Die Blattstärke

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Alex_Usarov, 18.März.2026.

  1. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Tatsächlich finde ich leise sogar mehr Aufwand wie laut,wenn man leise in der richtigen Intonation ohne zu quetschen spielt,braucht das schon sehr viel Konzentration.
    War früher eine beliebte Übung meines Lehrers. Vor Stimmgerät von laut nach leise zu spielen bis der Ton fast abbricht und den ton dann in Stimmung dort zu halten. Das war Höchststrafe aber grade diese Übung hat sich bewährt
     
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  2. ppue

    ppue Mod Experte

    Bestenfalls bricht der Ton gar nicht ab, sondern verschwindet im pppppppp
     
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  3. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich versuche seit einigen Jahren, Blätter eher wieder leichter zu wählen und trotzdem gut damit zu spielen. Ich kenne Leute die das richtig gut können.
    Ich brauche eine gewisse Härte für stabile Intonation und für genug Bottom im Sound, gegen Schnarren. Ich brauche mehr Härte, wenn es laut werden soll. Das sind meine Orientierungshilfen. Manchmal brauche ich dann aber auch eine Meinung von einem Lehrer.

    Wenn die tiefen Töne nicht so wollen wie ich, nehme ich die Lampe und korrigiere das Leck.
     
  4. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Das ist natürlich auch ein oft von mir übersehener Hinweis. Das muss ich auch erstmal checken. Danke
     
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  5. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Das lässt sich noch leicht toppen, indem man Töne auf dem Mundstück aushält, Crescendo und Decrescendo spielt und dabei versucht, die Stimmung nicht zu verändern.
    Das ist was für Band IV der dreiteiligen Saxophonschule.
     
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  6. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Schön. Bin gespannt was Frau und Kinder sagen, wenn ich das mache. Vielleicht sagen sie ja: OK, eine Kontrabassklarinette im Wohnzimmer ist in Ordnung, solange du diese Töne nicht mehr spielst!
    Ich fürchte es könnte aber auch anders ausgehen...
     
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  7. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Wenn für dich Saxophon spielen nach 45 Jahren immer noch anstrengend ist... Vielleicht machst du was falsch? Ich finde heute Trompete anstrengend, körperlich, dagegen sind Saxophon und klarinette eher Erholung.
    Ja, man kann mit 4C und 2er Blatt glücklich werden, schränkt sich m.M.n. aber sehr ein, klanglich und dynamisch. Ich käme damit nicht (mehr) klar und würde das auch nicht mehr wollen.
    Intonationsprobleme bin ich bei dir, liegen am schlechten Gehörtraining. Aber mit einem härteren Blatt habe ich eine weniger schwabbelige Basis gehörte Abweichungen zu korrigieren.
    Wo jetzt für jemanden der sweetspot liegt bzgl Öffnung und Blattstärke, hängt sowohl vom Spieler aber auch von der Musikrichtung ab. Klassiker spielen eher harte Blätter auf kleiner Öffnung (ähnlich auch klassischer klarinettisten), Jazzer eher große Öffnungen mit mittelharten Blättern.
     
  8. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann 4 Stunden am Stück Bari spielen,kann also so falsch nicht sein. Nichtsdestotrotz,na klar ist das anstrengend,für den Rücken auf jeden Fall
     
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  9. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Nur... Du lässt nach ;)
     
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  10. 47tmb

    47tmb Gehört zum Inventar

    Wenn Du Dich wohl fühlst.
     
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  11. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Es ist gut gesagt. Und es gut angekommen.
    Danke.

    Ich habe vor ein paar Wochen von 5 wieder auf 7* gewechselt. Und davor mit dem 5er und Liebman ein paar gute Monate ordentlich geschufftet. Und es hat sich Einiges geändert. Vieles, was früher das härtere Blatt anforderte, geschieht jetzt durch den Kehlkopf, Rachen, durch die Lippe.
    Ich habe mich davor mit dem 7* und Ishimori 3.5 doch sehr anstrengen müssen, um passabel zu intonieren.
    Und jetzt ist alles neu. Jetzt ist so viel frei geworden, von dem, was früher völlig unnötig arbeitete.
    Ich will einfach die Suche nach dem Blatt mit diesem Thread abschließen. Ich schaue, wie ich die Tiefen und Höhen miteinander anfreunde. Aber nicht mit dem tieferen Pitch, irgendwie anders: mein Mundstück sitzt auf dem Kork bis zum Anschlag.
    Und ich muss zum Doc.

    L.G.
     
  12. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    @Alex_Usarov Die Blattstärkenfrage von Dir bezieht sich auf das Bari..., oder...?

    Empfinde die Rigotti Gold Jazz deutlich härte als die Select Jazz...!

