Wie findet man sein ultimatives Horn? Mit welchem Mundstück teste ich?

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Dreas, 5.Juni.2018.

  1. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Das Thema poppt grad in einem anderen Thread hoch....und es treibt mich auch schon länger um...

    Wenn ich das Mundstück zum Vergleich nehme mit dem ich auf meinem bisherigen Horn gut klar komme...
    und das auf unterschiedlichen Hörnern spiele....sagt es mir dann was über das Horn aus, oder nur darüber wie Horn und Mundstück harmonieren? Treffe ich möglicherweise falsche Entscheidungen?

    Kann ich wirklich die Hörner vergleichen? Oder müßte ich nicht eher eine optimale Mundstück/Horn Kombination suchen um wirklich zu einem aussagefähigen Ergebnis zu kommen?

    Was ist eure Sicht dazu?

    CzG

    Dreas
     
  2. Gast 12243

    Gast 12243 Guest

    Ich halte diese ganzen Vergleiche und die Suche nach " dem sound" für reichlich überbewertet, unnötig und auch nicht vergleichbar.
    Da spielt sicherlich ne Menge an Verkaufsstrategie mit und ich bin es leid, da Schäfchen zu spielen. Mache ich auch nicht.
    Ich habe früher jahrelang ein gutes Sax gespielt, hatte ein gutes MP und paar Blätter und das über Jahre hinweg.
    Sogar ein Jahr in Ghana ist problemlos über die Bühne gegangen.
    Genau da will ich wieder hin und bin auf dem bestem Weg dazu.
    Also nicht unbedingt nach Ghana, sondern zu 1 o. 2 MP und gut ist.
    Es muss nicht perfekt sein ( bin ich selbst eh nicht) aber es muss i.O. sein und das reicht vollkommen.
    Diese ganzen Vergleiche sagen mir eigentlich gar nix, weil doch zu sehr der eigene Ansatz usw. da mitspielt und man das ganz und gar nicht übertragen kann.
    Meine bescheiden 2 C Gruss Horst
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5.Juni.2018
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  3. frullip

    frullip Schaut öfter mal vorbei

    Da ich gerade auf der Suche nach einem neuen Horn bin treibt mich diese Frage auch gerade um. Vor ein paar Wochen bin ich bei einem Saxhändler gewesen und habe mehrere alte und neu Hörner getestet. Dabei hatte ich mein Standardmundstück OL STM 6*. Es klang auf mehreren Saxen absolut grausam:mad:, ich kriegte keine Luft dadurch geschleust, das kannte ich von meinem alten Jupiter garnicht. Der freundliche Händler brachte mir daraufhin ein Gottsu Sepia 8* (entspricht in der Öffnung wohl etwa dem Link). Auf einmal war Alles frei, nur etwas sehr „knorrig“. Kurze Zeit später kam er mit einem Gottsu Metall um die Ecke, ich hab’s angespielt und er kam sofort wieder ums Eck um zu schauen was da los sei, das Ding ging richtig gut ab (naja, der Preis halt auch).
    Was hat mich das gelehrt? Ich denke, ein Horn das ergonomisch gut passt, sauber intoniert, stabil genug ist, das ist das was ich suche - den Sound, das „Blasgefühl“ regel ich später über das Mundstück und die Blätter...

    Vielleicht hat aber jemand von euch andere Erfahrungen und belehrt mich eines Besseren:)
     
  4. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Man spielt das, was man hört.
    Der Rest ist ein schöner - aber eben nur ein Nebenschauplatz.

    Ich glaub schon, dass Mundstücke mit unterschiedlichen Hörnern einen anderen Soundmix ergeben.
    Aber die Unterschiede sind meist doch sehr klein. Allerdings sind Spieler unterschiedlich flexibel. Und das auf jedem Level.
    Und die Unterschiede werden unglaublich überbewertet. Bei Profis wundere ich mich, auf anderem Level würde ich üben empfehlen.
    Das hab ich auch für mich beschlossen.

    Cheers, T.S.
     
