Rascher-Mundstück für Altsaxophon

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Pianosaxy, 28.März.2026 um 08:21 Uhr.

  1. Pianosaxy

    Pianosaxy Schaut nur mal vorbei

    Seit ein paar Monaten spiele ich auf einem Buescher-Aristocrat-Altsaxophon aus den 1930-er-Jahren. Begonnen habe ich darauf mit einem Selmer S80-Mundstück, auf dem ich sehr leicht (für mich) schöne, weiche klarinettenähnliche Töne erzeugen konnte. Eigentlich fürs Ohr perfekt klingend. Zunehmend fehlte mir jedoch etwas an „Breite“ im Klang, weshalb ich jetzt probehalber ein Rascher-Mundstück habe. Es wird u.a. in diesem Forum als passend zum Buescher-Instrument empfohlen.
    Zuerst konnte ich kaum einen Ton rausbringen, dann ging‘s wie von selber mit viel mehr „Sound“ in den unteren und mittleren Lagen. Ich muss mich überhaupt nicht anstrengen, um runde Töne hervorzubringen. Knackpunkt: Ab dem es3 bis zum f3 bekomme ich (noch) kaum einen Ton raus. Braucht das einfach nur Zeit? Habe die „musicland“-Ratschläge alle im Blick, dennoch…. Danke für Hinweise.
     
  2. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Vielleicht ist das Blatt zu leicht für so ein enges Mundstück? Ansonsten lass jemanden probieren. Immerhin auch ein Babbitt. Ich habe aber ein Tenor von der Stange und das ist gut.
     
  3. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    Schau Dir mal die Bahn genau an, rechts gegen links etc.... das Stichwort 'Babbitt hat @Guiseppe ja schon erwähnt. Im Zweifelsfall zurück, das nächste ausprobieren.
     
  4. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Das Raschèr-Quartett spielt Buescher mit Raschèr-Mundstück.

    Das Raschèr-Mundstück spiele ich seit einigen Jahren auf verschiedenen Alt-Saxophonen und ich habe nach Anfangsschwierigkeiten keine Probleme mit den Tönen.
    Ja :).
     
    Still und Anna gefällt das.
  5. Anna

    Anna Schaut öfter mal vorbei

    Hast Du mehrere Exemplare probiert oder nur das eine? Wie schon gesagt können die sich deutlich unterscheiden.

    Nichtsdestotrotz sollte man sich meiner Erfahrung nach wirklich Zeit geben, sich auf das Mundstück einzustellen. Bei mir hat es anfangs von einer Übestunde zur anderen zwischen den beiden Extremen "spricht super gut an, lässt sich wahnsinnig gut spielen und macht richtig Spaß" und "ich komme mir vor wie ein Anfänger am Saxophon, kann aber nichts dagegen tun" hin- und hergewechselt. Von der Lage war das bei mir allerdings nicht abhängig. Funktionieren die Töne ab es''' denn mit Deinem gewohnten Mundstück problemlos?
     
  6. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    die spielen aber die Originalen MPs, nicht die, welches heute unter dem Namen zu kaufen gibt.
    Ich kenne nicht vorderhand die Problem, die es da genau gibt,
    generell sind viele MPs aber ab Fertigung nicht sehr genau. Da muss man eben die Bahn nacharbeiten.
    Das bleibt sowieso nicht aus, weil die Bahnen sich "abnutzen" durch ständiges Spielen, auch wenn der Kautschuk sehr hart ist.
    Irgend wann sind sie nicht mehr perfekt sauber, dann eiert das Blattls und wird mühsam zu kontrollieren.
     
  7. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Ich war bei A. Kreyer http://www.musik-kreyer.de/rascher.htm und habe mir unter mehreren Mundstücken eins aussuchen können.
    Es soll vor zwei/drei Jahren mal eine Serie gegeben haben, die nicht so gut war. Vielleicht hast Du davon eins erwischt?
     
  8. Anna

    Anna Schaut öfter mal vorbei

    Meinst Du mich? Ich wollte die Frage an @Pianosaxy stellen, nicht an Dich, und hatte angefangen zu schreiben, als Deine Antwort noch nicht da war.
    Ich selbst habe mit meinem Altmundstück auch kein Problem und hatte es aus dreien von musicland ausgewählt.
     
  9. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Kleines Missverständnis :).
     
