Mundstück für Jupiter Saxophon

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Saxversuch, 30.Dezember.2025.

  1. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Und Ihr glaubt nicht, dass der Lehrer sich bei seiner Empfehlung etwas denkt?
     
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  2. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Ganz ehrlich? Nicht unbedingt.
    Sollte der Lehrer konservativ eingestellt sein und nicht mit der Zeit gehen,
    wird er immer "das alte Zeugs" empfehlen, mit dem "schon jeder seiner Schüler angefangen hat".

    Soll auch kein Vorwurf sein, aber dafür sind ja Foren wie dieses hier ich will nicht sagen optimal, aber zumindest hilfreich, seinen Horizont zu öffnen...
     
  3. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ja,
    weil es sich bewährt hat. Damit der Schüler möglichst schnell ensemblefähig wird.
    Deswegen. Insoferne stelle ich mir die Frage nach dem Horizont, dem Deine Empfehlung (die durchaus gut sein kann), entspringt.

    Hattest Du Probleme mit konservativen Lehrern, hättest Du lieber Jazzrock als Klassik gespielt etc.

    Was tust Du musikalisch? Ich kann und will Deine Qualifikation zu einer Empfehlung nicht bezweifeln, tue mir aber schwer, sie einzuordnen.

    Ich hatte in fast Jahren Unterricht nur einmal das Problem, dass ein Schüler mit einem Kautschuk-Larsen mit 100er-Öffnung am Alt daherkam, weil er davon überzeugt war.
    Dieses Problem musste ich lösen. Er hat es mir dann geschenkt, und ich bin gerne bereit, es gegen Versandkosten und einen Zehner Forumsspende herzuschenken, falls es jemand will :)
     
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  4. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele seit zig Jahren. Angefangen vom Jugendorchester über die Kapellen und hab vieles ausprobiert...auch Mundstücke, selbstverständlich.
    Jeder mag andere Erfahrungen haben, ich hab meine ;-)
    P.S.: ich spiele auf dem Alt u.a. ein Berg Larsen Kautschuk 95/2 SMS.
    Bevor das 100er wegwirfst, kannst es mir schicken, je nach Zustand versteht sich...auch diesbezüglich habe ich bei Gebrauchten schon einiges erlebt ;-)
     
  5. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Wo hat der Lehrer denn was empfohlen? Ist die Entscheidung nicht zu Gunsten eines Jupiter(esm?) gefallen?

    Was empfiehst du denn deinen Anfängern? Und warum?
     
  6. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    @JES
    Missverständnis...bin kein Lehrer.
    Ich nehme mich an der Stelle raus. Meine persönliche Empfehlung habe ich genannt...

    P.S.: bei Jupiter liegt das Jupiter mehr oder weniger im Koffer, wobei es nicht schlecht ist.
    Ansonsten Metalite M7 und Bari 64 Hard Rubber. Für alle Mundstücke verwende ich GF-Ligatur.

    Schönen Abend.
     
  7. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @AltoBari
    Die Frage ging auch nicht an dich. Mich interessierte mehr, warum ein Lehrer ein selmer s80 empfehlen sollte. Nicht, dass es eine schlechte Wahl wäre, aber....
    Ich habe vor Jahren bei 123 in USA diverse Saxophone gefischt. Da war nie ein S80 bei, eher brilhart (special ebolin), woodwind co ny, mal ein king, o.ä.. Das s80 war eher bei Käufen aus D, wenn nicht bei keilwerth dann ein keilwerth mpc (also esm) beilag. Die paar saxophone aus Frankreich hatten wieder andere beipackdinger... auch eher keine S80.
    Entweder sind die Dinger also so klasse, dass sie jeder behält, so gefragt, dass die Verkäufer die lieber separat verkauft, oder....
    Ich selbst kam mit den Teilen nie zurecht, klanglich wie spielerisch nicht. Mein(e) Lehrer, profis, spielen die auch nicht, nicht einer. Mir wurden die auch nie empfohlen.
     
