Sich Einschwingen auf vorgegebenen Song von Bass & Drums

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von freelhasa, 5.Oktober.2019.

  1. freelhasa

    freelhasa Schaut nur mal vorbei

    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe auf YouTube Reggaesongs bestehend aus Bass und Schlagzeug gefunden oder auch andere Songs anderer Mixturen von Musikinstrumenten, zu denen ich improvisieren möchte. Nun wird aber nie die Tonlage benannt, sondern "Töne" (oder sind das Akkorde?), die mir aber nichts sage. Z.B. Am/Dm/F und CG/Am/Am. Welche Tonlage/Tonleiter müsste ich hier spielen. Wo kann ich sowas nachschlagen für weitere Songs?
    Ich verlinke Euch mal das Video:

    Vielen Dank für Eure Antworten

    Irie

    freelhasa
     
  2. ppue

    ppue Experte

    Hallo @freelhasa,

    Das sind Akkorde, die rhythmisch leider falsch aufgeschrieben sind. So müsste das richtig aussehen:

    Am I Am I Dm I Dm I F I CG I Am I Am

    Das sieht nach einer Kadenz in A-Moll aus. A-Moll ist die parallele Molltonart von C-Dur.

    Du kannst über alle Akkorde also die Töne von C-Dur spielen. Als Übung spiele die Leiter mal immer ab dem Ton, den du im Akkordsymbol liest. Natürlich erst einmal ganz langsam.
     
    Longtone, Paul2002 und Reich-von-Pfand gefällt das.
  3. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Hallo,
    Mit welchem Instrument willst Du denn dazu spielen?
    Lg
    Juju
     
  4. freelhasa

    freelhasa Schaut nur mal vorbei

    Hallo,

    ich spiele als Autodidakt seit ca 1 1/2 Jahren Altsaxophon und habe mich durch zahlreiche Sax- Bücher gespielt und spiele nun häufig zu Sax Playalongs auf YouTube. Da ich dort aber wenig Reggae finde, meist nur Bob Marley, möchte ich nun zu Reggae-Bass-Playalongs improvisieren bzw. auch anfangen, Lieder nach Gehör versuchen zu spielen.
     
    snah62 gefällt das.
  5. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Du wirst die Akkorde aus dem Video für dein Altsax transponieren müssen. Aus Am wird dann F#m , aus Dm wird Bm, aus F wird D, aus C und G wird A und E. Schau mal deine zahlreichen Saxbücher durch - da steht sicher irgendwo was über Transposition für Es-Alt-Instrumente.
     
    snah62 gefällt das.
  6. freelhasa

    freelhasa Schaut nur mal vorbei

    Danke sehr, werde ich mal ausprobieren
     
  7. freelhasa

    freelhasa Schaut nur mal vorbei

    Das Transponieren ist mir schon klar, aber das m hinter den Noten versteh ich noch nicht.
     
  8. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    Wenn ein "m" hinter der Akkordbezeichnung steht bedeutet das "Moll" und nicht "Dur"......
    Nur zur Klärung : Denke @gaga hat sich oben im Post Nr. 5 verschrieben.
    Aus einem Dm wird ein Em und nicht Bm....:D (immer zwei Stufen höher im Quintenzirkel)

    kokisax
     
  9. ppue

    ppue Experte

    Steht für Moll.
     
  10. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Nee, hat er nicht. Der Kandidat spielt Alto. :)
     
    Paul2002 und kokisax gefällt das.
  11. freelhasa

    freelhasa Schaut nur mal vorbei

    Danke....Ihr seid die Besten
     
  12. kokisax

    kokisax Strebt nach Höherem

    Ja, ja die angloamerikanische Schreibweise für unser H ist ja B.......:rolleyes:
    In dem Fall sind es vom "klingend C" nach Alto in Es drei Schritte im Quintenzirkel.
     