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  5. KUS

    KUS Ist fast schon zuhause hier

    @Dreas ... was ist schon die richtige Entscheidung? Was ist das richtige Horn? Was ist der optimale Sound? M.E. machen - insbesondere wir Amateure - viel zu viel Bohei um dieses Thema. Der Faktor Mensch ist m.E. das viel entscheidendere Momentum. Will ich den dann auch austauschen ;-) ?

    Ein optimales Auswahlverfahren ist nur ein theoretisches Gedankenmodell. Praktisch kann man nur sequentiell vorgehen. Hat man ein bestimmtes Horn/Modell im Auge (egal wie diese Vorauswahl zustande kam) dann testet man dies mit einem Mundstück, was bislang gut funktionierte und den eigenen Soundvorstellungen nah kam. Findet man die Kombi überzeugend (ggfs. auch noch ausbaufähig) erwirbt man das Horn (wahrscheinlich;-)). Dann kommt die Kennenlernphase, man spielt sich ein, man gewöhnt sich aneinander. Dann kommt der Punkt, wo man vielleicht anfängt mit dem MPC zu experimentieren. Vielleicht bekommt man Tipps von Freunden oder findet Hinweise im Internet. Und dann stellt man fest, dass der einzige zielführende Weg zum besseren Sound nur mit üben, üben, üben, ... funktioniert.

    ;-) Kai
     
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  6. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @KUS

    Kai, da bin ich ja ganz bei Dir. Mir geht es auch nicht um mich...ich spiele seit sechs Jahren nur ein Horn und seit gut zwei Jahren ein Mundstück (davor habe ich auch nicht viel rumgetestet)

    Mir geht es um‘s Grundsätzliche. Gibt es Parameter, mit denen ich objektiv vergleichen kann?

    Ich meine NEIN, es ist immer subjektiv...

    Jede Veränderung am Set Up ergibt ein anderes Ergebnis, was in einer anderen Kombination wieder ganz anders wirkt.

    CzG

    Dreas
     
  7. KUS

    KUS Ist fast schon zuhause hier

    Du gibst Dir selbst die Antwort: Nein.

    ;-) Kai
     
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  8. frullip

    frullip Schaut öfter mal vorbei

    +1
     
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  9. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Yep!

    CzG

    Dreas
     
  10. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    ...Fragen über Fragen ... und keine Antworten.....
    ohne fast allen von uns zu nahe treten zu wollen: wozu brauchen wir nichtultimativen Spieler denn ein ultimatives Horn? :) heutzutage gibt es doch so viele astreine Modelle auf dem Markt. Mit dem Wissen, daß fast alles, was nicht geht NICHT am suboptimalen Horn liegt würd ich woanders ansetzen.... ( nein, nicht an der handgeschnitzten Ligatur :) )
    ein gutes Horn ist für mich robust konstruiert, trotzdem eine elegante Mechanik ( schnell) , gut verarbeitet und eingestellt, mit einem Standardsetup c*, 4c etc und bluebox komm ich von der Intonation von unten bis ohne ohne grosse Ausreisser zurecht, ebenso ist mir gleichmässiger Blaswiwderstand und Klangegefühl zwischen den Tönen wichtig.... das ist schon supi..... und der Rest ist für mich "Sympathie": Blas/Klanggefühl, mein Alto hat etwas mehr Widerstand gezeigt und kräftiger geklungen als das im Endvergleich anwesende 82z, war mir angenehmer, also ist es halt das geworden.... und fertig ist die Laube.... ich bin überzeugt, dass ich bei Wahl eines 82z jetzt 7 Jahre später genauso glücklich und zufrieden wäre, es war auch ein Superinstrument ... und das a991 auch.... so what.... es ist nur ein Saxophon....

    wenn ich mir doch mal noch ein Bari leisten kann ist das ultimative Instrument einfach das, das in den Geldbeutel passt , der Rest muss halt genommen werden wie es in dieser Preisklasse möglich ist ... auch damit kann man ein Leben lang Spaß am musizieren haben.... den ultimativen Spaß sozusagen... subultimatives Instrument sorgt bei subultimativem Spieler für ultimativen Spaß... :) :) ....
    LG
    Thomas
    ( allerdings hätte ich gerne immer ein ultimatives Blatt im Etui :) )
     
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  11. Claus

    Claus Moderator

    @Dreas

    Das kommt vielleicht darauf an, wie fixiert Du auf Dein Mundstück bist. Wenn das für Dich auch nur eine Variable ist, die Du zur Not auszutauschen bereit bist, macht es evtl. Sinn, Saxophone zuerst mit Deinem Standard-Mundstück und dann ggfls. noch mit anderen zu probieren (unterschiedliche Stufen und Kammervolumen).
     
