Unterschied Yamaha YTS 62 und YTS 62 - 02

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von S1nX, 8.Februar.2018.

  1. S1nX

    S1nX Schaut nur mal vorbei

    Guten Morgen liebe Community :)

    Yamaha hat ja seit geraumer Zeit einen Nachfolger für sein relativ populäres YTS 62 Horn auf dem Markt. Natürlich gibt es laut Beschreibung einige neue Dinge am Horn.
    Ich stehe nun vor der Wahl ein gebrauchtes YTS 62 von 1998 zu kaufen (Top Zustand, alles ohne Mängel), oder vllt doch zu einem 900 Euro teurerem 62 - 02 zu greifen (z.B. Thomann)
    Es wird nach langer Leih-Zeit mein erstes eigenes.

    Meine Frage ist nun: gibt es dabei für eine Nichtprofi einen tatsächlichen merklichen Unterschied oder wie kann man diese Dinge wie verbesserter S-Bogen, Klappen etc pp. einordnen?

    Vielen Dank und beste Grüße :)
     
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  2. saxophönixx

    saxophönixx Schaut öfter mal vorbei

    Hallo SinX,

    da hilft nur eines: ausprobieren. Welches Horn kommt Deinen Klangvorstellungen am nächsten und welches passt von der Haptik am besten zu Dir. Nach diesen Kriterien entscheide dann. Nimm jemanden als Beratung mit, der sich auskennt und die Unterschiede beurteilen kann. Hier im Forum gibt es die Rubrick "Saxer helfen Saxern". Vielleicht wohnt ja jemand von diesen netten Leuten in Deiner Nähe, der oder die Dir behilflich sein kann.

    Viele Grüße,

    Saxophönixx
     
  3. danziger

    danziger Schaut öfter mal vorbei

    Ich kenne nur das Original Yamaha 62 aus der ersten Serie, beinahe schon ein Vintage Horn und finde es ausgezeichnet, sehr gute, ergonomische Applikatur und eine leichte Ansprache. Pers. würde ich mir keine weiteren Gedanken machen und die 900 EUR sparen.

    Was man als Fortgeschrittener mental sucht ist im Grunde ein Sax fürs Leben. Aber man verändert sich auch dann noch. Kann also gut sein, dass Du in 2 Jahren auf einmal ein altes Martin in die Hand bekommst und Deine Saxwelt sich nochmal ändert. Das 2018 Yamaha 62 wird Verbesserungen haben, keine Frage. Aber wenn Du in dieser Preiskategorie suchst, gibt es Alternativen, neu und gebraucht, die man einbeziehen sollte. Bei dem 98er 62 ist das so nicht der Fall. Das gebrauchte 62, frisch überholt und in 1a Zustand scheint die sinnvollere Alternative.

    Der Vorschlag beide zu testen ist natürlich schlau. Allerdings brauchst Du dann ein einheitliches Mundstück. Wenn Du das bislang auch geliehen hast, würde ich mir das als erstes suchen/kaufen.
     
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  4. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Anders als bei Autos und Computern ist bei Saxen neu nicht = besser. Eher stehen wie beim Wein die alten Franzosen hoch im Kurs. Führend wichtig ist die Einstellung/stattgehabte Überholung, "kaputt" spielen kannst Du ein 62 whrsch. ein Leben lang nicht. Wenn das neue 62 also nicht klar besser klingt als das ältere, so würde ich das ältere nehmen. Ggf., wenn Dich später einmal andere Hörner begeistern sollten, kannst Du es auch mit wenig Verlust wieder verkaufen. VG, TSax80.
     
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  5. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Das ist bei Autos auch nicht so. :)
    Bei meinem Auto - gerade mal 20 Jahre alt - kann man noch leicht ein Birnchen wechseln und der Baritonkoffer passt noch quer in den Kofferraum.

    Den fahre ich, bis das der TÜV uns scheidet. Aktuell 270Mm auf dem Tacho.

