Wenn der Theo mit dem JJ…

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Silver, 22.Januar.2026 um 23:02 Uhr.

  1. Loppi

    Loppi Kann einfach nicht wegbleiben

    Meine OL Tone Edge für Tenor und Sopran sind beide refaced, das Tenor gebraucht und bereits refaced angespielt, das Sopi neu gekauft und direkt zum Bearbeiten geschickt.
     
  2. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Kenne ich. Hab ein Meyer gebraucht für kleines Geld gekauft und direkt zum PhilTone geschickt. Jetzt habe ich ein besseres Meyer NY zum halben Preis…
     
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  3. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich verstehe es nicht so ganz. Wenn ich in ein Geschäft gehe und habe die Vorstellung, dass ich ein Mundstück haben will, das besser spielt als jenes, das ich bisher benutzt habe, dann habe ich doch ein Kriterium. Ich meine, ich suche doch kein Mundstück heraus, was schlechter als das bisherige spielt. Und wenn es besser spielt, dann hat sich die Sache gelohnt. Wenn ich keins finde, dann kaufe ich nichts.

    Und wenn mehrere zur Auswahl stehen, dann wird es mir auch als relativer Anfänger doch gelingen, ein Mundstück herauszufischen, was mir besser gefällt. Und dann ist erst einmal gut. Bis meine Ansprüche, meine Technik und meine Ohren entsprechend gewachsen sind, dass ich neue Vorstellungen gewonnen habe und wieder auf die Suche gehe.

    Also, ich habe es zumindest einmal so gemacht (-;

    Das nächste Mal hat mir HWP eins geschenkt, das spiele ich heute noch.

    Das alles mache ich aber doch nicht nach Firmennamen.
     
  4. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @ppue
    So kann man es sehen, Hauptsache besser als vorher.
    Alternativ, ich suche mir tatsächlich aus 5-6Stk das beste aus, nur um 4 Wochen später bei einem Kollegen ein noch viel besseres Exemplar probieren zu dürfen. Da kommt dann doch die Frage auf, warum sind die nicht alle so toll? Warum muss ich 5 Stk probieren? um dann festzustellen, dass das gleiche Produkt in einer noch viel besseren Qualität verkauft wird. Für den gleichen kurs!! Da stimmt dann doch was in der Fertigung nicht und eine QS, die ihren Job nicht macht.
     
  5. ppue

    ppue Mod Experte

    Ach, da glaube ich gar nicht so dran. Vier Wochen später bin ich bei meinem Neuen ja noch gar nicht so richtig weit gekommen. Das muss doch erstmal körperlich anwachsen. Ich würde gar nicht so viel probieren wollen.
     
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  6. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @ppue
    Jetzt bist du unlogisch.
    Einerseits gestehst du selbst einem Anfänger zu in einem Laden ein Mundstück finden zu können, was besser ist als ihr altes, ev sogar aus einer Menge "gleicher" das passenste zu finden, dann soll das nach 4 Wochen nicht möglich sein nur 2 mpc zu vergleichen?
    Dann bin ich besonders, weil ich merke eigentlich nach 10 Minuten, ob ein Mundstück besser spielt als mein altes. Ich brauche vllt 4 wochen das volle Potenzial auszunutzen, mit anderen Blättern sicher noch länger.
    Ein gutes von einem mittelmäßigen Meyer zu unterscheiden geht recht zügig.
     
  7. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Jein. Wenn man die Mundstücke misst, und die Mehrzahl ist schief, dann ist es einfach nur Mist. Ansonsten hast du natürlich recht.
     
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  8. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Meistens ist es doch eher so: Der Schüler spielt ganz gut schon auf dem 4C oder S80C* und will jetzt großer Jazzer werden. Also Link oder Meyer. Die Teile im Laden kann er nur so mäßig zum klingen bringen, sind ja auch viel offener. Aber hey, Cannonball hat auch ein Meyer gespielt, das wird schon - gekauft.

    Dass das bei dir was anderes ist, ist doch eh klar. Du lässt dir keine Niete verkaufen, suchst aber eh nichts Neues. Das nennt man dann Mundstückhimmel, glaub ich. Bleib wo du bist.
     