  8. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich hab ja schon geschrieben, dass sich die Frage nie stellt.
    Die Leute spielen mal das 4C, das ist für mich mal die Minimalvoraussetzung. Wenn das nicht dabei ist, weil es kein Yamaha ist, dann wird das zugekauft.
    Nach einiger Zeit, wenn die meisten in den Kapellen spielen, entweder AL3 oder Selmer S80 oder S90.
    Manchmal auch andere Vandoren.
    Am Anfang gibt es wichtigere Dinge als das Mundstück. Das muss in erster Linie mal funktionieren, und ich tu mir auch leichter, wenn ich das Mundstück selbst kenne und abschätzen kann ob das MPC oder der Schüler versagt.

    BTW: Es ist gar nicht so lange her - und vielleicht gibt es auch noch solche Kollegen - da durftest Du nur mit SA80 und S80 antanzen.
    Ich kann das verstehen, für mich käme so etwas nicht in Frage.
     
  9. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Du hast PN ;-)
     
  10. Blofeld

    Blofeld Ist fast schon zuhause hier

    Die für Anfänger wichtigste Lehre aus diesem Thread sollte sein, sich nicht mit Mundstückfragen verrückt machen zu lassen. Schon gar nicht nach wenigen Wochen Spielpraxis. Ohne irgendjemandem zu nahe treten zu wollen: Vielleicht unterschätzen manche Beginner, wie langwierig es ist, überhaupt nur die Basics eines Instruments zu lernen. Da muss an Ansatz, Atem, Grifftechnik, Gehörbildung soviel zusammenkommen, dass es eben einfach dauert. Und für diese ganze Zeit leistet ein leicht beherrschbares Standardmundstück die besten Dienste. Mit der Zeit kann man sich auf so einem Teil auch an etwas härtere Blätter herantasten, dann klingt es schon richtig nach Saxophon. Ich habe die ersten drei, vier Jahre (und gerne) auf einem Yamaha 4c gespielt, erst dann hatte ich das Gefühl, etwas offeneres wagen zu können. Also: Immer schön die Ruhe bewahren.
     
  11. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Da kommen genau die Einschränkungen: welches ist ein leicht beherrschbares Standardmundstück?
    Und es kommen m.E. noch Kriterien dazu, wie, in gleichbleibend guter Qualität quasi überall verfügbar (der Anfänger kann nicht testen!!! Irgend welche Exoten würde ich ausschließen) und es sollte günstig sein (für mich wäre das etwa 100€ Obergrenze), weil ich dann für kleines Geld später ev nur auf eine weitere Öffnung gehen kann, ohne andere Aspekte zu ändern.
    Das yamaha erfüllt die Kriterien.
    ....
     
  12. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Hört Hört!!
     
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  13. Tobias Haecker

    Tobias Haecker Ist fast schon zuhause hier

    Du und deine Aversion gegen professionelle Lehrer. Die meisten Städte haben mehr als nur einen Saxophonlehrer und ja, die Schüler die sich eher für populären Krams entscheiden können sich einen "modernen" Lehrer aussuchen, die, die eher klassisch orientiert sind, können sich wen konservatives aussuchen.

    Erwachsene Schüler merken recht fix, ob der Vibe passt oder nicht. Einige fahren für ihren Unterricht auch über eine Stunde zu einem Lehrer und seid Corona beherrschen fast alle auch den Videocall.

    Und ich bin recht überzeugt, dass der durchschnittliche Saxophonlehrer etwas erfahrener ist, als der durchschnittliche Forumsenthusiast.
     
  14. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Vandoren Profile Soprano Sax SP3 war überraschend meine finale Wahl. Es ist relativ eng, intoniert für mich gut und dennoch Volumen.

    Vorher hatte ich immer S80er mit unterschiedlichen Öffnungen gespielt.
     
  15. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich bin überzeugt, dass man das so pauschal nicht einfach stehen lassen sollte.

    Wer ist der "durchschnittliche Saxophonlehrer" ?
    Jemand wie @Analysis Paralysis mit Studium und Forscherdrang bis zur Schmerzgrenze?
    Jemand wie @Bereckis oder @JTM , die seit Jahrzehnten als Amateure spielen, nach eigener Auskunft Saxophon unterrichten aber ganz sicher keine ausgebildeten Musikpädagogen sind?

    Ich glaube, der durchschnittliche Saxophonlehrer (den wir hier im Forum mangels Zeit und Mitteilungsdrang eher nicht finden) lebt tendenziell abseits der Metropolen, hat Musik studiert, wie andere "BWL" an einer Berufsakademie (um damit Buchhalter zu werden), ist froh, wenn sein Zeug gut genug funktioniert und ist zufrieden, wenn das Zeug seiner Schüler bzw. das vom Verein ebenfalls halbwegs in Schuss ist und im Musikzug nicht der eine am Alt nach Sanborn und der nächste nach getretener Ente klingt.
    Maxime: keine Experimente. Völlig in Ordnung.

