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Dieses Thema im Forum "Bücher / CDs / Noten / Playalongs" wurde erstellt von wolferl58, 28.November.2017.

  1. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Gilt für "öffentlich aufführen" Die Einnahmen sind unerheblich.
     
  2. Mini

    Mini Ist fast schon zuhause hier

     
  3. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ja klar. Das ist vollumfänglich illegal so etwas zu machen. Genauso illegal wie für's daheim Üben "eine Arbeitskopie" herzustellen. Das ist auch keine Graustufe. Es ist ungesetzlich. Vorgesehen ist: ich kaufe für's Üben daheim eine eigene Ausgabe. Es wird so nicht gemacht, aber das Gesetz würde es so verlangen. Wir machen viel was im Gesetzbuch als verboten gilt. Täglich. Und jeder macht das mit seinem Gewissen aus, wo seine persönliche Graustufe endet.

    Es ist verlockend zu sagen, alles was jenseits MEINER Graustufe ist ist voll böse. Man sollte aber daran denken, dass es Leute geben könnte, die meine persönlich noch "ganz OK" befindlichen Dinge schon weit jenseitig SEINER persönlichen Graustufe sieht und dann eigentlich ich der totale Bösewicht bin. Wo ich mir selber doch gar nicht so böse vorkomme.

    OK das war blöd, die Seite zu verlinken. Natürlich wusste ich, dass die Noten geklaut sind. Das geht gar nicht anders, weil es überhaupt nicht möglich ist, Noten von dem Stück zu veröffentlichen, wenn man nicht eben der Verleger ist. Das YT Video ist auch illegal (illegal aufgeführt, Noten veröffentlicht). Sämtliche Ausgaben davon auf MuseScore sind illegal. Man darf die Noten auch nicht nach Gehör oder Gedächtnis aufschreiben und veröffentlichen. Anderer Teil des Urheberrechts, aber genauso illegal und im Grunde ist es dafür egal ob der Geschädigte der Musikverlag oder der Komponist ist.

    Wir sind hier eine Diskussionsgruppe von "Musik machenden". Wenn man es streng nimmt, machen sich viele theoretisch strafbar, wenn sie "mal eben nur so" irgendwas für irgendwen spielen. Ist das Publikum noch als "privat" einzustufen, oder ist das schon "öffentlich"? Wurde das Background dafür korrekt lizensiert und gemeldet? Zählt das am Ende wie bei Nachbarschaftshilfe schon als "Pfuscherei" und müssen die ausgegebenen Getränke als Einnahmen verbucht werden? Ist Üben in der Fußgänger Unterführung nicht eigentlich eine öffentliche Aufführung mit allen rechtlichen Konsequenzen?

    Wie steht's mit anderen kleineren und größeren "Grauzonen"? Zigarettenkippe in die Lanschaft geflippt, Abschneider über Nachbar's Wiese genommen, Hundehäufchen auf fremdem Grund oder Leinenpflicht nicht beachtet? Beim Sturmschaden die kaputte Liege vom Sommer gleich mit reklamiert? GEZ Gebühren vollständig bezahlt? Müll ordentlich getrennt? Krankenstand bei überraschend rascher Genesung frühzeitig beendet? Alle Steuern immer brav abgeliefert, oder bestellt jemand gelegentlich was aus China mit beiliegender "Reparaturrechnung"?

    Ich vermute, niemand von uns ist so heilig, dass er nie irgend eine Regel missachtet. Das geht schon deshalb nicht, weil sich manche total widersprechen.

    So blöd das vielleicht klingt, ich bin überzeugt, dass viele Gesetze hauptsächlich da sind, um bei überhandnehmendem Verstoß dagegen mal die Hand zu heben und "He! Das geht so nicht!" zu rufen. Manche Gesetze sind gut gemeint aber so weit von der Realität entfernt, dass eine Exekution derselben völlig absurd scheint, außer für einen Juristen vielleicht. Das wäre eine Gelegenheit darüber Nachzudenken, ob das Ziel, das das Gesetz regeln soll, nicht auf andere Art besser erreicht werden kann.

    Die Urheberrechtsabgabe (Pauschalvergütung) ist für sich gesehen gar nicht so blöd. Da wird zwar jeder Bürger pauschal vorab als Gesetzesbrecher bestraft. Aber wenn die Einnahmen den Urhebern auch wirklich und ausreichend zu kommen, wäre das als Kulturförderung doch OK. Nur muss man dann das Kopieren auch erlauben. Bezahlen tut man dafür ja schon. Mit YT hat sich die GEMA ja auch geeinigt. Es ist faktisch nicht möglich Urheberrechtverletzungen bei der Nutzung von YT zu vermeiden, also gibt's eben Pauschalzahlungen. Das ist möglicherweise ein tragfähiges Konzept, das auch auf andere Bereiche erweiterbar ist. Man eiert noch rum, aber im Zeitalter der Voll Digitalisierung mit Gesetzen aus dem Barock zu hantieren ist nur bedingt effektiv.

    Auch wenn gleich wer "Neidkomplex" schreiben wird - ich bin überzeugt, dass in der jährlichen Abrechnung der Urheberrechtsvergütungen aus der Arbeit vom Michael Jackson der Posten "Notenmaterial" auch dann nicht erkennbar wäre, wenn alle Noten legal erworben würden. Der Schaden der seinen Erben durch Abschriften oder Kopien tatsächlich entsteht dürfte also kaum existenzbedrohend sein. Das macht es immer noch illegal, drückt aber doch sehr aufs Unrechtsbewusstsein.

