Zungenposition - Resonanz etc.

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Ton Scott, 23.Februar.2018.

  1. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Guten Abend!

    Weil in letzter Zeit öfters davon die Rede war, und gerade im Sabberthread.

    Ich hab mal eine Aufnahme gemacht, wo ich die Zungenposition im Mund versucht habe zu verändern.

    Vom Anfang bis zur Bridge habe ich die Zunge sehr weit unten gehalten, auch hinten. Das bin ich nicht gewöhnt.
    Aber der Bridge hab ich die Zunge sehr knapp beim Blatt gelassen, also weit vorne, hinten ein wenig weiter oben.
    Nach dem Streicherinterlude hab ich so gespielt, wie ich es gewohnt bin, mit der Zunge hinte sehr weit oben.
    Ist ja nur ein Versuch, vielleicht kann jemand noch was zum Thema abliefern.

    Ich denke der Unterschied ist hörbar, woher das kommt können wir gerne diskutieren.

    Zunge Unten - Vorne - Hinten Oben

    Cheers, T.S.
     
    b_nic und flar gefällt das.
  2. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich habe jetzt diese Aufnahme noch nicht gehört, mangels guter Wiedergabemöglichkeit. Mach ich aber noch.
    Trotzdem schon mal ein Wunsch:
    Spiel doch mal lange Töne, unten, Mitte, Oben, jeweils mit unterschiedlichen Zungenstellungen.
    Könnte mir vorstellen, dass man dann die Unterschiede deutlicher ausmachen kann.

    Gruß,
    Otfried
     
    hanjo , b_nic und Ton Scott gefällt das.
  3. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Mit geschlossenen Augen zugehört und was soll ich sagen? Ich höre keinen Unterschied?
     
  4. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Ton Scott

    Also ich höre schon Unterschiede....aber alles vom Sound auf hohem Niveau!...M.E. geht es auch nicht um „besser oder schlechter“, sondern um „gefällt mir mehr oder weniger“....mir gefällt Deine erste Version am besten....

    CzG

    Dreas
     
  5. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Für mich ist das die aufwändigste Art zu spielen, und mir fehlt der Glanz oben.
    Ich brauche viel mehr Luft, und muss viel mehr mit Druck gegen das Blatt machen.
    Bei schnellerer Artikulation hätte ich wahrscheinlich Probleme.
    Allerdings spiele ich nie so, und gewöhnen kann man sich vielleicht an alles.
    Ungeachtet dessen finde es aber (für mich) gut, Dinge permanent zu hinterfragen.
    Deswegen sehe ich es auch nicht so, dass es um gut oder schlecht geht.

    John Harle nennt den Punkt hinten auf der Zunge beim weichen Gaumen "Point of Primary Resonance" (und den Schädel "Cathedral of Sound".
    Wenn man auch nicht alles glaubt, das Buch sollte man mal gelesen haben.

    Cheers, T.S.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.Februar.2018
  6. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    mir fehlt ein klein wenig das Ziel der Übung. Was willst Du damit rauskriegen?
    Ich versuche grad zu interpretieren was Du da machst. Wahrscheinlich erfasse ich nicht was Du meinst, aber aus dem hätte ich gedacht dass Du dann so spielst wie man bei sagen wir Tenor oder Bassklari im Bassettbereich oder ganz extrem beim Fagott ganz unten spielt. hinten eher aufmachen, Zunge unten , gefühlt wie Trichter der nach hinten aufgeht.... oder so irgendwie? Wenn ja. übertrag das mal auf ein an der Ecke weniger variables INstrument, KLarinette zum Beispiel. Wenn Du da so spielst ist es wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, Mitte des letzten HJahrhunderts oder so, wo viele Leute dann alles mit dem Ansartz gemacht haben und hinten dann diue Luft reingedröppelt haben... später dann weniger mit Ansatz/Druck und dafür mit mehr KOntrolle über den Luftstrom, fokussiert auf die Blattspitze .. keine Ahnung wie ich das ausdrücken soll, vielleicht meinst Du ja was Anderes... wenn es das sein sollte,: auf der KLarinette klingt das dann für heutige Ohren meist zum Davonlaufen :)
    LG
    Thomas
     
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  7. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    In dem Thread über das Sabbern ging es um die Geschichte mit dem Venturi-Effekt.
    Ich hänge das Dokument hier noch einmal an.
    Man muss es sich aber wirklich durchlesen, dann kommt man auch drauf, dass da nicht jemand Behauptungen aufstellt und sich irrt oder auch nicht, sondern Professoren und Künstler interviewt und um ihre Meinungen fragt.
     

