Alt Sax mit möglichst geringem Blaswiderstand

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von F-UX, 17.Mai.2026 um 20:20 Uhr.

  1. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Liebe Community,

    nachdem mir im Urlaub mein geliebtes YAS480 runtergefallen war und ich einige Wochen nicht spielen konnte, habe ich mich entschieden, mir ein Zweites Sax zuzulegen, was meine neue Nr. 1 werden soll. Das YAS480 dann als Backup.

    Ich spiele nun seit ca. 2,5 Jahren und ich habe mein YAS480 bestimmt noch nicht ausgereizt. Ich betrachte mich immer noch als Anfänger. Mein Mundstück ist ein Jody Jazz Customs Dark 4. Als Blätter spiele ich meist Select Jazz von dAddario der Stärke 2m.

    Da ich eine progrediente Muskelerkrankung habe, ist das wesentliche Kriterium für mich der Blaswiderstand. Wie leicht sprechen die Töne an, besonders in den (anstrengenden) oberen Registern.

    Probiert habe ich bisher von Selmer ein SA80 II, Signature und ein Surpreme. Von Yamaha ein 62, 82ZA und ein 875Z.

    Beim Blaswiderstand hat mich das YAS82Z am meisten überzeugt. Es spielt sich sehr leicht. Dann das Surpreme. Ganz schön teuer… Das SA80 II, mein eigentlicher Favorit, ging dagegen ungleich schwerer.

    Vom Sound her konnte ich schwer eine Entscheidung treffen. Wahrscheinlich bin ich dafür noch zu unerfahren. Bis auf das YAS875 konnte ich keines ausschließen.

    Nun zu meiner Frage: Welches Profi Alt Sax sollte ich bei dem Kriterium geringster Blaswiderstand noch antesten? Was ist mit Yanagisawa oder Keilwerth, etc.

    Ich komme aus Frankfurt. Wo im Großraum Rhein-Main könnte ich das am besten tun? Bis zu 100km Anreise nehme ich gerne in Kauf.

    Besten Dank für eure Unterstützung.
     
  2. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Mit einem Yamaha bist du auf dem richtigen Weg,die haben durchweg einen leichten Blaswiderstand. Warum kein zweites 480,mit dem kommst du doch gut zurecht,dann gibts auch keine Umgewöhnungs Probleme.
    Frag mal bei Matthias Rüdiger Saxophone in Hofheim nach,da fährt die S2 in 25 Minuten vom Hauptbahnhof hin
     
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  3. onomatopoet

    onomatopoet Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde das BUFFET CRAMPON SENZO bzw. das S3 Prestige in Erwägung ziehen.
     
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  4. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

     
  5. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Für mein Gefühl liegt in dem Satz ein gewisser Widerspruch.
    Will nicht grade ein Anfänger weniger Widerstand, und sind nicht die Dinger wie 280 oder 480 darauf getrimmt?
    Und ein "Profi" vielleicht etwas mehr, weil da mehr Headroom nach oben ist?
     
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  6. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Danke, mit Matthias Rüdiger bin ich bereits Ende Mai verabredet. Mal sehen, was er so im Laden hat.
     
  7. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich empfand das 82ZA leichter zu spielen und von der Mechanik hochwertiger. Vielleicht aber auch nur Einbildung…
     
  8. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich glaube,das ist auch eine Frage der Musikrichtung. Wenn ich nicht ganz falsch liege bevorzugen Klassiker einen möglichst kleinen Blaswiderstand.
     
  9. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin an den Diskussionen um den Blaswiderstand immer sehr interessiert, weil ich damit für mich wenig anfangen kann.
    Ich spür's einfach nicht. Oder nicht so, dass es für mich relevant wäre.
    Die Yanis, denen man ja eher klassische Vorliebe nachsagt, hatten jedenfalls wesentlich mehr "Widerstand" als die Yamahas, die ich kenne.
     
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  10. giuseppe

    giuseppe Gehört zum Inventar

    Ich finde es auch schwierig, weil Blaswiderstand und Ansprache schwierig getrennt zu betrachten sind, obwohl sie definitiv was anderes sind.

    Grundsätzlich spricht ein richtig dichtes Horn viel, viel leichter an als ein undichtes und verbraucht weniger Luft. Und dieser Unterschied ist typischerweise ausgeprägter als der zwischen verschiedenen Hörnern, die gut in Schuss sind. Ob ein gut ansprechendes Horn mit geringem Luftverbrauch und effizienter Dynamik dann tatsächlich einen niedrigen Blaswiderstand hat, weiß ich ehrlich nicht. Bei der Klarinette kann ich es besser trennen und ich glaube, dass ich da einen mittleren Widerstand am wenigsten anstrengend finde. Aber letztlich ist es egal, ich glaube es verstehen alle, was du suchst.

    Ich habe über die Jahre ein paar alte und neue Hörner gespielt und denke das ein Conn New Wonder II Alto von 1926 vielleicht das effizienteste von allen war. Ein Luftverbrauch nicht weit weg von Blockflöte oder Melodica bei deutlich mehr Lautstärke. Trotzdem ist es vermutlich das Gegenteil von dem was du suchst.

