Wie lange ist man Anfänger?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Sexy, 12.Mai.2010.

  1. Sexy

    Sexy Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo zusammen,
    ich bin mir sicher, dass ich bzgl. des (Tenor-)Saxophonspielens eine Anfängerin bin, denn ich spiele/lerne erst seit Anfang März diesen Jahres und habe bisher den Tonumfang von C' bis D''' in meinem Repertoire. An F''' versuche ich mich immer mal, bekomme aber keinen wirklichen Ton heraus. Zur Zeit hat mir mein Lehrer u.a. Plaisir D'Amour zu üben aufgetragen.
    Nun zu meiner Frage: Ab wann ist man denn kein Anfänger mehr? Wenn man den gesamten Tonumfang beherrscht? Wenn man x Monate/Jahre spielt? Wenn man bestimmte Stücke beherrscht? Wenn man in einem Orchester/einer Band mitspielen kann?
    Mich interessiert einfach mal, ab wann man in etwa als Saxophonist eingestuft wird.
    Danke Euch und viele Grüße
    Sexy
     
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  2. Gast

    Gast Guest

    Oh,... diese Frage ist schwierig zu beantworten!

    Ich bin Anfänger, :) spiele seit mehr als drei Jahren. Mein Anspruch an den Ton, an das Tempo, an den Schwierigkeitsgrad der Stücke, an den Sound, an die Dauer, bis ich ein neues Stück spielen kann...... usw., usw., wächst. :)

    Ich glaube, ich bleibe noch lange Anfänger. :-D
     
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  3. JES

    JES Strebt nach Höherem

    Für immer!
    JEs
     
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  4. Gillert

    Gillert Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo saxy Sexy,
    mich hat die versuchte Antwort auf diese spezielle Frage im Saxofonspiel nicht richtig weiter gebracht, eher das Gegenteil.
    Wenn ich als Profi in der Musik arbeite, bin ich wohl so
    entwickelt, daß ich die vielen Teilbereiche in der Musik abdecken kann.
    Allerdings gibt es bestimmt viele Profimusiker, die in einem Teilbereich anfängermäßig arbeiten, weil sie es in ihrer Musikform nicht unbedingt brauchen. Ich denke da an klassische Orchestermitglieder, die in Richtung Improvisation richtige Anfänger sind.
    Entwickel die Bereiche: Rhythmus, Harmonie, Form, Klangfarbe und Melodie so gleichmäßig wie möglich. Und selbst dann wirst du feststellen, daß ein Teilbereich besser ausgebildet ist als ein anderer. (Dies Pentagramm ist von Bill Evans im Buch von Sigi Busch: Improvisation im Jazz dargestellt).
    Ein Anfänger hat geantwortet,
    liebe Grüße,
    Joachim
     
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  5. tbeck

    tbeck Strebt nach Höherem

    Wo soll man da die Grenze ziehen. Ich denke man bleibt sein Leben lang Anfänger.
    gruss
    Thomas
     
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  6. Gast

    Gast Guest

    Ja, die Frage ist schwer zu beantworten, da ich ganz unterschiedliche Antworten kenne.

    Vielleicht bist Du gar keine richtige Anfängerin, da Du schon musikalisch weiter bist als solche, die ohne jede musikalische Vorbildung anfangen ein Instrument zu lernen. Ok, auf dem Saxophon bist Du es..

    Bei musica-viva gibt es Einstufungen in A, B, C, D, wobei A Schnupperkurs bedeutet und B Grundkenntnisse. C wäre danach schon nicht mehr Anfänger.

    Aus workshope kenne ich die Einstufung: wer die Tonleitern bis zu 3b und 3# beherrscht, wird nicht mehr als reiner Anfänger angesehen.

    Manche machen workshops, deren Anforderungen selbst an Anfänger so hoch sind, dass ich danach wohl mein Leben lang Anfänger bleibe.

    Und für Profis bleiben Hobbymusiker vielleicht immer Anfänger.

    Schöne Grüße,

    Joe

    Nachtrag: Manchmal erscheint hier ganz oben eine Anzeige von Joachim Niethammer. Seine Anforderungen an Anfänger für workshops meine ich.
     
  7. Gast

    Gast Guest

    Martin Niethammer
     
  8. HarryK

    HarryK Kann einfach nicht wegbleiben

    Willkommen, Sexy!

    Tja, wie lange ist man Anfänger? Diese Frage ist schon tief in die Philosophie eingetaucht.
    Ich werde öfters mal gefragt, wie lange braucht man, um Saxophon spielen zu können? Das ist zwar eine andere Frage, aber erzeugt die gleiche Antwort:

    "Talentierte brauchen ein Leben lang. Andere schaffen es nie."