    Anhänge:

  8. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    ups...ist mir durch die Lappen gegangen... interessante Arbeit, danke fürs Teilen...
    LG
    Thomas
     
  9. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    So, jetzt hab ich es gehört, das Dritte finde ich am harmonischsten.
    Aber m.E. geht es nicht um ein besser oder schlechter, sonderm um die Variabilität, die damit verbunden ist.
    Es können so verschiedene Klangfarben realisiert werden, die man einsetzen kann, in einem Stück, einer Phrase, ja sogar einem Ton.
    Das wäre mir wichtig, klanglich und stilistisch zu verarbeiten
    Manchmal geht es mir im Laufe eines Konzertes so, dass der ewig schöne, lange eingeübte, immer gleiche Klang mich schlicht langweilt

    Gruß,
    Otfried
     
  10. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Amen to that.
     
  11. Ton Scott

    Ton Scott Freak

     
    slowjoe und b_nic gefällt das.
  12. Mummer

    Mummer Ist fast schon zuhause hier

    Mein Höreindruck ist, wenn ich es bildhaft ausdrücken darf,
    die erste Zungenstellung lässt mich nur das untere Drittel des Bildes sehen,
    die zweite Zungenstellung, nach oben hin, auch das zweite Drittel
    die dritte oder deine gewöhnliche Zungenstellung das ganze Bild, bzw das ganze Spektrum.

    LG
    Mummer
     
  13. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich spiele eigentlich eher so wie beim zweiten Mal :)
    Vor allem auf der Klarinette. Ist sehr interessant für mich. Ich hab das mit dem "Forward Coning" und dem "Reverse Coning" eh nie ganz verstanden, wie viele andere auch, wenn ich mich im Internet so umsehe.
    Langsam wird es klarer.
    Wenn ich die Zunge hinten oben hab, tu ich mir leicht, den erforderlichen Druck aufzubringen, ist sie unten, geht mir sehr schnell die Luft aus.
    Wenn ich die Zunge mehr in Richtung Blatt bewege ist es ein wenig zu viel, ich muss ich sie hinten ein wenig fallen lassen, sonst blas ich das Blatt zu.

    Grüßle, T.S.
     
  14. danziger

    danziger Nicht zu schüchtern zum Reden

    Man macht so die "Röhre" kleiner und die Luft wird schneller und der Druck damit größer. Im Blechuniversum ist das gang und gäbe. Da bewegt die Zunge sich je nach Tonhöhe von hinten nach vorne um die Luft zu beschleunigen. Irgendwann hat eine Hornistin sich für wissenschaftliche Untersuchungen in die Röhre begeben und beim Spielen durchleuchten lassen. Die Zunge im Rachen ist ja ein Riesenaparillo, je nach Stellung verändert sich der Rachenraum sehr. Hier schön zu sehen:

     
  15. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Genau das wurde ja im anderen Thread bezweifelt.
     
  16. danziger

    danziger Nicht zu schüchtern zum Reden

    Jetzt haben wir den wissenschaftlichen Beweis. Die einzige Fragen, die sich stellt, in wie weit das uns hier betrifft. Finde, dass meine Zunge sich bei Obertonübungen und Altissimo ordentlich nach vorne, bzw. Richtung Gaumen bewegt, wenn es höher geht. Luftdruck aus dem Zwerchfell steigt natürlich auch.
     
  17. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Das Zwerchfell kann außer nach unten und oben gehen gar nichts, zumindestens meines.

    Grüßle, T.S.
     
    kokisax gefällt das.
  18. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Guten Abend,

    ich muss sagen, ich finde die Geschichte sehr spannend.
    Natürlich bedingt eine Veränderung eines Parameters auch die Veränderung eines anderen oder mehrerer andererer Parameter.
    Wie auch immer, ich denke ich hab es hier ganz gut getroffen, der Unterschied sollte noch besser hörbar sein (hoffe ich wenigstens, besonders am Anfang mit der Gitarre zusammen), natürlich ist die Kette völlig identisch, ich hab die 3 Aufnahmen nacheinander gemacht:

    Tiefe Zungenposition

    Hinten Oben

    Vorne Oben

    Liebe Grüße, T.S.
     
    Weltenbummler und slowjoe gefällt das.
  19. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Ich lösche Gepostetes besser
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Februar.2018
    gefiko gefällt das.
  20. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich glaube nicht, dass unsere persönliche Antipathie jeden Tag in diesem Forum ausgelebt werden muss.
    Nimm wenigstens auf andere Rücksicht, die das nicht im geringsten interessiert.

    Frag @matThiaS, vielleicht kann er das für Deine anderen Postings auch veranlassen, auf die Du keinen Zugriff mehr hast. Das Forum wäre dann ein noch besserer Platz.

    Und jetzt geh ich Dich und bleib bitte auch dort. Danke!
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Februar.2018
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