Wie teilt ihr eure Zeit ein?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Paul2002, 25.August.2019.

  1. Paul2002

    Paul2002 Ist fast schon zuhause hier

    Ich möchte Sound und Ansatz etc. erst einmal ausschließen, da ich finde, dass man immer an ihnen arbeiten sollte. Auch soll es hier nicht um spezifische Trainingspläne gehen. Jetzt aber zur Frage:

    Übt ihr eher in Etappen oder aufgeteilt? Im Klartext: Ihr übt an zwei Tagen jeweils eine Stunde, übt ihr an einem Tag eine Stunde das eine und am anderen eine Stunde das andere, oder übt ihr beides an beiden Tagen jeweils eine halbe Stunde? Das würde mich in Punkto didaktik sehr interessieren.
     
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  2. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Es gibt Basics, die übe ich bei jeder Übungseinheit. Das ist eine Art Ritual damit die Übungsstunden zu beginnen.

    Dann übe ich Anlaß-/Stückebezogen nach Bedarf. (Z. B. ergeben sich Dinge aus einer Bandprobe).

    CzG

    Dreas
     
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  3. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Hi Paul, das ist schwierig zu verallgemeinern. Ich mache das sehr davon abhängig, was ich gerade übe und bin da entsprechend flexibel. Wenn ich etwas neues übe, was sehr viel Konzentration erfordert, übe ich das über mehrere Tage, bis es "sitzt", allerdings verändere ich durchaus den Kontext, also eine Phrase über eine II-V.I Verbindung kann man man, obwohl es die gleiche Phrase ist, auf viele Arten üben, z.B. "down in tones", "down in semitones", "through the cycle" und konkret auf bestimmte Standards bezogen. Übungen, die mehr der "Auffrischung" und Geläufigkeit dienen, werden eher mal so eingestreut. Ich achte sehr darauf, dass alles, was ich übe, einen sehr konkreten praktischen Bezug hat.
    Vielleicht solltest Du etwas vorsichtig sein, dass Du Dich nicht verzettelst, soviele Baustellen, die Du hier in letzter Zeit aufgemacht hast, sind auch nicht unbedingt förderlich!
    LG Juju
     
  4. Paul2002

    Paul2002 Ist fast schon zuhause hier

    Mein Problem zur Zeit ist, dass ich bei der Technik einfach nie zufrieden werde. Manchmal übe ich mehrere Stunden einen Tonwechsel so langsam wie möglich und am Ende bin ich immer noch nicht richtig zufrieden. Deshalb wollte ich hier mal gucken, ob es mehr Sinn hat, über einen längeren Zeitraum in Häppchen zu üben oder wie bisher nur auf eine Sache konzentriert, bis sie klappt.
     
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  5. zappalein

    zappalein Strebt nach Höherem

    @Paul2002
    das ist doch eigentlich gut. so bleibst du immer am ball
    genau. und das schliesst mit ein, dass du (ungeachtet vom spielniveau und können) immer wissen solltest, was du WILLST und WAS du da TUST. egal ob die übung nun schwer oder leicht ist.

    hier kommen mal wieder die guten alten drones zum einsatz.
    https://www.mattotto.org/drones-and-pedals/
     
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  6. snah62

    snah62 Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Paul,
    ich habe zwar vor 3 Jahren angefangen Saxophon zu spielen (üben) aber habe eigentlich immer nur mal drei , vier Wochen geübt dann wieder 6 Monate garnicht... dann mal wieder ne Woche und Monate nicht... seit ein paar Wochen, hat es mich richtig gepackt....übe nun täglich
    ich übe zur Zeit alle Tonleitern( Quintenzirkel) die chromatische und Bluestonleiter....dann die Dreiklänge und heute hatte ich die Idee, mir eine Tonleiter zu nehmen und mir einen Backingtrack, in der passenden Tonart, auf YT zu suchen und mit der Tonleiter dazu zu improvisieren....
    aber zu deiner Frage.... mache es doch so wie es für dich am besten ist.....stell dir mal eine Plan auf ... wenn der gut funzt behalte ihn bei, wenn nicht ändere ihn ab..
    da ich auch Gitarre spiele und noch vor ca einem Jahr mal ein Jahr Unterricht hatte, habe ich mir damals ein Plan erstellt..... und wirklich nach diesen Plan geübt....
    hier ein Video eines Gitarrenlehrer... evtl sind da ein paar gut Tipp dabei....


    so ein Video habe ich leider nich zum Saxophon gefunden

    WICHTIG... Nicht zu viel auf einmal.. zig Mundstück testen... noch ne Snare kaufen u.s.w... aber leicht gesagt, schwer umgesetzt..ich machen meist auch immer viel zu viel,auf einmal und komme nirgends richtig weiter...

    Du hast doch einen Lehrer, erstelle doch mal mit ihm zusammen, einen Übungsplan..
     
