Müssen es teure (und nachbearbeitete) Blätter sein? Oder tun’s auch günstige, unbearbeitete?

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Onkel D, 25.Mai.2025.

  1. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    Bin kein Techniker, daher die Frage.
    Ist wie ein Skalpell, oder?
    Damit lässt sich aber auch nur die Fläche oben bearbeiten aber das Blatt insgesamt, also Unterseite, nicht glätten, korrekt?
     
  2. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Jain. Ich weiß nicht, wie man mit einem Reed Geek die Unterseite des Blattes glättet. Für einen Menschen ohne Erfahrung wird wohl das Abziehen auf einem Schleifstein das einfachste sein. Ein Goldschmied zu meinen Zeiten hat nie eine Fläche mit einem Schleifstein abgezogen, man tat es immer mit einem Schaber. Das hieß: Fläche ziehen. Dafür muss aber das Werkstück gefestigt werden. Mit einem Saxblatt ist es schwierig.
    Wie zieht man das Blat mit einem Reed Geek ab?

    Da auf dem Bild sieht man Besser, was ein Goldschmiedeschaber ist.
     

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  3. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe wirklich nichts gegen Reed Geek einzuwenden, zumal ich das Werkzeug gar nicht kenne. Mir ist nur aufgefallen, dass ein Reed Geek im Prinzip ein Schaber ist, nur halt flachwinkliger, was vermutlich für ein Hobbytüftler einfacher zu beherrschen ist. Das ist alles.
    Es ist für mich ein Unterschied wie zwischen einem Kugelschreiber und einem Stück Kreide: mit beiden kann man schreiben, nur der Kugelschreiber ist handlicher und feiner.
     
  4. ppue

    ppue Mod Experte

    Warum eigentlich reedgeeken und glätten die Hersteller die Blätter nicht? Fehlt ihnen das Werkzeug?
     
  5. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Das ist denen vermutlich zu viel Aufwand.

    Die Beschriftung an der Unterseite / Blattauflage ist oft leicht erhaben. Glasplatte, Schmirgelleine und vorsichtigig hin und her. Manchmal die Ursache für Quietscher.
    Steuer z. B. beschriftet an der Oberseite. Vandoren unten.

    Grüße Gerrie
     
  6. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    [QUOTE="Alex_Usarov, . Ich weiß nicht, wie man mit einem Reed Geek die Unterseite des Blattes glättet. .[/QUOTE]

    Das Glätten der Unterseite geht mit Reed Geek doch ganz gut. Ist auch hauptsächlich das gewesen, was ich mit dem Teil gelegentlich gemacht habe. Habe es dann aber kpl. gelassen, weil ich da keine hörbaren Unterschiede feststellen konnte.
    Vieleicht ein Vorteil der alten Ohren, die auch nicht mehr alles mitbekommen.
    Wenn du mal nach Holzblatt glätten mit dem ReedGeek googelst, ….. da wird das Glätten ganz gut erklärt.
    Das Werkzeug an sich ist aber ganz „ schön“, wie auch der Blattschneider ( Cordier Reed Trimmer ) und so als Werkzeugfetischist kann man das schon mögen. War bei mir zumindest so…..jetzt liegt es schon Jahre in der Schublade.
     
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  7. Sandsax

    Sandsax Gehört zum Inventar

    Weil die für mich wesentliche Anwendung, nämlich das Blatt von der Unterseite zu planen, erst nach dem ungleichmäßigen Quellen des Blattes erforderlich wird, möglich ist, und damit auch erst dann sinnvoll ist.
     
  8. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Einen ReedGeek brauche ich nicht. Wozu?
    Zur Bearbeitung meiner Blätter reicht eine kleine Glasplatte, eine Nagelfeile aus Karton und etwas 600er Naßschleifpapier. Als Glasplatte habe ich mit Sekundenkleber zwei Objektträger aufeinander geklebt.
    Runtergepielte Blätter kann ich noch mit einem blattschneider kürzen und neu beischleifen. Das macht sie noch mal nutzbar, wenn auch nicht neu.
    Was meine Blätter letztlich günstig macht ist, dass ich eine Sorte mit wenig Ausschuß habe, die auch noch rel. lange hält.
    Mit Kunststoff habe ich vor Jahren mal probiert. Ich fand die nicht so toll. Nun geht die Entwicklung weiter... Vielleicht taugt das heute was. Mich reizt das nicht, da ich so einen hohen Durchsatz an blättern nicht habe.
     
  9. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Richtig, man braucht kein Reed Geek, aber man kann sich trotzdem daran erfreuen.
    (. Preis und Werbung mal ausgeklammert )
     
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  10. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Lieber haben als brauchen. Man weiß nie wann es doch mal gebraucht wird.:D

    Grüße Gerrie
     
  11. AltoBari

    AltoBari Ist fast schon zuhause hier

    @Bb7
    Guten Morgen. Du hast PN
     
  12. ppue

    ppue Mod Experte

    Weil ihr die Blätter immer wieder vom Mundstück nehmt (-:

    Bleibt das Blatt nach dem Spielen auf dem Mundstück, so ist es feucht und leicht gequollen, sitzt aber fest auf dem Tisch auf. Trocknet das Blatt, so fest angeschnallt, wird man nach einer Zeit sehen, dass es am Tisch plan ist (oder zu 100% des krummen Tisches Form angenommen hat) und an der Stelle, wo das Fenster ist, leicht erhöht bleibt. Man kann sich vorstellen, wie dicht das Blatt dort am Tisch anlag.