    Wer sich hier im Forum ausgiebig, teils jahrelang, im Diskurs mit den vielen Facetten des Themas beschäftigt, hat einen wesentlich breiteren Erfahrungshorizont, als der "durchschnittliche Saxophonlehrer", den Du im gleichen Satz nennst. Diese Enthusiasten haben nämlich mit eigenem Geld und Experimentierfreude durch viele Fehler selbst gelernt, was geht und was nicht so gut - und darüber nicht die Lust verloren.
    Viele dieser Enthusiasten haben mehr Stage-Time mit den unterschiedlichsten Ensembles und Genres (teils gleich mehrere), als der "durchschnittliche Saxophonlehrer".


    Ich persönlich habe nicht das Geringste gegen Instrumentallehrer und würde jedem dringend empfehlen, sich bei einer/m solchen Unterstützung beim Erlernen des Instrumentenbedienung und der musikalischen Grundbildung zu holen. Man muss sich nur immer darüber klar sein, dass jemand, der sich "Saxophonlehrer" nennt, nicht automatisch alles weiss und kann.
    Vor allem nicht automatisch besser, als ein "Enthusiast".
     
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  16. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Der beste Saxlehrer, den ich hatte, war ein Amateurprofi, also angelernt und dann für Geld gespielt. Der konnte spielen, der konte zählen, der konnte vom blatt spielen... und der hatte keine Ahnung von Equipment.
    Es war ihm völlig egal. Er hatte ein setup, was für ihn funktionierte, seinen Schülern hat er ein 275/280 besorgt mit dem 4C, was dabei ist. Blätter Rico einfach, la voz,.. Vandoren blau irgendwas. Schüler rico einfach. Damit kamen die meisten gut klar....
    Meinem jetzigen Lehrer ist mein setup auch völlig egal. Ok, mittlerweile weiß ich, was ich habe, alles gut.
    Das Spannende ist eigentlich, er spielt mk6 mit selmer jazz metall, ich meisten conn nw1 mit ol stm early babbitt, und jeder meint, der andere klänge besser. In Aufnahmen hören wir dann eigentlich nur an der spieltechnik den Unterschied.
     
  17. Bereckis

    Bereckis Gehört zum Inventar

    Ich habe höchsten Respekt vor meinen professionellen Instrumentallehrern, die ich hatte oder habe.

    Meine erste Lehrerin (ich war sieben Jahre) war Stadtmeisterin auf dem Akkordeon. Irgendwann bekam sie ihr zweites Kind und hörte an der Musikschule auf. Dann hatte ich bei zwei Lehrer hintereinander Unterricht, an die ich mich nicht erinnere. Irgendwann hieß es, dass sie mir im Vorort nichts mehr beibringen könnten. Ich müsste in die Stadtmitte zur Musikschule.

    Stattdessen nahm ich dann privat bei der ersten Lehrerin Unterricht, die man dann auch ins Akkordeonorchester mitnahm.

    Irgendwann hatte ich die Möglichkeit, statt Nachhilfe Akkordeonunterricht zu geben. Es waren die Töchter von drei polnischen Familien und immer auch zusätzlich frisch gebackenen Kuchen. Eine Tochter wurde so gut, dass sie an eine sehr gute Lehrerin in der Stadtmitte abgab.

    Mein erster Saxofonlehrer war von der städtischen Musikschule, fachlich gut, aber nicht sonderlich motiviert. Aber er war wichtig für mich! Danach hatte ich privaten Unterricht bei Matthias Nadolny (selber Autodidakt, genialer Jazzer), wo ich wirklich viel gelernt und erfahren habe.

    Ich hatte immer wieder hauptsächlich erwachsene Schüler und Schülerinnen (Saxofon und sogar Klarinette) gehabt.

    Ich coache seit Jahren ein Saxofontrio und gebe mal eine Einzelstunde für die Triostücke. Ansonsten habe ich schon lange kein Interesse mehr, zu unterrichten, weil ich weiß, was ich alles selber nicht kann.