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  9. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Ich will mal die steile These machen, dass leichte Asymmetrie ein Mundstück zu etwas Besonderem (im positiven Sinn) machen können.
    Dazu zwei Anekdoten. Ich hatte mal ein Link, das ich lange gespielt habe und das wirklich toll klang. Ich habe mir immer eingebildet, dass es in den Höhen komfortabler sein könnte und zur Begutachtung zum Refacer geschickt. Und ja, es hatte ein leicht schiefe Bahn. Als ich es zurück bekam war das, was ich an dem Mundstück geliebt habe weg.
    Die andere Begebenheit ist, dass mir ein Mundstück runtergefallen und verbogen ist. Es lies sich nur noch mäßig spielen, aber es hatte einen wirklich charakteristischen Klang, den ich gerne behalten hätte.
     
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  10. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @mato
    Ich habe nichts gegen schiefe Bahnen oder Unsymmetrien. Wenn das mpc damit gut spielbar ist und gut klingt ist es mir wurscht, warum. Aber dann sollte es vom Hersteller bewußt so gefertigt sein, und nicht mal so, mal anders. Das eine spielt, das nächste nicht.
    Von Refacing habe ich keine Ahnung. Mir hat hwp seinerzeit mal versucht zu erklären, dass ein reface nicht nur Bearbeitung von Tisch und Bahn ist, sondern eigentlich das gesamte Mundstück bearbeitet (oder zumindest überprüft) werden muss (der Vortrag war länger und detailierter, was und warum, sorry, weiß ich nicht mehr). Ob das dann noch unter "Refacing" läuft....
     
  11. mato

    mato Strebt nach Höherem

    Naja, ich sehe die Otto Links als eine Art Naturprodukt. Die können ab Werk unspielbar sein, aber auch unglaublich gut. Ähnlich wie bei Blättern. Wenn man sich mit dem (derzeigen) Fakt anfreundet, gibt es keinen Grund mehr sich aufzuregen, dass andere Hersteller das besser im Griff haben. Es gibt ja genug Alternativen.
     
  12. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ich sehe das auch so. Es sollte aber nicht so sein. Wenn andere Hersteller zu den Preisen gleichmäßig gute Qualität liefern können, sollten babbit und link das auch können. Hier wird aber an der QS gespart, der Kunde hat die Probleme, damit irgendwie die Marge maximiert wird. Kann man machen. Man verliert dadurch langfristig Kunden und damit Gewinn. Sehen wir ja gerade, sonst bräuchten sie keinen Partner/investor.
     
  13. ppue

    ppue Mod Experte

    Die Logik besteht in meiner Behauptung, dass ich nach vier Wochen noch gar nicht sagen kann, wo die Reise mit einem neuen Mundstück hingeht. Das meine ich, wenn ich sage, das Mundstück muss erst einmal zu einem Körperteil von mir werden. Dann, nach längerer Zeit, kann ich vielleicht beurteilen, wo die Stärken und Schwächen des Mundstücks liegen.

    Ich sehe wenig Vorteil darin, sich häufig nach "besseren" Mundstücken umzuschauen und schon gar keinen Vorteil darin, Mundstücke schnell zu wechseln, geschweige denn, verschiedene Mundstücke für verschiedene Zwecke zu benutzen.

    Zudem sehe ich das wie @mato: Wer sagt denn, dass ein leicht schiefes Mundstück nicht gerade besondere Obertöne herauskitzeln kann? Wenn das Blatt im Munde schwingt, tut es das an seiner Spitze augenscheinlich (mit Zeitlupe aufgenommen) recht chaotisch und genau da, an der Spitze entstehen die hohen Teiltöne, die den Charakter des Tons bestimmen.
    Vielleicht ist es sogar ein Segen, dass die Mundstücke alle unterschiedlich ausfallen und wir so viele verschiedene ausprobieren dürfen (-:


    Wer liefert eigentlich beste Mundstücke in gleichbleibender Qualität?
     
  14. TootSweet

    TootSweet Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe ein paar RPC-Munstücke beim leider verstorbenen Ron Coelho gekauft, eines davon ist immer noch in meiner Schublade (braucht zuviel Luft für mein zartes Alter, bin über 78). Ron hatte die Gewohnheit, seine Kunden jeweils anzurufen, um nachzufragen, was sie von dem neuen Stück erwarteten. Da gab's auch längere Gespräche.