  12. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Wurde ja schon viel zu gesagt. Ergänzend nur noch, dass so ne Frage an die nach der giftigsten Schlange erinnert ;-)
    LG quax
     
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  13. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Die Ergänzung ergänzend, ist diese Frage aus Sicht der durchschnittlichen Maus irrelevant.
     
  14. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    definiere: ultimatives Horn.
    definiere: "falsche" Entscheidung.
    Und so fort.
    Eine müssige Fragestellung
     
    Rick gefällt das.
  15. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Sehe ich anders.

    Vielleicht ist die Frage zu spitz.

    Es geht mit um die Sache.

    Mein Mundstück nutze ich um ein besseres Horn zu finden?
    Nicht gut...

    Aber ein an anderes Mundstück wäre mit dem Horn super, nur, wie finde ich es?

    Hier werden Vergleiche eingestellt, um zu beurteilen, welches Horn besser ist....aber möglicherweise mit falschen Mundstück/Horn Kombinationen?

    Aber letztlich auch egal....

    CzG

    Dreas
     
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  16. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich ein „neues“ Saxofon testen sollte, dann würde ich immer mit meinen gewohnten Mundstück testen.
     
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  17. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Ich denke, das geht schon gar nicht, weil man immer nur (zwei, vielleicht drei) Hörner vergleicht. Horn A ist vielleicht "besser" als Horn B, aber in welcher Hinsicht? Man müsste schon alle, mindestens viele Hörner vergleichen. Dasselbe gilt natürlich für Mundstücke und erst recht für die Horn-Mundstück-Kombi.

    Aaaber, was ist mit unterschiedlichen Blättern bei der ganzen Vergleicherei? Für mich ist das Blatt die wichtigste Komponente für einen guten Sound. Aber ein Superblatt auf unterschiedlichen Mundstücken spielen geht auch nicht.

    Ich hab zwei Tenöre, die recht ähnlich sind: ein Selmer SA80 II und ein Expression XP-2. Ich spiele beide mit demselben Mundstück und denselben Blättern. Soundmäßig bemerke ich so gut wie keinen Unterschied, lediglich das Spielgefühl ist etwas verschieden, weil das Expression etwas straffer eingestellt ist. Das Thema besseres Horn ist für mich erledigt.

    LG Helmut
     
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  18. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    @Dreas ,

    diese Frage kannst Du auch folgendermaßen ummünzen :
    "Welches ist der richtige Lebenspartner für mich?"
    Ist es der momentane, oder gibt es da daraußen noch was besseres?

    Mundstück und Horn Kombinationen lassen sich viel einfacher testen und sind in der Regel auch billiger zu haben und vor allem schneller zu ändern....
    Obwohl.....manch eine(r) ändert beides auch recht schnell......:eek:

    kokisax:D
     
    Lemosho2012, hoschi, 47tmb und 3 anderen gefällt das.
  19. Florentin

    Florentin Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde es toll, dass schon einige geschrieben haben: es hat gar keinen Sinn, ein "ultimatives Horn" zu suchen. Sucht und kauft ein gutes, gut eingestelltes Saxophon, mit dem Ihr gut zurecht kommt. Und dann spielt damit, so gut Ihr könnt.

    Diese ganzen Vergleichstests machen natürlich Spass. Man gönnt sich ja sonst nichts.

    Aber in der Praxis: Ich bin bei einem Konzert, höre verschiedene Saxophonisten. Jeder spielt andere Musik, jeder hat einen anderen Stil, anderes Können und vielleicht einen anderen Sound. Da ist es doch irrelevant zu fragen, wie derselbe Saxophonist dasselbe Stück auf einem anderen Saxophon gespielt hätte.
     
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  20. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Meine Erfahrung mit dieser Thematik ist: das beste Equipment ist das, mit dem ich mich am längsten beschäftigt habe. ;-)
     
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