    Was ich aber immer konnte, war die Liebe bzw. Leidenschaft zur Musik vermitteln.

    Aktuell habe ich professionelle Lehrer für Saxofon (Musikschule), Bass (privat) und Klarinette (Musikschule auslaufend). Alle drei sind in ihrer Sparte richtig gut.

    Daher nochmals:

    Ich habe höchsten Respekt vor meinen professionellen Instrumentallehrern, die ich hatte oder habe.

    Dies würde ich unterstützen.

    Instrumentallehrer ist ein Beruf und wie in jedem Beruf gibt es gute, mittelmäßige und schlechte Lehrer.
     
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  18. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Das ist kurz und bündig zusammengefasst. Die "Basics" wird einem jeder mehr oder weniger zeitnah beibringen können.
    Ich wollte nach Jahren Unterricht nehmen, um speziell Top Tones zu lernen, nachdem ich schon zig Übungen mit "Überblasen" der tiefen Töne geübt habe.

    Aussage (nicht nur einer Musikschule): "Nach Rückfrage mit unseren Lehrern beherrscht niemand diese Technik"...hmm, bin Betriebswirt, kein Musikpädagoge...korrigiert mich, sollte ich falsch liegen.
    Aber wenn ich von Berufs wegen studierter Musiker bin, sollte ich mein Instrument doch ganzheitlich beherrschen, oder?
     
  19. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Die beiden Punkte möchte ich, mal aus Sicht des Schülers, kommentieren.
    1. Die Einteilung gut, mittel, schlecht ist m.E. zu pauschal. Ein Lehrer, der für mich gut ist, muss für einen anderen Schüler nicht unbedingt gut sein. Klar, eigentlich sollten Lehrer methoden haben für jede Art Schüler, trotzdem matched es manchmal nicht.

    2. Ein studierter Musiker sollte sein Instrument beherrschen. Heißt aber nicht unbedingt, dass er dieses Können auch vermitteln kann. Ich kenne das zumindest aus meinem Beruf. Begnadete Konstrukteure, wenn sie dann in einem projektreview berichten sollen, was, wie und warum sie etwas getan haben, können sie das nicht, oder nicht gut.

    In meiner musikalischen Laufbahn hatte ich auch diverse Lehrer. Von einigen habe ich viel am Instrument gelernt, andere waren diesbezüglich Zeitverschiebung. Die guten haben nicht unbedingt studiert, sondern waren eher Praktiker. Aber, die anderen haben mir andere Sachen beigebracht, Hintergründe zur Funktion meines Instruments und setups, Quintenzirkel etc., die Theorie halt.
    Letztlich muss man sich Ziele setzen und dann für quasi jedes Ziel schauen, kann mir mein jetziger Lehrer helfen, das Ziel zu erreichen, oder bleiben Lücken, für die ich mir irgendwann einen anderen Lehrer suchen muss. In der Schule hatte man ja für verschiedene Fächer auch verschiedene Lehrer.
    Im Augenblick habe ich einen tollen Lehrer. Dem habe ich meine Baustellen erzählt. Er hat noch ein paar mehr gefunden. Jetzt kombinieren wir, quasi in Teamarbeit, unser Material, manches verstehe ich aus meinen Büchern besser und er hilft mir das umzusetzen. Manchmal platzt der Knoten schon bei einem Stück, was er mitbringt und mir erklärt, was ich wo zu machen habe, Tricks aus der Praxis halt. Und manchmal spielen wir einfach, und ich darf dann aus der Spur mal ne kleine impro versuchen, oder... und hinterher gibt's feedback.
    Ich hoffe er bleibt an der musikschule noch lange, damit ich von seinem Wissen und Können viel abgreifen kann (heute wieder ne Stunde gehabt, nur off-beat-zählerei im Latin, trotzdem hat er das so gedreht, dass es Spaß war).

    Bzgl Empfehlungen. Ein Lehrer hat Erfahrungen, die als Anfänger nicht habe. Wenn er mir ein Mundstück empfiehlt kann ich sicher sein, dass es funktioniert. Ob es bessere gibt, möglich. Na und. Selbst mit einem nur"durchschnittlichen" Anfängermundstück bin ich einige Monate bis Jahre beschäftigt, bis ich "größere Schuhe" brauche. Dann weiß ich aber, was ich möchte und wo es drückt.
     
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