  10. Pianosaxy

    Pianosaxy Schaut nur mal vorbei

    Vielen Dank für die vielen aussagekräftigen Beiträge! Ich habe inzwischen mehrere vorhandene Blätter ausprobiert und konnte mit einem „Plasticover“ Stärke 3 super geschmeidig alles spielen. Dazu probierte ich noch im ppp die höchsten Töne, die sich mühelos erreichen ließen. Ich denke, das Mundstück werde ich behalten. Es scheint ja quasi zum Instrument dazuzugehören. Jedenfalls habe ich den Eindruck eines viel runderen und für dieses Instrument passenden Klangs. Ich weiß nur noch nicht, ob ich auf dem gleichen Instrument Klassik und Jazz spielen kann. Denke, dass das Rascher-Mundstück sich dafür nicht so eignet. Ein Selmer Jazz Spirit 210 Ebonit von ebay ist unterwegs…. - das werde ich dann auf jeden Fall mit dem Conn Ladyface testen.
     
  11. Pianosaxy

    Pianosaxy Schaut nur mal vorbei

    Hallo Woliko! Sehe jetzt erst die Frage an mich. Nein, ich war nicht bei A. Kreyer. Habe mir das Mundstück von musicland aus Albstadt schicken lassen. Rückgabe vorbehalten.
     
  12. Pianosaxy

    Pianosaxy Schaut nur mal vorbei

    Ja, Anna, mit dem Selmer S80 kamen die Töne leicht, aber sie klangen „enger“ als mit dem Rascher
     
  13. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Die alten „Barrel Chambers“ Mundstücke, zu denen ich das Rascher zählen würde (ohne hier ein Experte zu sein), haben ein ganz besonderen Klang, mit viel Bottom und einem charakteristischen Buzz, der erstaunlicherweise ja ganz ohne Baffle entsteht und mich an Streichinstrumente erinnert. Mir sind sie in der Originalversion ein bisschen zu eng und für einen Großteil meiner Einsatzzwecke zu fein, nicht brachial genug. Aber der Sound ist großartig! Viel Spaß damit!
     
  14. Pianosaxy

    Pianosaxy Schaut nur mal vorbei

    Danke, Giuseppe!
    Genau so einen Streichersound habe ich im Hinterkopf. Etwas zwischen Cello und Bratsche (war früher auch Cellistin). Deshalb auch die Hinwendung zu etwas, was auch im Rascherquartett Verwendung gefunden hat.
     
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  15. Anna

    Anna Schaut öfter mal vorbei

    Schön, dass es sich so schnell geklärt hat, dann wünsche ich Dir ebenfalls viel Spaß und Erfolg damit :)
     
  16. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Vor zwei Jahren habe ich einen Workshop mit dem Raschèr Saxophonquartett mitgemacht. Bei einer Q&A-Session kam auch die Problematik der ungleichmäßigen Fertigung aktueller R-Mundstücke auf. Die Raschèrs waren da sehr vorsichtig, haben sich fast schon distanziert von den Produkten. Auf jeden Fall haben sie geraten, bei Missfallen zu reklamieren.

    Ich selbst habe jahrelang ein R-Mundstück auf dem Sopran gespielt. Allerdings auf einem modernen Instrument, das nicht optimal damit harmoniert hat. Die Intonation der höchsten Töne war schwierig.
     
  17. Anna

    Anna Schaut öfter mal vorbei

    Du hast es bestimmt schonmal erwähnt, was spielst Du stattdessen jetzt auf dem Sopran? Hast Du etwas gefunden, was klanglich dem Raschèr nahekommt? Ich spiele eigentlich schon viele Jahre kein Sopran mehr, weil es für mich ohne regelmäßiges Üben weder mit Raschèr noch mit SL3 beherrschbar ist, aber interessieren würde es mich trotzdem.
     
  18. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Ich spiele ein Vandoren SL3. Mit V12 oder V21 Blättern der Stärke 2,5 - 3. Das Instrument ist ein YSS 475. Schöner dunkler Ton, bis in die Tiefen auch leise spielbar. Die Intonation wird umso sicherer, je härter das Blatt ist.

    Regelmäßiges Üben ... Früher habe ich wöchentlich Sopran gespielt. Jetzt nur selten. Ich würde mir nicht zutrauen, nach Monaten einfach mal das Sopran zu packen und bei einem Auftritt zu spielen. Aber mit etwa 1 Woche Vorlaufzeit geht es.
     
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