    Einmal ging es um die Frage, wie symmetrisch denn ein Saxophon-Mundstück sein müsste. Ron hat sinngemäss gesagt, wer behaupte, ein Mundstück müsse möglichst symmetrisch sein, habe definitiv keine Ahnung. Er scheute sich auch nicht davon, Namen von bekannten Refacern zu nennen. Bei dem oben erwähnten RPC ist auch für Laien sofort zu sehen, dass die Rollover-Baffle links und recht nicht ganz gleich zur Kammer abfällt. Auch die Bahn links und recht ist nicht wirklich symmetrisch.

    Ich vermute, der Sound, der Coelhos Mundstücke begehrt gemacht hat, kommt nicht zuletzt aus diesen "Unregemässigkeiten".
     
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  15. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Dann kannst du nie in einen laden gehen, und ein Mundstück kaufen, welches besser ist, als dein Altes.

    Wie der Klang und die spielbarkeit erreicht wurde, ist mir, wie schon geschrieben, egal. Nicht egal ist mir die Streuung. Dann wird aus einem Feature ein Bug. Also bitte alle gleich.

    Woher soll ich das wissen? Aber schon bei den popeligen yamaha 4c hatte ich bisher noch keine solche Streuung wie bei Link. Expression nicht, jupiter nicht, esm nicht. Ob mir genannte Mundstücke gefallen, ob ich sie spielen mag, völlig egal. Und ja, auch die haben gewisse Streuung, aber nur zwischen befriedigend und gut, nicht zwischen ungenügend/unbrauchbar bis sehr gut. Und sie kosten deutlich weniger als OL.
     
  16. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Mit Kunstharz gibt es halt keine Probleme.

    Wie schon @Silver geschrieben hat, ist der lösungsorientierte Ansatz eine Krücke von Meyer zu kaufen (meines hat damals 60,- gekostet) und zu Phil zu schicken.
    Inklusive Versand bleibt es dann um die 200,-, was für ein Altmundstück, das auch funktioniert, ganz ok ist wie ich finde.
     
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  17. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Naja, eigentlich ist messing deutlich formstabiler als Kunstharz...

    Was du bzw @Silver beschreiben ist eine Lösung für den Kunden im Einzelfall.
    Aus Sicht des Herstellers ist das inakzeptabel bzw sollte es sein. Wäre ich da CEO würde ich jedenfalls nicht akzeptieren, dass mein Produkt erst durch Nacharbeit durch Dritte zu einem für den Kunden gutes Produkt wird. Mein Anspruch, gerade mit renomiertem Namen, wäre, sehr gute Mundstücke zu liefern, und nicht brauchbare Rohlinge.
     
  18. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich rede von der Herstellung.
    Du kannst jetzt noch wochenlang diskutieren, es ist so wie es ist, und wenn man so ein MPC spielen will macht man das beste draus.
    Und ich bezweifle, dass es im richtigen Verhältnis besser und kostspieliger wird. Die Kurve der Kosten wird wohl steiler ansteigen schätze ich.
     
  19. ppue

    ppue Mod Experte

    Ich finde erstaunlich, was du schon alles getestet hast. Und da du ja auch die Streuung beurteilen kannst, musst du ja von jeder einzelnen der genannten Marken auch noch mehrere gestestet haben.

    Sagen wir mal, du hast von jedem drei Stück getestet. Das sagt für eine Streuung eigentlich noch nichts aus, bedeutet aber, dass du dich durch mindestens 15 Mundstücke durchgetestet haben muss, mal abgesehen davon, dass man ja auch noch verschiedene Öffnungen probiert. Zudem davon abgesehen, dass ich nicht verstehe, warum man überhaupt mehrere Yamaha 4c antesten sollte, auf dass man eine Aussage über die Streuung dieser Mundstücke machen kann (-:


    Doch, gerade dann. Denn erst, wenn du dein Mundstück wirklich kennst, wirst du wissen, in welche Richtung du dich verbessern willst, also, ob du ein offeneres Mundstück brauchst oder ob du einen leichten Baffle ausprobieren möchtest.