    Nimmt man das feuchte Blatt vom Mundstück, so quillt es auf der ganzen Länge. Da das Rohrholz an der Rinde sehr viel fester ist, quillt es rundlich konvex auf der Unterseite auf. Es kann ja gar nicht anders. Dieses aufgequollene Blatt dichtet natürlich nicht mehr gut ab an den Rails, man muss die Ligatur dann anknallen oder aber, man schabt die Unterseite plan.

    Bei letzerem Vorgang wird das Blatt natürlich dünner und aah: "Das spricht aber gut an!", dabei hat man nur ein Viertel Stärke runtergehobelt. Natürlich verliert das Blatt so nicht nur Lebenszeit, sondern wird auch immer schlapper.

    Lasse ich das Blatt auf dem Mundstück trocken, so verliere ich kein Material, habe eine längere Lebenszeit und die bestmögliche Dichtigkeit zum Tisch.

    Ich habe mal einen Bleistiftabdruck meines Alto-Blattes gemacht. Man sieht hier schön den Höhenunterschied des Abdrucks und kann sich vorstellen, was da so abgehobelt werden muss, nur um das Blatt wieder zu planen. gequollenesBlatt.jpeg
     
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  13. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    [QUOTE Weil die für mich wesentliche Anwendung, nämlich das Blatt von der Unterseite zu planen, erst nach dem ungleichmäßigen Quellen des Blattes erforderlich wird, möglich ist, und damit auch erst dann sinnvoll ist.[/QUOTE]
    i

    Vielleicht missversteht ihr euch da etwas ?? ....ich bin mir natürlich nicht sicher, wie Sandsax das genau gemeint hat, aber bei mir war ( wie gesagt, ich mache es nicht mehr) das planen von der Unterseite des Blattes nur bei Erstbenutzung nach Erwerb relevant und so habe ich Sandsax auch verstanden. Nämlich dass es dann bitte wegen der Fasern feucht sein sollte, was ja auch richtig ist. Und das war `s dann auch mit dem planen.
    Wäre ja auch blöd, nach jeder Nutzung das Blatt plan schleifen zu wollen. Da dauert es nicht lange und das Blatt ist hinüber.
    Ich nehme das Blatt übrigens auch nicht immer vom Mundstück, aber lasse es auch nicht zu lange drauf. Ich habe da im Moment gar keine Probleme mit, weder mit dem etwas drauf lassen, noch mit dem abnehmen, was ich dann aber in der Regel wegen Reinigung doch öfter mal mache. Zumindest beim 2 - 3 x spielen. Ich bin da nicht so empfindlich, aber das wird ja ansonsten auch ein bisschen unhygienisch, finde ich.
     
  14. ppue

    ppue Mod Experte

    Das ist ja meine Frage gewesen. Wenn du es nur einmal am Anfang machst, dann könnte die Fabrik das Blatt ja auch feucht machen und glatt schleifen. Wenn man es macht, weil das Blatt sich gewölbt hat, dann macht man es automatisch dünner.

    Natürlich wischt man das Blatt, das am Mundstück bleibt, ab und zu sauber.
     
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  15. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Naja, in Anbetracht dessen, dass die wenigsten Saxspieler das Planen der Blätter wirklich praktizieren und dass das ja auch nicht bei allen Blättern grdstzl. nötig ist, sieht eine Firma da wohl kaum Bedarf.
    Wie gesagt, ich mache es gar nicht mehr und komme gut damit klar.
     
  16. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Und wenn es trocknet zieht es sich wieder zusammen....es bleibt nicht gequollen.
     
  17. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Blätter die an der Unterseite beschriftet sind haben bei mir ab und an gequietscht.
    Ich vermute durch die erhabenen Stellen wird das verursacht.
    Seitdem ich die Blätter neu einmal abziehe ist es weg.
    Vielleicht ist es auch nur der Glaube. Egal es funktioniert.

    Einmal habe ich das auch bei einem grottenschlechten Mundstück gemacht.

    Grüsse Gerrie
     
  18. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Bei mir quietschen Blätter auch schon mal und das liegt dann fast immer an der Positionierung des Blattes auf dem Mundstück.
    Da bewirken kleinste Änderungen, bzw. Korrekturen des Blattes nach li/re oder vor/zurück oft kleine Wunder.
     
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  19. ppue

    ppue Mod Experte

    An dem Blatt, das ich da mit dem Bleistift abgerubbelt habe, sieht und fühlt man deutlich die kleine Erhebung, die gequollen bleibt, im Gegensatz zur geraden Fläche, die am Tisch anlag.
     
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  20. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Ihr da aber nicht die Flöhe husten, oder?? Ich glaube z.B. nicht, dass die Beschriftung an der Unterseite irgendeinen Einfluss auf den sound/Bespielbarkeit hat.
     
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