Wahr oder Falsch? Saxophon-Mythen im Check

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Wanze, 1.Januar.2020.

  1. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Um unser Instrument ranken sich viele Mythen. Lasst uns ein paar davon erforschen.
    Ich meine jetzt nicht so Dinge wie 'Nano-Öl', Kryo-Behandlung oder Einschwingen, (die sind trivial und schon zum :vomit: oft diskutiert) sondern Aussagen, die von einem zum nächsten Vererbt werden, selten hinterfragt, als Wahrheit gehandelt werden - aber vielleicht doch mal abgeklärt werden sollen. Ich stelle mir das so vor, dass jeder so Dinge die als Wahrheit postuliert sind vorstellt - und vielleicht in einer Diskussion dann doch relativiert werden.

    Grüße,

    Wanze
     
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  2. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Ich mache gleich mal den Anfang...

    Das Saxophon bräuchte eigentlich soviel Oktavlöcher, wie es Töne hat...

    Falsch. Braucht es nicht.

    Also die Aussage von @Huuuup ist schon richtig: "Wenn es perfekt sein soll, bräuchte jede Klappe ein eigenes Oktavloch."
    Zwei oder drei reichen aus, sind aber nicht perfekt - da sie zwangsläufig nicht immer an genau der richtigen Stelle sind.

     
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  3. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Habe ich schon beantwortet:
    Das hat aber mit den vielen Mythen in diesem Fall nichts zu tun.

    Gruß,
    Otfried
     
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  4. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde schon, das ist so eine Geschichte, die einer dem anderen nachplappert, irgendwann wird es zur absoluten Wahrheit hochstilisiert "Das Saxophon braucht eigentlich soviel Tonlöcher wie Klappen" und ist - wie ich das schon gesagt habe, dann eben falsch.

    Na gut, um Schwung rein zu bringen, hier die nächste "absolute Wahrheit":

    Charlie Parker klingt immer nach Charlie Parker, egal was für ein Saxophon er gespielt hat.
     
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  5. altblase

    altblase Ist fast schon zuhause hier

    Auf einer Klarinette muss man üben, ein Saxophon braucht man nur zu kaufen! :cool:
     
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  6. visir

    visir Strebt nach Höherem

    Das ist zwangsläufig wahr, denn auch wenn er einmal ganz anders klingt, klingt trotzdem er selbst, Charlie Parker.
     
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  7. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Was wir als Klang wahrnehmen und einordnen wird viel weniger vom physikalisch stationären Obertonspektrum als von seiner zeitlichen Entwicklung bestimmt. Also musikalisch von Phrasierung, Dynamik, Artikulation etc. Und damit mehr vom Spieler als von unterschiedlichen Instrumentenmarken.

    Ergo klingt Charlie Parker zumindest in Zeiten gleicher musikalischer Entwicklung immer wie eben jener Charlie Parker.

    Gruß,
    Otfried
     
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  8. Guido1980

    Guido1980 Ist fast schon zuhause hier

    Anfänger und Amateure sollten unbedingt all Ihr Geld in die teuersten Mundstücke, Klangbögen, Blattschrauben und sonstige erhältliche Zubehörteile investieren bevor sie alle Töne vom hohen Fis bis zum Tiefen Bb leise und laut spielen können. Wenn das alles nix hilft: Sektkorken ins Knie werfen. (Ausser bei Sopranos)
     
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  9. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Ich persönlich finde das eine der erstaunlichsten Legenden, zumindestens wenn man "klingt" als Sound versteht.
    Das wird immer als Argument gebracht, dass der Spieler den Sound macht, nicht das Saxophon. Natürlich kann man auf unterschiedlichen Saxophonen gleich phrasieren.
    Aber Phrasierung, Dynamik, Artikulation etc. erst mal außen vor gelassen:
    Jeder kann sich auf Aufnahmen anhören, dass Charlie Parker nicht immer den gleichen Sound hat. Wäre bei der damaligen Aufnahmetechnik auch gar nicht vorstellbar!

    Klar wenn man es ausreichend einschränkt, dann

    … wenn man die gleiche Aufnahme anhört, ist sogar der Sound gleich... :D

    Nein, ich bezweifle nicht, dass jemand mit ausreichend Erfahrung Charlie Parker auf einer Aufnahme anhand seiner Phrasierung, Dynamik, Artikulation etc. erkennen kann.
    Aber rein am Klang - nein, das sicher nicht.

    Grüße,

    Wanze
     
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  10. saxhornet

    saxhornet Experte

    Das Problem liegt beim
    a) Instrument
    b) Mundstück
    c) Blatt
    aber niemals beim Spieler.
     
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  11. saxhornet

    saxhornet Experte

    Alle Saxophone klingen gleich.

    Alle Saxophone einer Firma klingen gleich.

    Jede Firma hat einen Grundsound.

    Keilwerth und Conn klingen immer voll und fett, Selmer dünn und fokussiert.

    Yamaha baut Saxophone ohne Seele.

    Selmer MVI 5 digit sind die besten M VI.

    Nur BA oder SBA sind die besten Saxophone.

    Sound kann man kaufen.
     
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  12. saxhornet

    saxhornet Experte

    Blatt-, Horn- und Mundstückwechsel können sich sehr stark auf das Spiel, die Phrasierung, die Dynamik und die Artikulation auswirken. Und Parker hat ja öfters zwangsläufig gewechselt.
     
  13. Claus

    Claus Moderator

    Der Aufenthalt in einem Saxophonforum macht mich zu einem besseren Spieler.
     
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  14. quax

    quax Strebt nach Höherem

    Warum nur Dich?
     
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  15. Claus

    Claus Moderator

    Euch natürlich auch....:D
     
  16. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    das ist kein Mythos..........;)
     
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  17. gefiko

    gefiko Ist fast schon zuhause hier

    Es sei denn, dass man ein 6 digit hat......
     
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  18. gaga

    gaga Strebt nach Höherem

    "Sound" ist eben mehr als das Frequenzspektrum in den isolierten Tönen. Parker hatte eine eher kurze Karriere, innerhalb derer sich wegen seiner Lebensumstände bezüglich musikalischer Entwicklung nicht mehr viel getan hat. Deshalb musste er gegen Ende seines Lebens auch erstaunt feststellen, dass die Entwicklung, die er mit angestoßen hatte, an ihm vorbei weiterging.

    Parkers Spielweise ist deshalb unverwechselbar und wir nennen das fälschlicherweise Sound.
     
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  19. sachsin

    sachsin Ist fast schon zuhause hier

    Mythen ?

    ... und Jupiter sollte man meiden :rolleyes::rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 1.Januar.2020
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  20. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Der Mythos lautet eigentlich: Sound kann man nicht kaufen. ;)
     
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