Über das Ausprobieren von Mundstücken

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Claus, 21.November.2017.

  1. Claus

    Claus Moderator

    Zu dem Thema, wie lange (und wie) man sich mit einem Mundstück vor einem abschließenden Urteil beschäftigen sollte, gibt es einen sehr lesenswerten Artikel von Steve Neff:

    http://www.neffmusic.com/blog/2017/11/finding-sax-mouthpiece-gold-among-the-rubble/

    Ich gestehe, dass ich mir diese Zeit nicht immer genommen habe. Das Urteil war oft schnell gefällt und dabei bin ich vermutlich vielen Mundstücken und ihrem jeweiligen Potential nicht wirklich gerecht geworden. Aber häufig hat man ja auch nicht die Gelegenheit, sich so gründlich mit einem Mundstück auseinanderzusetzen.

    Persönlich bin ich offen gestanden froh, jetzt mit dem "10MFan Black Widow" ein Mundstück gefunden zu haben, das mich voll zufrieden stellt und einfach gut passt.

    Ich habe also die Suche eingestellt.:stop:

    wenigstens für ein paar Jahre....:whistling:
     
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  2. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ich auch......:D

    CzG

    Dreas

    P. S. Guter Artikel! Ich denke das gilt im Grundsatz auch für ein Horn....
     
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  3. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Ja, besonders wenn man beim Händler in der Kabine etwas aussuchen will. Ich brauche Wochen, wenn nicht Monate, bis ich weiß, ob das Mundstück passt, daher heißt für mich ausprobieren leider auch kaufen müssen. Jetzt habe ich ein Vandoren V16,T6 large und hoffe, dass es dabei bleibt.:)

    LG Helmut
     
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  4. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Wie viele verschiedene Mundstücke gibt es .... hunderte ??? tausende ??? wie will man da sein Mundstück finden, wenn die meisten Händler nur maximal 50 zur Auswahl haben? Mein letzter Kauf war eine absoluter spontan Kauf .... eigentlich wollte ich nur mal probieren und dann sagt mein Sohn plötzlich, das ich es kaufen soll ... ich habe auf dem Heimweg noch überlegt, ob es ein Fehler war. Jetzt nach ca. zwei Wochen bin ich total glücklich, weil ich mit dem Teil echt gut klar komme und plötzlich Töne kommen, die ich noch nie gehört habe.....

    .... habe ich jetzt aber das richtige Mundstück? nur weil ich bis jetzt zirka 30 probiert habe ????? Am Besten probiert man erst gar nicht und kommt so nicht in Versuchung .....
     
  5. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug ;-)
    LG quax
    (Aber der olle Epikur hatte ja auch noch kein Sax)
     
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  6. Saxoryx

    Saxoryx Ist fast schon zuhause hier

    50. Mann, das wäre ein Traum. ;) Allerdings ... Wer hat schon die Zeit, die alle auszuprobieren? Ich bin daher eher nach dem Prinzip gegangen, ich will möglichst keinen dreistelligen Betrag für ein Mundstück ausgeben. Ein Mundstück ist zu klein, um so viel zu kosten. ;) Und für jemanden, der kein Profi ist, ist das auch wirklich rausgeschmissenes Geld. Dann lieber an den eigenen technischen Fähigkeiten und am Ansatz arbeiten. Wenn man da gut ist, reicht auch ein Yamaha 4C.

