Mundstücköffnung - ist Tenor eine Referenz?

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von Plihopliheri, 20.Januar.2018.

  1. Plihopliheri

    Plihopliheri Kann einfach nicht wegbleiben

    Bin im Begriff, mir ein Sopran zuzulegen - entweder ein Yani 901, das ich mir schicken lassen müsste, oder ein Antigua 4249, das beim Anspielen im Laden überraschend leicht zu intonieren war und einen schönen Klang hatte.
    Nun taucht die Frage auf, mit welcher Öffnung ich anfangen soll. Auf dem Tenor bin ich auf 7* (Metal) so ziemlich eingeschossen. Lässt das Rückschlüsse auf die Öffnung beim Sopi zu? ZB, für den Anfang ein 6 oder 6*? Oder sollte man möglichst dieselbe Öffnung (relativ) wählen?
    Danke schon jetzt für eure Ideen und Beratung!
     
  2. Feuerstreuer

    Feuerstreuer Ist fast schon zuhause hier

    Ohne daraus eine Verallgmeinerung machen zu wollen.

    Auf dem Tenor spiele ich 103, auf dem Bari Dukoff 115 und auf dem Sopran im Urlaub ein Yani Metall 68, auf dem Alto gerade zum testen ob ich mir einzulege einLarsen 90. Alles weil es sich so richtig gut anfühlt.

    Das ist zufällig alles im Bereich um Otto link 7* (je nach Bauart)

    Was das jetzt bedeutet weiß ich auch nicht aber vielleicht hilft es ja.

    LG Feuerstreuer
     
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  3. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Ich bevorzuge auf den Tenor meist 105 +\- 5. auf dem Sopran spielte ich lange ein altes jody Jazz 6*, keine Ahnung wie offen genau das ist. Aktuell spiel ich quasi nicht Sopran. Dies auch nur als Einzelfallbericht ohne Garantie für vergleichbare Erlebnisse.
     
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  4. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    Als ich mein Sopi gekauft habe, musste ich mit einem Yamaha 5C beginnen, weil ich mit größeren Öffnungen so meine Schwierigkeiten hatte.:confused:
    Auf dem Tenor spiele ich Dukoff PL8 und Drake 8*L. Mittlerweile spiel ich auch beim Sopi ein RiICO Metalite 7.
    M.E. kann man also die Öffnungsnummer nicht so einfach übertragen.;)
     
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  5. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Für mich war es das nicht.
    Auf meinem Tenorsax (Hauptinstrument) spiele ich ein 8er Mundstück, so dass ich dachte, für das Sopran wäre das auch okay.
    Ich habe einiges ausprobiert und habe mich nun beim Sopran für ein STM 6* entschieden, mit dem ich prima klarkomme und das super klingt.

    Die Übersetzung 1:1 hat bei mir also nicht funktioniert.
     
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  6. GreenMile

    GreenMile Ist fast schon zuhause hier

    Nein... musst du ausprobieren, welche Öffnung geht...
     
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  7. ReneSax

    ReneSax Ist fast schon zuhause hier

    Hallo @Plihopliheri

    Genau vor Deinem Problem bzw. Deiner Frage stand ich auch schon.
    Ich spiele beim Tenor ein 6*, hatte zum Sopran ein Bari 7 und ein Otto Link 7* gekauft. Also scheinbar eine "halbe und eine ganze Bahnöffnung" mehr.

    Gehst Du auf die Seite vom Saxophonservice Duchstein:
    Tenor: OTTO LINK 6* = 2,41mm aber ein Sopran 6*= nur 1,60mm Bahnöffnung... !!

    (Würde man es rein theoretisch 1:1 übertragen: eine Bahnöffnung des OTTO LINK 7* mit 2,67mm Öffnung auf dem Tenor wäre für das Sopran schon gar nicht mehr machbar.....)

    Du musst die Gemoetrie der Mundstücke beachten, daher ergibt sich eine viel geringere Öffnung für das Sopran.
    Die Bahnöffnungen sind von ihrer Bezeichnung NICHT einfach übertragbar und eine Analogie zum Tenor ist ebenso nicht zwangsläufig gegeben!
    Du kannst Glück haben und die Bezeichnung der Bahnöffnungen Deines Metall-MPC vom Tenor ist zufällig identisch mit dem Sopran, aber das muss nicht sein.
    Das Tenor kann nicht als Referenz herangezogen werden. Leider.

    Du kommst also nicht umhin den langen Weg des Ausprobierens zu gehen. Nicht nur die Öffnung, auch der Sound, das richtige Blatt... Also alles genauso wie beim Tenor...

    Einen schönen Sonntag!

    René
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.Januar.2018
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  8. Ginos

    Ginos Ist fast schon zuhause hier


    ... schau doch hier mal, der Vergleich von Berg Larsen gibt auch eine Orientierung
    http://www.berglarsen.com/howtochoose.html

    Gruß
     
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  9. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Off Topic ...

    Ist nicht Deine Frage, aber mit Antigua (bei mir Sopran GL4290) habe ich sound- und intonationstechnisch sehr positive Erfahrungen gemacht. Mit dem Selmer Concept und entsprechendem Blatt spielend rauf bis g'''. Top.

