"Totgang" Oktavhebel erzeugen

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von Ton Scott, 11.Juni.2019.

  1. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Moin,
    folgendes kleines Problemchen mit einem Tenor:

    Ich hatte gedacht, dass irgendwas mit einem Polster nicht stimmt, bzw. irgendetwas sonst faul ist, dass manchmal Töne mit Widerstand ansprechen, bis ich draufgekommen bin, dass der Oktavhebel Null Totgang hat.

    Der Hebel ist - wie er sein soll - leicht erhaben über dem Puck, in dem Moment, wo man ihn berührt, geht allerdings schon die Oktavklappe am Korpus auf.
    Wie soll ich vorgehen, dass ich ein minimales Spiel kriege? Oder lassen und daran gewöhnen?

    Danke, Ton
     
  2. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    wenn ich es richtig verstehe greift er sofort in den oktacbügel des s-bogens ein.
    da wäre dann das spiel herzustellen,
    ABER aufgepasst, vorher würde ich das spiel der oktavmechanik prüfen, dieser kleine kurze baum der mittig auf einem pin ruht.

    ah, stopp, du meint die UNTERE oktavklappe?
    was für ein modell von saxophon?
     
  3. vmaxmgn

    vmaxmgn Ist fast schon zuhause hier

    Das Problem hatte ich auch. Nach Anweisung meines Schraubers, habe ich den Zeigefinger unter den OK Bügel am S Bogen geklemmt und hinten auf das Polster der OK ganz leicht gedrückt und immer wieder probiert bis ich 1 mm Spiel hatte. Wichtig ist dass du ein D greifst und die OK dazu mal drückst, dann musst du es ca 1 mm Spiel haben, da er ja dann erst beim A’‘ aufgeht. Hoffe ich habe es verständlich erklärt. Ups, habe überlesen dass es um den Korpus ging. Also andere Baustelle.
     
  4. Ton Scott

    Ton Scott Freak

     
  5. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    immer noch - was für ein horn?

    es gibt untrschiedliche syteme.
     
  6. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Cannonball
     
  7. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    ich passe, hatte ich noch nicht auf dem tisch.
     
  8. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Er meint doch den Oktav-Drücker bei der Daumenauflage.....bei nur wenig Berührung unerwünschte und sofortige Aktion.

    Kann man einstellen, aber das ist bei jedem Sax und Modell verschieden und unterschiedlich zu handeln.
     
  9. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Also,

    ich kam auf 2 Optionen.
    Das Kunststoffhülschen, wo der Zapfen in dem "U" fährt, dünner machen.
    Oder dieses "U", die "Gabel", etwas aufweiten.

    IMG_4180.jpg
     
  10. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Yes !
     
    kokisax gefällt das.
  11. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Gerade in dem Bereich gibt es ganz unterschiedliche Lösungen. Also genau schauen, wie der Mechanismus funktioniert, und dann einstellen, entweder etwas von einem Kork abschleifen, oder ggf. etwas biegen.

    Oft ist es so, dass, wenn die G-Klappe die untere OK frei gibt, diese sich an dem oberen Mitnehmer, also dem am S-Bogen abstützt und so öffnet. Dann braucht man nur da oben ein klein wenig Spiel einzurichten. Dazu den Oktavklappenbügel am S-Bogen ein klein wenig weg biegen.

    Das sieht man dann schon daran, dass da oben Null Spiel ist.

    Gruß,
    Otfried
     
  12. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    mit dem bild kann ich mich äußern,
    ja, aber ausbauen und danndas U verändern, biegen oder feilen, alternativ schrumpfschlauch (unter umständen zweilagig)
     
  13. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    An dem U würde ich persönlich kein Spiel haben wollen, das führt zu hässlichem Geklapper. Das muss auch anders gehen (siehe mein voriges posting)
     
    Bambusbläser gefällt das.
  14. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Sorry, ich nehme alles zurück.
    Das mit dem Abstützen oben ist zwar richtig, bei mir öffnet sich die untere OK trotzdem sofort etwas.
    Habe ich mich wohl dran gewöhnt.

    Gruß,
    Otfried
     
  15. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    @xcielo,

    dort wo die stange der wechselautomatik UNTEN eingebaut wird kann man luft schaffen.
    verkleinern des pilzes der stange ( geschlitzt) oder vergrößeren der aufnahme. (reibahle, bohrer zu grob)

    spiel bleibt spiel.
     
  16. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Du bist auf der verkehrten Fährte !

    Oft sind die Kunststoff-Hülsen in der Gleit-Gabel zu straff...mit der Zeit platten die sich aber an den Reibepunkten etwas ab und das Spiel kommt automatisch.

    Da kann überhaupt nix klappern, wenn der hüsenummantelte Zapfen in der Gleitgabel geringfügig hin und her rutscht...vorzugsweise hier sogar etwas fetten oder dickflüssig gering ölen.

    Bloß nix ausfeilen, je nach Feile werden die Gleitfflächen zu rauh..oder man muss nachpolieren. Die inneren Gabelflächen sollten absolut glatt sein

    Diese Gabeln kann man ganz vorsichtig und gering etwas aufbiegen /aufweiten....wenn man keine riffellose Zange mit glatten Backen hat, am Ansetzpunkt der Zange mit kleinen Pappestreifen oder Tesakrepp gegen verkratzen sichern.

    Gr Wuffy
     
  17. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    das aufbiegen ist so eine sache, hat natürlich den vorteil des zurückbiegens,
    eine technisch geweitete öffnung kann auch wieder zurückgebogen werden.

    biegen allgemein hat nunmal die gefahr in sich des bruches. - alles schon gehabt.

    wer's nicht in den fingern hat.

    wie immer, die wege nach rom sind vielfältig.

    wer eine diamat-flach-feile nimmt und den hieb ( die riffelung) mit kreide abschmiert nimmt soviel weg/ab, wie feines schmirgelpapier.


    übrigends, alle SPEISEEISSTILE werden bei mir in der werkstatt gelagert.
    da werden zwei (bei bedarf) mit holzleim vernunden und dann (mannigfaltig) nach der körnigkeit mit schleifpapier beklebt (alles auf vorrat), dass geht dann bis über 1000 papier und damit kann man prima flächen glätten.
     
  18. ToMu

    ToMu Strebt nach Höherem

    nachsatz:
    das aufbiegen sorgt dafür, dass die parallelität (an sich) keine mehr ist, es wird zum "V" (im grundsatz ein U-V)
     
  19. m_max

    m_max Ist fast schon zuhause hier

    ... eigentlich ist man doch froh, wenn es kein Spiel gibt ... kann man sich nicht daran gewöhnen? Notfalls würde ich die Kunststoffhülse durch einen dünneren Schrumpfschlauch ersetzten ...
     
    jabosax gefällt das.
  20. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Das verstehe ich nicht... die G Klappe hält doch die Oktavklappe zu. Meinst du, dass du in der unteren Oktave aus Versehen an den Drücker kommst und dann die Töne streiken?
     
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