    Wer zu viel Zeit und Geld hat, bitte ... Ich will wirklich niemandem den Spaß an der Rumspielerei nehmen. Wer gut spielen kann, merkt eventuell auch Unterschiede. Aber ich kann nicht so gut spielen und werde es auch nie können. Also spiele ich die Expression-Mundstücke, die ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis haben (das RvB von Rick ist ein Traum auf meinem ebenfalls Expression-Alto! Ich glaube aber nicht, dass es etwas damit zu tun hat, dass Mundstück und Saxophon dieselbe Marke haben. Funktioniert sicher mit jedem anderen Alto genauso ;)) und beim Tenor habe ich zufällig ein China-Metallmundstück bekommen, das glaube ich so ca. 40 Euro kostet auf eBay. Supermundstück und genau das, was ich brauche. Deshalb stelle ich da jetzt auch die Suche ein. Bzw. habe sie schon eingestellt. Mehr als die beiden Mundstücke brauche ich wirklich nicht. Dazu habe ich jetzt die Légère-Kunststoffblätter, die sehr wetterresistent sind und hier in meinem trockenen Wüstenland nicht austrocknen. Zudem bringen sie einen tollen,warmen Sound sowohl auf Alto als auch auf Tenor. Was will man mehr? :D
     
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  7. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe mir mein Mundstück 1973 beim Remscheid-Workshop "verpassen" lassen. Unter den Teilnehmern war eine Combo um den späteren Garbarektaster Rainer Brüninghaus. Der Saxophonist hatte ein großes Saxzubehörsortiment dabei und verstand sein Geschäft ;-) Ich bin nach wie vor zufrieden...

    BTW: In dem Kurs war auch ein junger, völlig unbekannter zappeliger Niederländer - Jasper van't Hoff
     
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  8. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    Ja, die Mundstücke. Eine endlose Geschichte.

    Die Zeit zum Testen in Übekabinen beim Händler war (und ist) einfach zu knapp.

    Deshalb kaufte ich in der Vergangenheit häufig, und meistens war es dann doch nix.

    Ich habe z.B. zu viele Tenormundstücke in der Schublade.

    Alle paar Wochen gucke ich mal in meine Mundstückkiste rein und sage mir, dass ich sie jetzt dann verkaufe. Vielleicht klappt es mal damit.

    Eine positive Überraschung gab es für mich aber letztes Jahr: Mein Bariton-Mundstück von @Guido1980 passte unbesehen und unprobiert auf Anhieb. :thumbsup:

    Lg
    Mike
     
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  9. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Nun ja. Dass unterschiedliche Reeds auf einem MPC zu unterschiedlichen Ergebnissen führen (können) ist kein Geheimnis.

    Und wenn ein MPC-Suchender High-Baffle-Spieler zu einem Low-Baffle-MPC greift (oder andersherum), macht er dies mit einer bestimmten Intention (sollte er zumindest).
    Und zumindest ein fortgeschrittener Anfänger (der mit einer bestimmten Intention eine andere Innenarchitektur wählt) sollte nicht überrascht sein, dass er mit dem anderen MPC anders umgehen muss.


    Und die Befürchtung, dass eine MPC mit dem ich gut klarkomme doch nicht "das richtige" ist hat was von Lampen-, Tapeten- oder Kachelkauf mit dem/der Lebensgefährten/-tin.

    Man hat was gefunden, was beiden gefällt und rennt dennoch nochmal zwei drei Samstage oder so durch Baumärkte und/oder spezialisierte Fachgeschäfte..........


    Als bekennender Pimp- und MPC-Junkie sollte ich da eigentlich die Füße still halten :cool: Ich bin ja zufrieden mit meinem set-up - hab' aber halt auch Spaß am ausprobieren, am ausloten und erkennen, was denn da nun mit dem anderen Equipment wirklich anders ist..

    (Und vielleicht ist ja doch was besseres dabei, als ich jetzt habe :rolleyes:)

    Cheerio
    tmb (und immer schöne Töne)
     
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  10. saxpuu

    saxpuu Kann einfach nicht wegbleiben

    Aber gerade dann, wenn man ein Mundstück hat, mit dem man zufrieden ist, kann man doch in aller Seelenruhe auch mal andere Mundstücke ausprobieren ... man muss ja nicht suchen, aber vielleicht stolpert man doch mal über einen Diamanten.
     
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  11. Claus

    Claus Moderator

    Klar kann man! Mache ich auch, da ich ein neugieriger Mensch bin.

