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Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von JES, 19.Januar.2026.

  1. tomaso

    tomaso Strebt nach Höherem

    Da wir hier speziell über YAMAHA Saxophone und deren (originalen ?) Polstern reden, stimme ich Dir zu


    Erfahrungsgemäß ist das YAMAHA- Schadensbild immer sehr ähnlich:

    Ein neues YAMAHA Sax wir eine Weile gespielt, die Polster werden teilweise naß und so mit ausreichend Biomasse grundversorgt....völlig normal, soweit.

    Nach einer Weile wandert das Horn leider mangels Interesse für mindestens xx Jahre im Schrank oder Keller.

    Dann soll es weg....es sieht immer noch blendend aus, quasi, wie neu !

    Aber die Polster hatten genug Zeit sich mit der im Horn verteilten Biomasse zu beschäftigen, man erkennt das an dunkleren Bereichen auf den Polstern.
    Dort verhärtet das Leder besonders. Das Ergebnis ist ein verzogenes, nicht mehr zu gebrauchenes Polster.

    Ausricht-Versuche führen nicht zum Erfolg und sind mMn sinnfrei. Das Polster ist nicht mehr plan genug.

    Des weiteren ist es ratsam die (grünen) Rückstände, die sich auf den Tonlochkaminen der geschlossenen Klappen über die
    lange Reifezeit gebildet haben, sorgfältig zu entfernen.

    Wir wollen ja alle noch lange Spaß mit den Saxen haben !


    Nicht ganz "OffTopic" , da kein YAMAHA Instrument.....aber zumindest Themenverwand.

    Ein Horn wechselt den Besitzer, er bringt mir nach einer Weile das "gut spielende" Ding zum " mal Durchgucken" während er in Urlaub ist.

    Eine eher seltene Erscheinung, aber auch leider teigig-harte Realität. :eek:
    Ein s.g. "Players-Horn" , ist das eigentlich ein positiv besetzter Begriff?

    Mein persönliches Berufsrisiko halt.....dabei kommt Karneval ja erst noch ! :D

    Ein Foto muß reichen...
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 21.Januar.2026 um 11:10 Uhr
  2. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich kenne den Begriff mit verschiedenen Bedeutungen.
    Im besten Fall bedeutet er, dass man ohne Verhandlungsdruck auf beiden Seiten einvernehmlich den optimalen Marktwert ermittelt, oder dass eine Seite aus Gründen der Zuneigung und/oder finanziellen Sicherheit und/oder dem Bedürfnis der gesteuerten Weitergabe von Geld oder Gegenstand bewusst zum eigenen Nachteil vom tatsächlichen Marktwert abweicht.
    Die anderen Freundschaftspreise sind die, auf die man lieber verzichtet. :)
     
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  3. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Dieser sehr lange Satz überschreitet eigentlich meine Aufmerksamkeitsspanne. :D
     
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  4. Earl Jay

    Earl Jay Ist fast schon zuhause hier

    Lieber Thomaso,
    generell gebe ich Dir bei dem Verhalten von Yamaha-Polstern zu 100% Recht!
    Trotzdem kann man nicht immer gleich die Flinte ins Korn werfen. Da müsste ich bei jedem dritten Instrument in der Werkstatt eine Generalüberholung machen. Dem ist aber nicht so.
    Verschiedene Modellklassen haben ja auch verschiedene Polsterqualitäten verbaut. Die höherwertigen sind da deutlich besser. Aber 275er, 280, ja ich kann ein Lied davon singen.

    Da wir den vorliegenden Kandidaten alle nicht kennen, ist es müßig zu spekulieren. Das muss sich ein Fachmann ansehen.

    LG,
    Jens
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.Januar.2026 um 11:24 Uhr
  5. tomaso

    tomaso Strebt nach Höherem

    Hallo Jens,

    hat mit Flinte ins Korn werfen nichts zu tun.

    Ich bezog mich ausschließlich auf die Polster mit diesem speziellen Schadensbild nach entsprechender Liegedauer.

    Einwandfreie Polster, die schlecht geklebt sind, meine ich ja nicht. Das kann man natürlich korrigieren.
     
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  6. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    Konkretes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: ein Freund hat mich gefragt, ob ich Interesse an einem Lego-Bausatz für einen meiner Enkel hätte. Er hat nicht gewusst, dass seine Frau den gleichen Bausatz auch bei Amazon bestellt hätte.
    Ich habe bei Amazon geschaut und gesehen, dass dieser Bausatz zu verschiedenen Preisen zwischen 105 und 119€ angeboten wird. Auf meine Frage, was er bezahlt hätte, antwortete er mit: ca. 120€. Er suchte die Rechnung und konkretisierte: 119€.
    Völlig logisch und klar, dass ich ihm den Bausatz ohne Hinweis auf günstigere Angebote für 119€ abgekauft habe.
     
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  7. ppue

    ppue Mod Experte

    Verstehe ich nicht, eure Diskussionen um den Freundschaftspreis. Das ist ein Preis, den ich einem guten Freund für einen Gegenstand mache, weil ich weiß, er will das Ding haben und ich brauche es nicht mehr. Da muss ich keinen Marktwert zu ermitteln. Wüsste nicht, wem das nun schadet oder wer da übervorteilt ist und auch, wenn da ein versteckter Schaden dran ist, so bleibt es doch mein Freund und man kann drüber reden.

