Hallo zusammen, hat bereits jemand Erfahrungen mit einem Stagg 77SA Alt Saxophon gemacht. Ist ja vom Preis her auch nicht gerade ein Billig Teil. Bin absoluter Anfänger. Danke Gruß Stephan
Alles was ich bis jetzt von Stagg gesehen habe und auch probiert, war absolut nicht gut. Auch habe ich immer schlechte Erfahrungen gemacht mit Reparaturen von diesen Instrumenten. Ich würde Dir echt davon abraten. Grüsse aus Brüssel
Mit so einer Frage wirbelt man immer sehr viel Sand auf in den Foren! Der eine sagt,so,der andere sagt,so! Es ist schwer etwas zu beurteilen was man nicht selbst gespielt hat oder gehört und angefasst hat! Ich würde dir empfehlen erstmal ein solides Anfängersax zu mieten und später kannst du dich immer noch nach anderen Saxen umschauen! Gruß und good luck wolf61
Naja, sagen wir, es ist im unteren Preissegment. Ich hatte einmal ein 200€ "Harmony" in Händen, das lag schon dort, wo ICH es nach meiner Begutachtung auch hingetan hätte: In der Spielzeugabteilung eines Supermarkts. Auch 200€ sind mehr als man üblicherweise nur mal so zum Probieren ausgibt, da erwartet man sich einen Gegenwert. Aber selbst in China kann man nicht kostenlos arbeiten, Material und Vertrieb kosten auch etwas. Ein Musikinstrument ist eine Präzisionsarbeit und selbst kleine Fehler verursachen im Ergebnis oft großen Verdruss. Gerade im Preisbereich 300-500€ ist das Risiko, eine Niete zu ziehen besonders hoch, denn hier überschneiden sich die teureren "Spielzeuginstrumente" mit den billigen "schon Qualität" Instrumenten. Es soll auch Perlen darunter geben, aber noch nicht so oft. Ich bin aktuell dabei für mich so eine "mögliche Perle" zu prüfen. Kann aber auch gerade so gut sein, dass das Ding kompletter Mist ist. Und selbst wenn es MIR gefällt, heißt das ja auch nicht, dass es Dir genauso liegen würde. Nächste Woche bin ich schlauer. Als "absoluter Anfänger" hat man dann noch zusätzlich das Problem, dass man mangels Vergleich mögicherweise längere Zeit nicht merkt, wenn das Instrument Probleme macht. Schließlich ist gerade am Anfang sowieso alles neu und schwer. Ich hatte das Glück, dass ich ein "verwendbares" Instrument leihen konnte. Ich habe mir auch gleich einen Lehrer gesucht und der hat es nach dem Probespielen als "für den Anfang ausreichend" eingestuft. Nach einem halben Jahr regelmäßig Üben habe ich die Gelegenheit bekommen, mal in der Oberliega zu probieren: Ein Selmer SA 80-II (Preisrahmen ~3.000,-€). Sogar mir als Anfänger ist der Unterschied sofort aufgefallen. Ich denke, ich kann jetzt besser erkennen, wo ich als Spieler Probleme habe und wo mein Instrument mich mehr behindert als es notwendig wäre. Ohne eigene Erfahrung blind ein Instrument im unteren Preissegment zu kaufen halte ich (heute) für ungeschickt, ganz besonders, wenn Du keinen erfahrenen Spieler bei der Hand hast, der Dir am Anfang weiter hilft. Mit ein wenig Pech hast Du eine Gurke in der Hand, keine Freude am Üben und gibst schnell wieder auf. Im mittleren und oberen Preissegment, ich sag mal so von 1.000,--€ aufwärts kann man vermutlich blind darauf vertrauen, dass das Instrument an sich grundsätzlich geeignet ist. Weiter oben kommt dann aber wieder ein gewisser Kult-Aufschlag dazu, wo mehr Geld nicht mehr zwangsläufig "besseres" Instrument bedeutet. Das ist ein wenig wie beim Auto. Gebrauchter VW-Käfer für 300,-- kann alles mögliche bedeuten. In der Passat-Klasse entscheidest Du Dich nicht mehr nach den technischen Details - das funktioniert einfach - sondern eher, wie sich die Sitze anfühlen, oder ob die Farbe der Armaturenbeleuchtung zu Deiner Stimmung passt. Ein Ferrari ist nicht in erster Linie deshalb teuer, weil er so viel "besser fährt" als ein Passat, sondern damit man sich von der Masse abheben kann und der "Sound" einfach anders ist. Andererseits hätte es ja auch sein können, dass man Dich hier mit Antworten á la "Super Instrument, viel zu billig für die Qualität, unbedingt schnell zugreifen" überschüttet, dann wäre Dir vermutlich auch geholfen gewesen.
