Klingt Vinyl wirklich besser...?

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Nemo, 26.März.2026.

  1. slowjoe

    slowjoe Strebt nach Höherem

    So wird bei der Schallplatte der Bass in Mono aufgenommen und die ganze Geschichte wegen
    des geringen Dynamikumfangs stark komprimiert.

    Bei der CD wird der Bass in Stereo aufgenommen und sein Verhältnis zu den übrigen Instrumenten
    ist ein deutlich anderes. Der Dynamikumfang ist deutlich grösser als bei Vinyl

    Beim Streaming siehts wieder anders aus da hier teilweise mit 16 Bit / 132 kHz aufgenommen wird.

    ...Und dann noch die eigene Abhöre, die auch wieder den Höreindruck auf ihre
    Weise verbiegt und verändert.


    SlowJoe
     
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  2. Witte

    Witte Ist fast schon zuhause hier

    Geht mir persönlich ähnlich..., vor allem benötigt jedes Medium sein individuelles Master um gut zu klingen...;)

    Und man benötigt ja auch keine wirklich teure Anlage um Musik genießen zu können...;)

    Der HK 6500 den Ick mir mal mit 17 jekooft hab, hat immer noch nen Topp Sound, der Wechsel auf von JBL LX 800 auf ebenso alte Canton Standlautsprecher war der beste Schritt, wie Ich Musik heute hören mag...

    Und der Raum an sich iss ja nochmal nen teils sehr großer Klangunterschied, hatte früher mal 4,40m Deckenhöhe...;)

    Allerdings freu Ick Mir riesig über den Plattenspieler, die Haptik, und eben alles drumherum...;)
     
  3. Cazzani

    Cazzani Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe mir jetzt mit Gewinn den ganzen Thread durchgelesen, einschließlich etwas Krawall. Als Anfang-Sechziger mit der altersgerechter Hörkurve. Mein Hörgerät benutze ich noch selektiv wie andere ihre Lesebrille - wenn ich Gesprächsrunden mit dreißig Teilnehmenden moderiere. Und als Musikhörer mit begrenztem Budget, aber immerhin Thorens Plattenspieler und Elac Boxen. Über die Technik dazwischen lasst mich schweigen. Zwei Dinge beschäftigen mich noch:

    Was für Kopfhörer sind das? Könnte für mich wichtig werden. Mit Anfang zwanzig habe ich zum ersten Mal eine Barock-Oboe live gehört. Der Sound war sehr berührend, überwältigend der Oberton-Cocktail. Das leisten meine Ohren ohne Hilfsmittel jetzt nicht mehr.

    Und zum Zweiten ist für mich auffällig, dass hier fast nicht über die Abhängigkeit der Technik vom bevorzugten Musikstil geschrieben wurde: Lineare Klang-Abbildung für die Klassik. Wer Rock hören will, braucht das nicht (klingt damit überhaupt nicht toll), sondern eine eher mittenbetonte Darstellung und ein bisschen Bass, den man mit dem Brustkorb hört. Das könnte bedeuten: So wie ich für Jazz / Funk / Bluesrock / Klassik unterschiedliche Saxophone oder mindestens Mundstücke brauche, wünschen sich verschiedene CDs oder Platten wahrscheinlich unterschiedliche Anlagen fürs Abspielen.
     
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  4. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Ich habe da etwas Zweifel. Bei Rock wird der Bass körperlich ohne Bassanhebung spürbar, wenn es etwas lauter zugeht. Umgekehrt hast du natürlich Recht, wenn man Rockmusik eher leise hört. Es kommt dann aber auch noch auf die Abmischung an. Ich habe Pop-CDs, wo der Bass sehr betont abgemischt ist und eine weitere Anhebung schnell zu viel würde; z.B D'ici et d'ailleurs von Soha.

    Gerdade bei Kopfhörern gibt es viele bassbetonte Modelle, wie ich Testberichten entnehmen kann, z.B. Apple Air Pods Max, oder beats. Ich bevorzuge da für jede Musikrichtung neutrale KH. Am Ende ist das auch eine Frage des Geschmacks und der Hörgewohnheiten.

