Otto Link Tone Edge Obertöne

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von mato, 11.Oktober.2019.

  1. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich habe mir mal aus Neugier ein paar Tone Edge für Tenor bestellt. Genauer gesagt zwei New Vintage 7* und ein normales 7*. Die New Vintage Teile habe ich schnell wieder weg gelegt, aber das andere ist irgendwie interessant. Nun zu meiner Frage: ist es normal, dass es anscheinend kaum ausgeprägte Obertöne hat? Als Spieler habe ich den Höreindruck, als ob was im Trichter steckt oder ich Gehörschutz auf habe. Das kuriose ist, nachdem ich mich gestern mal aufgenommen habe, um einen Vergleich zu meinem herkömmlichen Mundstück zu haben hörte sich das Tone Edge ganz anders (also obertonreicher) an. Wie kommt es, dass mein Höreindruck als Spieler so von der Aufnahme abweicht?
     
  2. Naddy

    Naddy Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe leider keine Antwort , aber dafür eine Frage. Wieso hattest du das New Vintage schnell wieder weg gelegt?
    Liebe Grüße
     
  3. m_max

    m_max Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte bei meinem 6* auch diesen Eindruck ... spiel mal direkt gegen eine Wand (damit Du Dich besser beim Spielen hören kannst)
     
  4. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    Mein OL Tone Edge New Vintage 7* hat angenhmere Obertöne als das standard OL Tone Edge.
    Liegt bei Dir vielleicht an der berühmt berüchtigten OL Streuung....

    kokisax
     
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  5. henblower

    henblower Strebt nach Höherem

    Ich habe ja ein originales Link Tone Edge Slant Florida 8 (ca. 0.108er Öffnung). Wenn ich es etwas pushe, hat es z.B. ein deutlich ausgeprägteres Bild er Obertöne im oberen Klangregister. Das höre ich aber als Spieler genauso wie nachher auf der Aufnahme. Vermutlich werden bzw. wurden in deiner Spielposition Höhen bedämpft. Das kann entweder durch Auslöschungen im Raum ("stehende Wellen") als auch durch absorbierendes Material geschehen. Besonders "beliebt" sind Zimmerecken, die soviel Bässe zurückwerfen, dass die Höhen oft "ersaufen".
     
  6. last

    last Strebt nach Höherem

    Das ist interessant! Ich habe exakt den gleichen Eindruck (OL TE 6*).
    Ich mag es nicht spielen, weil es klingt als ob was im Sax steckt, aber die Aufnahmen klingen super.
    Und ich hab schon gedacht, ich spinne...

    :)last

    Nachtrag: ...unabhängig vom Spiel-Standort...
     
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  7. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Die haben eine ziemlich ausgeprägte Baffle und sind für mich nicht gut handlebar. Außerdem sind die Bahnen wahrscheinlich fehlerhaft.

    Ich habe natürlich auch gegen eine Wand gespielt und kenne meinen akustisch optimierten Proberaum ziemlich gut. Auslöschungen oder dergleichen kann ich sicher ausschließen, da ich auch ständig gegen mein altes Mundstück verglichen habe. Ich kenne das bisher von jedem Mundstück so, dass die Obertöne lauter werden, je stärker ich blase. Wenn ich mit dem Tone Edge richtig Dampf gebe passiert nichts.

    Das ist es ja, ich habe von den Spieleigenschaften ein richtig gutes Link gefunden. Es hat eine super Ansprache und reagiert über die Register sehr homogen. Lediglich die Subtones könnten leichter kommen, aber da kann man ja mit Blättern nochmal rumprobieren.
     
  8. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Das dachte ich gestern auch. :)
     
  9. last

    last Strebt nach Höherem

    Kann ich ebenfalls genau so unterschreiben.

    Gruß
    @last
     
  10. antonio

    antonio Strebt nach Höherem

    Hallo mato
    Kenne ich auch, das "normale" klang bei mir immer etwas stumpf, dunkel-muffig (schwer zu bescheiben) Ich habe ein solches längere Zeit gespielt. Dann kam das "new Vintage" raus. Habe mir dann mal eins zugelegt und erst aber mal nicht weiter gespielt, da es gegen das Son of Slant (Aaron Drake) zu obertonreich klang.
    Nun spiele ich seit etlichen Jahren praktisch nur noch das New Vintage. Den von dir beschriebenen Effekt beim Aufnehmen des "normalen" Links kenne ich nicht, da ich damals nie Aufnahmen gemacht habe.
    Was ich aber feststelle ist, dass praktisch jedes Mundstück anders wirkt, wenn man es gegen eine Wand spielt. Meist besser, als das was ich ohne die Wand höre :)

    antonio
     
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  11. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    Das schwierige ist ein MPC zu finden das für einen selbst gut klingt, aber auch für die Zuhörer, bzw. in den Aufnahmen.
    Oft ist das eigene, eigentlich passable, Hörempfinden weit weg von Klang der Aufnahmen.
    Wobei Aufnahmen nicht unbedingt das wiederspiegeln was die Zuhörer wahrnehmen.