    Letztlich spiele ich jetzt aber doch ein Yanagisawa SC800.
    Grund?
    > Es ist leichter für meinen Daumen, da curved.
    > Es hat mehr Baupräzision.
    > Die Federspannung bleibt konstanter
    und - zumindest bei mir -
    > Klappen fingen an zu kleben.

    Aber ich bin trotzdem sehr angetan von Antigua.
    Preis - Leistung ist da wirklich gut.



    :topic:

    Bei den Mundstücken musst Du probieren was passt und was geht.
    Kommt da eben auch sehr auf das Blatt an.
     
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  10. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    @Plihopliheri Ein Sopran Saxophon spielt man nicht so eben einmal. Lieber am Anfang ein "Anfänger Mundstück" sonst kommt schnell Frust auf.
     
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  11. ReneSax

    ReneSax Ist fast schon zuhause hier

    Es gibt schon viele Tipps, einen habe ich noch: Expression S 102 BG. Das habe ich mir mal gekauft weil es sich, im direkten Vergleich, noch besser als ein getestetes Yani und Selmer gespielt hat.
     
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  12. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    Zur Ausgangsfrage: Nein!

    Wenn ich so meine aktuellen Bahnöffnungen im Vergleich mit einem "Standardmundstück" wie Otto Link Kautschuk betrachte:

    Sopran: Yanagisawa 6 <=> OL Kautschuk 5* (0,055 / 1,40)
    Alt: Kay Siebold Response 6* (0,076 / 1,95) <=> etwas weniger offen als OL Kautschuk 6* (0,080 / 2,03)
    Tenor: ESM Heaven 8 <=> OL Kautschuk 8 (0,110 / 2,79)
    Bari: Odiu-G 115 <=> OL Kautschuk 7* (0,115 / 2,92)

    Es gibt hier keine vergleichbare Systematik, weil Typ, Bahnöffnung und das Innenleben total unterschiedlich sind.

    Besonders beim Tenor dauerte es bei mir Jahre bis endlich mal etwas passte.

    LG
    Mike
     
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  13. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Ich sehe es so, dass man beim Sopran in der Tendenz eher eine im Verhältnis engere Bahn spielt.

    Es kommt aber auch darauf an, wie regelmäßig Du das Sopran spielst. Das Sopran kann schon eine ziemliche "Zicke" sein. Wenn Du es also lediglich als Nebeninstrument spielst / spielen willst, würde ich großen Wert auf gute Kontrollierbarkeit und damit eine eher enge Öffnung legen.

    Ich habe es immer so verstanden, dass die Bezeichnungen der Bahnöffnung seitens der Hersteller, schon die gleiche Charakteristik des Mundstückes für das jeweilige Sax verdeutlichen soll. In anderen Worten: ein OL 7* für Sopran hat natürlich eine kleinere Öffnung als ein OL 7* für Tenor, in Bezug auf die "Spiel-Charakteristik" sind die Mundstück aber vergleichbar.

    Wenn Du auf Tenor 7* spielst (was in der Regel .105 bedeutet, je nach Hersteller aber abweichen kann), finde ich Deine Idee richtig, für das Sopran ein 6 oder 6* zu wählen (wenn Du den Hersteller wechselst, muss Du dann auf die Vergleichbarkeit der Bezeichnung der Bahnöffnung achten).

    Viel Spaß mit dem Sopran,

    so long

    Stevie
     
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  14. khhs

    khhs Schaut nur mal vorbei

    Ich spiele auch auf einem Antigua Sopran (4290rc) mit dem gekrümmten S-Bogen und bin sehr zufrieden!
    Seit ich das sehr enge Selmer Concept Mundstück einsetze, bekomme ich mit weniger "Anstrengung" einen runderen Ton und bessere Intonation. Als Blättchen verwende ich jetzt Legere Signature 3,25. Insgesamt bekomme ich so auf dem Sopran (meinem Hauptinstrument) einen eher entspannten Ansatz - ähnlich wie auf dem Tenor, nur dort mit anderen Mitteln: OL HR 6 mit einem Legere Signature 2,5-Blatt. Also: unterschiedliche Setups, unterschiedliche Klangvorstellungen, trotzdem ähnliches Spielgefühl!
    (Das Tenor, ein Yamaha 62, geht mit dieser Kombination immer wie von selbst - auch wenn ich es nur einmal in der Woche für 10 Minuten in die Hand nehme!)

    Daumen hoch für das Antigua-Sopran!
     
