Yanagisawa A-880, A-990 und AW01

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von JanTone, 4.Dezember.2023.

  1. JanTone

    JanTone Schaut öfter mal vorbei

    Hallo zusammen,

    ich bräuchte einmal euer Schwarmwissen:

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind die Modelle A-880, A-990 und AW01 von Yanagisawa im Grunde jeweils die Neuauflagen innerhalb derselben Modellreihe in ähnlicher Qualität. Auf dem Gebrauchtmarkt liegen die Modelle preislich nicht besonders weit auseinander. Würde man nun einem bestimmten Modell den Vorzug geben und wenn ja warum? Oder ähneln sich die Modelle so sehr, dass einzig das Anspielen und die persönliche Präferenz entscheidet?


    Lg
    Jan
     
  2. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Das AWO10 ist die Neuauflage des 991, das wiederum wohl der Nachfolger des 880 und 990 war. Ob sich die Serien unterscheiden, kann ich mangels Erfahrung nicht sagen. Der Unterschied zwischen dem AWO10 und dem AWO1 ist schon wahrnehmbar. Für mich ist die AWO10 Serien zentriert. Das war auch schon beim 991 vs 901 so. Mir persönlich gefallen die XX01 Serien besser.
     
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  3. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Wie schon @Aerophon schriebte, sind die A-WO10 die Nachfolger der A880, A990 und dann A991.

    Das A-WO1 wäre somit in der Reihe der A800, A900, A901.

    Beim A-WO (WO steht für World Outstanding) sind die Unterschiede auf der Yanagisawa-Website nachzulesen.
    Vom Spielgefühl - bei Tenor und Sopran - wirken die 10er „gewichtiger“ in Haptik und Klang.
    Die 1er fühlen sich leichtfüßiger an, haben aber - zumindest bei mir - einen Hang zu plärren.
    Insgesamt ist die Konstruktion bei den 10ern aufwendiger.

    Und das gilt in vergleichbarem Maß für die Vorgängerserien.
    Die sowieso schon sehr angenehme Mechanik der 8xx wurde beim 9x0, 9x0mü, 9x1 und schließlich WO jeweils verbessert

    Was sich zwischen 9xx und den WO geändert haben soll ist das Soundkonzept.
    Die 9xx klingen breiter („spread“), die WO „fokussierter“.
    Das sind natürlich ziemlich dusselige Adjektive, die wir hier schon lang und breit diskutiert haben.

    In meinen Ohren sind die 8xx eher wie Amis, die 9xx eher etwas zurückhaltender und recht gleichmäßig im Raum während die WO stärker nach vorne abstrahlen und in dieser Richtung weiter tragen. Das gilt selbstverständlich nur für die paar wenigen Exemplare, die ich gespielt / getestet habe. Und natürlich hängt das auch vom Mundstück ab.

    Bei mir ist es dann letztlich das WO20 mit dem Bronzekorpus geworden. Ein 992 war mir trotz des eleganten Bronzeklangs zu gediegen, ein WO10 im direkten Vergleich zum WO20 zu direkt, ein WO1 neigte, wie erwähnt, bei mir zum blechernen Plärren (im Vergleich zu anderen Kannen immer noch äußerst kultiviert).

    Andere Spieler dürften andere Vorlieben haben und das alles ganz anders sehen, als ich.
     
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  4. bthebob

    bthebob Ist fast schon zuhause hier

    @JanTone
    Vlt. hilft folgende Info bei deiner Entscheidung ?!

    Der Verkäufer eines A-880 schrieb vor längerer Zeit mal
    in seiner Annonce ....

    "Das Instrument stammt von 1989, kommt aus erster Hand
    und war beim Kauf ca. 30% teurer als vergleichbare Selmer-Saxophone"

    Ob's stimmt, weiß ich nicht.
    Neu-Preise von Selmer und Yanagisawa 1989 sind mir nicht bekannt.