    Hab vor den Rigotti, Jazz Select 4s gespielt, und bin dann auf 3 1/2 m runter bei den Rigotti...;)

    Mir iss es dabei vor allem wichtig, dass die tiefen des Universums leicht, und satt im Sound ansprechen..., und dann sollte es gut übers komplette Register ansprechen..., intonieren..., und eben auch mögliches Feuer bis "f3"....;)

    Von daher achte Ick auf die Waage, oder bearbeite minimal nach... Fürs mittlere, obere Register benötigt es ne gewisse Härte... Von daher darf es für mich weder zu soft, noch zu hart sein...

    Am Alt handhabe Ick das genau so..., da Ick eben auch mag das tief Bb da leicht ansprechbar iss, und eben auch Sound...
     
  13. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Servus,
    Das hast Du wundervoll beschrieben). Mir geht es vergleichbar. Bis auf die Höhen: da bin ich eher eine ausgehungerte Maus. :)
    Und dieses Aufflattern auf der Lippe und das bebende Horn bei den Tiefen, und nicht nur bei B - das habe ich erst jetzt kennengelernt. Mir haben die Tiefen immer enorm Kraft gekostet. Vor allem, weil ich mir selbst ständig im Weg stand. Und stehe immer noch:).

    Liebe Grüße.

    P.S. Ach ja, ich spiele Tenor, tut aber nichts zur Sache :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.März.2026
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  14. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    @Alex_Usarov Würd ick beim Tenor auch so angehen...;)

    Die tiefen sollten leicht, und satt ansprechen..., auch im Piano nicht an Sound, Kraft, oder Intonation verlieren...

    Am Bari benötige Ick persönlich für mich in den tiefen, nen lockeren, allerdings auch klar definierten, nicht zu lockeren Ansatz..., die Mitten laufen generell eh problemlos mit, und bei den Palmkeys darf Ick auch keinen zu festen Ansatz haben, eher nen lockeren, klar definierten, da Ick die sonst weder Sound noch Intonation haben..., die muss Ick im Bereich Ansatz eher fallen lassen..., und in den tiefen heb Ick das Bariton vom Ansatz her an, das es in den tiefen sonst zu tief intoniert, und in den Höhen ausreißt..., oder Ick schlimmstenfalls den Ton "überblase"...!

    Am Alt iss es für mich ebenso wichtig, dass gerade Bb1 satt da, und leicht ansprechbar iss, und f3 da nicht rumzickt...!

    Das Alt hat gerade am Anfang meiner "Alt Karriere" gerade in den tiefen B, Bb noch "gewabbert" im Sound, da hat nen "Weinkork" im Trichter, Empfehlung meines Saxdocs erstmal geholfen den Ton zu etablieren, stabilisieren...;)
     
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  15. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Ich schau mir regelmäßig Videos Eurer Auftritte an.
    Ihr hängt Euch mit Begeisterung rein.
    Natürlich ist das anstrengend.
    Heißt ja nicht tot umfallen.


    Gerade mit dem Barii kommt es auf das Stück an.
    Billy Jean oder Fantasy. Nicht besonders schwierig. Wenn Du den Bass übernimmst geht es durch das Stück ohne nennenswerte Pause.
    Andere Sachen könnte ich stundenlang spielen.

    Kommt auch drauf an ob man sich rein hängt oder runter spielt.


    Grüsse Gerrie
     
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  16. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    @Analysis Paralysis Guten Abend Günter,

    Kannst Du mir noch kurz sagen, worin liegt der Unterschied zwischen Daddario select jazz filed und unfiled? Und ob zwischen unfiled und filed Stärkenunterschied bei gleicher Stärke gibt.

    L.G.
     
  17. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    https://ricoreeds.blogspot.com/2009/03/filed-vs-unfiled.html

    Das deckt sich so ungefähr mit meinen Empfindungen.
    Wobei ich die regelmäßig nur am Bariton spiele (Unfiled mit einem Berg Larsen Verschnitt).
     
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  18. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    Danke, Interessanter Artikel, kannte ich noch nicht.

    Ich kannte das immer nur so: filed = französisch elegant
    unfiled = amerikanisch kräftig
    (wahrscheinlich im gleichen Kontext wie Selmer vs. Conn)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19.März.2026 um 20:50 Uhr
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  19. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    @Alex_Usarov du bist doch handwerklich geschickt, feile dir doch mal ein 3s zurecht, vielleicht wird die Ansprache unten besser?
     
  20. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe damit nur schlechte Erfahrungen. Es rufte bisher unter Umständen unwesentliche Verbesserungen hervor, öfter aber wesentliche unter anderem klangliche Verschlechterungen. Das Blatt wurde dann nicht nur leichter, es war ein anderes Blatt.
    Kurz gesagt, wenn man es richtig machen will, glaube ich, ist es eine Wissenschaft für sich. So einfach kriege ich es nicht hin, schon versucht und muss eingestehen.

    P.S. Aber ich bewege mich glaube ich langsam in die richtige Richtung. Dauert noch ein wenig.
     
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