Sopran und Alt - wie kriegt ihr die unter einen Hut?

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von joechen, 29.Oktober.2012.

  1. joechen

    joechen Kann einfach nicht wegbleiben

    Hi, ich brauch mal wieder euren Rat.
    Jetzt bin ich echt fleißig am Sopran üben, aber immer wenn ich hin und wieder zu meinem Alt greife, klingt das nur noch beleidigt.
    Mein Lehrer meint, es kann schon sein, durch den veränderten Ansatz, weil das Sopi-Mundstück ja kleiner ist, die Umstellung schwerer fällt.
    Er übt mit mir zur Zeit nur Sopran, damit ich ein Gefühl dafür kriege.
    Wie habt ihr das gemacht, als ihr ein zweites Instrument dazu genommen habt?
    Übt ihr beide gleichberechtigt?

    lG joechen
     
  2. Gast

    Gast Guest

     
  3. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Hallo Joechen,

    ich habe vor nicht allzulanger Zeit zu meinem Tenor ein Sopi-Kringelchen dazu genommen und habe mich das gleiche gefragt. Schau mal hier.
    Entgegen allen Expertenmeinungen versuche ich, beides gleichberechtigt zu üben, oft auch beides am gleichen Tag. Ich finde, das funktioniert ganz gut - und am Sopi lerne ich einiges auch für's Tenor.
    Das wichtige ist imho, dass man beide als eigene Instrumente betrachtet, nicht einfach das eine nur als Ableger.
    Nur den Versuch, im Ensemble direkt zu wechseln, habe ich schnell wieder aufgegeben. Das ist intonativ zu schwer für mich.

    Grüße,

    Wanze
     
  4. saxhornet

    saxhornet Experte

    Wieso entgegen allen Expertenmeinungen? Das ist genau das was ich empfehle. Hier hilft nur üben, üben und üben. Wenn Du ein Instrument zu lange nicht spielst wirst Du auf ihm schlechter und Du brauchst halt einen leicht anderen Ansatz und eine andere Herangehensweise bei den einzelnen Saxen (von Flöte und Klarinette ganz abgesehen).

    Man kann immer von einem anderen Instrument auch für die anderen Instrumente profitieren, nur manchmal klingt es dann auf den anderen Hörnern anders bis man sich ans Wechseln gewöhnt hat.

    Das ist ein wichtiger Aspekt. Ich kann nicht den gleichen Ansatz für Alto und Bariton nehmen.

    Auch hier hilft einfach üben. Eine Tonleiter auf dem Alt, die nächste auf dem Tenor, dann auf dem Sopran etc. etc...... (sollte man aber nicht den ganzen Tag so machen aber solche schnellen Wechsel helfen für das Wechseln in der Band enorm, weil Du Dich schnell umstellen musst).

    LG Saxhornet
     
  5. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Hallo Saxhornisse,

    Da bist Du wohl die (löbliche, aus meiner Sicht) Ausnahme... für mich war in dem alten Thread eher die Tendenz
    (häääh?)

    ... was Kindofblue zum Schluss geführt hat
    ... ansonsten bin ich absolut mit Dir einig, üben hilft. Zum Glück spiele ich in zwei Ensembles, in einem Tenor im anderen Sopi - damit muss ich nicht mittendrin wechseln :-D

    Grüße,

    Wanze
     
  6. saxhornet

    saxhornet Experte

    Mir fehlen die Worte. Vieles davon widerspricht jeder Theorie darüber wie Lernen funktioniert.
    Klar sollte sein, daß Jemand der kaum übt und sein Instrument noch nicht so wirklich spielen kann, nicht unbedingt davon profitiert wenn er gleich noch ein weiteres Instrument dazunimmt. Klar sollte auch sein, ein Instrument das man nicht übt, kann man auch nicht genauso gut spielen wie jenes, das man viel übt. Und die einzelnen Saxe unterscheiden sich schon deutlich genug in Ansatz, Atmung, Gewicht und auch Fingertechnik.
    Man kann es sich etwas leichter machen, indem man versucht schon beim Kauf die Hörner und Mundstücke aufeinander abzustimmen (Fingerabstand, Blaswiderstand, Mundstückgrösse etc. etc.) aber eventuell klingt man dann nicht so, wie man es gerne würde. Wenn man allgemein wenig Zeit zum Üben hat, ist auch das Lernen oder Spielen von mehreren Instrumenten vielleicht nicht die beste Idee.
    LG Saxhornet
     
  7. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Naja, sieht nicht so aus in der letzten Zeit ...