  13. altoSaxo

    altoSaxo Ist fast schon zuhause hier

    Dabei möchte ich ergänzen, dass bei Lead Sheets/Chord Charts die "internationale" Schreibweise der Standard ist und oft auch in deutschsprachiger Literatur zu Jazz- oder Pop-Musik die Schreibweise mit B statt H verwendet wird.

    (Es gibt klassisch ausgebildete Pianisten, die das nicht abhaben können, aber selbst Franz Liszt, der Komponist der Klaviersonate in h-Moll, hat sich über o. g. Schreibweise noch nie beschwert.):D
     
    Paul2002 gefällt das.
  14. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Ich erlebe es immer häufiger, dass in Jazzerkreisen von "Bes-Dur" die Rede ist (wie in den Niederlanden). Das "B" ist dann eindeutig für H vorbehalten. Vorbei also die Zeiten, wo man auf der Bühne bei der Frage nach der Tonart "Berta!" ruft. ;-)

    Wem das nicht passt, der sollte wenigstens gewahr sein, dass mindestens bei allen Noten, die nicht in D verlegt wurden, die internationale Schreibweise verwendet wird.
     
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  15. ppue

    ppue Experte

    Ich sinne die ganze Zeit darüber nach, was das Wörtchen "mindestens" in dem Satz aussagt (-;

    Das H gibt es auch in dänisch, norwegisch, schwedisch, polnisch, slowakisch, tschechisch, serbisch, kroatisch und ungarisch.
     
    gaga gefällt das.
  16. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Damit dein Sinnen ein Ende hat: "mindestens" heißt, dass auch in D verlegte Jazznoten oft "B" für H schreiben. Die Jazzer in den anderen neun von dir genannten Ländern werden wie wir schon seit längerem "zweisprachig" unterwegs sein, und die dort verlegte Literatur für die Jazzszene wird international ausgerichtet sein, d.h. Bm ist ein Akkord mit Kreuzen.
     
  17. ppue

    ppue Experte

    Macht trotzdem keinen Sinn dein "mindestens bei allen"-Satz. Beim absoluten "bei allen" kann es kein mindestens geben, oder blockiert meine Denke gerade?

    Und wenn nur ein dänischer Verlag noch irgendwo ein "H" notiert, stimmt es eh nicht.

    Ihr Erbsenspalter (-;
     
  18. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    OK - Semantikerdisput.

    1. "bei allen" ist nicht absolut, sondern bezieht sich auf Noten außerhalb D.
    2. das mit den vielen anderen kleinen H-Ländern wusste ich nicht. Ich dachte tatsächlich, dass wir damit allein wären.
    3. der Streit um die H-Hoheit ist müßig, weil die Jazzwelt bei aller Internationalität sprachlich und notenschreiblich amerikanisch daherkommt.
    4. ich habe nix gegen H-Sagen an sich, aber ich bin Jazzer, und zwar nur Jazzer, da begegnet mir schlicht und einfach nur noch Bm und kein Hm und im Gespräch unter Kollegen werde ich um Eindeutigkeit bemüht sein, also sage ich Bes oder B-flat.
     
  19. ppue

    ppue Experte

    Semantiker- oder Logikerdisput. Schwamm drüber.

    Ist nicht angenehm, aber gerade bei schriftbasierten Darstellungen benutze ich im Deutschen "H" und "Bb" als klar definierte Bezeichnungen.

    In der Szene sieht das sicher anders aus und es ist auch nur richtig, dass sich hier B und B flat durchsetzt. Absolut dafür und gerne auch generell im Deutschen Sprachgebrauch.
     
  20. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Genauso habe ich das bisher gehandhabt (wie du in den frühen 70ern jazztechnisch sozialisiert) - aber seit einigen Jahren stelle ich fest, dass die Nachwachsenden das H völlig ignorieren, wie selbstverständlich Bm und B-D#-F# sagen und H-D#-F# meinen und nur noch von "Bes" sprechen, wenn sie "Berta" meinen. Das finde ich konsequent und da ich in der "ernsten" Musik nichts verloren habe, gibt es auch nirgens Konflikte, wenn ich das auch so handhabe.
     
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