Intonation Alt vs. Tenor

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Bob Erfurt, 20.Dezember.2025.

  1. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Genau.
    Meine bescheidene Meinung- erst mal ein vernünftiges Mundstück, und wenn es ein 4c ist, ein passendes Holzblatt. Dann üben.

    Das wäre für mich quasi der "Goldstandard", wenn ich lange kein (Alto-)Sax mehr in den Fingern gehabt hätte. Jedenfalls sicher nicht mit Kunststoff- und schon gar nicht mit softigen Legers.
     
  2. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich hab mal für meine SchülerInnen eine Intonationsübung für meine Schüler zusammengestellt, Drones im Quintfall zusammengeschnitten und ein BiaB-File mit den Chords gemacht.

    Falls das jemand noch nicht kennt :)

    https://drive.google.com/open?id=1ooQFXjDUz68r9mI8wn6Paz1Qn11y2XfE&usp=drive_fs
     
  3. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Da fällt mir ein, dazu hab ich auch mal was geblogt. Vor ner halben Ewigkeit. Das meiste davon würde ich heute noch ähnlich formulieren :rolleyes:

    https://saxophonistisches.de/sch-warum-intoniert-es-nicht/
     
  4. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Wenn ein Sax schlecht eingestellt ist, stimmt es noch weniger und man muss entsprechend mehr arbeiten. Deshalb will @Bob Erfurt es bei @ArminWeis tunen lassen. Und wenn er das nötige Kleingeld hat, um sich wegen anderer Spieleigenschaften neben dem Selmer noch ein anderes Fabrikat zuzulegen, so what …
     
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  5. Lagoona

    Lagoona Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde, es gibt hier schon Unterschiede.
    Über die Jahre habe ich viele Saxophone mit verschiedenen Mundstücken gespielt.
    Natürlich muss ich die Intonation aktiv beherrschen, aber bei machen ist es einfacher und bei anderen schwerer.
    Und das hat nichts mit alt oder modern zu tun.
    Heute spiele ich im Orchester das Instrument, welches es mir am einfachsten macht, weil ich
    mich im ensemble schlecht selbst höre und ich es leid bin, mehr als normal in die Übung der Intonation zu stecken.
    Auch richtig, die Einstellung des Instruments.
    Das macht viel aus.
     
    Livia gefällt das.
  6. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Bevor ich zu nem Saxdoc fahre oder mir ein neues kaufe, lasse ich dich jemanden das anspielen, der Plan hat.
    Und meiner Erfahrung liegt es mit deutlicher Wahrscheinlichkeit am Spieler und nicht am Instrument.
    Und inzwischen sind selbst die Chinesen so gut kopiert, dass such die in der Regel ausreichend stimmen.

    Und worauf ich eigentlich hinaus wollte, dass man nur am Equipment schrauben muss, damit es stimmt, sehr flawed ist. Und so klingt's hier teilweise.
     
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  7. Sax a`la carte

    Sax a`la carte Ist fast schon zuhause hier

    Na ja, ich durfte vor Jahren ein neu gekauftes Selmer Altsax, war damals ein Sondermodel um über 5000.-Euro eines Freundes testen.
    Ich habe mich gefreut, ein so tolles Horn anspielen zu dürfen und war mehr als erstaunt, das ich keine brauchbare Intonation zustande brachte,
    egal wo ich mein damaliges Gottsu Ebonit MPC am Kork des S-Bogens montiert hatte. Ich hatte natürlich vorher auch schon mit anderen Altsax Erfahrung,
    da hatte ich mein Mundstück fast immer an der gleichen Stelle sitzen, ohne Probleme mit der Intonation.
    Der Freund hatte das Sax auch nicht lange und sich danach ein Yanagisawa A-WO20 Elite zugelegt, bei dem wieder die Intonation gepasst hat. Rätselhaft für mich,
    warum das damals so war.
     
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  8. Shorty

    Shorty Ist fast schon zuhause hier

    ja, stimme dir zu, es kann aber auch sein, das Klappen nicht decken. Dann muss es justiert werden.
    Ich wiederhole mich nochmal, wenn die Kanne OK ist, ob Selmer, Yamaha, Yanagisawa...... völlig egal, viele spielen total ungeeignete Mundstücke mit
    viel zu großer Öffnung.

    Das ist die Drehschraube, an der ich zuerst ran gehen würde. Auf dem Alt spiele ich Vandoren V16 A6 S+ und Selmer Concept, beide bezüglich Bahn
    optimiert. Das Concept ist von der Stange sehr gut spielbar, das Vandoren ohne refacing nicht mein Ding. Zu schlecht verarbeitet.
    Was ich beim Concept genial finde, kein Öffnungsverzettelungsgedöns - und sehr gut spielbar mit Vandoren blau und D`addario Reserve. Und es kann
    laut, auf Dauer wirds wohl das gewesen sein auf dem Alto.
     
  9. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Und wenn ich es auf einem Tenor kann, auf meinem alto nicht, dann stelle ich mir die Frage, ob mit meinem Setup bzw meinem Instrument etwas nicht stimmt. Meine alten Conn sind bspw recht unleidlich auf Klappenaufgänge. Stimmen die, stimmt das Instrument und ich muss kaum korrigieren. Stimmen die nicht kann das ganze spaßig werden. Nachsehen lassen ist jetzt nicht der Aufwand und man kann eine Möglichkeit von der Liste streichen.

    Zum speziellen Setup: warum sucht sich ein Anfänger ein so exotisches Setup zusammen? Das war bestimmt keine Empfehlung vom Lehrer?! Ein 4c und ein 2er Holzblatt sollten es wirklich tun. Wenn nicht, ev ne halbe Blattstärke rauf oder runter. Nur zu versuchen Schwächen im Ansatz mittels setup zu beheben, das rächt sich auf Dauer. Habe ich durch. Meine 2ct.
     