    Bei "Saxophon-Service Duchstein" in Berlin steht z.Z. ein A-880 zum Verkauf.

    VG
     
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  5. albsax

    albsax Ist fast schon zuhause hier

    Hallo @JanTone ,

    Matt Stohrer hat ein sehr schönes video zum 880er Tenor aus Instrumentenbauer-Sicht gemacht:



    Ich spiele selbst ein 880 Tenor und bin damit sehr zufrieden. Ich hatte davor ein 901 und das 880 gefällt mir deutlich besser.

    LG Albrecht
     
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  6. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Die Yanagisawa waren meines Wissens zu keiner Zeit teurer als die Selmer.

    Mein erstes Tenor (Neuinstrument) war ein 990er und wurde später durch ein Selmer SA II (Neuinstrument) ersetzt.

    Yanagisawa hat ihre Instrumente stetig weiter entwickelt, aber am Ende sollte wirklich die persönliche Präferenz entscheiden.

    Mein gebogenes Yanagisawa, ein 800er, spiele ich von Anfang an.

    Mein erstes Bari war ein gebrauchtes Selmer SA1. Heute spiele ich ein neues Yanagisawa WO20. Beides sind Spitzeninstrumente, sind aber auch sehr unterschiedlich.
     
  7. The Z

    The Z Ist fast schon zuhause hier

    Das ist es. Sind alles Topinstrumente und hochwertig verarbeitet. Klingen auch alle gut bis großartig, je nachdem was man sucht.
     
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  8. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    @Bereckis wie würdest du den Klang des yana Bari beschreiben?
    Ich durfte mal ein älteres anspielen und testen, aber ich fand denn Klang etwas zu aggressiv.. wenig breit...
     
  9. saxer66

    saxer66 Ist fast schon zuhause hier

    und das gilt auch für die sog. Student models der 80er und 90er. Mein yanagisawa A500 klingt traumhaft:
    http://www.shwoodwind.co.uk/Reviews/Saxes/Alto/yanagisawa_a500.htm
     
  10. JanTone

    JanTone Schaut öfter mal vorbei

    Guten Abend,

    Vielen Dank an alle für ihre Meinung. Ich habe die Möglichkeit am Wochenende ein gebrauchtes 990 probezuspielen. Mein lokaler Musikalienhändler gibt mir übers Wochenende ein WO1 mit nach Hause, damit ich mich ein wenig daran gewöhnen kann.
    Ich bin sehr gespannt und werde berichten.

    Gruß und schönen Abend
    Jan
     
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  11. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Ich kann dir nur sagen, wie meins bei mir klingt...

    Das B-WO20 ist für meine Ohren "eher sanft".
    Du kannst es hier bei meinen Bari-Aufnahmen hören: https://www.bereckis.de/blasinstrumente/meine-saxofone/
    "
    Vater und Sohn" bis "B-WO20"
    Ich spiele aber häufig zusätzlich weiteres Gebläse.
    Die anderen älteren Aufnahmen sind mein altes Weltklang.

    Ich konnte das B-WO20 und das B-WO01 vergleichen und ich finde die Beschreibung von @Silver für Tenor und Sopran passend. Allerdings hatte ich kurz vorher das Vorgängermodell des B-WO30 bei @Sandsax testen können und war bereits "verliebt". Meine Hoffnung war, dass das B-WO20 ähnlich sei, hatte sich dann voll erfüllt. Das B-WO01 war gut und für mich auch besser als das Yamaha YBS-62, aber ich war bereits "befangen".

    Ich denke, dass jeder sei eigenes Instrument finden muss. Der Rest ist intensives Beschäftigen...
     
    Dreas, _Eb und Thomas gefällt das.
  12. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    @Bereckis hm schönes Stück...
    Man muß schon gut hin hören.
    Aber der Klang gefällt mir schon sehr...
    Danke für die Antwort.
     
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