Mundstück/ Blatt - Undichtigkeit!?

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von mwuhl, 25.Dezember.2025.

  1. mwuhl

    mwuhl Schaut nur mal vorbei

    Hallo miteinander und schöne Weihnachten,

    bin hier seit Jahre ein interessierter Mitleser, aber Wenigschreiber. Leider habe ich seit Monaten folgendes Problem:
    - Nach ca. 15 Minuten Spiel auf meinem Altsax spricht das Instrument nicht mehr gut an.
    - Das Instrument ist von Bruno Waltersbacher durchgecheckt und dicht.
    -> Es muss irgendwie an der Blatt-Mundstück-Kombi liegen, weil nach dieser Zeit auch der "Plopptest" nicht mehr gut/ gar nicht funktioniert.

    Was ich schon getestet habe:
    - anderes, baugleiches Mundstück (A.Drake/ Phil Woods Master 7)
    - verschiedene Blätter (Marken, Stärken)
    - unterschiedlichste Blattschrauben
    - Glättung der Blattunterseite mit ReedGeek
    - Austausch mit meinem Sax-Lehrer, der auch die vorhergehenden Schritte empfahl.

    Habt ihr so was schon mal gehabt und das Problem gelöst?
    Habt ihr noch Ideen?

    Danke und herzliche Grüße
    Matthias
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.Dezember.2025
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  2. mwuhl

    mwuhl Schaut nur mal vorbei

    Ach so - ich spiele seit 40 Jahren Saxophon, übe seit zwei Jahren wieder sehr regelmäßig 1-2 Stunden täglich und habe wirklich viel Erfahrung.
     
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  3. antonio

    antonio Gehört zum Inventar

    Kannst du Ausleuchten? Wenn ja, mach das doch mal, wenn das Horn zickt und prüfe ob da was undichte wird, wenn das Instrument warm, feucht geworden ist. Meine Phantasie wäre, dass irgend ein Kork leicht quillt oder was ähnliches passiert und dann irgendwo etwas nicht mehr richtig schliesst.
    Ansonsten hast du so ziemlich alles schon aufgezählt, was einen solchen Fehler erzeugen könnte...da fällt mich auch gerade nichts neues ein...sorry.

    antonio
     
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  4. ppue

    ppue Mod Experte

    Weichst du deine Blätter vorher ein?

    Ich habe das Problem mal von einer Musikerkollegin gehört, die ihre Blätter immer lange eingeweicht hatte. Die Blätter haben sich am Rand des Tisches nach einer Weile hochgewölbt und das System war dann dort undicht.

    Mal das Blatt mit entsprechender Ligatur recht weit vorne gut anziehen und schauen, ob es dann immer noch der Fall ist, wenn dessen Ränder gut angepresst sind.
     
  5. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Hallo Matthias,

    wenn das Problem erst nach 15 Minuten auftaucht, müsste es mit dem Blatt zusammenhängen oder mit deinem Ansatz, weil dies sich ja nur verändern könnte.

    @ppue nennt eine mögliche Ursache.

    Kannst du mal mit einem passenden Legere testen?

    Ansonsten müsste dein Lehrer oder ein Saxofonkollege mit dir gemeinsam alles testen.

    Hat er mit deiner Kombi die gleichen Probleme?

    QUOTE="mwuhl, post: 828319, member: 3950"]Leider habe ich seit Monaten[/QUOTE]

    Dies finde ich sehr irritierend.

    Viel Erfolg!
     
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  6. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Nach dem Positiven, was man so über B.W. erzählt fällt das aus, was mir schon mal mit einem Instrument passiert ist.
    Da waren die Polster nicht fachgerecht geklebt, und durch die Feuchtigkeit sind die dann aufgequollen. Mal so mal so. Mal hat es gefunzt, mal nicht.
    Hab dann eine neue GÜ machen lassen, die der Verkäufer bezahlt hat.

    Ok. Ich kenne das oben erwähnte Problem mit dem Aufquellen am Rand.
    Pete Thomas hat mal ein Video drüber gemacht.