    kokisax
     
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  12. last

    last Strebt nach Höherem

    Darum geht es aber bei dem hier beschriebenen Phänomen nicht.

    Guckstu:

    LG

    last
     
  13. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Irgendwie mag ich das Teil. Die Aufnahmen damit klingen echt super und ich gewöhne mich langsam an den Sound, bzw. bin ich schon dabei, mit meinem Ansatz drauf zu reagieren. Was bleibt, ist eine recht geringe Lautstärke. Zum Üben und Aufnehmen ist es super, auf einer Session würde ich nicht unbedingt damit spielen wollen.
    Ich denke, ich werde es behalten und die nächste Zeit benutzen.
     
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  14. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    @mato,
    ev. ein " * " oder eine Stufe grössere Öffnung wählen?
    Dann wird es sicher auch lauter, wenn mehr Luft durch geht.

    kokisax
     
  15. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Es geht eine Menge Luft durch und ein 7* ist ja auch nicht gerade eine kleine Öffnung, zumindest für mich. Ich denke, das ist einfach bedingt durch die Kammer- und Einlaufform.
     
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  16. Sebastian

    Sebastian Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich brauchte auch kleine eine Weile, um zu akzeptieren, dass ich auf einem 7er NV Tone Edge (welches ich von @last übernommen hatte) keine vergleichsweise große Lautstärke rausbekomme (aber immer noch deutlich lauter als ein "normales") - muss ja vielleicht auch nicht unbedingt... Dafür gefällt mir dieser fluffige Grundcharakter auch sehr, gerade wenn man in den hohen Lagen mehr Druck gibt. Es werden sich schon Einsatzmöglichkeiten dafür finden...
     
  17. saxhornet

    saxhornet Experte

    Wenn die Obertöne im Verhältnis leiser nur zu hören sind und der Klang dadurch dunkler wird, ändert sich auch oft die Wahrnehmung für die Lautstärke, der Ton trägt dann nicht ganz so gut und lässt sich schlechter wahrnehmen. Ich habe ein toll dunkel klingendes Mundstück, das ich sehr gerne mag aber live meist nicht einsetzen kann, weil man als Spieler viel zu wenig beim Zusammenspiel mit anderen von sich selbst hört, der Ton verliert sich und hat weniger Konturen. Ohne Monitoring kann ich es nur im Duo spielen und selbst da kommt es auf den Raum an.
    Man sollte aber aufpassen, daß man nicht versucht ein dunkel klingendes Teil mit hohem Druck vom Hals heller zu bekommen, denn das kann gesundheitliche Folgen haben.
     
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  18. slowjoe

    slowjoe Ist fast schon zuhause hier

    Sorry, ist off topic, interessiert mich aber. Welche gesundheitlichen Risiken bestehen bei "falscher" oder wie hier beschrieben zu druckvoller Spielweise?
    Eventuell Stoff für einen neuen Thread?


    SlowJoe
     
  19. saxhornet

    saxhornet Experte

    Brecker sagt man nach, daß er so im Halsbereich eine Hernie bekam (bevor er zu Guardala wechselte spielte er Link), so zumindest die Gerüchte. Es ist aber auch für die Stimmbänder nicht so gut, die da deutlich mehr ackern müssen.
     
  20. monaco

    monaco Nicht zu schüchtern zum Reden

    Vielleicht ließe sich daraus tatsächlich ein eigener Thread machen. Ich finde das Thema Überlastungen spannend und habe dies hier gefunden:

    https://jazztimes.com/archives/pain-for-pleasure-injuries-in-jazz/

    Breckers Musikerkollege führte die Verletzung ("herniated Larynx") auch auf die laute Jazz-Rock-Formation und die schlechte Musikanlage zurück, die sie zwang, möglichst laut zu spielen. Brecker mied seither offenbar ein Überblasen ("Overblowing").
     
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