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  7. snah62

    snah62 Ist fast schon zuhause hier

    OK bin zwar selber Anfänger aber ich denke das hier schon der erste Fehler zu sehen ist.... wenn man als Anfänger mehrere Stunden übt,(EINEN TONWECHSEL) wir es zum Ende hin , denke ich schlechter....das ist zu viel auf einmal...
    Mein Gitarrenlehrer sagte mir auch damals mal... er hätte in jungen Jahren, auch Stunden lang an ein paar Riffs geübt.....heute würde er das so nicht mehr machen... wenn du ca 20 Minuten eine Sache geübt hast , dann bringt es nicht mehr viel daran weiter zu üben.... dann besser etwas anderes üben.....evtl an deM Riff Stunden später nochmal üben oder besser noch am anderen Tag... auch mal eine Tag bestimmte Sachen weg lassen... dann kann das Gehirn ,die Sachen besser abspeichern und Synapsen bilden....
     
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  8. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Genau so ist es snah. Ich kenne es von der Gitarre und auch vom Sax. Manche Sachen ( eigentlich die meisten) brauchen einfach Zeit und mal lernt sie nicht auf eine gute Weise, wenn man stundenlang nur eine Sache übt.
    Da sind mir bei schwierigen Details mehrmals eine 1/2 Std. mit Abständen von z.B. 2 Tagen weitaus symphatischer als 5 Std. am Stück, was mir eh keinen Spass machen würde. Mit meiner Technik bin ich auch nie zufrieden....werde ich wohl nie sein, aber besser wirds trotzdem .....nicht innerhalb von Std., aber innerhalb von Monaten.
     
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  9. Paul2002

    Paul2002 Ist fast schon zuhause hier

    ,,Mit der Technik nicht zufrieden“ bezog ich nicht auf meine Technik im Allgemeinen, mit der werde ich nie zufrieden sein und das ist auch ganz natürlich und logisch so, sondern eben die einzelnen Sachen.

    Was eigentlich das Problem ist: Egal welchen Anspruch ich stelle (zwei Töne abwechselnd spielen, Zungenstoß mit Viertel im langsamen Tempo), wie lange ich etwas übe und wie einfach ich mir eine Übung (durch Tempo, Spiegel etc.) mache, ich komme einfach nie an den Punkt, an dem ich sage: Ja, das klappt jetzt, ich lasse es erstmal so und gehe etwas anderes an.

    Zum Ende hin schlechter werde ich meiner Auffassung nach nicht, allerdings lernt man nach einer Weile nicht mehr viel neues über eine Übung/ihre Ausführung.

    Das mit der Snare war auch mehr zum Spaß, mit wenig Anspruch.

    Trainingspläne nutze ich schon, aber nur für kleine Zeiträume. Die Idee des Trial-And-Error bei einem Trainingsplan über einen längeren Zeitraum gefällt mir gut. Auch die Ausführung zur Zeit hat mir etwas geholfen, wahrscheinlich muss ich weniger Perfektionist und mehr geduldig sein.

    Entschuldigt bitte, dass ich hier gesammelt auf eure Beiträge eingegangen bin. Ich bin euch allen natürlich dankbar, dass ihr euch die Zeit nehmt, freundlich seid und mir helft.
     
  10. snah62

    snah62 Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Paul,
    darf ich mal fragen wie alt du bist ? Hast du eine Möglichkeit , eine Audioaufnahme zu machen ? Vielleicht ist das garnicht so ,wie du meinst. Aber wie gesagt bin ich selber noch Anfänger, was das Saxophon spielen betrifft.
     
  11. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Ich kann leider berufsbedingt (zu) wenig üben.

    Empfehlungen sagen ja: Täglich eine Stunde.

    Eine Stunde schaffe ich manchmal gerade ein-, zwei Mal pro Woche, und dann häufig auch nur weil gerade Probe ist.

    Besser wird es immer wenn Auftritte anstehen.

    Spätestens dann muss das Übepensum erhöht werden, zumal ich musikalisch vielseitig (Klassik, Jazz, Pop) unterwegs bin, auch mal parallel, und Saxophone von Sopran bis Bariton spiele.

    Nach zwei, drei Tagen merke ich dann wie Ansatz, Artikulation und Technik endlich wieder besser werden. Erst dann beginnt es auch richtig Spaß zu machen.

    Dieser ständige "Neuaufbau" nervt zwar, ist aber momentan einfach nicht anders möglich.

    Allerdings: Wenn ich wie (z.B. wie ein Profi) täglich drei bis vier Stunden üben würde, käme ich wahrscheinlich bald an ein Limit. Denn so gut Saxophon spielen kann ich dann doch wieder nicht.

