Klingt Vinyl wirklich besser...?

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Nemo, 26.März.2026 um 11:51 Uhr.

  1. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Mmhh, ich kenne wirklich einige high end Anlagen im Werte meines EFH, die das nicht schaffen. Ich kenne billige Anlagen unter 3k, die das vortrefflich hinbekommen.
    Dass jemand ne Schaltung nachbauen oder einen Plattenspieler basteln kann, besagt null über seine Kompetenz, Hifi zu beurteilen. Hifi ist eine qualitätsnorm aus den, was, 1940ern? Jedes bessere kofferradio ist so gut. High End besagt gar nichts, steht bei den Spinnern nur dafür, dass es teuer und technisch aufwendig ist. Damit man die Kohle dann im Familienrat rechtfertigen kann, hören die dann "das Gras wachsen".

    Hier ging es aber nicht um high end, sondern vinyl vs digital. Mir geht es da wie @Silver. Ein guter Mix klingt auch auf Platte gut (dann nehme ich diese, weil ich die Fehler der Platte als angenehm empfinde), ein schlechter Mix ist auch per CD nicht besser.
     
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  2. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Wie gesagt: :grossdu:
     
  3. Shorty

    Shorty Ist fast schon zuhause hier

    es wurde von mir nie behauptet, das teuer gleich gut oder besser bedeutet. Das Setup ist entscheident - es gibt aber unfassbar gutes Equipment, das leider extrem teuer ist, und es wird bezahlt.
    Wenn du bei meinem Plattenspieler von Gebastel sprichst, dann outest du dich auch als jemand, der hier wahnsinnig viele Beiträge absetzt, aber keine Ahnung hat. Und dein Familienratkommentar ist
    auch wieder so typisches Statement..... bei soviel schwachfug fällt einem momentan nichts ein. Außer: auch nichts vorzuweisen als irgendwas nachgeplappert.
    Bezüglich Ahnung, natürlich hat derjenige mehr Ahnung, der seine Bauteile selbst fertigt, ausprobiert und weiter verfeinert durch Hören. Von Saxophon hat auch jemand mehr Ahnung, der viel spielt, Aufnahmen macht und sich
    dadurch weiter entwickelt.
    Beim Vergleich Vinyl mit Digital geht es immer um High-End. Ein analoges Setup vernünftig und clever zusammen gestellt bis 2000Euro wird aus meiner Sicht digitales Zeugs in die Schranken weisen.
    In höheren Preisklassen sieht das völlig anderst aus. Bei meinem Geraffel kannst du da den Unterschied nicht raushören, wobei.... es wird schwierig. Ich finde momentan digital sehr genial. Werde aber
    morgen einen anderen Tonabnehmer montieren, und schaun, wo dann die Reise hin geht.
     
  4. Shorty

    Shorty Ist fast schon zuhause hier

    und du bist das größte....... ich denke ihr wisst was ich meine :)
     
  5. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Klasse Kommunikation, könnt ihr auch ganz normal ohne Beleidigungen und so
     
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  6. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    ...und täglich grüßt das Murmeltier. :rolleyes:
     
  7. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Hab mal etwas rumgesurft, markiere auch Dich @visir , weil du ähnliche Kritik korrekterweise angebracht hast. Ich kenne die Quelle nicht, aber die Grafik dieser Werbung ist von der dB-Skala für den deutschen Durchschnitt nicht repräsentativ und übertreibt, das stimmt.

    Ich nichts ohne Bezahlschranke, aber wenn man die dB-Werte halbiert, kommt man wohl an den durchschnittlichen deutschen Mann. Bei 8 kHz sind es im Mittel bei den 40jährigen -10 dB, bei den 50jährigen so -20-30 dB und bei den 60jährigen nochmal deutlich schlechter. Insofern hattet ihr beide nicht unrecht. Aber wir wissen auch was es qualitativ bedeutet, was „nur -10dB“ für Höreindruck und Lautstärke sind.

    Mir ging es aber darum, dass Musiker und Audiophile in der Selbstwahrnehmung die Schwelle ihrer gesunden Wahrnehmung in meiner Erfahrung etwa doppelt so hoch ansetzen, auch hier. Ich finde das wichtig - und wenn es nur zum konsequenteren Gehörschutz beiträgt.
     
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  8. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Ick hab mittlerweile wieder "ALLES" am Start, hör aktuell ne alte originale AC/DC Kassette...;) War übrigens sehr erstaunt wie gut sich teils 30 Jahre alte, selbstaufgenommene Kassetten anhören können...;)

    Dazu iss noch nen Thorens eingezogen, und nen relativ aktueller Yamaha CD-Player..., alles angeschlossen an meinen Harman/Kardon HK 6500, den Ick Mir mal mit 17 gegönnt hab...;) Das kombiniert mit sehr guten Canton Standboxen...;)

    Vorher fast 10 Jahre Abstinenz..., und mit nem sehr guten BT-Lautsprecher unterwegs gewesen... Da iss definitv nen sehr großer Unterschied...;)

    Konnte dann erstmals wieder Jan Garbarek Platten aus den 70er, 80er hören...;)
    Hab die auch als CD..., mir wirklich unsicher was sich da besser anhört...!

