Saxophon reinigen aussen

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von Paedda, 1.Mai.2018.

  1. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    Wie reinigt ihr eurer Saxophon von aussen. Vor allem an den Stellen, an denen man nicht so einfach ran kommt. Meins ist im Laufe der Zeit, gerade an diesen Stellen, mittlerweile unschön angelaufen und ich weiß nicht so recht, wie ich es reinigen soll.
    Zur besseren Veranschaulichung habe ich ein paar Fotos gemacht.

    Vorab vielen Dank für die Ratschläge
     

    Anhänge:

  2. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo
    Ich habe mir für den Staub einen günstigen Puderpinsel besorgt, geht ganz gut
    Ansonsten mit dem Lappen die zugänglichen Stellen laufend sauber halten, notfalls etwas Brass Polish
    Unter der Mechanik reinigt der Sax-Doc beim Service
    Lg
    Jürgen
     
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  3. last

    last Ist fast schon zuhause hier

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  4. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Ich baue mein Saxophon hin und wieder komplett auseinander, gönne dem Korpus ein Vollbad und reinige die Klappen mit einem nassen Tuch. Dann reinige ich gleich die Achsröhrchen mit Pfeifenreiniger und öle die Achsen neu mit steifem Mechaniköl.
    Sozusagen eine Wellnesskur fürs Saxophon.
     
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  5. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    @mato,
    das Saxophon auseinanderzubauen ist nicht so sehr das Problem. Eher das wieder Zusammenbauen. Das traue ich mir nicht zu. Es soll ja schließlich wieder spielbereit sein.
    Neben dem Korpus möchte ich auch die versilberten Klappen reinigen, jedoch geht es nicht einfach in einem Bad wie beim Besteck.
    Hat jemand eine Idee?

    LG
    Paedda
     
  6. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Silber bekommt man sehr gut mit Silberputztüchern blank. Ich habe früher immer Silberpolitur oder Silberbäder verwendet, weil ich dachte die Tücher taugen nichts, aber ich hab mich sehr gewundert, als ich sie doch mal verwendet und bemerkt habe, wie gut sie funktionieren.

    Klappen mit Polstern sollte man übrigens nicht in ein Bad eintauchen. ;)
     
  7. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Ich reinige es nicht. "Angelaufen" hindert die Kanne nicht geil zu klingen und Staubmäuse zwischen dem Gestänge sind der Mechanik egal - jedenfalls in der Zeit zwischen zwei GÜ.

    Unschön kann auch schön sein. Wat den een sien uhl is den annern sien nachtigal.
     
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  8. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Gar nicht:rolleyes:
     
  9. sachsin

    sachsin Ist fast schon zuhause hier

    Mein Alto ist silbern und neu glänzte es "zum Blind werden" - wie damals mein Saxophonlehrer in unserer ersten Stunde sagte....
    Als ich mal einen ganzen Nachmittag mit Wattestäbchen den Staub zwischen den Gestängen und Federn sowie die Beläge auf den Klappen mit Silberpolitur abgewienert hatte und das "wieder wie neu glänzende" Sax in den Unterricht dann mitbrachte, war der Kommentar von meinem Lehrer vernichtend : warum ich die schöne Patina weg poliert hätte und überhaupt, ich solle niiiie wieder zwischen den Klappen und Gestängen putzen. Zu viel könnte ich eher kaputt säubern, Kork könnte abfallen und die Federn sich verbiegen.... Wenn, dann sollte ich das Putzen bei einer GÜ mit in Auftrag geben, aber ansonsten damit leben, dass das Saxophon mit mir beim Spielen würdig altert.
    Diese Ansage fand ich persönlich irgendwie "entlastend" und säubere seither höchstens mit einem Silbertuch gelegentlich den Trichter und die glatten Flächen :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 1.Mai.2018
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  10. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    muss schmunzeln bei diesem thread.

    Autos werden ja auch geputzt, - wer putzt den Motor? (das ist der Antrieb und das wichtigste neben der Bremse)

    Die Liebe zum geputzen Instrument (damit meine ich die kleinen Zwischenräume) kann recht teuer werden.