    Philosophische Grüße

    Harry

    :klug:
     
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  9. hanjo

    hanjo Strebt nach Höherem

    hallo zusammen,

    meine meinung.

    das ist abhängig von z. b. deiner einstellung, deinem alter, deiner übeintensität, deiner vorbildung, talent......

    wenn du mit 50 anfängst sax zu lernen, wirst du dein leben lang ein "anfänger" sein und nie richtig spielen lernen.

    gruß
    hanjo
     
  10. carriacou

    carriacou Schaut öfter mal vorbei

    ....
    Danke, Hans-Josef, für Deine mutmachende Einschätzung :-?
    Wie kommst Du zu dieser "Weisheit"?

    Viele Grüße
    Gerhard, 54, hat vor 2 Jahren angefangen Saxophon zu lernen
     
  11. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Puh, da hab ich ja grade noch einmal Glück gehabt, dass ich "schon" mit 45 begonnen habe. Ich habe vor, zumindest die nächsten 45 Jahre dranzubleiben und fleißig zu üben. Wenn ich es dann immer noch nicht richtig kann, lerne ich eben Triangel. :cool:
     
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  12. woodshedplayer

    woodshedplayer Schaut öfter mal vorbei

    na solange bis man fortgeschritten ist! :)

    oder irre ich da? :)

    Gruss vom fortgeschrittenen Anfänger mit wachsendem Potential zum anfänglichem Profi... :roll:
     
  13. bernd_rossini

    bernd_rossini Ist fast schon zuhause hier

    sonderbare diskussion, aber lustig!!
    wie definiert man denn "richtig spielen"?
    frag 10 spieler oder anfänger oder was weis ich wen,und du erhältst 10 verschiedene antworten. das beste daran ist: alle haben recht!!
    also hab ich die möglichkeit mich ständig kleiner zu machen als ich bin und mir jeden tag eintrichtern, dass ich niemals ein john coltrane werde. ich wette, dann werde ich auch wohl nie meine leistungen zu schätzen wissen und ständig daran zweifeln.
    und wieso dann überhaupt anfangen? hat ja eh keinen sinn, oder?
    was du dir nicht vorstellen kannst, kannst du auch nicht erreichen!
    für mich heißts: keine zu geringen ziele, spass an der musik, selbstbewußtsein und ab geht die post...
    trotz status: leicht fortgeschrittener anfänger

    gruß
    bernd
     
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  14. Gelöschtes Mitglied 5398

    Gelöschtes Mitglied 5398 Guest

    Eine weitere Einschätzung eines Anfängers :-D :

    Ich finde, "blutiger Anfänger" ist man ganz am Anfang vom Lernen, wenn man Ansatz, Griffe, und Töne noch erst erlernen muss...
    Wenn man das dann einigermaßen beherrscht, würde ich mich nur "Anfänger" nennen.
    Sobald dann der Ansatz "richtig" sitzt, man vielleicht auch schwierigere Stücke spielen kann, den RYTHMUS beherrscht (davon bin ich noch weeeit weg ;-) ) und der Ton stimmt, könnte man sich "fortgeschrittener Anfänger" nennen.

    Meine Meinung.
    Ab wann man Fortgeschritten oder Profi ist, traue ich mich nicht heran, dafür kenne ich mich viel zu wenig aus...

    @ Hanjo:
    Dass man ab Ü50 nicht mehr richtig spielen lernen kann, empfinde ich als Quatsch... Selbst wenn man vorher keine Musikerfahrung haben (wie ich), kann man täglich üben, spaß daran haben und es lernen, bis es nicht mehr geht! :)

    Ich finde, es ist nicht so wichtig, ob man Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi ist. Das wichtigste ist und bleibt der Spaß daran! Auch für Ü50-Jährige! :-D

    LG
    Mary
     
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  15. Trullalein

    Trullalein Schaut nur mal vorbei

    Die Frage ist echt gut.

    Ich finde, dass man so lange Anfänger ist, wie man sich als Anfänger fühlt.
    Das hängt sicherlich von vielen Faktoren ab, wie Talent, Fleiß, Vorkenntnisse, der eigene Anspruch an sich selbst,etc.

    Irgendwann hat man das Gefühl "Anfänger ist jetzt nicht mehr die richtige Bezeichnung für mich", dann ist man eben kein Anfänger mehr.

    Soweit meine Meinung.

    Uli
     
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  16. twiggybop

    twiggybop Kann einfach nicht wegbleiben

    hi,
    die antwort is eigentlich ganz leicht:
    solange bis du richtig gut spielen kannst!
    aber was ist 'richtig gut spielen'????
    mfg.
     