    LG
    Mike
     
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  12. Juju

    Juju Strebt nach Höherem

    Dann vielleicht noch langsamer? Es wäre echt mal gut, wenn Du hier mal was aufnahmetechnisch einstellen würdest.
    Also über mehrere Stunden einen Tonwechsel? Wenn es nach 10-15Min nichts bringt, bringt es auch nach Stunden nicht mehr, eher im Gegenteil, da zementierst Du eher das Problem. Ich würde doch eher eine ausgewogene Übediät empfehlen. Sich auf zwei oder drei Aspekte zu konzentrieren ist eine Sache, sich hartnäckig festbeißen eine andere. WIE übst Du denn den Tonwechsel, wenn Du sagst mehrere Stunden? Gibt es da einen Synergieeffekt mit anderen Aspekten Deines Spiels? Variierst Du das in irgendeiner Form, hinsichtlich Time, Artikulation, mit Drones, mit Metronom???
    Viele Dinge, an denen man lange konzentriert gearbeitet hat, kommen erst wesentlich später zum Vorschein, wenn man schon längst mit was anderem beschäftigt ist.
    LG Juju
     
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  13. tango61

    tango61 Ist fast schon zuhause hier

    Ich versuche jeden Tag eine Stunde zu spielen, wenn meine Vermieterin nicht da ist können es auch mal ein zwei Stunden mehr werden.
    Ich übe erstmal Tonleiter ( dazu nehme ich das Tonleiter Heft von Moni schönfelder ) immer eine pro Tag. Im zweiten Drittel übe ich dann Läufe und Rhythmik. Und im letzten Drittel kommen dann playalongs dran.
     
  14. quax

    quax Strebt nach Höherem

    Klingt alles toll.
    Mir bleibt augenblicklich nur übrig mich ins geforderte Repertoire einzuarbeiten. Statt der Läufe und der Rhythmik etc werden nur die schwierigen Stellen erarbeitet.
    Butter und Brot - Übeeinheiten.
     
  15. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe nun seit gut einem Jahr die gewollte Situation, dass ich mit 62 Jahren nur noch einen ( ich finde Arbeit eh nicht so wichtig) TZ Job ( mit Aufstockung) mache und dadurch wenig Geld, aber viel Zeit habe und die nutze ich.
    Habe da wenig bis eher kein Programm. Gibt 2 Bands, für die ich gerne übe, ( eigentlich nur noch eine) ne Weitere kommt aus einer ganz anderen Ecke gerade dazu, hoffe, das klappt.
    Bei mir ist es fast so, dass ich mir Tage wie diese verordne, wo ich defintiv kein Sax/Querflöte/Gitarre spiele und ganz andere Sachen mache. Umso schöner, wenn ich dann am nächsten Tag richtig gerne wieder das Sax in die Hand nehme.
    Ist für mich eh komisch......vor 35 Jahren war Sax extrem wichtig für mich, ist es heute nicht mehr, aber ich erinnere mich gerne an die Zeiten.
     
  16. MrWoohoo

    MrWoohoo Ist fast schon zuhause hier

    Bin täglich auf der Autobahn. Mit der Musik aus dem Radio kann man gut trainieren. Lippenmuskelspannung, Stütze, Doppelzunge und so. Das funktioniert ohne Mundstück und die Zeit ist genutzt. In der Bahn geht das auch.

    Mit Sax spiele ich entweder Etuden oder Playalongs oder nach einer CD oder nach Noten für den Verein, aber jedesmal nur so lange, wie es Freude macht. Können drei Stunden sein oder 10 Minuten. Es soll immer Spaß machen, sonst ist es schade um die Lebenszeit.
     
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  17. monaco

    monaco Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich spiele nach Möglichkeit jeden Tag eine Stunde, am Wochenende zwei Stunden. Klappt leider nicht immer.

    Dreiklänge zum Warmspielen, evt. auch mal eine Tonleiter. Und dann Etüden oder Stücke aus dem Übungsbuch. Spiele aber erst ein Jahr.
     
  18. Paul2002

    Paul2002 Ist fast schon zuhause hier


    Ich übe immer mit Metronom und so langsam wie möglich. Meistens spiele ich die Übung zehn Takte lang mit jeweils einem Takt Pause und spiele dann einen Lick oder einen kurzen Ausschnitt eines Stücks, der die Übung erfordert.
    Auch übe ich nicht eine Sache mehrere Stunden am Stück, sondern suche mir 2-3 Übungen heraus und übe dann jede abwechselnd 20-30 Minuten lang.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.September.2019
  19. Jacqueline

    Jacqueline Ist fast schon zuhause hier

    Man muss nicht nur Saxophonspielen lernen, sondern auch das richtige Üben.
    Das kommt mit der Zeit durch Try & Error und richtiger Anleitung, es kristallisiert sich heraus was für einen gut funktioniert und was nicht.
    Ich übe inzwischen anders als zu Beginn des Abenteuers hier.
     
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  20. Nemesis

    Nemesis Ist fast schon zuhause hier

    Zeit einteilen?
    Mach ich nicht.
    Wenn's mich packt, wird gespielt.
    Open End.
    :D
     
    Atkins und MrWoohoo gefällt das.
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