weiterhelfen wie ich es schaffe, dass das Midi, welches in in das Programm importiere, nach etwas klingen?
    Oder muss ich es über das Keyboard einspielen und aufnehmen?

    Freue mich über jeden Tip!
    DANKE!
     
  2. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Wenn du midi importierst, in eine workstation, dann werden eben die midisignale importiert, die die sounds triggern, nicht aber die sounds selber, die du auf dem keyboard hast. Also entweder die Sounds selbst aufnehmen, oder du besorgst dir eine bessere soundkarte auf dem PC.



    http://www.swing-jazz-berlin.de/
     
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  3. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    bräuchte er nicht eher bessere virtuelle Instrumente in seinem Cubase? Das war zumindest bisher immer meine Vorstellung.

    Gespannte Grüße
    StefAlt
     
    mato und Rubax gefällt das.
  4. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

    Ich glaube, beides ist richtig, aber die Soundkarten-Version ist als Hardware-Lösung die älter, umständlichere und unflexiblere Variante. Die Virtual Instruments machen das halt als Software über die vorhandene Rechner-Power. Da ist dann wieder die Frage, was für einen Rechner ich habe.

    Steinberg Elements, was ja eine stark eingedampfte Version von Cubase ist, hat mit HALion Sonic SE 2, Groove Agent 4 SE und Prologue bereits einige Virtual Instruments an Bord. Der Trick ist, die Midi-Spuren mit den Virtual Instruments zu verbinden. Mit der Taste F11 kann man einem Track ein Virtual Instrument zuzuordnen. Für weiteres gibt's auf Youtube jede Menge Tutorials.

    Die sind zwar i.d.R. mit und für "größere" Versionen von Cubase gestaltet, aber das grundlegende Prinzip ist bei allen Versionen, die ich kenne, gleich.

    Ansonsten gibt's ja jede Menge free Virtual Instruments im www. Ob die aber i.d.R. besser sind, als die enthaltenen stripped-Versionen von Steinberg,
     
  5. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Da ich mich mit dem ganzen Midi-Gedöns nicht auskenne, spiele ich Midi-Dateien nach alter Väter Sitte mit dem Keyboard ab.

    Lese aber gerne hier mit, da ich auch gerne dazu lerne.

    LG Bernd
     
  6. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Ick vasuchs mal für Doofe:

    Midi Dateien sind digitale Nullen und Einsen, die Befehle für einen midi Expander darstellen. Erst der sogenannten Sound Canvas oder midi Expander macht diese synthetisch zu Musik.

    Je nach Qualität des "Synthesizers" klingt's dann eben gut oder schlecht.

    Es gibt sowas als Software (virtual Soundcanvas), oder als Hardware (im Keyboard, oder als eigenständiges Gerät).

    Am miesesten macht eine normale Soundkarte im PC mit dem Windows midi Wandler diese midi Dateien zu Musik...
    Klingt dann halt wie super Mario auf dem Game Boy.

    Es gibt aber auch virtuelle Expander, die mit ihrer Klangdatenbank super Klänge erzeugen, das kostet aber meist auch teuer.

    Zwischen schlecht und billig und gut und teuer gibt's dann diverse Nuancen.

    Das Problem wurde hier genau richtig erkannt...

    Gut erkannt! Die Soundkarte hat mit der midi Klangerzeugung (Wandelung) überhaupt nix zu tun.

    Mein Tipp: Die Hardwarelösung. Z.B.: Alten, gebrauchten Midiplayer, oder gut klingendes Keyboard mit midi (findet man relativ billig in der Bay) am PC anschließen.

    Ich hab sowas von Roland, es gibt aber auch div. andere gutklingende Marken.

    Sodele... Da man zu midi Romane schreiben kann, will ich's mal damit als Kurzinfo belassen.

