Kleine Selbsthilfe am Sax

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von GelöschtesMitglied14876, 27.Januar.2022.

  1. GelöschtesMitglied14876

    GelöschtesMitglied14876 Guest

    Hallo Schraub-Einsteiger,

    Anscheinend sind das ja die ersten Anfänge deiner geplanten, experimentellen Eigen-Überholung und weiteres wird ja wohl noch folgen.

    Wäre es nicht besser, Du machst hierzu einen eigenen Thread auf, in dem Du uns zukünftig sporatisch an den einzelnen Arbeiten und Fortschritte deiner Arbeiten, Erfolge, bzw. auch MIßerfolge teilhaben läßt.

    Mach doch auch mal eine Ausgangsfoto vom kompletten Sax im Ist-Zustand, wäre interessant, welche Marke, welches Modell...

    Danke Wuffy, können wir gerne versuchen. Ich hoffe allerdings, dass ich gar nicht so oft basteln muss. Prinzipiell scheint das Rohr komplett in Ordnung zu sein, da ich manchmal 2 Oktaven von C über C bis C hinkriege. Zwischendurch nicht funktionierende Töne schreibe ich mir zu (gerade mal 2 Tage jeweils in Summe vielleicht 1/2 Stunde). Das Sax sehe ich erst wieder am Wochenende, dann kann ich Fotos machen. Ist wohl ein Orsi aus den 70ern mit noch originalen Polstern.
    Den zerbröselten Kork am S-Bogen habe ich inzwischen durch Original Hansaplast ersetzt (fühlt sich hervorragend an). Das Oktav-Pölsterchen wieder aufgebaut,ssitzt wieder gut.

    Mit dem kurzen Stück Isolierrohr wird der Ton Leiser und tiefer, damit übe ich teilweise auch nur mit dem MPC. Mein Mund, mein Rachen, meine Zunge etc. Lerne so zu modulieren, Bandbreite bisher fast eine Quinte.

     

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  2. GelöschtesMitglied14876

    GelöschtesMitglied14876 Guest

    Kleine Technik-Fragen und Lösungen können hier ihren Platz finden. Bin zum Beispiel chon der Meinung, dass man bei Polstern bessere Alternativen finden kann, als mit Leder gewindelten Filzscheiben und Blechplatten. Moosgummi, evtl. Mit zwischengelagertem härteren Kunsttstoffteil, und oben einer Messingblechscheibe könnte ich mir schon vorstellen.

    Wer hat für mich ein altes Sax im Keller oder Dachboden? Zum Basteln und testen? So wie ich die Philosophie mancher Musiker sehe, müssten wir heute noch ein Auto mit dem Bunsenbrenner vorglühen, mit der Kurbel anwerfen, und bei jedem Gangwechsel Zwischenkuppeln und Zwischengas beherrschen.
     
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  3. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Das klingt sehr nach dem Patent von Toptone. Gab es schon, war allerdings im Aufbau etwas komplexer. Leider ist die Fa. nicht mehr existent. Folgende Gründe dafür sind naheliegend: 1. fehlende Akzeptanz bei den Saxist/inn/en wg. hartem Schließgefühl teilweise nicht ganz geräuschlos. 2. häufig falsch eingebaut.


    keep swingin'

    Saxax
    (der noch Toptones in seinem Tenor hat)
     
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  4. Sandsax

    Sandsax Gehört zum Inventar

    Der TopTone Erfinder/Besitzer ist glaube ich letztes Jahr verstorben. Könnte auch ein Grund dafür sein, dass es die Polster nicht mehr gibt.

    Ein weiterer Nachteil war, dass die Polster absolut plane Tonlochränder benötigten. Lederpolster, insbesondere dickere mit weichem Filz verzeihen da mehr und werden daher in der Form auch häufig bei „Günstig“-Instrumenten aus Fernost verbaut.

    Ich hatte die TopTones auch mal auf einem Tenor. Das Schließgefühl und die Aufschlaggeräusche waren halt anders, aber ansonsten eigentlich eine gute Sache. Passte nur auch irgendwie nicht zum Horn von 1948.
     
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  5. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    In meine Böhm-Sopran-Klarinette habe ich vor knapp 20 Jahren Goretex statt Fischhaut einbauen lassen. Bisher wartungsfrei.

    Warum Leder ansonsten so unangefochten ist, verstehe ich auch nicht. Die Tatsache, dass die technik- und innovationsaffinen Japaner daran festhalten, spricht aber auch für die besondere Eignung des Materials.
     
  6. Lagoona

    Lagoona Ist fast schon zuhause hier

    Ich kannte Top Tones nicht, erinnert mich aber an das Neverleak System, dass auf meine handcraft sop war.
    Was ist da genau der Unterschied?
     
  7. Sandsax

    Sandsax Gehört zum Inventar

    Hier ist ein neuer spannender Ansatz zur Polsterfrage von cafesaxophone Mitglied „DavidUK“:

     
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  8. elgitano

    elgitano Ist fast schon zuhause hier

  9. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Oder dafür, dass das ein bedeutend kleinerer Markt als z.B. Fahrradteile ist. Wer beschäftigt sich denn schon mit Alternativen zu Leder als Polstermaterial? Ein paar Tüftler, die Materialien durchprobieren, auf die sie Zugriff haben. Ich bin sicher, dass wenn da eine Firma mit richtig Geld so richtig zu forschen anfinge, nächstes Jahr etwas am Markt wäre.