    Ein Stück weit gebe ich dir aber auch noch Recht und würde den Raum noch mit einbeziehen. Hinsichtlich Raumgröße und Dimensionierung der Lautsprecher ist es ein Unterschied, ob ich ein Trio mit akustischen Instrumenten oder ein Symphonieorchester bzw. alternativ Stadionrock höre. Im letzteren Fall darf beides gerne groß ausfallen, das Trio klingt für mich bevorzugt auf kompakten Lautsprechern, die zu kleineren bis mittleren Räumen passen, gut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.April.2026 um 05:47 Uhr
  5. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Das mag alles stimmen, hat nur auf das Ergebnis, wie ich es wahrnehme, keinen Einfluß.
    Ich habe den Raum, mit der Anlage. Ich nehme eine Platte mit klassik, bspw ne alte Grammophon, und sitze an dem Hörplatz, und kann akustisch das orchester sehen. Bass ist gut, Höhen angenehm, auch der mittenbereich ist ausgewogen.
    Jetzt das absolut gleiche mit ner Platte aus ner anderen Zeit, ner anderdn Firma, gleiches genre... Mmhh. Auflösung null, Höhen überbetont, Mitte zu ausgeprägt, bass nix.
    Das ist so wie bemaltes, buntes relief gegen schwarz-weiß Photo.
    Diesen Effekt habe ich aber eben auch mit CDs oder Streams. Die eine CD klingt wie ein Schluck Wasser in ner kurve, die nächste, auf der gleichen Anlage, grandios. Da habe ich nicht mal das Genre, im extrem nicht mal das Stück gewechselt (ich habe bspw verschiedene Aufnahmen des violinkonzerts d-dur von beethoven).

    Das kann nicht am Medium liegen, es kann nicht an meiner Technik liegen oder dem Raum. Alles gleich, keine Justage, keine Tonanpassung... Das käme ja noch dazu, dass wenn ich die Boxen tausche, auf Kopfhörer wechsle.. Oder auf Musik, die einfach anders gehört werden will.

    Bzgl Bass auf der Platte. Wenn der Bass tatsächlich Mono ist, gibt es dann eine Info zusätzlich bzgl Richtung? Ich habe nicht den Eindruck, dass der Bass genau mittig kommt, jedenfalls nicht immer. Oder wird der Eindruck dadurch erzeugt, dass der Bass nicht nur tiefe Frequenzen (in mono) hat, sondern auch höherfrequente Anteile (stereo?), mit deren Hilfe eine Raumplatzierung möglich ist?
     
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  6. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Jain. Wenn ich rock höre ist da nix mittenbetont, sondern eher Bass- und Höhenbetont. Beides geht mit Lautsprecherboxen, die dafür gebaut sind, besser. Rock wird i.d.R. auch lauter gehört.
    Es wird also technisch (und damit auch akustisch) einen Unterschied geben, ob ich jetzt eine Box für hifi habe, die eher für mittlere Lautstärke und gute räumliche Auflösung designed wurde, oder eher eine, die richtung PA geht, und die eher hohe Lautstärke machen soll, die verfärben darf und bei der es nicht unbedingt auf eine exakte räumliche Auflösung ankommt. Und da damit auch einher geht, wie der passende Verstärker aussieht... Ob die weitere Kette noch eine Rolle spielt(cd-player, Streamer, plattenspieler)?
     
  7. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Ich finde, dass eine "gute", eher neutrale Anlage alles adäquat wiedergeben kann. (ich hab - mittlerweile ältere - Vienna Acoustics Mozart, die definitiv nicht ganz neutral sind, aber "Musik machen")
    Ja, da spielt auch der Raum mit, der nicht allzu hallig sein sollte und nicht zu böse stehende Wellen erlauben sollte. In letzterem liegt die eigentliche Schwierigkeit.

    Aber dann sehe ich es als Aufgabe des Tontechnikers, dass auf dem Tonträger alles so drauf ist, wie es gedacht ist. Mir bleibt dann noch der Lautstärkeregler. Und der steht bei mir bei Klassik, insbesondere bei Orchester, sicher nicht niedriger als bei Rock, wenn ich die Musik voll genießen will und sie nicht nur im Hintergrund läuft. Es hat einmal wer gesagt "wem Bruckners Achte nicht gefällt, hat sie nicht laut genug gehört", dem ich ein "Geschmackssache" entgegensetze, aber was zum Thema "Lautstärke" beiträgt. Man glaubt gar nicht, wie laut man eigentlich drehen müsste, um an "Originallautstärke" heranzukommen, auch bei kleinen Formationen (was man aber der Nachbarschaft oder auch den eigenen Ohren i.d.R. nicht antut). Überlegt mal, wie laut das Sax im selben Raum wäre/ ist...
    Die Anlage sollte also nicht nur halbwegs neutral sein, sondern auch den Raum "gut ausspielen" können ohne zu verzerren. Was aber normal keine große Schwierigkeit ist, wenn man sich "traut", ordentliche Lautsprecher ordentlich aufzustellen. Dann kann sie m.E. auch verschiedenste Genres spielen.