    Viel Spaß,
    es grüßt recht artig der Jogi
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.August.2016
    Rick gefällt das.
  7. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Wobei Musik ja heutzutage auch nur noch Nullen und Einsen sind.;)

    Ferner gibt es Gelegentlich auch Nullen, die versuchen Musik zu machen..... das hat aber mit MIDI dann nix zu tun:D
     
  8. philipp_b

    philipp_b Ist fast schon zuhause hier

    Das könnte stimmen. Midi ist ein Protokoll, das z.B. "A1 an" sagt und alleine nach gar ncihts klingt. Klingen tut eher das angesteurte Instrument. Die bei Cubase mitgelieferten sind nicht schlecht für den Hausgebrauch. Aber für einen Hollywoodsoundtrack werden eher andere vituelle Instrumente rangezogen.Die Vienna Full LIbrary ist gerade für 10490€ im Angebot, den Saxophonsatz gibt es für nur 490€. Native Instrumetns hat gerade Version 11 von Komplete rausgebracht - mit 599€ sind Sie dabei. Zum Üben vielleciht etwas übertrieben.

    Was den Keyboarder von der importierten Spur unterscheidet ist vielleicht so etwas wie unterschieldiche Anschlagsstärken oder ein menschlicheres Rhythmusgefühl...?
     
  9. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Nee.
    Keyboard is Keyboard und Saxophon is Saxophon. Und es klingt auch so.
    Mit midi-Befehlen kann man auch einen echten elektrischen Konzertflügel incl. Anschlagdynamik ansteuern.
    Und gute Composerprogramme bieten sogar die Möglichkeit der "Humanisierung", damit es rhythmisch nicht ganz so nach Alleinunterhalter klingt.
    Am besten kann man es an einem Klangerzeuger aus den 20ern des vorigen Jahrhunderts verdeutlichen, wo die "midi"-Datei noch aus gelochten Papierbändern bestand.
    Natürlich mit Saxophon...


    Und dieser elektrisch gesteuerte (vermutlich midi) "Sound-Expander" erzeugt echte Klänge auf echten Instrumenten.
    Auch mit Saxophon...


    Speziell auf das Saxophon bezogen sieht das dann so aus...


    Wer so spielen kann, hat das gröbste geschafft. :D
     
  10. jimmybend

    jimmybend Kann einfach nicht wegbleiben

    Wo wir dann auch wieder zu der Möglichkeit kommen, Playbacks mit "Band In A Box" von PC-music zu erzeugen. Da werden Samples von Top-Musikern zerschnitten und zu neuen, sehr lebendigen und naturgetreuen Playbacks zusammengesetzt. Vom mäßigen MIDI Klangerlebnis weit entfernt, kommt meist an natur eingespielte Playalongs sehr nahe ran.
    Da es das beste ist, das ich in diesem Bereich je gehört habe, verwende ich diese Software seit vielen Jahren mit Begeisterung.
     
    bluefrog gefällt das.
  11. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Nö!
    Auch Biab arbeitet mit Steuerbefehlen, vermutlich Midi. Es gibt kein MIDI Klangerlebnis!
    Zum Klangerlebnis wird es erst, wenn diese Steuerbefehle (MIDI) einen Klangerzeuger steuern.
    Dieser kann dann mit synthetischem, oder mit real Sound (So heißt das bei Biab) arbeiten und zu Wave gerendert werden, sofern man diese real-Klänge mit eingekauft hat.
    Und ich finde, es gibt nichts, was einen echten Musiker ersetzen kann!
    Schon garnicht, wenn er schlecht, aber groovy spielt. :D
    Klingt alles wie Alleinunterhalter!
     
  12. jimmybend

    jimmybend Kann einfach nicht wegbleiben

    Das war nicht das Thema. Ist ja klar, es gibt nichts was einen echten Musiker ersetzen kann. Das ist doch keine neue Weisheit.
    Er schrieb, ich freue mich über jeden Tipp.