    Aber ich "suche" halt nicht mit dem Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt.
     
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  12. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Weder suche ich noch stolpere ich - ich empfinde sämtliche Equipmentfragen als Ablenkung von meinem "eigentlichen" Weg, den ich konsequent mit Üben und Spielen begehen möchte. Mit Horn und Mundstück bin ich dauerhaft zufrieden - bei Blättern ergeben sich manchmal und zwangsläufig Wechsel.
     
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  13. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    Bei Mundstücken geht das ja,
    aber bei der Beste Ehefrau von allen wird's gefährlich... :duck:

    Spaß beiseite,
    Ein Mundstück hat schon seinen eigenen Charakter (Soundmäßig)
    und wir haben alle unterschiedliche Schnäbel (und Ansätze) so kann es sein das Spieler a mit seinem Setup
    bestens zurecht kommt ich aber nicht.
    Ich habe 2 Lehrer (einer eher Klassiker und kommt von der Klarinette) mit dem seinen Setup komm ich nur schwer
    zurecht mit dem 2ten Lehrer könnt ich während eines Gigs Sax tauschen und alles wär wie vorher.

    Mundstückodysse hab ich hinter mir ... aber probieren tu ich schon ab und an speziell wenn es wieder mal was "Neues" gibt...

    lg

    gue
     
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  14. waldsax

    waldsax Kann einfach nicht wegbleiben

    mach ich auch so.
    Hab auch mittlerweile ne kleine Schublade mit Mundstücken, dazu 3 Hörner, gelegentlich tausche ich mal durch, bleibe aber immer wieder bei den beiden Stammmundstücken hängen..;-)

    Aber die Neugier und Lust mal was auszuprobieren bleibt.... wir sollten mal einen Mundstückteststammtisch machen, da wird´s auch nicht so teuer..
     
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  15. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Auf unserem Stammtisch sind auch immer reichlich Mundstücke am Start und es wird auch entsprechend probiert.

    CzG

    Dreas
     
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  16. reiko

    reiko Ist fast schon zuhause hier

    Da das Thema Mundstücke doch sehr viel Raum im Forum einnimmt, möchte ich einfach mal schreiben, wie ich bisher damit umgegangen bin:
    Als ich in den Siebzigern mit dem Saxen angefangen habe, Unterricht hatte ich so gut wie keinen, war ich immer der Meinung, dass das Mundstück ein Teil meines Saxophons ist und habe nicht im Traum daran gedacht es durch ein anderes zu ersetzen. Da ich mit meinen Mitmusikern (ich war der einzige Bläser in der Band) auch nur über Musik, nie über Material gesprochen habe, die hatten ja auch keine Ahnung von Saxophonen, machte ich mich auch nie auf die Suche. Ich habe mir nur einmal ein Metallmundstück gekauft, weil ich das bei anderen gesehen hatte und es schick fand. Einen Unterschied, ausser dem optischen, habe ich aber nie wahrgenommen.
    Als ich nach über 30 Jahren wieder eingestiegen bin, habe ich irgendwann mal dieses Forum gefunden und staunend gelesen, was es da so alles gibt, Mundstücke die mehr kosten als ein gebrauchtes Sax, Refacer mit Guru Status ...
    Da ich in der Phase, in der ich damals war, einfach keine Töne jenseits von hoch Fis kriegen wollte, ansonsten war ich ja mit meinem alten Yani ganz zufrieden, habe ich mir dann auch mal 5 Mundstücke zu Ansicht bestellt und in einer langen verregneten Sonntagnachmittagsession getestet. Vier waren für mich gefühlt wie "Socke im Trichter", eins ging aber ganz toll ab, ich hatte das Gefühl, noch weniger gedeckt als meine bisherigen (die sich im Prinzip gleich spielen). Das habe ich dann behalten, jenseits hoch Fis ging aber immer noch nichts. Heute schon -- sogar mit den alten Mundstücken!
    Ich habe nie wieder das Mundstück gewechselt oder ein anderes ausprobiert. Als ich mein Sopran kaufte, hab ich im Laden viel probiert, und bin aber bis heute bei dem beiligenden Noname geblieben.
    Man mag mich für einen unsensiblen Banausen halten, aber ich habe nicht das Bedürfnis da etwas zu verändern. Das Einzige, was ich beim Setup ändere sind Blätter, wenn sie abgenudelt, sprich zu leicht, sind. Bei meinem selten gespielten Alto habe ich immer noch das Gefühl der "Socke im Trichter". Das geht aber weg, wenn ich es ein paar Tage spiele.
    Ach ja: Die alten Mundstücke, die Schrift ist da schon abgewetzt und kaum noch lesbar, waren "Berg irgendwas", das Altomundstück (vintage) "Golden To...", das Sopran wie gesagt China Noname und das Tenor ein Vandoren Jumbo Jazz T45 fürs Yani und T75 fürs Selmer.
     