    Beim Saxophone antesten, hat man ja manchmal nen ähnliches Gefühl...
     
  9. Moritz.M

    Moritz.M Ist fast schon zuhause hier

    :ironie:
    Ach was. Alles Quatsch. Nordmende rulez! Oder war es Schaub Lorenz?
     
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  10. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Da bin ich in der glücklichen Lage, dass weder mein Platzenspieler noch das Sax beleidigbar sind. Halleluja.
     
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  11. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Du musst es ja wissen.
    Die Hälfte meiner jetzigen Anlage ist Eigenbau, oder selbst modifiziert. Deshalb... Ich halte high end für Geschwafel von Leuten, die nur ein Statussymbol suchen, den Unterschied eh nicht hören. Kann man machen... Muss man aber nicht mitmachen.
    Für eine gute Wiedergabe ist es völlig egal, ob die Quelle digital oder analog ist. Sie muss gut sein. Es gibt teure Dreher, die nicht besser sind als günstige, billig ist dann wirklich naja. Das gleiche gilt aber auch für cd-player oder streamer... oder Lautsprecher.
    Gut ist aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit linear bzw neutral. Linear kann man bei Platte sowieso vergessen, systembedingt, und digital.... wenn es nach Musik klingen soll, dann ist es meist auch nicht linear, weil irgendwo doch ne Röhre genommen wird.
    Der größte Mist sind heutige Lautsprecher. Verstärkerleistung ist billig, damit wirkungsgrad egal, damit aufwendige Weichen für möglichst linearen Frequenzgang, oder gleich dsp.... Nur die Dinger klingen nicht. Am Signal ist da zu viel rummanipuliert. Die Dynamik oder Detailgenauigkeit ist weg (erlebe ich gerade an meinen Selbstbauboxen...)
    Letztlich ist dieser ganze Highendkram reines Marketing. Der Markt ist klein, Geld verdient man nur mit wenigem, teurem Zeug also werden waghalsige Werbeaussage erfunden, die physikalisch völlig sinnfrei erklären, warum es das teure Zeug sein muss. Selbst Schuld, wer das glaubt und nicht seinen Ohren vertraut (ist beim Sax auch nicht anders. Ein 20k vollsilber yanagisa mit 2k OL und 500€ Blattschraube ist keine Garantie für guten Klang).
    Musik hören sollte Genuß sein und kein Wettrüsten. Ich höre Musik mittlerweile lieber auf einfachen, ehrlichen Anlagen, die sicher nicht annähernd linear sind, die färben ohne Ende, die aber eine Bühne spannen und mich mitnehmen. Das sind Röhrenverstärker oder auch einfache Transistorgeräte, die quasi an Röhrenschaltungen angelehnt sind. Da sind wenige Teile im Signalweg, auf Klangregelung lege ich keinen wert. Leistung kommt da eher nicht, Lautsprecher sind daher welche mit hohem Wirkungsgrad.
    Der Signalträger ist dabei egal, die Abmischung muss gut sein.
     
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  12. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    So redet man nur wenn man vollkommen ahnungslos ist
     
  13. JES

    JES Gehört zum Inventar

    So wie du?
     
  14. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    das Beste in den Hifi Diskussionen fand ich Immer Sauerstoff-freie Kabel....
    im Forum bin ich doch tatsächlich froh dass ich manchmal meine Brille absetzen kann(*) und nicht lesen muss. Aus gleichem Grund beneide ich Menschen, die ein Hörgerät haben....

    *oder die ignorfunktion nutzen kann
     
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  15. Thomas

    Thomas Strebt nach Höherem

    OT: die Umgangsformen scheinen hier in Forum in letzter Zeit mal wieder gelitten zu haben….

    als ich jung war, die kHz noch da und die k€ noch weniger haben wir Boxen ausgesucht, Budget vorgegeben. Wir haben nicht die besten sondern die am wenigsten Besch…. Genommen. Da hatte ich schon massiv das Gefühl dass viel Geld viel bringt. Ein Bekannter hatte sich was zusammengestellt um ein paar B&M Boxen, das war schon beeindruckend was da ging ….. hätte ich gerne gehabt…. Wenn es dann aber darum geht anhand gängiger Referenzaufnahmen das Equipment mit Riesenaufwand zu optimieren ….. und dann hört man im echten Leben darüber angezerrte E-Gitarrenmusik…. Ist die Sinnhaftigkeit eher fraglich ….
    LG
    Thomas ( nicht der Größte und keine Ahnung)
     
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  16. cwegy

    cwegy Ist fast schon zuhause hier

    War das früher nicht so ein Testalbum für Musikanlagen? Das hat mir jedenfalls Jemand erzählt, als ich mir die CD gekauft habe.