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  15. saxopranogerd

    saxopranogerd Schaut nur mal vorbei

    Auf dem Tenor bin ich ebenfalls auf eine 7* Öffnung eingeschossen. Beim Soprano jedoch bevorzuge ich die viel engere 5er Öffnung.
    Das liegt ganz einfach daran, dass ich völlig andere Ansprüche an das jeweilige Instrument habe.
    Beim Tenor mag ich diesen jazzigen, rauchigen Klang, während ich es auf dem Sopran klanglich eher „klassisch“ mag, das heißt, klar und direkt (geht am besten mit geraden Sopranos).
    Ich spiele auch auf dem Sopran keine klassische Musik, ich kann auf diesem Instrument eben nur diese luftigen Nebengeräusche ganz und gar nicht gebrauchen, die ich wiederum auf dem Tenor als erwünscht empfinde.
    Das ist natürlich alles reine Geschmacksache, versteht sich.
    Ich bin nicht scharf darauf, mir neue Feinde zu schaffen, aber ich wage trotzdem mal zu behaupten:
    Ein gebogenes Sopransaxophon mit einem sehr offenen Mundstück (womöglich noch aus Metall) klingt nicht unbedingt schlecht, aber eben nicht nach Sopran Sax, sondern nach Altsaxophon, nur höher.
    Es ist natürlich nicht verwerflich, dies anzustreben, aber ich persönlich mag es nicht.

     
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  16. Plihopliheri

    Plihopliheri Kann einfach nicht wegbleiben

    Vielen Dank für die vielen Tips!
    @ReneSax Dass die Öffnungen "relativ" sind, ist mit klar. Es ist aber sehr interessant zu erfahren, ob und wie diese Öffnungszahlen bei den Sopranisten im Forum in der Spielpraxis mit gleichen Zahlen beim Tenor vergleichbar sind. Natürlich gehen die Meinungen auseinander. Sehr aufschlussreich ist dabei @Ginos link zu Berg-Larsen, wo - wenn ich das richtig lese - gesagt wird, dass die relativen Öffnungen nicht wirklich mit gleichen Zahlen ausgedrückt werden. Mein Theo Wanne 7* beim Tenor hat eine Öffnung von .105, was laut dieser Tabelle .055 beim Sopran entspricht. Und das geht eher in die Richtung 6 (und noch kleiner). Das würde bestätigen, was zB @Stevie, @saxopranogerd oder @ehopper1 gemeint haben. @pth 's Rat befolge ich klarerweise auch. Man soll ja "klein" anfangen. Beim Tenor habe ich innerhalb von vier Monaten vom mitgelieferten Yani 5 zum 7* Metall gefunden, das erwarte ich mir beim Sopran eher nicht.
    Aber mal sehen. Ich habe auch aufgrund eurer Ratschläge ein Antigua 4290 bestellt; es wird morgen geliefert. Ich nehme an, dass es mit einem 4er kommt; zum Ausprobieren habe ich mir auch ein Rico B5 (habe ich auch fürs Tenor) und ein Bari Hybrid (etwa 6*/7, .064) kommen lassen. Ein Yani Metall (6 oder 7, die Yani-Zahlen sind ja enger als bei OL oder TW üblich) werde ich auch noch zur Probe ordern, weil ich Metall gewohnt bin. Mal sehen, mit welchem ich für den Anfang zurecht komme.
     
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  17. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    > #15
    Meiner Meinung nach hat ein schöner, "typischer" Sopransound nicht unbedingt etwas damit zu tun ob das Sopran gerade oder gebogen ist.
    Was aber für den Spieler einen Unterschied macht ist das er sich selbst bei einem gebogenen Sopran anderes selbst wahrnimmt, da sich der Trichter nach oben öffnet und nicht nach vorne. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht.

    Und auch ob es ein Metall-, Kautschuk- oder "Sonst-ein"-mundstück ist, ist - meiner Erfahrung nach - nachrangig, weil es da mehr auf das "Innenleben" (Baffle, Kammer, Bahn, etc.) eben dieses Mundstücks ankommt.

    Es ist sicher unbestritten das andere andere Erfahrungen machen, aber da kommt es eben auf die individuellen Vorlieben an.

    Für manche Spieler hören sich versilberte Instrumente ja auch heller und klarer an als beispielsweise gold lackierte oder besser noch schwarz vernickelte. ... aber das ist ein anderes Thema.

    Ich spiele jedenfalls mit einem Kautschuk Berg Larsen mit entsprechender Kammer und Stufe genauso wie auf dem entsprechenden aus Metall, wobei das metallene eben durch andere Außenabmessungen eine anderes Mundgefühl hinterläßt. ...
     
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  18. BCJ

    BCJ Ist fast schon zuhause hier

    Die Werte sind mE auch deshalb nicht vergleichbar, weil nicht nur die Bahnöffnung, sondern auch die Bahnlänge eine Rolle spielen und sich von Hersteller zu Hersteller klar in ihren Verhälnissen unterscheiden:

    http://www.eugene-rousseau.com/MPdesign.html

    Hier noch ein paar Tipps zum Testen eines Mundstücks:

    http://www.eugene-rousseau.com/5steps.html

    Ich finde es z.B. interessant, dass man das Sopran auf "5th-line f-sharp" stimmt und dann über die Register erprobt, während alle anderen Saxophone auf "3rd-line B-natural" gestimmt werden, wie man es gewohnt ist.

    Ich selbst spiele jetzt nach Joe Giardullo's Soprano Planet "Missing Link" .7, über Ron Coelho's RPC .9 jetzt ein Selmer "Classic" metal F (1.45), mit Hemke-3.5-Blättern für einen warmen, klaren, etwas klassischen Sound.
     
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