Sax Unterricht für anfängerin geben.

Dieses Thema im Forum "Eigene Themen" wurde erstellt von MaxAmSax, 17.Dezember.2017.

  1. MaxAmSax

    MaxAmSax Schaut nur mal vorbei

    Moin,
    ich soll der Schwester einer Freundin helfen besser Saxophon zu Spielen (bzw allgemein Helfen Noten zu lesen, Instandhaltung und Pflege des Sax, usw..).
    Zur ""Schülerin"": Sie ist 10 Jahre alt, spielt seit den Sommerferien (Hab sie noch nie Spielen hören), Alto Sax.

    Könnt ihr mir irgendwelche Tipps geben was ich beachten/ machen sollte? (ich würde Notenlesen beibringen - erst mal C, H, A und G - dann Natürlich ansatz usw. Sonst noch was? Außerdem denke ich das ich meine alte Saxophonschule mitnehmen werde)

    Danke schonmal und noch einen entspannten Tag.

    MaxAmSax.
     
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  2. ppue

    ppue Experte

    Ach, fang da mal ganz locker und munter nach deinem Gefühl und Verstand an. Das ist viel besser, als wenn du schon vorher ein Konzept hast. Wenn es nach zwei/drei Stunden irgendwie hakt, keinen Spaß macht oder du es als zu einseitig findest, fragst du nochmal nach.

    Ich würde versuchen, mich erst mal auf ihre Art einzustellen, nach ihrem Musikgeschmack fragen, vielleicht davon was hören (evtl. Mit-Tuten?). Zehn Jahre ist ein tolles Alter für Unterricht.
     
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  3. Dsharlz

    Dsharlz Ist fast schon zuhause hier

    Tach Max,

    bei juengeren Schuelern is oft ein "spielerischer" Zu- bzw Umgang mit dem Hoernchen zielfuehrend - heisst ja auch: Saxophon "spielen" :) -
    soll aber auch nich in reinen Klamauk ausarten...
    Frag nach, was sie aktuell an Lernmaterial hat, ansonsten faellt mir spontan ein:
    Das Froehliche Saxophon
    Lesen, Hoeren,.. (sehr verbreitet im Kollegenkreis)
    Sax bis 130
    oder ev das Skringer-Buch (kenn ich nich im Detail)

    ansonsten eh: long tones, Atmung, Ansatz, Haltung,...
    spiel auch ihr Equipment, obs fuer sie passend is,
    lernende Gruesse
    Dsharlz
     
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  4. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Das wichtigste bei Schülern in dem Alter ist,sie zu motivieren. Die müssen voller Euphorie aus dem Unterricht gehen,dann wird das was.
    Also schneide dein Unterricht auf ihre Bedürfnisse zurecht.
    Eine 10 Jährige würde ich jetzt nicht mit Jazz quälen
     
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  5. MaxAmSax

    MaxAmSax Schaut nur mal vorbei

    Vielen Dank ppue, Dsharlz und Huuuup.
     
  6. Rick

    Rick Experte

    Genau. Jeder ist irgendwie anders, ich könnte nur schwer mehrere Schüler über einen Kamm scheren.
    Wenn ich sie besser kenne, dann kann ich ein Konzept entwickeln, nachdem ich ungefähr weiß, wie sie ticken, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, doch anfangs muss man vor allem flexibel sein und sich auf DIESE Person einstellen.

    Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass man offen ist und dem Schüler das Gefühl gibt, ernst genommen und akzeptiert zu werden. Denn die meisten wollen ja etwas können und haben mehr oder weniger Hemmungen, anderen zu demonstrieren, was sie nicht können, wo sie versagen und Defizite haben.
    Deshalb: viel loben und ermuntern, Verständnis zeigen - und nicht nur tadeln und darauf herumreiten, was nicht gut klappt (dies muss erwähnt werden, aber freundlich und nicht vorwurfsvoll)!

    Kann natürlich auch schief gehen: Eine Schülerin, so elf, zwölf Jahre alt, konnte mit meiner Art des Lächelns nicht umgehen und dachte, ich würde sie wegen ihrer Fehler auslachen, mich über sie lustig machen. Dabei wollte ich damit nur eine freundliche, lockere Atmosphäre schaffen...
    Glücklicherweise konnten wir das mal ansprechen und klären, danach hatten wir ein gutes Verhältnis.

    Viel Erfolg!
    Rick
     
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  7. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Kann dem, was bisher geschrieben wurde nur zustimmen. Ich fand bei meinen ersten Anfängern, die ich unterrichtet habe wichtig, ein gutes Buch zur Hand zu haben. Nicht für mich als Lehrer, sondern für die Schüler, dass sie zuhause mal was nachschlagen können, sich nochmal durchlesen können, wie das mit der Haltung ist etc. pp. Ich mache hier einfach mal Werbung für "Jazz- & Rock-Saxophon" von Rainer Müller-Irion. Für mich und meine Unterrichtsmethode das beste Werk.

    Ansonsten: immer locker bleiben, Geduld haben, erklären warum ein Ton mal nicht kommt oder quietscht etc. und die Schüler spielen lassen!
     
  8. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Parallel zu einem guten Buch ist es sehr gut, nach Möglichkeit Lieder und Stücke, die ihr persönlich gut gefallen, einzuüben (z.B. Unterrichtseinheit "Wunschkonzert" mit einem Stück pro Monat).

    Man kann auch z.B. zur Aufnahme eines aktuellen Pop-Songs eine kurze Passage, die nur aus wenigen Tönen besteht mitspielen lassen. Dabei ist es gar nicht notwendig, die korrekt notierte Melodie vor sich zu haben, das notieren der verwendeten Töne reicht. Hören, adaptieren und umsetzen ist ein sehr lehrreicher Prozess. So kann man neue Griffe vermitteln oder auch gespielte Rhythmen anschliessend im Notenbild zeigen und erklären.

    Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass Kiddies erarbeitete Stücke nicht im Stil von "Aus den Augen, aus dem Sinn" schnell wieder vergessen. Daher empfehlen wir in unserem Theorie-Buch die persönliche Hitparade.

    Als Motivation bei Kiddies kommt eine Art Bonus-System meistens sehr gut an. Ich gebe für ein geübtes Stück, das im Unterricht beim ersten Mal fehlerfrei geklappt hat, einen Bonus-Punkt. Bei 10 Bonus-Punkten gibt's eine persönliche Diplom-Karte und mit 10 Diplom-Karten ein kleines Geschenk.
     
  9. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

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