     
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  17. ilikebrecker

    ilikebrecker Ist fast schon zuhause hier

    Das war die "Knock Out" in der Direktschnitt-Variante von Charly Antolini
     
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  18. _Eb

    _Eb Ist fast schon zuhause hier

    für mich eine Frage der Ästhetik .
    es gibt schlechtes Vinyl und auch schlechtes digitales.

    für mich ist es mehr das.bewusste fokussieren und nicht der schnelle Konsum des Streams.

    vinyl, cd , Stream fühlt sich für mich irgendwie an wie dampf, diesel ,elektro Antriebe ..

    zur Qualität des Zubehör finde ich die absoluten Leistungsansprüche aka Qualitätsansprüche auch nur bedingt zielführend .

    davon das jemand sein Gedöns selber baut, hat es nicht zwingend zur folge das es gleich besser im Sinne von unverfälscht klingt.

    ich bin mir meiner mangelhafen Yamaha Technik bewusst...
    aber meine Räume sind weder nach feng shui noch nach hifi Kriterien eingerichtet..

    mein Wohnzimmer ist genau wie es heißt.
    wohnen Musik hören und machen, wohlfühlen ...
     
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  19. Nemo

    Nemo Ist fast schon zuhause hier

    Es gibt hier eine Handvoll notorischer Besserwisser, die am Ende des Tages so ziemlich jeden Thread kapern.
    Dabei geht es nicht wirklich um Inhalte, sondern um zeigen, wie vermeintlich clever man ist (wobei es sich in aller Regel um eine grobe Fehleinschätzung handelt).
     
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  20. ppue

    ppue Mod Experte

    Mal wieder ein kleiner Ausflug (-:

    Als ich mal unseren Lichttechniker gefragt habe, warum er keine Filter vor die Scheinwerfer klemmt, antwortete der mir, dass er das Licht nicht filtern könne. Da dacht ich mir, das kann doch nicht sein, machste ne braune Folie vor und dann wird das schon wärmer das Licht. Aber denkste, Pustekuchen.

    Warum das so ist, habe ich eben erst kapiert, wo ich mich ein bisschen über die LED-Technik eingelesen habe.

    Nehmen wir unser Tageslicht, das kann man wunderbar mit einem Prisma auseinanderziehen und feststellen, dass es sich aus ganz vielen verschiedenen Farben bzw. Wellenlängen zusammensetzt. In der Akustik entspräche das einem weißen Rauschen. Eine LED dagegen ist monochrom, sendet ihr Licht nur in einer einzigen spezifischen Wellenlänge aus. Wiederum in Analogie zur Akustik entspräche das einer Sinuswelle.

    Wer die Sinuswelle kennt, weiß, dass sie quasi charakterlos daherkommt und eigentlich nur die Information von Lautstärke und Tonhöhe mit sich bringt. Stell ich mir jetzt vor, ich wollte solch einen Sinuston im Klang verändern und Filter einsetzen, dann habe ich folgendes Problem: Es gibt neben der Frequenz dieses einen Tones gar nichts, was ich herausfiltern könnte, und wenn ich dann zufällig die Frequenz des Tones treffe, ist dieser einfach verschwunden.

    So geht es dem Beleuchter, der mit einfachen LEDs beleuchtet: Die Filter bringen überhaupt nichts, nur, wenn sie genau die Frequenz der Lichtwelle trifft. Das geht dann im Prinzip einfach aus.

    Jetzt gibt es RGB-LEDs, die können verschiedene Farben emittieren, aber, jede einzelne Farbe ist wieder monochrom. Es ist also im Übertrag, als wollten wir mit drei Sinuswellen einen ansprechenden Ton generieren, so wie wir ihn aus der Natur kennen. Das geht einfach nicht. Hier wird auch klar, warum man, mit welcher Mischung von Wellenlängen auch immer, kein Tageslicht oder z.B. das eines Feuers nachstellen kann. Das Licht leidet immer an Charakterlosigkeit, genau, wie die Sinuswellen.

    Es gibt allerdings heutzutage schon ein Breitband-LED-Licht. Das kommt an das Halogen-Licht heran und reagiert auch auf Filter, ist aber um das 10- bis 100fache teurer. Die genaue Technik dahinter kenne ich nicht. Es ist aber bezeichnend, dass wir auch mit den modernsten Methoden immer wieder versuchen, das "Natürliche" möglichst nah nachzubilden. Beim Licht scheint mir das eine hochkomplexe Angelegenheit und wie man oben im Video sieht, nicht nur da. Eine jede Technik hat ihre ganz eigene Problematik und Charakteristik.

    ______________________________________________________

    Ein Wort in unserer Sache: Bitte unterlasst doch jegliche Einschätzung anderer Forumsmitglieder. Wenn einem das Wort "du" herausrutscht, ist man da schon meist ganz nah dran. Auch Formulierungen wie "Es gibt Leute, die ..." oder ähnlich müssen nicht sein. Bleibt bitte einfach sachdienlich.
     
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