    Ansonsten: wenn der Tontechniker was falsch gemacht hat, kann ich ja zur Not mit der Klangregelung etwas nachhelfen, aber einen 30-Band-Equalizer sollte ich nicht brauchen.

    Danke für dieses Beispiel, Soha kannte ich noch nicht und klingt interessant... erster Eindruck nach Deiner Ankündigung "Pop" war dann "das ist doch Latin", aber es ist wohl Latin-Pop oder so. ;)
     
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  8. Earl Jay

    Earl Jay Ist fast schon zuhause hier

    Focal Bathys. Da du ja aus der Gegend bist kannst du die bei Radio Körner auf der Könneritzstraße auch ausprobieren. Guter Laden!
    VG,
    Jens
     
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  9. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Die Stellung des Lautstärkeregler hat rein gar nichts mit der Lautstärke der Musik zu tun.
    Wenn ich 2 Stunden bei vollem Orchester in der Kölner Philharmonie verbracht habe, gehe ich ohne körperliche Beschwerden raus.
    Nach 2 Stunden Rockkonzert klingeln mir für Stunden die Ohren, oder ich muss Stöpsel nehmen.
    Klassik kann laut, passagenweise ist sie das, dann wieder flüsterleise. Aber Rock ist durchgehend laut.

    Eine Anlage, die für rock/pop/metal optimiert ist, geht in Richtung PA. Damit kannst du keine klassik hören. Umgekehrt, eine Anlage, die für klassik/blues/jazz optimiert ist, wird zu neutral für rock/pop/metal klingen.
     
  10. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Das mit den verschiedenen Anlagen für verschiedene Genre verstehe ich nicht.

    Mein Naim Uniti hat keine Klangregler und die Focal Boxen daran auch nicht.
    Trotzdem kann ich dort jede Musik abspielen und es fehlt weder Bass noch sonstwas und ist trotzdem sehr räumlich aufgelöst.


    Die Focal Bathys sind prima Reisekopfhörer weil sie auch noch eine recht gute Geräuschunterdrückung und einen der besseren Bluetooth Codecs haben. Das mit der Hörkurve habe ich probiert … und dann wieder ausgeschaltet. Für mich war das nichts, obwohl ich auch keine 20 mehr bin.
     
  11. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Doch natürlich, jeder (außer dir bestimmt) regelt die Lautstärke seiner Anlage mit dem Lautstärkeregler:p:p;)
     
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  12. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Du hast es verstanden.... :thumbsup::finger:
     
  13. altoSaxo

    altoSaxo Strebt nach Höherem

    Mich hat auch in der Elbphilharmonie bei der 4. Symphonie des von dir erwähnten Bruckners die enorme Dynamik des Orchesters beeindruckt.

    Bei Apple Music steht „R&B/Soul“. Ich meine auch, Latin und Jazz-Elemente zu hören. Eine klare Zuordnung fällt mir hier schwer. Pop meinte ich da auch mehr als Oberbegriff.
     
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  14. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Ach, Apple... ich tanze u.a. diverse lateinamerikanische Tänze, und entsprechende Rhythmen haben daher bei mir Signalwirkung, weil ich bei Beginn der Musik ja erkennen muss, welcher Tanz es ist. Ich hör gerade etwas weiter rein... sie "benützt" die Rhythmen mal mehr, mal weniger.
     
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  15. JES

    JES Gehört zum Inventar

    In dem verlinkten Video hat die Musik aber so gar nichts mit Latin zu tun.
     
  16. visir

    visir Gehört zum Inventar

    Wenn Du jetzt noch sagst, welches Video Du meinst, was mit dem "latin"-Nebenthema von @altoSaxo und mir zu tun haben soll... denn seit altosaxos Erwähnung von Soha ist kein Video verlinkt.
     
  17. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Na, da hast du doch die Antwort...
     
  18. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ja……ohne Zweifel…….uneingeschränkt , und mehr Spaß macht es auch:D
     
  19. visir

    visir Gehört zum Inventar

    von welchem Video faselst Du also?
     
  20. mcschmitz

    mcschmitz Strebt nach Höherem

    Wie wäre es mit einem neuen Thread:
    Virtueller Cage Fight für ausgesuchte langjährige Foristen, Thema egal.
    Da können dann Animositäten und Grundsatzdiskussionen aller Art ausgetragen werden, und die Bandenwerbung für Popcorn & Co. wäre ein hübsches Zusatzeinkommen für‘s Forum.
    :)
     
    claptrane, Nemo, Gerrie und 3 anderen gefällt das.
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