    Ich denke, ich würde versuchen, das Horn immer perfekt dicht zu haben und dann eher an Blatt und Mundstück feilen. Ein 4er Mundstück mit 2-2,5er Blättern braucht zwar nicht viel Luft, aber darauf hohe Töne zu spielen stelle ich mir etwas anstrengend vor. Ein geringfügig härteres Blatt wird hohe Töne leichter machen.
     
  11. Spacecat

    Spacecat Ist fast schon zuhause hier

    Innerhalb Yamaha kann ich nur von den Erfahrungen die ich mit einigen getesteten Saxophonen dieses Herstellers gemacht habe meinen Eindruck vermitteln. Und das nur beim Altsaxophon. Ein 82Z der aktuellen Serie ist extrem leicht zu spielen. Ich kann das als Laie nur nicht fachgerecht beschreiben. Der Ton geht schon beim geringsten Hauch los, es erzeugt quasi fast ohne Anstrengung Töne, völlig unangestrengt. Ein 280 dagegen fast etwas schwieriger. Das deckt sich voraussichtlich mit deinen Ergebnissen. In der Region Stuttgart wäre ein einmalig verfügbares Sondermodell 82Z testbereit, falls eine Auswahl in diese Richtung gehen sollte.
     
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  12. Jaysax

    Jaysax Schaut öfter mal vorbei

    Das Jody Jazz Customs Dark ist, auch wenn es gut klingt, aber auch nicht unbedingt das Mundstück mit dem geringsten Blasewiederstand. Vielleicht lässt sich hierbei auch noch optimieren.
     
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  13. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    Moin F-UX,

    für Fragen des Horns bin ich für Dich sicherlich kein guter Ratgeber, da ich praktisch nur vintage spiele. Aber grade beim Alto habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Mundstück erheblichen Einfluss auf den Blaswiderstand hat. Jahrelang hielt ich das Alto für das anstrengendste Horn in der Saxfamilie .... bis ich ein anderes, für mich passendes, Mundstück ausprobierte und erwarb.


    keep swinging

    Saxax
     
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  14. Peterchen

    Peterchen Schaut nur mal vorbei

    Ich würde versuchen ein MarK VI zu erstehen, falls es Dein Budget zulässt und Du fündig wirst. Die spielen sich butterweich. Wenn es ein modernes Saxophon sein soll, dürfte Yamaha eine gute Wahl sein, aber bei neuen Instrumenten bin ich kein Experte.
     
  15. Silver

    Silver Gehört zum Inventar

    Ich widerspreche nur ungern. Aber gerade bei den Mark VI ist die Spanne sehr weit.

    Alleine die paar Mark VI Alti, die ich probiert bzw. besessen habe (letztere waren/sind „free blowing“ aber auf keine Fall ohne Widerstand) bewegten sich - im technisch ordentlichen Zustand - zwischen „stiff upper lip“ Klassikinstrument und rotzfrechem Funkhorn.
    Mit identischem Setup, versteht sich.

    Es gibt ganz fantastische Mark VI für praktisch jeden Geschmack - und eine Menge fürchterliche Gurken zu Mondpreisen.


    Meine Empfehlung für @F-UX schliesst sich der von @Spacecat an:
    Ich habe kürzlich ein 82Z Alto angespielt, das ging ganz erfreulich gut los, ließ sich aber bis in extreme Dynamik noch gut kontrollieren.
     
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  16. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    welches Mundstück schlägst du vor?
     
  17. F-UX

    F-UX Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ein Mark VI zum Antesten habe ich noch nicht gefunden. Bei Selmer empfand ich das Surpreme am leichtesten, was den Blaswiderstand angeht. Aber auch nicht leichter als das 82Z. Da würde es nun um Sound und Budget gehen.
     
  18. Sax a`la carte

    Sax a`la carte Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde sagen, beim Umstieg auf ein 82z sollten keine Umgewöhnungs- Probleme auftreten oder so geringfügig, das es vernachlässigbar wäre.:)
     
  19. saxchrisp

    saxchrisp Ist fast schon zuhause hier

    82z kann ich bedingungslos empfehlen.
    Spiele ich selber.
    Hab auch noch ein Keilwerth SX90 Shadow.
    Das hat deutlich mehr Widerstand.
    Mein Reisesaxophon ist ein Thomann MK4, dass liegt in der Mitte.

    Vorausgesetzt ist natürlich, dass alle Hörner optimal dicht und gut eingestellt sind
     
  20. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Ich bin zwar meilenweit von deinem Können entfernt, spiele aber schon einige Jährchen Saxophon und darf überall wo ich war oder bin weiterhin mitspielen bzw. aushelfen. ;-)

    Ich kann deine Aussage nur bestätigen.
    Z.B. wenn ich auf einem meiner drei Altsaxophone spiele, King S20, Voss, Yamaha YAS380, ist der Blaswiederstand identisch, zumindest spüre ich keine Unterschiede.
    Vielleicht kommt es auch auf die Mundstück- und Blattwahl an?
    Und/Oder darauf dass das Saxophon optimal eingestellt ist (Klappen schließen sauber, Oktavmechanik passt usw.)?
    Und Spielerfahrung ist selbstverständlich auch zu bedenken.

    LG
    Mike
     
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