    Das ist ganz ähnlich mir "downgeloadeter Musik". Da wird immer argumentiert, dass jeder Download ein Kauf weniger ist. Das ist totaler Blödsinn. Die meisten würden das nicht kaufen, falls sie es nicht anders laden können. So oder so nicht. Sie würden eben es nicht hören, aber unter'm Strich ändert das für den Urheber am Einkommen nicht einen Cent.

    Auch Microsoft wäre nie so groß geworden, wenn nicht jeder deren Software kopiert und damit aber auch genutzt hätte. Also nicht jeder, aber eben viele und oft. Das ist der Grund warum das so verbreitet ist. Und irgendwann kauft man dann mal was und dann noch was. Und DAVON sind die groß geworden.

    Kopieren wird bekämpft, aber dann doch nicht mit aller Konsequenz, weil Kopieren auch für Verbreitung sorgt. Verbreitung = Werbung die man sonst auch bezahlen müsste. Und irgendwann kauft dann doch wer das ganze Notenheft, das er sonst vielleicht gar nie gewollt hätte.

    Liegt vielleicht auch an meiner Mentalität als Österreicher. Bei uns ist jeder Hobbyjurist und entscheidet selbst pro Fall, ob ein Gesetz hier sinnvoll ist und angewendet werden sollte. Das klappt im Allgemeinen recht gut. ;)
     
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  4. hiroaki

    hiroaki Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht sollten wir alle etwas Österreicher sein;)
     
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  5. flar

    flar Guest

    Moin, moin

    Anmelden muß man den einzelnen Titel nicht, auch nicht wenn die Originale geliehen sind!
    Aber die Veranstaltung als ganzes schon, das macht in der Regel der Veranstalter.
    Unterumständen erhält man im Nachhinhein eine GEMA Liste um die gespielten Titel anzugeben, das Dient dann wohl dazu den Verteilerschlüssel der GEMA, auf den aktuellen Stand zu bringen.
    (Da könnte es Sinnvoll sein den geliehenen Titel nicht aufzuführen oder aber einen schriftlichen Beleg für die Leihgabe zu haben.)
    Im Normalfall wird aber einfach die angemeldete Veranstaltung berechnet und nach dem Schlüssel wird dann verteilt.

    Immer eine GEMA Liste ausfüllen und einreichen sollte man aber tunlichst dann machen wenn man eigene Werke aufführt die bei der GEMA angemeldet sind,
    damit man auch etwas davon hat, und nicht nur uns Didi! ;)

    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2.Dezember.2017
  6. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Ich war gerade etwas verblüfft, als ich den neuen Thread vom Noten-Eipäd oder -Tablet überflog. Was isn damit? Muss doch voll illegal sein!
     
  7. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ist es auch....

    CzG

    Dreas
     
  8. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Dann wird aber das Missverhältnis zwischen dem, was erlaubt ist und dem, was völlig leichtfüßig und stark zunehmend praktiziert wird, immer größer. Binnen kurzem ist dann der Originalpapierzwang nur noch eine Lachnummer.
     
  9. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Klar, das Gesetz stammt ja auch aus einer Zeit, da gab's Internet, iPad und Co. noch nicht.

    Es ist bildet die heute üblichen Lebensgewohnheiten gar nicht ab.

    M. E. sollte es erlaubt sein gekaufte Noten auf iPad und co zu archvieren, zu nutzen, nicht aber diese elektronisch zu verschicken.

    CzG

    Dreas
     
  10. kalleguzzi

    kalleguzzi Ist fast schon zuhause hier

    Ist das eigentlich nur in Deutschland so?
    Oder in der EU?

    Herzliche Grüsse aus Schweden
    kalle
     
  11. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ich glaube das ist in allen "zivilisierten" Ländern so. Bei China bin ich nicht so sicher, da wird grundsätzlich alles kopiert, BESONDERS wenn es was aus dem Ausland ist.

    Ein Grund mehr, gewisse Kulturleistungen, die der Allgemeinheit zugute kommen, auch durch die Allgemeinheit zu finanzieren.

    Momentan jammern hauptsächlich die Hersteller von "flüchtigen Werken", die sich durch die Digitalisierung beliebig und ohne nennenswerte Kosten vervielfältigen lassen. In ein paar Jahren gesellen sich die Hersteller von technisch einfachen Dingen dazu, deren Wert hauptsächlich im aufgedrucken Markennamen und dem "geschützten Design" bemisst. Diese Dinge werden jetzt schon mit 3D Druckern kopiert. Das ist noch rudimentär, aber die Entwicklung geht klar in die Richtung, dass mehr und mehr solches Zeug selbst gemacht oder billig kopiert wird.

    Dazu kommt, dass die manuelle Arbeit von Menschen zunehmend von Maschinen erledigt wird, für die man weder Lohn noch Sozialabgaben zahlen muss.

    Ich hoffe, die zuständigen Entscheidungsträger haben Berater, die für diese Szenarien Lösungsansätze erarbeiten, die sich nicht in "noch strenger verbieten" erschöpfen.
     
  12. kalleguzzi

    kalleguzzi Ist fast schon zuhause hier

    Danke!

    Hab mittlerweile auch im Netz Infos dazu gefunden.
    Allerdings muss ich mir die schwedischen Fachausdrücke mal erklären lassen. Da reichen meine Kenntnisse noch nicht.
    Jedenfalls darf man in bestimmten Fällen kopieren, "Kopie" draufschreiben und Name / Datum. (z.B. bei Vergrösserungen, wenn die Lesbrille nicht mehr reicht )

    Herzliche Grüsse aus Schweden
    kalle
     
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