    Zur Frage nach dem Üben von 2 oder mehr Instrumenten: Als Amateur mit beschränkter Übezeit pro Tag muss ich mir die Zeit sehr gut einteilen. Wenn ich

    - nur 75 Minuten Zeit habe
    - mit jedem Instrument anfangs Longtones und Tonleitern und Arpeggien und andere Technikübungen machen will
    - und auch noch Repertoirestücke lernen / üben will

    dann hat es für mich einfach keinen Sinn, mehr als ein Instrument pro Tag zu üben. Und es scheint mir auch nicht notwendig zu sein.

    Wenn ich gezielt das Wechseln üben muss, dann brauche ich entweder viel mehr Zeit, oder die anderen Elemente müssen zurückstehen.
     
  8. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

     
  9. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Also ich bekomme das z.Zt. mit dem Spielen von Alt und Tenor bei eingeschränkter Übezeit wunderbar hin:

    Ich spiele nur noch Tenor.... :)

    LG

    Dreas
     
  10. Gelöschtes Mitglied 172

    Gelöschtes Mitglied 172 Guest

    Ich dachte, du hättest dir einen größeren Hut gekauft :)
     
  11. Gast

    Gast Guest

    Bewundernswerte Disziplin! Ich bin das Gegenteil davon - ich trainiere immer nur, was gerade anliegt, was mich gerade bewegt/begeistert, gefordert wird, allerdings dann auch sehr konsequent.

    Auf dem Tenor fühle ich mich zuhause und weil die Big Band mehr meine Leitung als mein Tenorspiel einfordert, steht es z.Zt.oft nur rum, weil mein neuestes Projekt eine Dixieland Combo ist und ich gemerkt habe, dass die "goldene Klarinette" ÜBERHAUPT NICHT von selber spielt. So geht also die tägliche Übungszeit komplett ins Sopransaxophon. Und ich merke gerade, es lohnt sich!!!

    Herman
     
  12. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Ja, und da bin ich Saxhornet sehr dankbar für... wie allen, die sich hier einbringen!

    Grüße,

    Wanze
     
  13. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    ich habe (leider) immer noch kein sopi und kein bari, aber einen Haufen Klarinetten und das muss alles ein wenig "bewegt" werden.
    Ich mache halt auch das, was gerade ansteht intensiver, der Rest wird entweder nach Lust und Laune oder wenn die Disziplin das erlaubt schön abwechselnd zum "Wachhalten" von Technik und Ansatz geübt ( nur 15 Minuten oder so). UNd ich schau, dass ich für jedes INstrument immer ein paar gute Blättchen zur Hand habe, damit ich recht kurzfristig "auf Touren" komme, wenn es sein muss.
    Wenn ich mehrere INstrumente am Tag übe, dann mache ich das meistens von oben nach unten ( hohe INstrumente zuerst) und zuerst KLarinetten und dann die Saxe... fällt mir in dieser Reihenfolge einfach leichter...warum auch immer....
    LG
    Thomas
     
  14. auge

    auge Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin da eher pragmatisch und vielleicht bei Herman.
    BigBand verlangt Bari! Üb ich derzeit fast nicht aber spiele ja viel in den Proben.
    Band verlangt poppiges Alto.
    Kirche verlangt lyrisches Soprano
    Ich verlange rauchig/jazziges Tenor in vorbereitung auf eine Prüfung.
    Was übe ich? Zu 90% Tenor.
    Nach wenigen Takten auf den anderen Instrumenten bin ich auch wieder dabei. Und intonation hat sich eh eingebrannt.
    Leiden tun nur die HighNotes. Die gehen derzeit nur am Alto halbwegs. Sind mir aber im Moment nicht wichtig.
    Am meisten Interessiert mich Jazzharmonielehre Scales usw. und das ist ja wieder unabhängig von der Tröte.
    Ob das so gscheit ist?
    Mir egal.
    BTW, bin ich froh wenn ich täglich 60 min üben schaffe ( im Schnitt)!