    @sachsin dürfte den Kern treffen, wenn man den Spiegel (so nennt man den gravierten Teil) leuchten haben will (wofür ich volles Verständnis habe) reicht das Silbertuch.

    Gelegentlich kann ein total abgerocktes Teil auch seinen Charm haben.
     
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  11. last

    last Ist fast schon zuhause hier

    Ich muss hier überhaupt nicht schmunzeln. Ich finde, das ("Gelegentlich kann ein total abgerocktes Teil auch seinen Charm haben.") liegt im Auge des jeweiligen Betrachters und jeder sollte es so handhaben, wie er es für sich für richtig hält. Und wenn man ein wenig Vorsicht walten lässt, geht da überhaupt nichts kaputt.

    last
     
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  12. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    womit du natürlich Recht hast @last.

    hier ein nettes Bild zur "Verwandlung" - von der Seite eines Freundes entnommen. image.jpg
     
  13. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin über die eine oder andere Antwort schon recht irritiert.
    Reinigen bedeutet pflegen und was soll an der Pflege seines Instrumentes falsch sein???
    Das Auto kann und sollte regelmäßig gereinigt werden genauso wie die eigenen Zähne oder der Lüfter am PC oder, oder, oder...
    Das ein Saxophon nicht nur aus Korpus, sondern auch aus Präzisonsfeinstmechanik besteht und man darum doppelt und dreifach Vorsicht walten lassen muss, sollte einem bewusst sein, aber nicht von der Pflege abhalten.
    Die Optik ist ja Geschmackssache und jeder soll es halten wie er/sie es möchte (mir gefällt angelaufenes Silber überhaupt nicht, weder beim Saxophon noch beim Schmuck oder Besteck), aber das ist kein Grund die Pflege zu vernachlässigen.
    Staub z.B. ist sehr, sehr fein und äußerst hygroskopisch (wasseranziehend). Der gelangt in die feinsten Spalten und Ritze und hält dabei noch das Wasser fest. Das kann auf Dauer nicht gut für's Instrument sein.
    Aber jeder so wie er/sie es will.
    Ich bin dankbar für erstgemeinte Tipps.

    LG
    Paedda
     
  14. visir

    visir Ist fast schon zuhause hier

    bevor ich es in die Werkstatt bringe: mit einem feuchten Tuch.

    Ach so... gar nicht. In dem Sinn meiner Vorschreiber.

    Pflege ja, aber im jeweiligen Kompetenzbereich. Auch Einstellen gehört zur Pflege, und auch das mach ich nicht selbst.

    Beim Auto reinige ich auch nur die mir ungefährlich zugänglichen Flächen. Die Zähne sind ein ganz anderer Fall, und wer bitte reinigt den Lüfter am PC?

    doch, soll Dich davon abhalten - von allem, wo Du jetzt grad nicht weißt, wie Du es tun sollst.

    dass er äußerst hygroskopisch ist, wäre mir ganz neu.

    Du bläst bei jedem Mal Spielen äußerst feuchte Atemluft in das Instrument - das kann auf die Dauer nicht gut für's Instrument sein...
     
  15. Wenke

    Wenke Ist fast schon zuhause hier

    Also wenn ich meine Saxophone von außen mal reinige, dann auch seeeehr vorsichtig... Mein Bari hab ich aber im gesamten letzten Jahr nicht einmal in den Zwischenräumen sauber gemacht, nur die größeren Stellen mal so nebenbei bei einer Probe :-D Mein Alto ist silber und hat schon das ein oder andere mal ein Silberputztuch gesehen, natürlich aber auch nicht sooo gründlich, die Mechanik ist ja schon sehr eng. Da es aber gerade bei ToKo war, hab ich es sowieso strahlender zurück, als ich das jemals hinbekommen würde, und somit erst mal ruhe. Versuch es mit Wattestäbchen, aber wirklich sehr vorsichtig sein.
     