  10. Bob Erfurt

    Bob Erfurt Schaut nur mal vorbei

    Ich betrachte mich nicht als Anfänger. Ich habe in meiner Jugendzeit ungefähr 10 Jahre gespielt, und habe wie gesagt vor 4 Jahren wieder angefangen auf meinem alten Instrument das noch in einem guten Zustand ist. Das Saxofon habe ich gleich generalüberholen lassen. Das Setup ist entstanden durch langsames ausprobieren. Ich habe durch; Yamaha 4C, 5C, 6C, Otto Link 6, und jetzt das PPT das mir am Besten gefällt und mit dem ich am besten intoniere, den besten Klang habe, und den besten Ansatz im ganzen Bereich. Es ist imho ein ziemlich normales "Setup".
     
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  11. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Wenn du das von Anfang an so deklariert hättest wäre die ganzen Erörterungen wohl ein wenig anders verlaufen...

    Für mich ist somit klar- das "Problem" liegt dann wohl hinter dem Mundstück und die Lösung beginnt mit Buchstaben "Ü"...
     
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  12. Bob Erfurt

    Bob Erfurt Schaut nur mal vorbei

    Habe übrigens in einem anderen Thread gesehen dass man auch Tenorblätter spielen kann auf dem Alt, und gleich ausprobiert. Wäre ich nie drauf gekommen. Interessant, und man kann tatsächlich ein stärkeres Blatt spielen, sehr kontra-intuitiv. Ist erstmal nur ein Experiment. Der Sound ist etwas anders, aber nicht besser.
     
  13. Bob Erfurt

    Bob Erfurt Schaut nur mal vorbei

    Es ist ja lustig wie Leute gleichzeitig sagen mann soll zum Lehrer gehen und dann selber eine Ferndiagnose stellen. Egal, ich wusste dass ich im Forum solche Reaktionen erwarten kann. Nerven tut es dann doch ein Bisschen.
    Ich habe ein Paar interessante und ein Paar weniger interessante Meinungen bekommen, dafür Dank. Ich verabschiede mich jetzt erstmal aus diesem Thread. Forhe Weihnachten!
     
  14. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Habe ich so auch nicht verstanden... Meine Gedanken dazu verschlucke ich mal, sonst wird es hier lustig.
     
  15. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Bei einer GÜ gibt es Unterschiede im Ergebnis. Daher meine Anregung ;).
     
  16. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    Ich spiele ja auch vornehmlich Alt, aber seit einiger Zeit auch häufiger Tenor. Grundsätzliche Unterschiede im Intonationsverhalten zwischen beiden Baugrößen kann ich nicht bestätigen.
    Allerdings spiele ich den gleichen Typ, und auch ein sehr ähnliches Setup (sehr offene Bahn, leichte Blätter).

    Festzuhalten wäre für mich:

    Der Ziehbereich einzelner Töne ist um so größer, je höher diese sind. Beim Alt hat man daher in den höheren Lagen größeren Spielraum, was ggf. als schwieriger zu intonieren empfunden wird.

    Beim Alt neigt man u.U. dazu, einen festeren Ansatz zu entwickeln, um die Palmkeytöne besser zu bekommen. Damit läuft die Intonation oben dann gerne mal davon.

    Oft sind die Aufgänge der Palmkeyklappen zu groß, das macht sich beim Alt dann auch viel deutlicher bemerkbar als beim Tenor.

    Intonation ist immer eine Frage des Hörens, der Fähigkeit, den Ton anzupassen (Bendingübungen) und der Gewohnheit, also auch Vertrautheit mit den spezifischen Eigenheiten des Instruments.

    Um die Stimmigkeit des Instruments-Setups-Ansatzes zu kontrollieren eignet sich m.E. am besten der Obertonabgleich (overtone matching) von den vier tiefsten Tönen bis zum jeweils 4. bzw. 5. Oberton.

    Gruß,
    Otfried
     
  17. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Dann mglw in Absentia.
    Warum fragst Du dann? Dass hier es nur Ferndiagnosen a la Dr Google und priv. Doz. Dr Yahoo gibt, ist ja vorher klar.
    Im Allgemeinen kann man wohl unterstellen, dass die Leute hier helfen wollen. Das schießt manchmal übers Ziel hinaus, da ist auch Selbstdarstellung dabei. Das kennst Du sicher. Alles ändert aber nichts an der grundsätzlichen Absicht zu Hilfe und Kommunikation.
     
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  18. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Da stellt sich die Frage, wie das Selmer früher intoniert hat?
     
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  19. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin vielleicht der letzte, der kein Verständnis für Forenfrust hat, aber auch ich finde das etwas irritierend.
    Gerade wenn man die ursprüngliche Frage gestellt hat und so viele wirklich hilfsbereite (wenn vielleicht nicht immer hilfreiche) Antworten bekommen hat. Da kann man das such etwas weniger passiv aggressiv formulieren. Gerade wenn man ja weiß, "wie das in Foren abläuft".

    Und ich glaube, ich war der einzige, der sehr deutlich zu einem Lehrer geraten hat, gerade damit man sich nicht auf Ferndiagnosen einlassen muss.

    Ich habe nur gesagt, dass es meiner Erfahrung nach, wahrscheinlich meist am Spieler liegt. Jetzt wirkt es so, als ob das Klischee getroffen hat, dass es genau das und der Vorschlag zum Lehrer war, was man nicht hören wollte.

    (Innerlich bestätigt mich das jetzt irgendwie in meiner nicht laut ausgesprochenen Ferndiagnose :rolleyes:)
     
  20. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Es ist ein Selmer,also auch früher schon schlecht :duck:
     
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