    Grüße
    Roland
     
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  6. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    Das kenne ich.
    Meine olle Kiste ist jetzt 14 Jahre alt und fährt noch immer.
    Wichtigstes Kriterium für den hoffentlich noch langen Fortbestand: Baritonfreundlich, weil breit genug und hinten einen durchgehenden Fußraum.
    Und man sieht beim Rückwärtsfahren noch prima hinten raus.
    Das ist bei vielen neueren Fahrzeugen nicht immer drin.
    Vor allem bei den allseits so beliebten, spritschluckenden Esjuviehs siehste da ja nicht mehr viel.
    Einziger Vorteil bei denen: Er piept bevor es knallt. :p

    Aber zum Thema zurück: Ich würde das alte 62er nehmen.

    Lg
    Mike
     
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  7. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Moin,

    warum müssen eigentlich immer wieder angebliche Parallelen des Saxophonbaus zu den vierrädrigen Blechbüchsen aufgeführt werden? Die 20 Jahre alten Kisten waren sicherlich ok, sind aber auch ziemliche Stinker, wie ich immer wieder merke, wenn ich mal hinter so einem herfahre, und wenn es doch mal rummst, was ich keinem wünsche, dann ist es auch nicht so weit her mit Insassenschutz. Manches Alte ist schöner, nicht alles Alte ist aber auch besser.

    Zum Thema:
    Hier kann man Interessantes zu den alten vs den neuen Instrumenten (allerdings den Altsaxophonen) der 62er Reihe lesen. Einiges ist sicherlich übertragbar auf das Tenor, und hier wiederum findet sich auch was zum Tenor.

    Grundsätzlich finde ich nicht, dass älter = besser ist, aber bei der 62er Reihe muss man schon ein wenig aufpassen. Früher war das ja das Spitzeninstrument von Yamaha. Diese Rolle haben aber inzwischen die 82er bzw. die 875er übernommen und so musste das 62er in die zweite Reihe rücken, und mglw. hat das auch Auswirkungen auf Bauart und Fertigung.

    Ich würde versuchen, beide auszuprobieren und dann entscheiden. Blind würde ich auch eher zu dem Alten greifen.

    Gruß,
    Otfried
     
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  8. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Was für ein Leihinstrument hast Du in der langen Leih-Zeit denn gespielt? War ein YTS62 dabei?
     
  9. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Weil das in D der Defaultvergleich ist. :)

    Hm, ist ein ganz normaler Euro 2-Benziner mit grüner Plakette, die er zu Recht trägt. Bei der letzten Prüfung mit exzellenten Abgaswerten, als wäre der Motor neu. Deutlich unter den Grenzwerten.
    Und ein Mittelklsseauto, das mit 6.5l Benzin auskommt, ist ja auch nicht schlecht.

    Ich vergleiche das mal mit einem Golf VII 1,2 TSI:
    Normrunde: 5.8l
    Testmittel: 7,2l
    zügige Fahrt: >8l
    (Ich habe mit meinem einmal mit Treten auf der Autobahn 7.0l geschafft, mein niedrigster war 6.2l)
    Ja, der Fortschritt ...

    Im Ernst:
    Es wäre ökologisch auch völlig unsionnig, ein funktionierendes Auto zu verschrotten und ein neues zu kaufen. Das Herstellen eines PKW verschlingt viele Ressourcen.


    Beim Saxophon hat sich auch in den letzten 50 Jahren nicht so viel getan wie bei PKWs oder gar Computern. Wer Selmer Mark VI spielt, dann nicht deshalb, weil er sich kein neues leisten kann.

    Grüße
    Roland
     
  10. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    ja, ja des Deutschen Liebstes
    was den Vergleich ja eben so absurd macht
    natürlich hast du da Recht

    Gruß,
    Otfried
     
  11. macpom

    macpom Ist fast schon zuhause hier

    Ein Saxophon reift eher, als das es altert. Jedoch sind nach ca. 10 Jahren die Polster so weit runter, das eine teure GÜ ansteht. Ich würde mir nach diversen Erfahrungen nur noch gebrauchte Kannen kaufen. Jedoch das Saxophon zu einem Holzblasinstrumentenbauer meines Vertrauens bringen, der den Zustand auch beurteilen kann. Am besten auch dort kaufen. Die vermeindliche Ersparniss ist sonst schnell weg.