  16. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    Tut mir leid, aber bei solchen Antworten kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    LG
    Paedda
     
  17. Wenke

    Wenke Ist fast schon zuhause hier

    Naja wenn man das mit dem nicht-putzen so handhaben möchte, solltest du das auch respektieren. Wir sollten uns alle ein bisschen mehr lieb haben <3
     
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  18. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    habe jetzt eine Zeit überlegt ob ich mich zu dieser Aussage (sachlich) äußern soll = ..Staub z.B. ist sehr, sehr fein und äußerst hygroskopisch (wasseranziehend). Der gelangt in die feinsten Spalten und Ritze und hält dabei noch das Wasser fest....

    das Instrument verläßt sauber eingestellt den Hersteller und kommt beim Erweber auch so an - das ist die Ausgangslage.
    Dann sind die Achsen in den Klappenröhrchen, geölt mit einem fast wachsförmigen Zustand. Durch die normalen EInflüsse (Luft * Feuchtigkeit pp) werden Staubpartikel getragen und setzen sich zwischen Böckchen und Röhrchen ab, da sie an dem Öl "verkleben". Wasser im klassischen Sinn dringt nicht ein, da es erstmal vom Öl abgewiesen wird.
    Duch das Bewegen der Klappen schafft sich diese Mischung vom feinstem Staub, durchmengt vom Öl IN die Röhrchen hinein. Fazit, irgendwann leidet die Schnellkraft der Klappe (Feder) darunter und das Teil bewegt sich schleppend. Neues Öl draufzuträufeln bringt nicht viel.
    Die Achse muss raus, gereinigt und poliert werden und das Röhrchen INNEN gesäubert. Dann kommt der Schwingtest auf der Achse, der muss lupenrein bis zum Überschlag funktionieren.
    Dazu braucht man das nötige Wissen.

    Mit Wattestäbchen (Q-Tips pp) kann man die Oberfläche reinigen, aber aufgepasst, sehr schnell kommt man in Kontakt mit den Polsterrändern mit eventuellen Reinigungsmitteln = kontraproduktiv!
    ein Beispiel: = Reinigung von den Kaminen mit gerollten Rändern. Wie soll das geschehen? 360 Grad stehen an, zum Teil verbaut mit Klappenwerk und weiterer Technik.

    Eine Reinigung eines versilberten Instrumentes kostet zwischen 100 bis 150 Euro und sollte bei einer GÜ mit erledigt werden.

    Natürlich darf jeder mit seiner Betrachtung glücklich werden und seine Entscheidungen treffen - soviel zu :...Ich bin dankbar für erstgemeinte Tipps...


    Die komplette Thematik einer guten Reinigung abzuhandeln dürfte einen Arbeitstag im Rahmen eines Workshops dauern (mit Praxis) und sprengt hier den Rahmen m.E.



    im Zeichen des 2 Mai.
     
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  19. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    Es wäre aber auch schön, wenn man respektieren würde, dass ich mein Saxophon gerne selber putzen und pflegen möchte. Ich habe hier schon erwähnt, dass es ein jeder mit der Pflege halten kann wie er/sie es möchte, aber eine Aussage wie ....Pflege nur in meinem Kompetenzbereich... finde ich schon daneben.
    Ich habe nach Ratschlägen gefragt und bekomme Gegenargumente, dass ich das bessern nicht machen soll, weil mir die Kompetenz zum Reingen fehlt!?
    Wo bitte ist denn da der Respekt?
    Jeder soll es doch halten wie er/sie es möchte und für Tipps von denen, die ihr Saxophon auch selbst pflegen und reinigen bin ich dankbar für Tipps.
    Da ist nichts respektlose dran.

    LG
    Paedda
     
  20. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Ich meine, wenn es erstmal so aussieht wie das von @Paedda , kann man eh mit vertretbarem Aufwand nichts mehr erreichen, ohne das Instrument dafür zu demontieren.

    Dem kann man nur mit etwas mehr konstanterer und vor allem unmittelbarerer Pflege entgehen, wenn man denn will.

    Es reicht aber wohl auch:

    742E967A-DA5C-4C67-8083-001542510335.jpeg

    Letztlich muss es jeder selber wissen, aber ein gesundes Mittelmaß an Zuwendung dürfte dem Instrument nicht schaden…
     
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