    Was mir passiert ist, dass das Blatt in der Mitte (wo es am Tisch hinten aufliegt) austrocknet, merkbar eigentlich nur in Zeiten wo der Heizkörper läuft.
    Das geht so weit, dass ich - wenn ich mal kurz eine Erklärung für einen Schüler gebe - anschließend keinen Ton rausbekomme, das Blatt runternehmen und hinten befeuchten muss.
    Dann geht es wieder bis ich pausiere.
    Man sieht das auch deutlich an trockenen Flecken in der Mitte des Blattes hinten.

    Das Problem ist übrigens nicht mit jedem MPC und jeder Klammer gleich stark, tritt aber bei mir wie gesagt nur in den Wintermonaten auf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.Dezember.2025
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  7. Earl Jay

    Earl Jay Ist fast schon zuhause hier

    Munsdstücksseitig lässt sich das Problem beheben / verringern indem man ein Mundstück mit ordentlich gefertigtem konkavem Tisch verwendet.

    VG,
    Jens
     
  8. mwuhl

    mwuhl Schaut nur mal vorbei

    Ganz herzlichen Dank für die Gedanken, Ideen, Wünsche und Impulse!
    Kurz dazu:
    - Eine Undichtigkeit am Instrument schließe ich aus genannten Gründen (Generalüberholung und regelmäßige Durchsicht Bruno Waltersbacher) aus.
    - Meine Blätter weiche ich nicht (mehr) ein. Und das Problem tritt mit unterschiedlichsten Blattschrauben, die unterschiedlich anpressen, in unterschiedlichsten Positionen montiert fast vergleichbar auf.
    - Mit meinem Online-Lehrer werde ich es erst Ende Januar testen können. Da sehe ich ihn live in Hamburg.
    - Mit Kunststoffblättern o.ä. habe ich noch nicht getestet und habe derzeit auch keine hier. Werde ich aber ausprobieren.
    - Auch mit meinem anderen Altsax (Selmer Reference, auch von BW gewartet/ Mein Hauptinstrument ist ein Selmer MarkVII.) tritt das Problem auf.
    - Tatsächlich ist es jetzt im Winter schlimmer, war aber während der anderen Jahreszeiten auch nie ganz weg.
    - Auch die nachgehende Befeuchtung des hinteren Blattteils bringt kaum Besserung.

    Weil meine Verzweiflung groß ist, habe ich während der zurückliegenden Wochen auch andere Mundstücke getestet - auch wenn ich eigentlich keinesfalls wechseln möchte:
    - Auf einem USA-Meyer und meyer-ähnlichen Klonen (z.B. Jody Jazz) gab es ähnliche Probleme. Vielleicht doch mein Ansatz?
    -> Aber da ist ja der Plopptest, der zu Beginn immer funktioniert und sobald die Spielbarkeit abnimmt nicht mehr....!?

    Werde nun weiter testen:
    - Legere
    - Im Januar mit meinen Saxlehrer live.
    - Und außerdem auf Mundstückrefacer/ Mundstückbauer zugehen und dort um Rat/ Alternativen fragen.

    Falls ihr weitere Ideen habt - sehr gerne.

    Danke euch sehr und wünsche einen schönen 2. Feiertag.
    Matthias
     
  9. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Vielleicht habe ich es überlesen.
    Du hast mehr als ein Mundstück?
    Wenn ja, dann sollte das Problem doch erstmal verschwunden sein, wenn Du in diesem Moment das Mundstück wechselst.
    Oder das Blättchen meinetwegen.
    Wenn nicht, befindet sich das Problem mglw vor dem Mundstück.
    Wie schaffst Du es 1-2Std zu üben, wenn nach 15 Min die Ansprache in den Keller geht? Ziemlich tough, alle Achtung.
    Was genau heisst in diesem Zusammenhang "spricht nicht mehr gut an"?
    Asche auf mein Haupt, ne Menge Fragen zu Weihnachten. Die Neugier.
    Schönes Restfest.
     
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  10. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich empfehle mal ein Kunststoffblatt zu probieren. Da kann nichts nach 15 Minuten aufquellen. Ist das Problem dann weg,weißt du woran es liegt. Ist das Problem dann immer noch da,kann es definitiv kein Blattproblem sein
     
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  11. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Wenn Du mehrere Blätter und Mundstücke zur Verfügung hast würde ich mit einer Variante beginnen.
    Tritt das Problem auf, Mundstück und Blatt runter und ein anderes Mundstück mit neuem Blatt drauf.

    Viel Erfolg bei der Fehlersuche.