    Andreas
     
  12. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Der Vergleich mit dem Auto sollte ja darstellen, dass es bei Saxophonen eben nicht wie bei Autos ist. Wahrscheinlich sind doch die meisten je gebauten Saxophone auch noch irgendwie im Umlauf, anders als alle je gebauten Autos (außer vielleicht Porsche 911 und ähnliche).
     
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  13. Dabird

    Dabird Ist fast schon zuhause hier

    Wenn das gebrauchte 62er eine seriöse Adresse ist, die du sogar kennst, ist der weitere Text hinfällig. Auch wenn meine Ansicht immer testen ist, da ich in allen Serien schon gute und weniger gute gefühlt habe, ist mehrheitlich der Trend- die alten sind einfach immer gut, wie man auch hier lesen kann. Mit guter GÜ sind die alten YTS aber in jedem Fall kein Vollschrott.

    Ist diese Angabe vom Verkäufer? Hier ist trotz der sehr definierten Angabe ein großer Spielraum möglich. Als Beispiel - bei meiner Suche nach einem Tenor -hier wurde ein YTS vom Fachhändler als sehr gut beschrieben, kam ein deutlich anderer Zustand an. Ging wieder zurück. Private Inserate beschreiben Instrumente oft auch als sehr gut, und schon auf den Fotos sieht man das Gegenteil. Hier möchte ich nicht unbedingt böse Absichten unterstellen, vielen fehlt die Erfahrung. Und je nach dem, wie du deine Instrumente erhalten möchtest, auch besser, wenn du das Sax deiner Auswahl selber in der Hand hast. Mich stört es z.B. schon, wenn Instrumente als Deko jahrelang offen aufbewahrt werden, und die gesamte Mechanik, Polster etc. voller Staub und Schmutz sind. Je nach Menge ist das in meinen Augen nicht nur ein Punkt der vintage- und vielgespieltes Aussehen im geilen Look darstellt. Also blind würde ich das alte 62 nur kaufen, wenn du definitiv dieses Vorgängermodell haben möchtest, und einkalkulierst das Reparaturen anfallen können, im schlimmsten Fall eine erneute GÜ Rückgabe geht bei privatem Angebot normal nicht.
    Bei den alten Serien gibt es sehr viele gute Instrumente, den neuen geht da teilweise was ab. Aber meine Erfahrung für mich ist, das auch bei den neuen 62ern nicht nur Ausschuss-Instrumente dabei sind. S-Bögen kann man später auch gegen verschiedene Varianten von Yamaha oder anderen Anbietern zukaufen. Hier kann auch einiges am Klang verändert werden.
    Bei Neukauf hast du Rückgaberecht. Auch da kann es sein, dass Mängel vorkommen. Habe meinen Tenorkauf aufs Eis gelegt. Im Moment von einer Kollegin ein YTS 280 da, welches sie neu im Fachhandel gekauft hat, und nicht spielt. Töne F, E und D der unteren Lage nicht spielbar. Die tieferen gehen wieder. Kann natürlich sein, dass ich in der Zwischenzeit des Tenorspielens nicht mehr in der Lage bin. Aber könnte z.B. auch eine Fehlerquelle am Instrument sein. Daher kann ich nur dazu raten, beide Instrumente am besten vor Ort zu testen und nach erfolgreichem Antesten zu kaufen.
    LG, dabird
     
    Zuletzt bearbeitet: 8.Februar.2018
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  14. danziger

    danziger Schaut öfter mal vorbei

    Lecks in den tiefsten Lagen sind häufig, beinahe Standard bei gebrauchten Instrumenten, die nicht von Profis kommen. Das ist ein häufiger Grund warum das Problemtöne sind (ok, sind auch dicht als Subtones nicht ganz einfach). Aber untere Oktave die Mittellage voll im Eimer? Das hatte ich noch nie. So'n Yamaha 280 ist doch ziemlich neu oder?
    ---
    Neu vs. gebraucht. Es gibt auch immer wieder bei Neuinstrumenten Probleme. Nicht selten müssen die von kundiger Hand eingestellt werden, obwohl fabrikneu. Das macht dann der Verkäufer. Aber kann der das auch wirklich? Und kann ein eher unbeleckter Käufer das einschätzen? Das wird bei einem neuen Yamaha 62 kaum der Fall sein, denke ich, ohne es zu wissen.