    Und Vibratosax hat ja schon (lange) ein fertiges Produkt mit einer Alternative am Markt...
     
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  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich weiß nicht. Yamaha hat nicht wirklich einen kleinen Markt und die Entwicklungsabteilungen aus diversen Branchen. Die haben reihenweise Alternativen sozusagen im Regal. Trotzdem Leder. Vielleicht ist es auch günstig, dass es relativ dicht und etwas saugfähig zugleich ist. Ich weiß nicht, ob die Neuerfindung des Rades vielleicht einfach noch nicht so ganz zufriedenstellend geglückt ist. Es ist ja auch nicht so, dass das mit dem Leder großartige Probleme machen würde. Im Gegenteil eher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.Januar.2022
  11. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Im Vergleich zu Fahrradteilen? Und das sind noch keine Schlau-Telefone...
    Yamaha ist im Wesentlichen Erstausstatter (sofern die die Polster selbst machen) und hat wohl vor allem mit einem konservativen Markt zu tun: ein Sax ist aus Messing und hat Lederpolster... und investieren tun die in Digitaltechnik, wie man sieht.
    Erwarten würde ich, dass das, wenn, dann über den Ersatzteilmarkt kommt. "Tuning" und so.
     
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  12. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Yamaha macht nicht nur Musik und Elektronik, sie sind auch in Tochtergesellschaften beteiligt, wie Yamaha Motors oder Yamaha Fine Technologies. Ich würde vermuten, dass der Technologietransfer hier leichter wäre als auf @Alexander‘s Kellerwerkbank. Kann mich aber auch täuschen. :)
     
  13. visir

    visir Gehört zum Inventar

    hm, z.B. von Motorventilen zu Sax-Klappen? :-D
     
  14. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    :)
    Ja, zum Beispiel!
     
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  15. elgitano

    elgitano Ist fast schon zuhause hier

    eigentlich keine dumme Idee, ob man das Massemässig in den Griff kriegen kann?
     
  16. visir

    visir Gehört zum Inventar

    mit Spielständer...
     
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  17. GelöschtesMitglied14876

    GelöschtesMitglied14876 Guest

    Guten Morgen. Bisschen abgeglitten, aber sehr interessant.
    Wuffy wollte die Hupe ja mal sehen, und so setze ich 3 einfache Handybilder rein. Der Griff für das tiefe C scheint mir sehr "labbelig", die Feder schwach. Wenn das Sax liegt, fällt die Klappe fast von alleine zu. Hab jetzt mal ohne Zerlegung etwas geölt. Überhaupt - das tiefe C. Der Rhein fließt gerade mal 200 Meter von hier vorbei. Immer, wenn ich tief C oder D spiele, grüßen die Binnenschiffe zurück. Ist das normal? Dafür klingt die obere Oktave oft so, dass unsere Katze aufspringt, weil sie glaubt, ich sei auf die Katze der Nachbarn getreten. :) Liegt sicher an der Rovner, oder an den billigen Rico auf dem billigen 4C, was soll´s sonst sein? :)
    Wie gesagt, ich brauch nochmal so ne Hupe, um in beiden Wohnungen jeden Tag etwas üben zu können. Obwohl die Mundstück-Spielerei mit dem Isoschlauch sehr hilft. Ich habe nicht mehr das Gefühl, etwas fremdes im Mund zu haben.
     

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  18. jabosax

    jabosax Ist fast schon zuhause hier

    Ja, sicher. Das Material beeinflusst und unterstützt den Sound. Aber es ist kein digitales Instrument. Drücke eine Taste und ein bestimmter Ton kommt mit einem vorher definierten Sound heraus. Die brutale Wahrheit ist, dass der Spieler den Sound macht. Und bei allem Respekt vor großen Talenten, da steckt mehr oder weniger lange und harte Arbeit hinter… Sorry, dass ich vielleicht eine Illusion zerstört habe :(
     
  19. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Ja prima...eindeutig Orsi, Italy.

    Sieht doch von den Basics, soweit erkennbar, alles gut aus.

    Zu der Federspannnung meine eigene Erfahrung und Methode.

    Die drei offenen Tiefklappen C, H und Bb haben materialbedingt ja schon ein recht hohes Eigengewicht.

    Ich stelle die Federspannung bei meinen eigenen Instrumenten etwa genau so ein, dass sie im liegenden Zustand nicht unbedingt satt /straff bis zum Filzanschlag aufgehen müssen, sondern eben nur lasch.

    ist doch auch egal im Koffer.

    Wichtiger, dass der kleine Finger beim Spielen bequem und ohne zu große Kraftanstrengung gegen eine zu hart eingestelle Federwirkung die Tiefklappen mit Gefühl betätigen kann.

    Entscheidend also, dass die Tiefklappen bei der normalen Spielhaltung nicht zu lasch aufgehen und gut bis zum Filz anschlagen.....das Eigengewicht fällt ja bei dieser (fast) senkrechten Stellung zum großen Teil ja weg und es bleibt ja nur noch die Reibung auf unteres Lager und geringfügig das der Achse.

    Mein eigenes Orsi, macht nach einer gründlichen GÜ jedenfalls einen richtig guten Job...und braucht sich vor vielen Anderen nicht zu verstecken.

    Fotos in der Sound-Demo:



    Good Work weiterhin

    Gr Wuffy
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.Januar.2022
  20. GelöschtesMitglied14876

    GelöschtesMitglied14876 Guest

    Wow. Toll! Zwar heißt mein Orsi auch Voss, klingt aber irgendwie anders...
     
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