Intonation Alt vs. Tenor

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Bob Erfurt, 20.Dezember.2025.

  1. Bob Erfurt

    Bob Erfurt Schaut nur mal vorbei

    Habe gerade gespielt mit dem Mundstück weiter drauf. Das geht nicht. Unten ist dann alles schön, das mittlere D geht noch, aber z.B. das hohe D ist 30-40 ct zu hoch. Ich besorge mir jetzt erstmal andere Blättchen. Nächste Woche gehe ich beim SaxDoktor vorbei. Danke erstmal für eure Einsichte und Erfahrungen! Ich werde später berichten.
     
  2. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    :cool:
     
  3. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Grundsätzlich sind die Yamahas im Gegensatz zum Selmer (die haben andere Stärken) für ihre hervorragende Intonation berühmt geworden
     
    altblase, Livia und Bereckis gefällt das.
  4. Bob Erfurt

    Bob Erfurt Schaut nur mal vorbei

    Aha! Das ist auch meine Vermutung.
     
  5. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Lern den Ton fallen zu lassen.
    Wie schon geschrieben, wahrscheinlich ist Dein Pitch Center zu hoch.
    Spiel legato 2 Töne, chromatische Nachbarn. Z.B. g'' und f#''. G-Fis-G, langsam.
    Dann mach das gleiche, aber spiele alles mit dem Griff von G.
    Dann geh einen HT runter, usw.
     
  6. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Dies ist sicherlich richtig, klärt aber nicht die Frage, warum er nach eigener Aussage auf dem Tenor besser intoniert.

    Ich denke zu große Öffnung und zu leichtes Blatt beim Alt spielen auch eine Rolle.
     
  7. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Kein Saxophon stimmt auch nur irgendwie und annähernd. Die Griffe sind Grobstimmung, dessen muss man sich bewusst sein. Feinstimmung macht der Spieler, die Spielerin.
    Daher ist Flexibilität das was zählt.
    Ich habe schon mit vielen Hörnern gespielt, und bei manchen dauert der Prozess länger als ein paar Songs, aber ich hatte noch nie ein Horn - weder, Bari noch Tenor noch Alt noch Sopran, wo ich die Intonation nicht in den Griff bekommen hätte.

    BTW:
    Eine Schülerin (die mit dem Paganini, siehe anderer Thread) hat 2 62er Altos.
    Ein Purple Logo (ein großartiges Teil, ich würde das präferieren) und ein ganz neues, auf dem sie spielt, wenn sie nicht wo spielen muss, wo es regnet.
    Beide sind von der Intonation wesentlich gutmütiger als mein Reference.
    Ich stimme mit beiden meiner Altos ganz gut - aber auch hier ist mein Mark VII viel leichter zu intonieren als mein Reference (das mir persönlich vom Sound eigentlich besser gefällt).

    Aber um nochmal auf das Setup zurückzukommen: So weiche Plastikdinger erleichtern das Ganze glaube ich nicht wirklich.

    Disclaimer: Meine Meinung als Popularmusiker, ich weiß dass das manche Klassiker anders sehen, und ich möchte nicht widersprechen.
     
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  8. Bob Erfurt

    Bob Erfurt Schaut nur mal vorbei

    Ich kann das hohe D schon fallen lassen bis er ungefähr richtig ist, aber dann habe ich so wenig Druck in der Lippe dass es unmöglich ist den Ton stabil dort zu halten, und es klingt besch#ssen. Wenn ich so einen Riesenunterschied in Druck zwischen den verschiedenen Tönen machen muss, dann kann ich so nicht spielen. Das ist dann vielleicht fehlendes Talent, aber das ist dann so.
     
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  9. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Nein, das wäre ausbaufähige Technik was Luftführung und Zungenstellung etc. betrifft, nicht fehlendes Talent.
     
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  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Jetzt nicht. Irgendwann in absehbarer Zeit schon. Gehört zu den Dingen, die ich nicht ad hoc willentlich machen kann, die die Übung aber irgendwie von selber bringt. Neben der genannten Übung habe ich ein störrisches Horn „reiten gelernt“ in dem ich zu Drones Longtones geübt und dabei das Mundstück millimeterweise weiter rauf geschoben habe. Nur für die Übung, nicht für den Alltag. Der Alltag rutscht dann irgendwann von selbst nach. Deine „Wahrheit“ liegt zwischen der jetzigen Position und der Unmöglichen.
    Und, ein Yamaha mag besser intonieren, aber ein SA80 ist noch nicht wirklich störrisch. Auch hier gilt, wer ein Rassepferd reiten will, muss es zähmen… (blöder Spruch, aber ist so)
     
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  11. ppue

    ppue Mod Experte

    Das ist nichts, was man von heute auf morgen mal eben lernen kann, sondern ein Prozess, den du über lange, lange Zeit einüben musst. Die Lippe tiefer zu halten, klingt erst einmal beschissen, weil sie dann meist zittert und der Ton eiert. Sie braucht einfach Muskeln, sprich Kraft, um den Ton genau da zu halten und dem Blatt somit größtmögliche Freiheit und Offenheit beschert.
    Lange Zeit heißt durchaus viele Monate lang viel spielen.