    Mein Bariton habe ich neulich verschenkt, weil ich zu wenig Luft dafür habe. So etwas mache ich schon mal mit der Auflage, dass der neue Besitzer es generalüberholen lässt. Aber sicherlich ist das auch wieder falsch (-;
     
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  8. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Und was ist daran jetzt anders, als „was hat es dich gekostet“?
    Man könnte auch fragen, „was willst du dafür haben?“ und eine gültige Antwort wäre „nichts“ oder „ein Glas Wein, nächstes Mal“.

    Der „Freundschaftspreis“ ist schon ein ganz spezielles Tierchen und hat für mich (und offensichtlich ein paar andere) nichts damit zu tun, wie sich Freunde untereinander über eine mögliche Gegenleistung einigen.
     
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  9. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Deshalb war die Frage ja nach einem realistischen Marktwert. Falls es da ein delta gibt zwischen Wunsch und Vorstellung finde ich bei Freunden eine Lösung.
    Beim Verkauf eines Instruments, egal welcher Zustand, bestehe ich immer auf Durchsicht beim Instrumentenmacher. Auch wenn bspw. ein Sax gestern erst von meinem saxdoc frisch überholt zurück ist. Die Durchsicht zahle ich, falls tatsächlich was gefunden würde, die Korrektur auch. Der Freund kann dann noch nach einer preiseinschätzung fragen, in der Regel bei seinem saxdoc. Ich bin bei Freunden auch offener etwas zurück zu nehmen als bei Fremden.
    Harte Preisverhandlungen gibt es nur bei Fremden. Und dann auch nur, wenn ich meine das muss sein. Da spielt der Sympathiefaktor eine Rolle. Deshalb kaufe ich auch nicht bei gewissen Charakteren, egal wie gut das Angebot ist.
     
  10. Guido1980

    Guido1980 Ist fast schon zuhause hier

    Ich freue mich schon auf die "was letzte Preis Kollega?!" Diskussion bei nächster Themen Gelegenheit.

    (Beispiel - was darf eigentlich ein 3D gedrucktes Mundstück kosten? Deckungsbeitrag, variable Kosten, Fixkosten usw....)
     
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  11. ppue

    ppue Mod Experte

    Dann verstehe ich das Wort "Freundschaftspreis" nicht.
     
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  12. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Wenn mal 1 million von dem Modell verkauft wurden und ca 1000 davon jährlich auf dem gebrauchtmarkt gehandelt wurden, dann hätten wir einen Marktwert.

    Dumm finde ich aber Verkäufer, die versuchen eine professionell klingende Beschreibung zu geben, und dann als Preis VB, ohne Zahl. Denen schicke ich ein anfangsgebot von 1€. Wer's rafft, Glück gehabt, wer nicht verkauft nicht an mich.
     
  13. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

  14. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier


    Meine Rede....so ist Freundschaft !!
     
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  15. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Das ist eine Frage des Sprachcodes. Es gibt zuvorkommende Preise unter Freunden und es gibt den „Freundschaftspreis“ als rhetorische Figur beim Verhandeln. Letzteres ist vielleicht auch kulturell. Es gibt Länder, da wird mit Liebe gefeilscht und alles andere ist unhöflich. Wenn ich da mit meinem trockenen Pragmatismus bereits mit dem letzten Preis beginne und dann keinen Millimeter mehr abweiche, wird das vielleicht als extrem unsympathisch empfunden. Im Gegenzug bin ich dann aber auch gerne der Depp, der den aufgerufenen Preis einfach zahlt, ohne nachzufragen.

     
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  16. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Eines meiner Bari und ein Tenor waren für 7 Jahre bei einem Freund in Ausleihe, kostenlos, alle Reparaturen habe ich bezahlt. Er brauchte, ich hatte... die Einnahmen aus seinen Konzerten wurde gespendet...
    Einem anderen Freund habe ich ein Auto geschenkt. Er brauchte, ich hatte, wollte eh ein jüngeres. Der Hobel wurde vorher durchgesehen, alles repariert und frisch geTÜVt. Er hatte noch 6 Jahre Spaß damit.
    ....
    Es gibt halt Freunde und Freunde...
     
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  17. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Für mich war bisher das Verständnis, dass eine Handelsware vertrieben wird, deren Preis sich aus Einkaufs-/Herstellungskosten und meinem erwarteten Gewinn zusammensetzt; wenn ich einen Freundschaftspreis mache, verzichte ich auf einen Teil des Gewinns, weil ich an einem Freund nicht so viel verdienen will. Bei einem Instrument, das ich mal zu einem Marktpreis gekauft habe und jetzt gebraucht zu einem fairen Preis verkaufen will, entfällt in der Regel der "Gewinnaufschlag" und somit auch die Absicht, an einem Freund zu verdienen; also ist auch kein Raum für einen Freundschaftspreis; es wäre dann eher eine "milde Gabe".
     
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  18. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Was mir bei deiner Definition fehlt ist der Fall, dass man von einem Freund etwas kaufen will. Dann wäre der Freundschaftspreis, dass er einen üblichen bis guten Gewinn macht, oder? Konkret hier, wenn der Marktpreis für ein YTS62 puple bei 1400-1600€ liegt, bietet man 1600€ an und spekuliert nicht auf 1200€.
     
  19. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe es gut, ich habe keine Freunde! :cool:
     
  20. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    .
    Bei einem Freund geht es doch nicht um Gewinn, gar nicht.
     
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