    Lg
    Auge
     
  15. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ich kenne ja selber das Problem mit dem Üben. Ich spiele die 4 Standardsaxophone, Klarinette, Querflöte und Klavier, natürlich wird auch bei mir die Zeit knapp.
    Wer sich aber hinstellt und glaubt er beherrscht wirklich ein Instrument und klingt darauf super ohne es zu üben, dem glaube ich das nur begrenzt bis gar nicht. Allein die Saxe unterscheiden sich schon deutlich in so vielen Dingen und meist hörst Du den Leuten an welches Instrument sie am meisten üben.
    Wer viele Instrumente spielen will muss sie auch regelmässig üben, so simpel ist es. Und manchmal ist es so einfach: Die eine Übung mache ich mit dem einen Sax, die nächste mit einem anderen etc. etc. (z.B. Tonleitern auf dem Tenor, Akkorde auf dem Alto, Etüden auf dem Bariton etc. etc. am nächsten Tag andere Reihenfolge).
    Ich denke das ist durchaus machbar.
    Wer ein halbes Jahr kein Sopran spielt muss sich nicht wundern wenn er dann um da wieder fit zu werden (gerade in punkto Ansatz und Intonation) erstmal ganz schön ackern muss.
    Manchmal wäre es aber auch für manchen Spieler besser sich vielleicht einfach auf weniger Instrumente zu konzentrieren.
    Einer meiner Dozenten von früher hat z.B. einfach gesagt er bietet Klarinette nicht an und konzentriert sich nur auf Alto, Sopran und Flöte, für mehr ist halt keine Zeit, die Instrumente beherrschte er dafür aber dann sehr gut.
    Jedem das Seine aber probiert es dochmal mit dem Wechseln für unterschiedliche Übungen aus ob Euch das was bringt. Wenn es Euch dann nichts bringt, hat es Euch immerhin auch nicht geschadet.
    LG Saxhornet
     
  16. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Ich übe ja vor allem Klarinette und Tenorsax. Da sind die Griffe und der Tonumfang schon so unterschiedlich, dass auch das separate Üben der Tonleitern usw. sinnvoll ist.

    Aber sogar zwischen Sopran und Tenor merke ich Unterschiede. Beim linken kleinen Finger, und bei den Intonationskorrekturen fürs Sopran.

    Sopran muss für mich momentan ganz ruhen, weil ichs leider auch nicht brauche. Wenns wieder mal so weit ist, brauche ich dann ungefähr eine Woche, um wieder drin zu sein.
     
  17. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    ja, das eine ist das regelmässige Üben der Instrumente.
    Was ich bei mir persönlich aber auch festgestellt habe ist, dass ich unglaublich viel mehr Zeit als erwartet brauche, um mich wirklich auf einem neu dazugenommenen INstrument wohlzufühlen, so dass das "Erhaltungsüben" einigermassen ausreicht...( am zickigsten war/ist bei mir bisher mein geliebtes Bassetthorn...)
    LG
    Thomas

     
  18. Mugger

    Mugger Guest

    Hallo,
    das rein handwerkliche Beherrschen des Instrumentes ist die eine Sache.
    Da kannst Du schon ein ganz gutes Niveau erreichen, wie ich meine, auch wenn Du nicht jedes Horn jeden Tat übst.
    Eine Stimme auf einem Horn zu entwickeln ist aber schwer genug. Und auf mehreren? Na Prost...

    Liebe Grüße

    Guenne
     
  19. Gast

    Gast Guest

    Mal eine kleine Themaverfehlung....

    Ich werde in Kürze versuchen Alt und Tenor unter einen Hut zu bringen. Vielleicht wird mir nichts anderes übrig bleiben, als die nächsten fünf Jahre nur Tenor zu üben. Aber das will ich eigentlich nicht!

    Herzliche Grüße,

    Joe
     
  20. saxolina

    saxolina Strebt nach Höherem

    Also ich habe eigentlich immer nur eins gespielt, die Instrumente haben sich quasi den Rang abgelaufen. Für mehrere parallel nebeneinander reichte meine Zeit nicht. Komischerweise hatte ich auch gar nicht das Bedürfnis...


    Grüße
    Saxolina
     
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