    Thema war: Midifiles klingen nach nichts

    Da könnte JoeM einfach mal biab probieren. Es wäre ja möglich, dass ihm das Ergebnis, wie vielen anderen auch, besser gefällt.
    Und so genau mit realtracks etc. wollte ich technisch hier nicht darauf eingehen. Wenn´s wen interessiert kann er ja auf der PG-Music Seite alles im Detail nachlesen.
    http://www.bandinabox.com/bb.php?os=win&lang=de
    biab ist ja schon lange kein Geheimtipp mehr.

    JoeM, du kannst dir auch von Abersold oder Hal Leonard, oder vielen anderen, Playalongs kaufen, die klingen echt weil von echten Musikern gespielt.
     
  13. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    eine günstige Version kann auch sein sich einfach einen kleinen GM-Soundexpander zu kaufen.
    Hier kann man den Keytron SD-2 oder, wenn USB Anschluss Pflicht ist, den SD-1000 nennen.

    Ich selber nutze noch einen guten alten Yamaha MU-80 - da klingen dann auch Midi-Files vernünftig.

    LG
    Jürgen
     
  14. bloomooroom

    bloomooroom Schaut öfter mal vorbei

    Billige Soundkarten haben billige Sounds im Hintergrund, die sie beim Entreffen eines Midibefehls losballern. Bei teueren sind die vielleicht etwas besser. Aber es klingt trotzdem nach Gameboy.
    Abhilfe: es gibt ein paar soundfonts, die machen das schon a bissl besser, aber immer noch tröt- und piepsig.

    Ultimum ist ein virtuelles Instrument mit Samplelibraries. Die gibts zu kaufen aber auch eine riesige Auswahl an kostenlosen downloads, die gar nicht mal so schlecht sind.

    Falls Interesse, kann ich mal ein paar Links schicken. Ich brauch nur mal so eine Richtung, was für Instrumente das hauptsächlich sind.
     
  15. Claus

    Claus Moderator

    Ich finde diese Diskussion immer sehr abstrakt. Spannend wäre doch, wenn mal verschiedene Leute mit unterschiedlicher Hardware (Stichwort: Soundkarten) und Software (Stichwort: virtuelle Instrumente) ein- und dieselbe Midi-Datei abspielen lassen und das Ergebnis hier als mp3 posten. Dann könnte man mal akustisch beurteilen, welche Lösung für einen selbst in Frage kommt.
     
  16. jimmybend

    jimmybend Kann einfach nicht wegbleiben

    Das große Problem bei MIDI Playbacks sind nicht nur die Sounds, die kann man mit besseren Geräten, Soundkarten, Samples und teuren Soundlibraries optimieren. Was wirklich schlecht klingt sind die quantisierten und unlebendigen Sequenzen. Da gibt´s zwar bei mancher Software die Möglichkeit, ein sogenanntes 'human feeling' reinzubringen, aber wie von Musikern gespielt klingt es dann auch noch nicht.
    Deshalb kam der Ansatz von biab, nicht einzelne Töne zu sampeln sondern ganze Passagen und Phrasen. Diese wurden von bekannten Top-Musikern eingespielt. Die Phrasen werden für jeden Song analysiert, zerlegt und wieder in ganzen Phrasen zusammengesetzt. Das ist zwar noch immer nicht ganz so wie wenn eine Band spielt, kommt aber in die Richtung des gewünschten Effektes. Auf jeden Fall klingt so ein Playback in sich recht stimmig und natürlich.

    Ich hab mal ein Playback von mir von 'All Of Me' hier hereingestellt, da kann man hören dass das schon mal ganz ordentlich klingt. Auf jeden Fall müsste ich für MIDI files in dieser Qualität schon ordentlich in die Trickkiste greifen.
    (Zur info wegen der Lizenz: Da ich biab-Lizenznehmer bin und das File selbst erstellt habe darf ich das hier auch öffentlich posten)
     

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