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Dieses Thema im Forum "Bücher / CDs / Noten / Playalongs" wurde erstellt von pth, 7.Oktober.2020.

  1. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    VIVALDI UND SEINE TÖCHTER

    Vivaldis unerhörte Geschichte. Zu Lebzeiten war er eine Berühmtheit, heute zählen seine Kompositionen zu dem meistgespielten weltweit. Zuvor aber war Antonio Vivaldis Werk bis zu seiner Wiederentdeckung vor 100 Jahren komplett vergessen. In diesem virtuosen Roman erzählt Peter Schneider die Geschichte des musikalischen Visionärs und begnadeten Lehrers. Venedig im frühen 18. Jahrhundert: Korruption und Prostitution grassieren, der Karneval spiegelt die dekadente Gesellschaft, auf den Bühnen wird gerade die Oper als Massenspektakel erfunden. Und mitten drin: ein rothaariger Priester namens Vivaldi, unterwegs zu seiner eigentlichen Bestimmung. Peter Schneider begibt sich auf die Spur des Komponisten und entdeckt ein nahezu unbekanntes, großartiges Werk des Maestros: Sein ganzes Leben lang hat der 'prete rosso' an einem Waisenhaus gearbeitet und aus den musikalisch begabten Mädchen das erste Frauenorchester Europas geformt. Für sie schrieb er einen großen Teil seiner Konzerte, mit ihnen brachte er sie zur Aufführung. Peter Schneider zeigt Vivaldi als Mann seiner Zeit, der sich gegen die Verdächtigungen der Kirche, aber auch gegen seine eigenen Versuchungen zu behaupten hat. Seine >amicizia< mit der jungen Sängerin Anna Girò wird zum Stein des Anstoßes und zur Quelle seiner Inspiration.

    Peter Schneider, Peter Schneider, geboren 1940 in Lübeck, wuchs in Freiburg auf, wo er sein Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie aufnahm. Er schrieb Erzählungen, Romane, Drehbücher und Reportagen sowie Essays und Reden. Zu seinen wichtigsten Werken zählen 'Lenz' (1973), 'Rebellion und Wahn' (2008), 'Der Mauerspringer' (1982), 'Die Lieben meiner Mutter' (2013) und 'Club der Unentwegten' (2017). Seit 1985 unterrichtet Peter Schneider als Gastdozent an amerikanischen Universitäten, unter anderem in Stanford, Princeton und Harvard. Seit 1996 lehrt er als Writer in Residence an der Georgetown University in Washington D.C. Er lebt in Berlin.
     
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  2. Old Saxlaie

    Old Saxlaie Ist fast schon zuhause hier

    M.E. schöner Thread.

    Lese mich gerade durch Musikerbiographien von Oscar Peterson, Charlie Parker und Miles Davis.
    Finde jede Erzählung sehr beeindruckend. Es gibt leider auch sehr viele Schattenseiten. Sucht, vereinsamte Familienmitglieder,...finanzielle Sorgen,...:oops:

    Für mich sind die Bios auch Zeitgeschichte zum Nachhören der einzeln erwähnten Musiker der unterschiedlichen Stilrichtungen der Gezeiten.:)
     
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  3. mcschmitz

    mcschmitz Ist fast schon zuhause hier

    Florian Freistetter: „Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen“

    Der aktuelle Kenntnisstand der Astronomie wird anhand von Beispiel-Sternen (oder -Planeten) kurzweilig erklärt.
    Anschaulich und allgemein verständlich geschrieben, nicht nur für Nerds.
     
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  4. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Maria Theresia, Die Macht der Frau von Elisabeth Badinter. Gerade erst angefangen, aber sehr vielversprechend die Darstellung von drei Leben in einer Person: Mutter, Familienoberhaupt, Kaiserin. Und die gesellschaftlichen Abläufe bei Hof, so stelle ich mir analog die Verhältnisse bei Trump vor.
     
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  5. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Stiller von Max Frisch. Ein Roman über das große Thema Identität. Bei den Büchern von Max Frisch habe ich oft das Gefühl, als würde er verborgenste Ebenen meiner Persönlichkeit ansprechen, ohne dass ich vordergründig etwas mit den Geschichten zu tun hätte. Für mich ein Mensch, der das Menschsein tief durchdrungen hat.
     
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  6. CBlues

    CBlues Ist fast schon zuhause hier

    [​IMG]
     
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  7. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Lydian Chromatic Concept, diesmal in der Neuauflage von 2001. Aktuell würd ich es beschreiben als “zwischen musikalischer Innovation und Geheimlehre, zwischen Logik und Inkonsistenz, zwischen Kult und ‘cult’ “.
    Vielleicht werd ich den Thread hierzu in naher Zukunft wieder aufwärmen und meine Erkenntnisse und Meinung kundtun...
     
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  8. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Super Thread übrigens. Wer nicht liest hat es hoffentlich nie gelernt.
    (Hab mal in irgendeinem neuro-Wissenschaft-Buch gelesen, dass in einer neurologischen Testreihe mit Ureinwohnern von wasweißich deren ansonsten phantastisches photographisches Gedächtnis beim Schrifterwerb regelhaft verloren ging. Gleiches Cortexareal und so. Der Preis ist also hoch gewesen, man sollte das gut nutzen.)