Zu diesem Instrument hat sich Rick, soweit ich mich erinnere, gelegentlich ansatzweise positiv geäußert. Es war mein Anfangssax an dem mein Lehrer zunächst rumgenörgelt, es dann toleriert und später sich dazu nicht mehr geäußert hat. Ich hab es ungefähr 1 1/2 Jahre gespielt. Es ist auch aus meiner heutigen Sicht in Ordnung gewesen. Übrigens war im Internet ein Sax aus Mietrückgabe angeboten worden, das ich eigentlich ersteigert hatte. Weil dieses Instrument (angeblich) nicht mehr in Ordnung war, hat mir der Verkäufer das fabrikneue Stagg zugesandt. Es steht inzwischen bei mir im Keller und wartet auf eine Wiederverwendung. Gruß, Joe
Ah! Es handelt sich also nicht um ein anonymes Teil, das von Unbekannt aus Irgendwo angeboten wird, sondern um ein ganz spezifisches Einzelstück, das hier jemand persönlich kennt und beurteilen kann. Man ist zwar auch in einer Online-Community ein Fremder unter Fremden, aber meine bisherigen Erfahrungen, auch in anderen Foren, hat mich darin bestätigt, dass Forenmitglieder das ihnen entgegengebrachte Vertrauen normalerweise verdienen.
Ich verstehe nicht ganz, was Du meinst. Ich habe mein Stagg aber bisher nirgendwo zum Verkauf angeboten. Gruß, Joe
Ich habe beim Lesen Deiner Nachricht den Eindruck gewonnen, dass das angefragte STÜCK dasjenige ist, das Du selbst gespielt hast und das nun im Keller auf einen Abnehmer wartet, nicht dass es sich um ein gleichartiges Modell aber anderes Exemplar handelt. Sprache ist relativ. Ich bitte, den Fehler zu verzeihen.
Kein Problem. Aber nochmal zur Klarstellung: ich habe 1 1/2 Jahre ein Stagg Altsax gespielt. Nachdem ich es erhalten hatte, habe ich erst die Diskussion über "Chinakannen" mitbekommen. Ich war mit dem Teil als Anfänger zufrieden, meine Ansprüche waren natürlich auch noch in keiner Weise differenziert. Ja, es ist jetzt im Keller, ich habe es aber bisher nirgendwo angeboten. Insofern ist meine Formulierung: "und wartet auf Wiederverwendung" vielleicht mißverständlich gewesen. Gruß, Joe
Stimmt, einer meiner zur Zeit besten Schüler spielt so eines von Anfang an. Es ist als Sax nichts Besonderes, aber eben auch nicht besonders Schlechtes; Mechanik, Spielbarkeit, Intonation sind passabel. Nach 6 Jahren Dauereinsatz (Schüler spielt im Blasmusik-Verein, hat also regelmäßige Proben und mehrmals im Monat Auftritte) ist die Mechanik natürlich etwas ausgeleiert, aber es funktioniert noch, wurde auch zwischendurch nicht überholt oder neu eingestellt. Ich finde es auf jeden Fall brauchbar; mit um die 400,- bis 600,- Euro liegt es eher im oberen China-Segment, wo es auch qualitativ anzusiedeln ist. Andere meiner Schüler spielen zum Teil wesentlich teurere Instrumente und haben damit aber im Wesentlichen anfangs die gleichen Probleme wie die mit solchen brauchbaren "Billig-Kannen" wie Stagg, erst nach ein paar Jahren Spielerfahrung lohnt sich meiner Meinung nach wirklich der Aufstieg in die höheren Preis- und Güteklassen. Schöne Grüße, Strange
Ich will alles ersteinmal Danke sagen denen die sich des Themas angenommen haben. Denke es sind ein paar brauchbare Informationen geschrieben worden. Wollte natürlich nicht das sich hier einige in die Haare bekommen oder das es Miß Verständnisse gibt. Jedenfalls hab ich das Teil nun erst einmal Zuhause und ich konnte Ihm bereits ein paar Töne entlocken die sich für einen Anfänger wie ich es nun einmal bin recht ordentlich anhören.
Hihi, wie lustig! Ich bin einem anderen Forum (ganz andere Thematik) als "Strange" angemeldet und hatte dort einen Beitrag gepostet, bevor ich hier reinschaute - deshalb habe ich dann hier aus Versehen falsch unterschrieben. Dies als Erklärung, falls der Name dem einen oder anderen "strange" vorkam... Schöne Grüße, Rick
Das ist natürlich typisch für China-Instrumente, wie wir hier schon öfter festgestellt haben - die breite qualitative Streuung von "brauchbar" bis "grottenschlecht". Stagg ist meines Wissens vorwiegend eine Marke für Schlagzeug-Equipment, entsprechend werden wohl die Saxe nicht exklusiv für sie gebaut, sondern sie vertreiben da wahrscheinlich lediglich Standard-Produkte, die von allen möglichen Herstellern stammen, daher meistens die breite Streuung. Deshalb gilt bei chinesischen Instrumenten ja auch immer: Antesten vor dem Kauf, als Anfänger am besten einen erfahrenen Spieler mitnehmen. Schöne Grüße, Rick