    Beim wilden Rumprobieren spricht das eine besser an, das andere scheint lauter, das dritte spitzer. Aber wie sich ein Mundstück bei mir entwickelt, wird mir vielleicht erst nach einem halben Jahr klar.
     
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  20. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe zu dem Thema und diesem Thread verschiedene Gedanken.

    -die Meldung hat mich überrascht, aber für mich macht es Sinn für beide Seiten:
    1) Babbit leiht sich das Vertrauen in die Theo Marke.
    2) Wanne kann seine Produktionskapazitäten ausbauen/besser nutzen. (Der Saxophonmundstück Markt ist halt gesättigt und es werden nicht immer mehr Menschen Saxophon spielen)

    -allerdings ist das alles auch nur eine relevante News für die Szene (Händler und Hersteller). Für Spieler ist das eigentlich total egal. Ich bezweifle, dass hier irgendjemand gewartet hat, dass er jetzt endlich einfach zwei Meyer-Mundstücke kaufen kann, die dann gleich sind.
    Für die Szene könnte das interessant werden wegen Vertriebsstrukturen und neuen Preisen.

    -kurios finde ich, wie Babbit seine bisherige Konsistenz beschreibt. Der Handel, dessen Schubladen mit dem alten Kram voll sind, wird sich darüber wahrscheinlich nicht freuen. Wahrscheinlich will jetzt kein informierter Kunde mehr den alten Stock haben...

    -Für mich war lange der "günstigste" Preis ein Grund Babbit Mundstücke zu erwähnen. Ist ja nicht so, dass andere Hersteller nicht auch gute Mundstücke in der Stilistik machen. Bin gespannt, wie sich die neuen Preise gestalten.

    -Die Lotterie ist auch sehr anekdotisch. Wer hier hat wirklich öfters mehrere gleiche Mundstücke parallel getestet und das wiederholt über Jahre? Zumal fast jeder Händler eh nur ein oder max 2 der gleichen Version da hat. Gefühlt kenne ich hauptsächlich Storys, wo der Kollege von einem Kollegen erzählt hat, dass der 10 Mundstücke getestet hat....
    Mit persönlich kamen meist nur mal wieder sehr underwhelming Mundstücke unter, bei denen etwas "nicht rund war" und das zu einem sehr wechselhaften Bild beigetragen hat. (Allerdings nicht nur bei Babbit)

    -Die meisten Saxophonisten können gar nicht bewerten, ob das Mundstück wirklich schlecht ist oder nur nicht zu ihnen selbst oder dem Rest ihres Setups passt. (Ich kann das auch nicht komplett trennen)
    Und viele (auch hier) machen nicht mal diese Unterscheidung. Daher nehme ich viele Aussagen dazu auch eher vorsichtig auf.

    -ja, das wirft die Frage auf, welches der Modellvarianten denn die beste war. Allerdings, ein sauber gearbeitetes Mundstück, das exakt so ist in allen Parametern für Bahn/Öffnung, Kammer usw. spielt sich allgemein schon besser.

    -Gibt keinen wie Theo, der da so viel Insight in diesem Thema hat. Wenn jemand da gute Entscheidungen treffen kann, dann er.

    -der gesamte Handel (und ich persönlich irgendwie auch), sind ziemlich genervt von den ganzen Modellvarianten die es ständig gibt und gab. Sorry, niemand braucht wirklich 8 verschiedene Mundstücköffnung vom gleichen Modell. Für den Kunden mag das interessant sein 8 vs 8* zu testen, am Ende ist der Unterschied marginal, aber für den Handel ist es ein Problem so viel Stock zu halten.

    -die wenigstens testen auf ihrer Mundstücksuche so granular, dass das letzt micrometerchen im Bahnverlauf relevant ist. Die meisten testen ziemlich verschiedene Mundstücke unterschiedlicher Hersteller, unterschiedliche Bahnen gegeneinander. Macht auch viel mehr Sinn. Bei manchen klingt es so, dass sie erstmal 100 Mundstücke getestet haben, bis sie bei einer Kaufentscheidung geblieben sind und dann nichts anderes mehr in ihrem Leben spielen...
     
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