    Das Alt darf meines Erachtens durchaus 10-15 Cent überhöhen mit den Palmkeytönen. Dann strahlt es sogar noch mehr. Also, nimm es musikalisch und nicht nach Stimmgerät.
     
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  12. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Dies stelle ich ja auch nicht in Zweifel, aber hinsichtlich Intonation muss ich von Bari, Tenor, Alt, Sopran und Sopranino jeweils immer mehr daran arbeiten.

    Die Kombination Blatt und Mundstück müssen aber schon zur Baugröße passen. Man kann einiges kompensieren, aber optimal ist dies nicht.

    Das kontrollierte Bending bis zum halben Ton runter und das sichere Spielen der Obertöne sind aktuell die Themen im Saxofonunterricht. Dies ist vor mehr als 35 Jahren im Unterricht zumindest bei mir eher untergegangen.

    Ich sehe dies auch so. Ich intoniere z.B. auf meinem Alt vertrauten Selmer Ref54 aktuell schlechter als auf dem neuen Yanagisawa A-WO20. Dies wird mit optimierten persönlichen Ansatz-Fähigkeiten keine Rolle mehr spielen. Mein Lehrer mag den Begriff Ansatz nicht, sondern spricht eher vom natürlichen individuellen körperlichen Klangkonzept.
     
  13. ppue

    ppue Mod Experte

    Trifft es für mich nicht ansatzweise (-;
     
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  14. TootSweet

    TootSweet Ist fast schon zuhause hier

    Ein Légère 1.75 entspricht etwa einem typischen hölzernen 2.0, ist also nicht soo leicht. Die Légères sind allgemein etwas härter als angeschrieben.
     
  15. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Das stimmt.

    Trotzdem bin ich skeptisch (aus meiner Erfahrung), dass sich jedes MPC mit Plastikblättern problemlos spielen lässt.

    Wie auch immer. Tatsache ist, dass sich Ungenauigkeiten im Spiel desto mehr auswirken, je kleiner das Blatt ist.
    Also Sopran ist da kritischer als Bari, und eben Alt kritischer als Tenor.
    Irgendwie klingt schlechte Intonation am Tenor auch charmanter als am Alt :)
     
  16. Bob Erfurt

    Bob Erfurt Schaut nur mal vorbei

    Habe gerade wieder beide Instrumente gespielt. Wie gesagt, der Tenor (Yamaha 62) lässt sich von mir leichter und "natürlicher" spielen und intonieren. Bis zum hohen Fis ohne irgendwelche Klimmzüge. Es kostet weniger Mühe. Da hilft auf dem Alt auch kein engeres Mundstück oder stärkeres Blättchen. Dafür gefällt mir der Ton auf dem Alt (Selmer SA80) deutlich besser :-/

    Habe jetzt online einen Yamaha Alt (YAS-62 A04) bestellt. Sollte es nicht den gewünschten Effekt bringen, dann kann ich ihn innerhalb von 30 Tagen zurückschicken. Ich bin gespannt.
    Parallel dazu lasse ich den Selmer in Erfurtshausen begutachten und wenn nötig "tunen".

    Klar kann man mit viel Übung und Aufwand größere Abweichungen korrigieren. Aber wenn das nicht nötig ist, weil es Instrumente gibt mit besserer Stimmung, wozu denn das?

    Ich spiele oft mit anderen Leuten zusammen, ich spiele auch Klavier, mein Gehör wird immer kritischer, und ich kann es nicht leiden wenn die Sachen schief klingen.
     
  17. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Weil es sein kann, dass es besser klingt!
     
  18. Livia

    Livia Ist fast schon zuhause hier

    Yamaha und Yanagisawa haben meist eine leichtere Ansprache. Selmer dafür eine schwerere, dafür aber mehr Kern im Klang. Man muss aber meiner Erfahrung nach bei Selmersaxophonen immer mehr arbeiten als bei Yamaha oder Yanagisawa. Das würde sich mit deiner jetzigen Erfahrung decken.
     
  19. JES

    JES Gehört zum Inventar

    In der Technik ist es meistens so, dass man sich einen Vorteil hier mit einem Nachteil da erkauft. Letztlich ist es dann ein Kompromiss... Und man muss entscheiden, ob der Kompromiss besser zu einem passt. Was machst du, wenn die Intonation beim yamaha passt, dir aber der Klang an sich nicht so zusagt, oder die Mechanik, oder....?
     
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  20. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    I'm sorry, aber in diesem Thread wird mir bei dieser Thematik etwas zu viel Equipment geredet.

    Zu min. 90% liegt Intonation am Spieler.
    Hier klingt es ja so als ob ein Selmer (korrekt eingestellt) notorisch schwer zu kontrollieren ist. Das ist so Quatsch.

    Sich ein neues Instrument kaufen, weil die Intonation auf dem Selmer nicht sitzt?? :eek:

    Was sagt denn dein Saxophon Lehrer/Coach zu der Problematik?
    Das wäre mein erster Schritt, meinen Saxlehrer mein Instrument mal spielen lassen.
    Welche Intonationsübungen machst du?
    Jede gute Intonation ist aktiv, kein Sax stimmt von selbst.
     
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