  17. Rick

    Rick Experte

    Kann ich voll unterschreiben, vor allem das mit der "Ablenkung vom eigentlichen Weg".
    Auf neues Equipment muss zumindest ich mich erst eine Zeit lang einstellen, das kann schon mal ein paar Monate dauern - der erste Eindruck ist meiner Ansicht nach selten wirklich aussagekräftig. Was nützt mir da das kurze Probespielen, von mir aus auch die 10-tägige Möglichkeit im Versandhandel?

    Um ein Mundstück wirklich kennen zu lernen, auch das Potenzial richtig ausschöpfen zu können, muss man die passenden Blätter finden, das ist also noch mal ein zusätzlicher Aufwand. Und dann geht es um Ansatz, "Voicen" - wie muss ich da reinpusten, um welchen Sound zu bekommen? Entweder das Mundstück verhält sich wie gewohnt, dann kann ich aber gleich beim alten bleiben, oder es spielt sich etwas anders, dann muss ich mich erst mal darauf einstellen, die verschiedenen Möglichkeiten kennen lernen, und das braucht Zeit.
    Also bleibe ich im Zweifelsfall lieber beim Gewohnten - sofern es funktioniert und das macht, was es soll. An dem Punkt bin ich mit meinen aktuellen Mundstücken, der Rest liegt allein bei mir als Spieler, nicht am Equipment. ;)

    Schöne Grüße,
    Rick
     
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  18. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Genau so! Bei den Klarinetten, die ich nacheinander hatte, war immer ein Mundstück dabei, eben einTeil des Instruments. So ist das heute noch für mich. Beim Sax war es dann erst auch so, bis mir ein Dozent auf einem Workshop das C* ausgeredet hatte. Ich hab dann im Lauf der Jahre (!) etwas rumprobiert. Jetzt bleibe ich bei meinem.

    LG Helmut
     
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  19. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Es sind allerdings auch RvB-Mundstücke.;-)

    LG Helmut
     
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  20. Gerrit

    Gerrit Guest

    Bei mir gibt‘s beides: kurzentschlossen zugreifen und lange, ganz lange abwägen. Vergangenes Jahr blies ich nur einmal so aus Neugier bei mir „nebenan“ in Hamburg ein Theo Wanne Gaja Serie I an. Das kaufte ich sofort, weil ich sofort wusste: das ist es! In diesem Jahr erstand ich ein weiteres Theo Wanne, das Durga. Um dieses Schlich ich mehrere Jahre drum herum, blies es immer mal wieder bei Gelegenheit an. Schließlich gab ich mir einen Ruck und nahm es mit nach Hause... es klingt völlig anders als das Gaja, ich finde die beide gleichermaßen hervorragend und blase sie abwechselnd je nach Lust und Laune. Jetzt ist aber erst einmal Schluss mit Einkaufen gehen, denn die Teile sind scheiße-teuer...
     
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