    Grüsse Gerrie
     
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  12. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    Wenn Du das selbe Blatt auf mehreren Mundstücken verwendest, könnte das Problem hieraus resultieren. Das Blatt passt sich dem Mundstück an. Nimmst Du nun dieses Blatt und spannst es auf ein anderes Mundstück, dessen Tisch nicht identisch mit dem ersten ist, kann es zu Problemen führen.
    Manche Tische sind plan, andere wiederum konkav.
    Konkav deswegen, damit sich ein Cane Reed, das sich während des Spielens mit Spucke vollsaugt und quillt, den nötigen Platz findet um sich auszudehnen, ohne dass die Blatt-/Mundstückkombination undicht wird.
     
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  13. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Wenn du Instrumente, Blätter und Mundstücke gewechselt hattest, bliebe dies ja nur übrig?

    Probiere ein Legere…

    Hast du keinen Saxofonkollegen vorort?
     
  14. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Den letzten Punkt würde ich erst angehen, wenn du sicher weisst, dass du kein ansatztechnisches Problem hast.

    Kannst du dies besser beschreiben? Wie kompensierst du dies dann, wenn du bis zwei Stunden übst?

    Verkrampfen deine Lippen?

    Was ist deine übliche Öffnung des Mundstücks? Welche Blattstärke spielst du normalerweise?
     
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  15. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Welches konkretes Problem lässt sich so beheben?

    . ????
     
  16. Earl Jay

    Earl Jay Ist fast schon zuhause hier

    Das Problem, dass aufgequollene Blätter lateral den Kontakt zum Bahnnullpunkt (also der Punkt wo das Facing beginnt) verlieren und so die Dichtheit zwischen Blatt und Tisch verlorengeht. Das Symptom hierfür ist 1:1 so wie in der Ausgangsfrage beschrieben.

    VG,
    Jens
     
  17. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Ok, aber hat unterschiedliche Blätter und Mundstücke getestet?

    LG
    Michael
     
  18. Earl Jay

    Earl Jay Ist fast schon zuhause hier

    Ich weiß natürlich nicht was und wie getestet wurde. Ich sage nur was die ideale Lösung für ein typisches Problem ist. Eine Lösung die die Ursache (quellende Blätter) und nicht die Symptome bekämpft (Blätter glätten, fester Ansatz, neue Blätter etc.).
    Es kann sich in diesem Fall auch um ein anderes Problem handeln, das ist durchaus möglich.
    VG,
    Jens
     
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  19. khayman

    khayman Ist fast schon zuhause hier

    Wenn Dein Wohnort korrekt angegeben ist, dann lohnt sich vielleicht die Kontaktaufnahme mit @Rick

    (ich hoffe, es ist OK, dass ich auf die Wohnortnähe hinweise)
     
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  20. mwuhl

    mwuhl Schaut nur mal vorbei

    Danke für eure vielen Anregungen!

    @khayman
    Habe das Glück mit Rick in einer Band zu spielen und habe das Problem bereits mit ihm diskutiert. Wir haben gemeinsam ähnliche Dinge erörtert, die hier auch vorgeschlagen wurden.

    @Bereckis
    Vor allem piano-Stellen sind dann kaum mehr zu spielen. Der Ton bricht einfach weg. Ich benötige mehr "Kraft", einen stabilen Ton zu erzeugen. Die Leichtigkeit im Spiel ist weg.
    Ich wechsle dann im Regelfall das Blatt, dann geht es wieder eine Weile. Neue Blätter funktionieren manchmal länger gut.
    Meine Phil Woods Mundstücke haben eine 7er - Öffnung

    @Alle
    Was haltet ihr von diesem "Plopp-Test"? Ist der für euch hinsichtlich der "Dichtigkeit" aussagekräftig?
    Wie beschrieben funktioniert dieser beim mir für 15 - 20 Minuten sehr gut. Alles schein/ ist dicht. Nach dieser Zeit funktioniert er aber fast nicht mehr. Es ist deutlich spürbar, wenn man den Unterdruck erzeugt, dass im System Blatt-Mundstück eine Undichtigkeit vorhanden ist.

    @EarlJay
    Was sagst du zum "Plopp-Test"? Kann man Undichtigkeiten im Blatt-Mundstück-System noch irgendwie "nachwiesen"?
     
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