Klingt Vinyl wirklich besser...?

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Nemo, 26.März.2026 um 11:51 Uhr.

  1. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    Klingt Vinyl (Schallplatte) besser? Schlechter? Die ganze (technische) Wahrheit zu Vinyl und CD.
    ...ein sehr spannendes und aufschlussreiches Video, wie ich finde.



    LG
    nemo
     
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  2. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Bevor ich mir das Video ansehe ;) ich glaube, dass Vinyl deutlich besser klingt als CD, wenn du die entsprechend gute Hifi Anlage und den entsprechenden Plattenspieler hast.
    Mir ist das mal vorgeführt worden.....wow, so eine Anlage habe ich vorher noch nie gesehen, geschweige denn gehört und was für ein sound!!!
    Und jetzt bin ich auf das Video gespannt !
     
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  3. dtraenapp

    dtraenapp Ist fast schon zuhause hier

    Eine wirklich schöne Beschreibung! Endlich kein Zauber, sondern die Fakten! Bei meinem "zerblasenem" Gehör mittlerweile auch ziemlich egal :(
     
  4. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    :thumbsup: Genau! :thumbsup:
     
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  5. dtraenapp

    dtraenapp Ist fast schon zuhause hier

    Nachtrag: Als Nachrichtentechniker ist mir dieses Hifi-Voodoo-Zeugs schon immer ein Graus gewesen. Das ist bei den Freaks schon gleichzusetzen mit alternativer Medizin. Da steckt so extrem viel technisches Unwissen und Glaube drin, dass sich jede Diskussion darüber erübrigt!
     
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  6. Bb7

    Bb7 Ist fast schon zuhause hier

    Ja, interessante Details in dem Video. Wahrscheinlich habe ich noch nie eine CD über richtig gute Anlage gehört und von daher......
     
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  7. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Was kommt denn raus im Video? Mag‘s jemand spoilern?
     
  8. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Vielen Dank, wieder was gelernt :thumbsup: Sehr klare Erklärung und fast schon ein myth buster.
     
  9. Kohlertfan

    Kohlertfan Strebt nach Höherem

    Interessantes Video. Für mich das Fazit: es geht nichts über das Erlebniss eines Live Konzerts. Ob eine Mahler Sinfonie im Konzerthaus oder eine Band im kleinen Club. Es ist immer besser als ein Tonträger!
     
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  10. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Ich kann momentan noch nicht das Video ansehen, aber mein Bruder, der auch ein Hifi-Freak ist, hat mir einmal (weil er es zufällig hatte) dasselbe Album einmal über CD und einmal über Vinyl vorgespielt (also ein Lied davon). Mein Eindruck: über Vinyl klingt es mehr "aus einem Stück" bzw. mehr "mono" - wie man es formulieren will. Wohl wegen der schlechteren Kanaltrennung. Mag gefallen... War aber auch Musik, wo das meiste aus der Mitte kam. Nachdem dieser Eindruck vorherrschte, hatte ich nicht auf andere Aspekte geachtet.
     
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  11. visir

    visir Gehört zum Inventar

    ...so, jetzt Video gesehen: war einiges dabei, was ich noch nicht wusste.
    Nachdem er einen Plattenspieler hinter sich stehen hatte ;), sagte er trotz aller angeführten physikalischen Beschränkungen der Vinyl-Platte nicht, dass CD das Medium ist, auf dem man Musik besser speichern kann (unabhängig davon, ob es auch getan wird, wie er ja die unterschiedlichen "Einsatzzwecke" angeführt hat). Das Thema Gleichlaufschwankunen (Präzision des Mittellochs, Wellung der Platte) hat er noch gar nicht angeführt.
    Mein Fazit: eine gut (in Richtung audiophil) produzierte CD ist einer Vinyl-Platte klar überlegen, was präzise Wiedergabe der Aufnahme betrifft. Was besser gefällt, ist aber eben Geschmackssache.
     
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  12. ppue

    ppue Mod Experte

    Weder besser, noch schlechter, aber dennoch ganz schön verschieden, die Techniken. Sie klingen beide anders.
     
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  13. dtraenapp

    dtraenapp Ist fast schon zuhause hier

    Sie klingen anders. Dies aufgrund der Technik UND des Abmischens! Somit haben wir nirgends den empfundenen Klag des Live-Erlebnisses. Bei Venyl promär geprägt durch die Einschränkungen des Mediums und bei digitalen Medien durch den Geschmack!
     
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  14. ppue

    ppue Mod Experte

    Einmal das, aber auch, weil alles etwas weicher vermischt ist. Ich hatte früher nur Tonbänder und meist die billigen Shamrock-Bänder. Die hatten zur Folge, dass die einzelnen Instrumente noch sehr viel mehr verschmolzen und ich sie, in jungen Jahren, weder auseinanderhalten konnte, noch wollte. Die CDs sind einfach trennschärfer. Mein musikalisches Empfinden hat diese Trennschärfe aber eigentlich gar nicht positiv bereichert.

    Die eigentliche Qualität von Musik kann man sogar auf den miesesten Shellackplatten erfahren, sie wird irgendwie für mich nicht besser, wenn ich sie glasklar vernehmen darf.
     
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  15. Otfried

    Otfried Gehört zum Inventar

    In allen technischen Einrichtungen zur Aufnahme und Wiedergabe von Musik steckt unglaublich viel verfremdendes Zeugs.
    Tatsächlich ist daher das Live Erlebnis niemals auch nur annähernd wiederzugeben, aber selbst da greifen ja inzwischen viele technische Maßnahmen von Mikrofonierung und PA-Technik, bis hin zu verschiedenen Designs der akustischen Raumgestaltung.