  17. Tino

    Tino Kann einfach nicht wegbleiben

    Tja, was soll man da sagen?
    Ich spiele selber in mehreren Bands und trete auf öfter mal live auf. aber ich bin kein guter Saxophonist. Ich selber weiß das, das Publikum glaubt aber, ich könnte wohl einigermaßen spielen. Jedenfalls bin ich nie von der Bühne geflogen, weil's so mies war. Ich spiele jetzt schon 8 Jahre und fühle mich immer noch als Anfänger, bin ein ganz schlechter Notenleser, kann mich aber in bluesigem Umfeld einigermaßen behaupten. Bin mir auch ziemlich sicher, dass ich nie richtig gut werde. Ich vergleiche mich dann aber auch immer mit den "richtigen" Saxophonisten, die man auf Platten hört. Die spielen einfach "intelligenteres" Zeug, was man nicht so schnell durchschaut. Wer etwas Ahnung hat, merkt sofort, wo meine Grenzen sind.
    Also Anfänger bleibt man schon recht lange. Gute vorraussetzungen über so ein Stadium hinauszukommen haben diejenigen, die z.Bsp nicht jeden Tag 8-9 Stunden arbeiten gehen müssen. Am wochenende oder wenn ich Urlaub habe, spiele ich wesentlich mehr als unter der regulären Arbeitswoche.

    Schöne Grüße
    Tino
     
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  18. woodshedplayer

    woodshedplayer Schaut öfter mal vorbei

    na ich würde sagen, dass man dann vielleicht nicht mehr Anfänger ist, wenn man sich einfach so irgendwo dazugesellen könnte und etwas jamen kann.....einfach so frei.... aber da wäre ich auch noch Lichtjahre von entfernt.

    ....ein Coltrane oder Redman zu werden muss ja auch nicht das Ziel sein....
     
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  19. bebob99

    bebob99 Strebt nach Höherem

    Bei Musikern ist die Frage sicher schwierig zu beantworten, weil das Gebiet sehr komplex ist. Ich habe aber vor langer Zeit einmal eine ähnliche Definition für Schachspieler gelesen.

    Ein Anfänger ist jemand, der die Regeln kennt, beim Überlegen eines möglichen Zuges aber darüber nachdenken muss, ob das Regel konform ist. Er "sieht" illegale Züge, die seine Situation verbessern könnten und muss die verwerfen.

    Ein Fortgeschrittener ist jemand, der die Regeln verinnerlicht hat. Er "sieht" keine illegalen Zugmöglichkeiten mehr, muss aber bei jedem möglichen legalen Zug überlegen, ob es ein guter oder weniger guter Zug ist.

    Ein Meister ist einer, der nicht nur keine illegalen, sondern auch keine schlechten Züge mehr "sieht". Er kann sich voll darauf konzentrieren, von den guten Zügen den Besten auszuwählen.

    Demnach bin ich als Musiker (oh Überraschung) eindeutig in der ersten Kategorie. Ich muss mir bei jeder einzelnen Note überlegen: Wie heißt die? Wie greife ich die? Wann muss ich die wieder beenden?

    Ich denke für meine Definition bin ich kein Anfänger mehr, wenn ich über die obigen Fragen nicht mehr nachdenken muss, sondern meine Konzentration auf den musikalischen Ausdruck legen kann. Wenn ich also "die Regeln verinnerlicht habe".

    Wollen wir hoffen, dass ich das noch erlebe. :roll:
     
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  20. CBlues

    CBlues Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Zusammen,

    interessantes Thema.
    Aber stapelt doch nicht alle so tief.

    Anfänger kommt doch wohl eindeutig vom Wortstamm Anfang her.

    Zitat aus dem Wiktionary:
    [1] Person, die mit etwas erst kürzlich begonnen hat und dadurch wenig Sachkenntnisse besitzt

    Wiki: Anfänger= Neuling, Nebie, Noob, Fuchs, Rookie oder sogar Novize.

    Es kann doch nicht einfach "Klick" machen und man ist statt Anfänger ein Profi. Dazwischen ist sooooooooviel zu lernen.
    Me. ist jemand der ne Tonleiter auf dem Sax hinbekommt schon kein Anfänger mehr.
    Soll natürlich nicht heißen, das es danach keine Dilettanten, Honks, Vollpfosten, Grabbelfinger, Hupen, Orks, Tröten, Nebelhörner, Quietschkannen, Ultraschallerzeuger, Doppellinksdaumen und unverbesserbare Nixkönner gibt :-D
    ( Eine Liste dieser und weiterer Begriffe wär aber mal nen Thread wert und hat hier nix zu suchen...)

    Schönen Feiertag noch ;o)
    Lothar
     
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