    ((Bin mir allerdings nicht sicher, ob Analphabeten regelhaft ein besseres photographisches Gedächtnis besitzen...))
     
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  9. Old Saxlaie

    Old Saxlaie Ist fast schon zuhause hier

    Wäre IHMO prima....:)

    Fände es schön, neben den Witze-, Foto-,... auch einen "Lesethread" zu haben über den ein anregender Austausch erfolgen kann.

    Es gibt soviel schöne Literatur (außer natürlich Musiktheorie :D) .
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.Oktober.2020
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  10. Rick

    Rick Experte

    Derzeit lese ich in kleinen Häppchen (aufgrund mangelnder Lesezeit) "Der Corona-Mann" von Rainer Rupp, ein skurriler Roman über einen "beruflichen Fenstersitzer" und seine Beobachtungen und Gedanken zum Leben in der "Isolationshaft" während des Lockdowns.
    Wie hat ein Rezensent bei Amazon zutreffend geschrieben: "Wie Kafka, nur in lustig!"

    https://www.amazon.de/Corona-Mann-S...752986867/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

    Sprachlich übrigens eines der besten Bücher im Selbstverlag, da habe ich schon manches Enttäuschendes (sogar von hauptberuflichen Journalisten) erlebt, was mir den Lesespaß vergällt hat...
     
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  11. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde dann gerne Hörbücher mit einschließen. Seit meinem schlägle, geht das besser als lesen.

    im Moment höre ich von ken Follett :
    Kingsbridge.

    nicht tiefgründig, in Stile von :“ Säulen der Erde „
    Aber beste Unterhaltung
     
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  12. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    D.B. John Stern des Nordens

    Ein Roman, der versucht das Leben und Regime in Norkorea näher zu bringen. Spannend. Manchmal so abgedreht in seinen Schilderungen, dass man es kaum glauben mag. Der Autor verweist im Anhang auf Schilderungen, die von geflohenen Nordkoreanern publiziert wurden. Es ist zwar ein Roman, der sich Freiheiten nimmt und die amerikanische Hauptfigur ist dann doch etwas zur superwomanmässig ausgefallen. Ich fürchte aber, dass schon einiges an gut recherchierter Wahrheit enthalten ist. Wikipedia bietet einen umfänglichen Eintrag zu Nordkorea, der Vieles bestätigt. Für mich eine Welt, die ich bisher nicht kannte.

    Aerophon
     
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  13. Rick

    Rick Experte

    Bücher höre ich mehr und regelmäßiger, auf meinen Autofahrten (zu Musikschulen, Proben und jetzt wieder vermehrt Auftritten), denn mit Musik bin ich schon ausreichend im Alltag konfrontiert und das Radio ertrage ich kaum, außer Deutschlandfunk, und der ist in manchen Regionen nicht so gut zu empfangen.
    Lästig ist nur, dass die immer gängigeren mp3-CDs (14 Stunden auf einer CD!) nicht alle gut von meinem eingebauten Player abspielbar sind...

    Da bevorzuge ich spannende historische Romane - sprachlich geschliffene Prosa lese ich dann doch lieber.
    Aktuell läuft bei mir "Das ewige Feuer", der achte Teil der Vespasian-Reihe von Robert Fabbri. Der gute Mann lässt sich eine Menge Zeit, bis die Hauptfigur endlich (wahrscheinlich im neunten oder erst zehnten Band) zum römischen Kaiser wird, aber das Vorleben dieser schillernden Persönlichkeit ist sehr interessant und man erfährt viel über den Alltag im römischen Reich des ersten Jahrhunderts (Caligula- und Nero-Regierungszeiten), die politischen Intrigen usw. Packend und lesens- (bzw. hörens-)wert! :thumbsup:

    P.S.: Ich habe eine Menge Hörbücher, die ich abgeben könnte, u. a. die Uhtred- sowie Thomas-Romane (englisches Mittelalter, Wikingerzeit bzw. hundertjähriger Krieg) von Bernard Cornwell. Falls jemand Interesse hat, bitte melden! ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.Oktober.2020
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  14. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Hey Rick,

    ich nutze mein Handy und ein Audible Abo.

    bevorzugt höre ich historische Romane.
    Rebecca Gable spielen alle in der Zeit rund um henry Vlll.
    Audible ist da ziemlich genial, man kann sogar Hörbücher zurückgeben wenn sie nicht gefallen.
     
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  15. Huuuup

    Huuuup Strebt nach Höherem

    Ich lese grade Kishon
     
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  16. zappalein

    zappalein Strebt nach Höherem

  17. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

    "Kleine Häppchen" trifft es auch bei mir.
    Ich lese im Bett vor dem/bis zum Einschlafen. (bzw. bis das Buch aus der Hand fällt)

    Derzeit lese ich Hannes Waders Autobiografie: "Trotz alledem".
     
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  18. zappalein

    zappalein Strebt nach Höherem

    ein klasse buch.
     
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  19. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Ein kleines, feines Buch....

    EIN LEBEN MEHR
    Saucier, Jocelyne


    Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte. Ein Leben mehr ist ein wundersam beseelter und berührender Roman, eine leidenschaftliche Hommage an die Liebe, die Freiheit und die Natur. Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön.
     
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  20. altblase

    altblase Ist fast schon zuhause hier

    Ich lese gerade die 'Aphorismen' von Schopenhauer!:cool:
     
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