    Ein Gebrauchtes vom seriösen Berufsmusiker, auch gerne optisch abgerockt, wäre immer mein Favorit. Die bringen ihr Arbeitswerkzeug häufig in die Wartung und können sich eine Gurke nicht leisten.
     
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  15. Dabird

    Dabird Ist fast schon zuhause hier

    Hallo danziger das was du angegeben hast betrachte ich als gutes Angebot. Und Optik bei mir eher unwichtig, abgerocktes Aussehen kein Thema, auch gut. Mein Ansinnen ging nicht auf abgerockt ;-)
    Solche seriösen Anbieter bieten oft sogar Rückgabe an, habe ich schon sehr gute Erfahrungen gesammelt. Auch Anbieter hier im Forum!
    Das YTS sollte mich zu 2 Auftritten begleiten, steht jetzt im Eck. Da nicht meines, mag ich auch nicht so richtig an das Problem ran. Vielleicht kann ich's wirklich nicht mehr.
     
  16. jabosax

    jabosax Ist fast schon zuhause hier

    Ja, früher war alles aus Holz und besser...

    Es gibt drei verschiedene YTS 62, das Purple Logo, die angeblichen "MK VI" von Yamaha, früher noch als seelenlose Replikas beschimpft, dann eine Fortentwicklung und die aktuellen Modelle. Welches von den beiden alten Modellen ist es? Warum verkauft der Profi sein Werkzeug, wenn es jahrelang zuverlässig Dienst versehen hat? Vielleicht, weil es abgenudelt und ausgelutscht vom vielen Gebrauch ist, das Gestänge soviel Spiel hat, dass es erneuert werden müsste etc.?

    Ein neues Gerät in einem seriösen Saxophongeschäft wird nur top eingestellt rausgegeben, man hat Garantieansprüche pp.

    Also so eindeutig würde ich nicht zu einem gebrauchten Instrument raten. Das würde ich nur nach Probespiel und intensiver Begutachtung kaufen. Wenn ich das selber nicht zuverlässig kann, mit einem befreundetem Experten oder gegen einen Obulus durch einen Instrumentenbauer in einem seriösen Saxophonladen.

    Ich habe weder was gegen Yamaha, spiele selber ein YAS 62, noch gegen einen guten Gebrauchtkauf oder alte Instrumente. Nur das dogmatische Mantra, alles was alt ist, ist besser finde ich genauso richtig oder falsch, wie alles was neu ist, ist schlecht.

    Meine Meinung, viel Erfolg, wie auch immer Du Dich entscheidest,

    LG, Jabo
     
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  17. last

    last Ist fast schon zuhause hier

  18. hiroaki

    hiroaki Ist fast schon zuhause hier

    Hi,
    um auf die Frage einzugehen "Unterschied Yamaha YTS 62 und YTS 62 - 02"
    Gibt es da rein technisch betrachtet Unterschiede? Unabhängig von Wertungen besser/schlechter.
     
  19. jabosax

    jabosax Ist fast schon zuhause hier

    Es gibt vor allen Dingen Veränderungen in der Mechanik bei C/H/B-Verbindung und andere S-Bögen. Die neuen S-Bögen sind wegen der Oktavmechanik nicht ohne Anpassung derselben kompatibel zu den alten Hörnern und umgekehrt.
    Ich glaube es gibt noch mehr Einstellschrauben. Wer weiß noch etwas?

    Grüße Jabo
     
  20. albsax

    albsax Ist fast schon zuhause hier

    m_max, Ton Scott und jabosax gefällt das.
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