    Was ist besser, schlechter ?

    Ich höre inzwischen Musik, wenn überhaupt auf einer mäßigen Kleinanlage und am liebsten über Kopfhörer. Hauptsache, ich kann alle Instrumente wahrnehmen. Und dann versuche ich, in die Musik einzutauchen und nicht in ein technisiertes Klangbild.

    Und ich habe keine Lust auf das Gekratze und Gerumpel eines Plattenspielers, dann lieber noch eine pflegeleichte CD.

    Gruß,
    Otfried
     
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  16. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Eins ist aber mal klar,unabhängig des klangs macht vinyl einfach mehr Spaß. Alleine die prozedur des Auflegens und Knisterns ist ja schon fast eine kleine Therapie
     
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  17. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    Auf jeden Fall finde ich es mal angenehm einem zuzuhören, der offensichtlich wirklich etwas von der Materie versteht.

    Auf dem Kanal gibt's noch viele weitere interessante Videos, wie z. B. auch dieses hier...da geht er u. a. auch darauf ein, was und wie wir überhaupt hören.

     
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  18. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte einmal das Vergnügen, bei einem ehemaligen Mitglied des Forums eine rein analog produzierte Platte von @bluemike auf einer sehr hochwertigen Anlage hören zu dürfen. Sagenhaft!
    Ich schwärme heute noch davon!
     
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  19. Tröto

    Tröto Strebt nach Höherem

    Vor ein paar Tagen habe ich Mahlers 6. Sinfonie in einem Konzertsaal in der vom Komponisten vorgegebenen Besetzungsliste gehört.
    110 Instrumentalisten, dem Umfang nach ein bombastisches Orchester.
    Zu Hause höre ich diese Sinfonie seit vielen Jahren immer wieder über meine sicherlich ganze gute, aber keineswegs als High-End zu bezeichnende Anlage in "ordentlicher" Lautstärke.
    Vom Live-Hören hatte ich mir vorab mehr Transparenz, Räumlichkeit usw. versprochen, was jedoch - für mich jedenfalls mit meinen Hörgewohnheiten - nicht eingelöst werden konnte.

    Ich gebe einfach mal Mahler die Schuld, nicht dem Konzertsaal, nicht meiner Anlage.:)
    25 Musiker weniger, sinnvoll aus jeder Instrumentalgruppe herausgenommen - wer weiß, um wie viel transparenter alles geklungen hätte.
     
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  20. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Das kommt auch auf die Musik an, und welcher Art die Qualität ist. Wenn ein Solist hingebungsvoll ein Stück interpretiert, werde ich diese Hingabe auch über eine Schellack gut mitbekommen. Ich schätze es aber auch, wenn ich den vollen Frequenzumfang und Klangdetails und feine Finessen des Spiels eines Ensembles gut hören kann. Da sind übrigens die Lautsprecher um Häuser wichtiger als CD oder Vinyl.

    Diese Aussage ist ein bisschen pauschal. Jede Komponenten in der Kette von Instrument bis zum Ohr des Hörers hat eine mehr oder weniger technische Fähigkeit, das Signal möglichst unverfälscht weiterzugeben. Ein paar Komponenten betreffen natürlich das Mastering, wo aktiv eingegriffen wird, aber Mikrofon, Wandlung auf Tonträger, auslesen eines Tonträgers, Verstärkung, Umwandlung in Schall, um nur ein paar wichtige aufzuzählen, sollten so wenig wie möglich verändern. Die Fehler addieren sich ja auf, also ist es wichtig, dass jede Komponente, die das Signal nur weitergibt, möglichst wenig verfälscht. Was bei rein elektronischen oder gar digitalen Komponenten recht gut beherrscht wird. Kritisch sind Wandlungen zwischen mechanischen Schwingungen und Elektronik, also im Mikrofon, im Lautsprecher und ggf. bei der Plattennadel.

    Nachdem wir die Musik vom Tonträger ja nicht am Veranstaltungsort hören, sondern z.B. im Wohnzimmer, muss das live-Erlebnis an unseren (mutmaßlichen) Abhörort "übersetzt" werden - dass es dort gut wirkt. Dazu gibt es sehr verschiedene Ansätze, auch den, dass gar nicht versucht wird, ein live-Konzert zu imitieren, sondern die Möglichkeiten einer Heim-Anlage auszuschöpfen, um ein Klangerlebnis zu erschaffen - wie man Klänge im Stereo-Panorama platziert oder wandern lässt...
    Und es gibt auch den Begriff "besser/ größer als live", siehe weiter unten.

    Kommt darauf an: technisch besser oder gefällt besser?
    Ersteres lässt sich oft sogar messen, zweiteres ist reine Geschmackssache.

    Das Ziel guter (Wiedergabe-)Technik ist ja kein technisiertes Klangbild, sondern ein unverfälschtes.

    Geschmackssache...

    Dieser Illusion bin ich mir in meiner audiophilen Zeit auch bewusst geworden - wenn ich in einem Konzertsaal irgendwo in der zehnten Reihe oder weiter hinten sitze, höre ich doch auch nicht jeden einzelnen Musiker glasklar raus...
    Da hat hingegen die Tontechnik eben Möglichkeiten, eine Aufnahme besser ins Wohnzimmer zu bringen, als man sie im Konzertsaal erlebt. "Besser als live".

    Umso mehr bei elektronisch verstärkter Musik kann man Live-Konzerte und Studio-Aufnahmen eigentlich nicht vergleichen. Ganz andere Mittel, ganz andere Zielsetzung.

    Da ist der Einfluss von Vinyl oder CD sehr klein im Vergleich... aber bezüglich unverfälschter Weitergabe der Musik hat CD die Nase vorn.
     
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